Washington – Der US-amerikanische Politkommentator Tucker Carlson erklärte in einem Video, dass der Iran in Teilen der arabischen Welt beliebter geworden sei als noch zu Beginn des Krieges — obwohl Iran gleichzeitig arabische Länder bombardiere und destabilisiere.
„Wie kann das sein?“, fragte Carlson — und gab die Antwort selbst: Iran habe eine klare Haltung zur Tötung palästinensischer Zivilisten eingenommen und seine Waffenstillstandsverhandlungen an einen Waffenstillstand im Libanon geknüpft.
Das möge bei den meisten Amerikanern nicht ankommen, sagte Carlson, aber im Nahen Osten und im Rest der Welt — der zuschaue, wie Israel den Libanon zerstöre — sei diese Botschaft angekommen.
„Warum bombt ihr Beirut? Unklar.“
Besonders scharf kritisierte Carlson Israels Vorgehen im Libanon. Israel töte Christen en masse, zerstöre christliche Dörfer und bombardiere Beirut — „keine traditionelle Hochburg der Hisbollah“. „Warum bombt ihr Beirut? Unklar“, sagte Carlson. „Aber es passiert, und der Rest der Welt schaut genau hin.“
Er betonte, der Libanon sei ein Land, das viele Menschen kennen — „wahrscheinlich das schönste Land der Welt, mit einigen der kultiviertesten Menschen der Welt. Es ist nicht Jemen, es ist der Libanon. Es liegt am Mittelmeer.“
Die Welt schaue in Entsetzen zu, und niemand unternehme etwas dagegen. „Die USA sind Komplizen. Die USA helfen dabei, dass es geschieht — egal was man euch sagt. Das sind amerikanische Waffen und Waffensysteme, die benutzt werden um Christen im Libanon zu töten.“
Iran tut laut Carlson mehr als die USA oder die Golfstaaten
Wer tue denn etwas dagegen, fragte Carlson. Seine Antwort: Iran. „Ich hasse es, das zu sagen. Ich wünschte, es wäre nicht so. Ich wünschte, es wäre nicht Iran, der hier eingreift — aber so ist es.“
Iran tue mehr als jedes andere Land — mehr als die USA, mehr als die Golfstaaten — indem er die Wiedereröffnung der Straße von Hormus an ein Ende der israelischen Bombardierungen im Libanon knüpfe.
„In den Augen der Region, egal was die Araber an Iran hassen mögen — und es gibt viel, was sie hassen — stehen sie einzigartig für die Palästinenser ein, gegen den Massenmord in Gaza, den Völkermord in Gaza.“
„Es ist Völkermord nach jeder Definition“
Carlson verwendete das Wort Völkermord ohne Einschränkung: „Die Geschichte wird es so festhalten. Es ist Völkermord. Es ist eine Staatspolitik, ein Volk auszulöschen und aus einem Land zu vertreiben. Es ist Völkermord nach jeder Definition — und es ist das Größte, was derzeit in der Geschichte passiert.“
Er fragte, wie die Welt dabei zusehen und nichts tun könne. Wie die USA das unterstützen könne. „Wie sind die USA zum einzigen Land auf dem Planeten geworden — neben Israel —, das diesen Völkermord billigt?“ Das seien Fragen, die normale Menschen sehr bald stellen würden — manche stellten sie bereits jetzt.
Das Gegenteil von dem, was erwartet wurde
Carlson zog abschließend eine bittere Bilanz: Man habe einen Regimewechselkrieg gegen Iran begonnen, seinen Staatsführer getötet, Schulen bombardiert, Schiffe versenkt und die Streitkräfte des Landes dezimiert — und am Ende werde Iran stärker und die Angreifer schwächer.
„Nur im echten Leben gibt es solche Ironien — aber sie sind überall. Das ist die Geschichte des Lebens. Das Gegenteil passiert.“

