Terrorismus
Türkei liefert IS-Terroristen Neil Prakash an Australien aus

Neil Prakash, der einst als der meistgesuchte Terrorist Australiens galt, wurde am Freitagmorgen von der Türkei an Australien ausgeliefert. 

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Ankara – Neil Prakash, der einst als der meistgesuchte Terrorist Australiens galt, wurde am Freitagmorgen von der Türkei an Australien ausgeliefert.

Der in Melbourne geborene ehemalige Rapper, der sich 2013 dem IS angeschlossen haben soll, wurde durch seine Nutzung sozialer Medien zur Anwerbung potenzieller Rekruten bekannt. Bevor er ein prominenter Rekrutierer für den IS wurde, war er Medienberichten zufolge ein Bandenmitglied mit einem Drogenproblem. Prakashs Ankunft erfolgt, nachdem vor wenigen Tagen bestätigt wurde, dass australische Behörden mit der Türkei über seine Auslieferung nach Australien verhandelt hatten, berichtet The Guardian.

Im Jahr 2015 stellte die australische Bundespolizei einen Haftbefehl gegen Prakash aus. Er ist mit sechs Terrorismusvorwürfen konfrontiert und wird beschuldigt, nach Syrien gereist zu sein und feindliche Handlungen begangen zu haben. Im Falle einer Verurteilung droht Prakash eine lebenslange Haftstrafe. Der heute 31-Jährige war seit Oktober 2016 in der Türkei inhaftiert, als er beim Grenzübertritt aus Syrien verhaftet wurde. 2019 verurteilte ihn ein türkisches Gericht zu siebeneinhalb Jahren Haft. Das Strafgericht in Kilis, an der syrischen Grenze, befand Prakash damals der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung für schuldig.

Der damalige Innenminister Peter Dutton entzog Prakash 2018 die Staatsbürgerschaft mit der Begründung, er habe sich an terroristischen Aktivitäten beteiligt und sei Fidschianer. Mit dieser Entscheidung war er der zwölfte Australier, dem die Staatsbürgerschaft aus Gründen des Terrorismus entzogen wurde.

„Wenn er die Möglichkeit hätte, würde Prakash Australier verletzen oder töten, und unser Land ist sicherer, weil er seine australische Staatsbürgerschaft verloren hat“, erklärte Dutton damals.

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