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Lernen mal anders – Auslandserfahrungen für Schüler

Austauschprogramme bieten Schülern die aufregende Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern, etwas über andere Lebensweisen zu erfahren und internationale Freundschaften zu schließen.

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In der Schule lernen alle dasselbe. Mathe, Bio, Deutsch, Geschichte – Ja, all das ist wichtig, wer sich aber Skills fürs Leben aneignen und dabei eine spannende interkulturelle Erfahrung haben möchte, der muss sich auch mal aus dem heimischen Klassenzimmer hinauswagen.

Austauschprogramme bieten Schülern die aufregende Möglichkeit, ihren Horizont zu erweitern, etwas über andere Lebensweisen zu erfahren und internationale Freundschaften zu schließen. Nebenbei verbessern sie ihre Sprachkenntnisse immens und lernen wichtige Fähigkeiten, wie das selbstständige Reisen, selbstbewusstes Auftreten und einen organisierten Alltag zu leben.

Welche Auslandsangebote gibt es für Schüler?

Vom klassischen Auslandssemester während des Studiums hat fast jeder schon mal gehört. Wer sich aber bereits in der Schulzeit nach einer Auslandserfahrung sehnt und die Schule mal anders erleben möchte, der hat ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten.

Es gibt verschiedene Organisationen, die den Schülern dabei helfen, den perfekten Auslandsaufenthalt zu planen. Dabei variieren die Angebote vom klassischen Schüleraustausch bis hin zu Auslandsjahren und Internatsaufenthalten.

Diese verschiedenen Optionen unterscheiden sich in mehreren Aspekten:

  • Bei einem Schüleraustausch besucht man eine Familie in einem anderen Land, die ein Kind im gleichen Alter hat. Gemeinsam geht man dann in die Schule, unternimmt Ausflüge und gestaltet seine Freizeit. Im Gegenzug kommt der andere Schüler in die eigene Familie und erlebt so dieselbe Erfahrung.
  • Ein Auslandsjahr bedarf etwas mehr Einsatz. Hier reist der Schüler über ein halbes oder ein ganzes Jahr ins Ausland, lebt bei einer Gastfamilie und besucht die dortige Schule.
  • Wer keine Lust auf eine Gastfamilie hat, der kann auch ein Internat im Ausland wählen. Hier verbringt man im Durchschnitt deutlich mehr Zeit mit anderen Schülern desselben Alters und kann so intensiv Freundschaften schließen und das Internatsleben genießen.

Welche Art des Aufenthalts die richtige ist, ist sehr individuell und hängt immer von den Präferenzen des Schülers ab. Jede Erfahrung bietet einzigartige Möglichkeiten und Chancen, Neues zu lernen.

Wohin soll die Reise gehen? Das richtige Zielland wählen

Die angebotenen Zielländer sind zahlreich und unterscheiden sich in Sprache, Kultur, Schulsystem und Kontinent. Die wohl typischsten Ziele sind die USA, Kanada und Australien, es gibt aber auch noch viele andere Länder wie Südafrika, Neuseeland, Frankreich, Schottland, Finnland und Chile.

Viele Schüler entscheiden sich, in ein englischsprachiges Zielland zu gehen, um die Kenntnisse in der Weltsprache zu vertiefen. Ein Aufenthalt in einem nicht englischsprachigen Land kann aber auch wahnsinnig bereichernd sein und ermöglicht den Schülern eine Drittsprache zu erlernen.

Das perfekte Zielland hängt von den Präferenzen und individuellen Bedürfnissen des Schülers ab und sollte mit Bedacht gewählt werden. Um die richtige Entscheidung treffen zu können, gibt es Beratungsstellen, die einem bei der Auswahl helfen.

Kosten – Wie teuer ist ein Auslandsaufenthalt für Schüler

Je nach Land, Länge und Art des Aufenthalts variieren die Kosten für einen Auslandsaufenthalt natürlich stark.

Wenn man sich für einen Austausch entscheidet, trägt man in der Regel selbst die Flugkosten und die anfallenden Kosten vor Ort, die Gastfamilie bekommt aber in den meisten Fällen kein Geld. Als Gegenleistung erklärt man sich hier bereit, auch als Gastfamilie für den Austauschschüler zu fungieren.

Möchte man ein Auslandsjahr machen, sind die Kosten deutlich höher. Hier braucht man nicht nur ein Visum und eine Versicherung, sondern auch eine Organisation, die als Ansprechpartner dient. Für ein Auslandsjahr in den USA muss man mit einem Preis ab circa 10.000 Euro rechnen, Australien kostet ungefähr 8.000 Euro und Neuseeland 9.000. Diese Zahlen decken aber nicht alle Kosten, oft kommen hier Gebühren fürs Visum drauf sowie ein monatliches Taschengeld.

Ein Internatsaufenthalt ist dann meist noch mal teurer als ein Auslandsjahr mit einer Gastfamilie, da man die Schule für die Versorgung des Schülers zahlen muss. Auch hier sind die Preise unterschiedlich und variieren stark.

Wer gerne ein Auslandsjahr machen möchte, es sich aber nicht leisten kann, der kann mit etwas Glück ein Stipendium bekommen. Von Teilstipendien bis hin zu Vollstipendien oder einer monatlichen Unterstützung ist alles möglich. Um genauere Infos zu Stipendien zu erhalten, kann man sich an Organisationen, die Auslandsaufenthalte betreuen, wenden oder sich in zentralen Beratungsstellen informieren.

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