Start Panorama Ausland Türkei Staatsakt in Istanbul: Details zur Beisetzung von Prof. Dr. İlber Ortaylı...

Türkei
Staatsakt in Istanbul: Details zur Beisetzung von Prof. Dr. İlber Ortaylı veröffentlicht

Details zur Beisetzung von Prof. Dr. İlber Ortaylı: Trauerfeier und Beisetzung am Montag auf dem Ehrenfriedhof der Fatih-Moschee.

Teilen

Istanbul – Nach der Nachricht über den Tod von Prof. Dr. İlber Ortaylı, der am Freitag im Alter von 78 Jahren in einem Istanbuler Krankenhaus verstarb, hat die Familie nun die Details zu den Abschiedszeremonien bekannt gegeben.

Die Türkei bereitet sich darauf vor, einen ihrer größten Historiker mit einem Staatsakt zu ehren.

Trauerfeier in Istanbul

Der Tag beginnt um 11:00 Uhr mit einer Gedenkfeier an der Galatasaray-Universität. Das anschließende Totengebet wird nach dem Nachmittagsgebet in der Fatih-Moschee abgehalten. Die Wahl dieses geschichtsträchtigen Ortes unterstreicht Ortaylıs lebenslanges Engagement für die Erforschung und Vermittlung der osmanischen und Weltgeschichte. Er galt als Brückenbauer zwischen den Kulturen und als einer der profiliertesten Experten für Diplomatie- und Kulturgeschichte.

Letzte Ruhe neben seinem Mentor

Im Anschluss an das Gebet wird der Leichnam zum Friedhof der Fatih-Moschee (Fatih Camii Haziresi) überführt. Dort wird Ortaylı auf dem Ehrenfriedhof beigesetzt – in unmittelbarer Nähe seines Lehrers und Mentors Halil İnalcık, dem „Sheikh der Historiker“. Es wird erwartet, dass neben der türkischen Staatsspitze auch zahlreiche internationale Delegationen, Historiker aus aller Welt sowie tausende seiner ehemaligen Studenten an der Zeremonie teilnehmen werden.

Ein Leben für die Wissenschaft

Prof. Dr. İlber Ortaylı wurde am 21. Mai 1947 in Bregenz, Österreich, geboren und kam im Alter von zwei Jahren in die Türkei. Er war ein Universalgelehrter, der nach seinem Studium in Ankara, Wien und Chicago weltweit lehrte – von Paris über Oxford bis Princeton.

Neben seiner akademischen Laufbahn, die ihn unter anderem an die Spitze des Topkapı-Palast-Museums führte, erreichte er durch seine zahlreichen Bücher und Medienpräsenz Millionen von Menschen und prägte das Geschichtsverständnis ganzer Generationen nachhaltig.

Sein Tod am 13. März 2026 markiert das Ende einer Ära. Wie seine Familie in einer ersten Stellungnahme betonte, blieb sein Wissensdurst und sein Wunsch, mit Menschen zusammen zu sein, trotz seiner schweren Krankheit bis zuletzt ungebrochen.