Ägypten-Tourismus am Boden
Türkei statt Ägypten: Russlands Touristen orientieren sich nach Flugzeugunglück um

Russische Reiseveranstalter bieten ihren Ägypten-Kunden nach dem Flugzeugunglück von Sharm el-Sheikh die Türkei als Alternative an. Wer Hurghada gebucht hatte, kann nun stattdessen in die Türkei reisen.

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Moskau (nex) – Die Vereinigung russischer Reiseveranstalter (ATOR) hat sich dazu entschlossen, die Türkei als Alternativdestination zu Ägypten für Touristen anzubieten, denen eine Reise in das Land am Nil infolge des Unglücks einer Passagiermaschine in Sharm el-Sheikh vor etwas mehr als einer Woche als zu unsicher erscheint. Nachdem die Vereinigung verkündet hatte, alle Flüge an die ägyptischen Ziele Hurghada und Sharm el-Sheikh bis auf Weiteres auszusetzen, erklärte die Vertriebs- und Marketingmanagerin von BRISCO, Julia Polesovaja, man erwäge, seinen Kunden zu empfehlen, ihre geplanten Urlaubsflüge nach Ägypten in die Türkei umzubuchen. Wer also einen Flug für 4 Uhr nachmittags nach Hurghada gebucht habe, der nun gestrichen wurde, bekommt nun als Alternative einen Flug zur gleichen Zeit nach Antalya angeboten.

„Wir bieten die besten Alternativen in den türkischen Feriengebieten an. Für Kunden, die dieses Angebot nicht annehmen, müssen wir den Flug jedoch streichen“, so Polesovaja. In der Zwischenzeit werden Touristen aus der Russischen Föderation, Deutschland, Italien und Großbritannien in 39 Flügen vom Internationalen Flughafen Sharm el-Sheikh ausgeflogen, teilten Quellen aus der ägyptischen Luftfahrt am Samstag der Nachrichtenagentur Anadolu mit.

Pasalimani Cesme (Foto: Leyla Demir)
Pasalimani Cesme (Foto: Leyla Demir)

Die Terrormiliz IS hatte die Verantwortung für den Flugzeugabsturz übernommen, bei dem 224 Menschen ums Leben kamen. Russland, Großbritannien und Irland haben ihre planmäßigen Flüge nach Ägypten gestrichen, während Belgien, Frankreich und die Niederlande alle ihre Staatsangehörigen dazu aufgerufen haben, nicht auf dem Luftweg in die ägyptische Ferienregion zu reisen. Turkish Airlines und Lufthansa haben ihre Flüge nach Sharm el-Sheikh am Wochenende gestrichen, während Air France, die dieses Ziel nicht anfliegt, seine Sicherheitsvorkehrungen in Richtung Kairo verschärft hat.

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