Iran-Krieg
Kuwait: Wir haben versehentlich US-Jets abgeschossen

Kuwait schießt versehentlich US-F-15-Jets nahe der irakischen Grenze ab. Während Kuwait von Friendly Fire spricht, reklamiert der Iran den Abschuss für sich.

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Kuwait City -Inmitten der massiven militärischen Eskalation im Nahen Osten ist es in Kuwait zu einem schwerwiegenden Zwischenfall durch Eigenbeschuss („Friendly Fire“) gekommen. Das kuwaitische Verteidigungsministerium bestätigte am Montagmorgen den Absturz von US-Kampfflugzeugen vom Typ F-15E Strike Eagle. Ursache war nach offiziellen Angaben eine Fehlfunktion in der Identifizierung der Luftziele durch die kuwaitische Luftabwehr.

Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden in einer Phase höchster militärischer Alarmbereitschaft. Laut ersten Berichten sollen die Jets im Norden Kuwaits nahe der irakischen Grenze niedergegangen sein.

Die Wrackteile wurden in einer dünn besiedelten Gegend beim Khor-Abdullah-Wasserweg lokalisiert. Das Verteidigungsministerium erklärte, die nationale Luftabwehr habe „unbekannte Objekte“ am Himmel identifiziert und bekämpft, die sich im Nachhinein als befreundete Einheiten der US-Luftwaffe herausstellten.

„Die zuständigen Behörden haben umgehend Such- und Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Wir stehen in direkter Koordination mit den befreundeten US-Streitkräften, um die genauen Umstände zu untersuchen“, so eine offizielle Erklärung des kuwaitischen Verteidigungsministeriums. Trümmerteile fielen unter anderem auf das Gelände der Mina Al Ahmadi Raffinerie, wobei nach ersten Berichten zwei Arbeiter leicht verletzt wurden.

Widersprüchliche Berichte über die Absturzursache

Während das kuwaitische Militär den Vorfall offen als tragischen Irrtum einräumte, verbreitete die iranische Seite umgehend eine andere Darstellung. Die Führung in Teheran reklamierte für sich, eine F-15 im Rahmen ihrer großangelegten Vergeltungsoperationen gezielt abgeschossen zu haben. Unabhängige Belege für diese Behauptung liegen derzeit nicht vor; die kuwaitischen Behörden bleiben bei ihrer Darstellung eines internen Koordinationsfehlers aufgrund der extremen Nervosität im regionalen Luftraum.

Videos in sozialen Netzwerken zeigten brennende Objekte am Horizont und Fallschirme über dem Grenzgebiet. Das Verteidigungsministerium betonte, dass die Besatzungsmitglieder den Absturz überlebt haben. Die Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten und wurden nach ersten Informationen bereits von kuwaitischen Such- und Rettungsteams geborgen. Ihr Zustand wird als stabil beschrieben, sie wurden zur weiteren Untersuchung in ein Militärkrankenhaus gebracht.

Die F-15 Strike Eagle: Ein hochkomplexes Waffensystem

Bei den betroffenen Maschinen handelt es sich um das Rückgrat der US-Luftüberlegenheit in der Region. Die F-15 Eagle ist ein zweistrahliger Allwetter-Kampfjet zur Lufthoheitssicherung. Laut Angaben der US Air Force zeichnet sich das Muster durch hohe Wendigkeit, starke Beschleunigung, große Reichweite und moderne Avionik aus. Besonders das hohe Schub-Gewichts-Verhältnis gilt als entscheidend im Luftkampf.

Die hier eingesetzte Variante F-15E Strike Eagle ist zusätzlich für Präzisionsangriffe auf Bodenziele konzipiert. Sie ist darauf ausgelegt, sowohl Luftüberlegenheits- als auch Tiefschlagmissionen zu fliegen. Experten weisen darauf hin, dass in solch hochgradig angespannten Konfliktsituationen die technische Freund-Feind-Erkennung (IFF) an ihre Grenzen stoßen kann, insbesondere wenn gleichzeitig massive elektronische Störmaßnahmen im Einsatz sind.

Regionale Auswirkungen

Die US-Botschaft in Kuwait-Stadt löste nach dem Vorfall Alarm aus und rief alle amerikanischen Staatsbürger sowie diplomatisches Personal dazu auf, Schutzräume aufzusuchen („Shelter in place“). Es gebe eine fortwährende Bedrohung durch Raketen- und UAV-Angriffe.

Gemeinsame technische Kommissionen beider Länder haben die Untersuchung aufgenommen, um festzustellen, warum die Kommunikation zwischen der kuwaitischen Leitstelle und den US-Flugzeugen versagte und wie es zu diesem fatalen Identifizierungsfehler kommen konnte.

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