Massaker von Chodschali
„Die Opfer des Völkermordes von Chodschali warten immer noch auf Gerechtigkeit“

Ein Gastbeitrag von Dr. Adil Aliyew - Vizepräsident des Parlaments der Republik Aserbaidschan

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Ein Gastbeitrag von Dr. Adil Aliyew –
Vizepräsident des Parlaments der Republik Aserbaidschan

Einer der schrecklichsten Tragödien des 20. Jahrhunderts

Am 26. Februar 2022 jährt sich zum dreißigsten Mal der Völkermord von Chodschali, der als eines der schrecklichsten Tragödien des 20. Jahrhunderts gilt. Der Genozid von Chodschali ist ein Schmerz, den niemand vergessen kann.

Infolge dieses abscheulichen Verbrechens wurden 613 aserbaidschanische Zivilisten aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit auf grausame Weise getötet, 487 wurden verkrüppelt, und 1.275 Einwohner wurden gefangen genommen und schwer gefoltert. Das Schicksal von 150 Geiseln, darunter 68 Frauen und 26 Kinder, ist nach wie vor ungeklärt.

Am 26. Februar 1992 begingen die armenischen Streitkräfte während der Okkupation der Stadt Chodschali einen Völkermord an der dortigen Zivilbevölkerung, einer Stadt in der aserbaidschanischen Region Berg-Karabach.

Darüber hinaus möchte ich in Bezug auf Völkermord auf das internationale Recht eingehen. Folgende Instrumente müssen als Rechtsgrundlage für die Einstufung des Massakers von Chodschali als internationales Verbrechen angesehen werden.

Die entsprechende Konvention über die Verhütung und Bestrafung von Völkermord trat 1951 in Kraft. Zuvor wurde es von der UN-Generalversammlung am 9. Dezember 1948 (Resolution 260 (III)) verabschiedet. Zur gleichen Zeit gab es viele Urteile zu diesem Thema, darunter das Statut des Nürnberger Militärtribunals, das Statut des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda, die Charta des Internationalen Strafgerichtshofs usw.

Die Ereignisse in Chodschali haben nicht die notwendige Beachtung erfahren

Mit Bedauern stellen wir fest, dass die langjährige armenische Aggressionspolitik gegen unser Land, insbesondere der Genozid in Chodschali, von der Weltgemeinschaft nicht die notwendige Beachtung erfahren hat. In diesem Sinne möchten wir betonen, dass es sich bei den Ereignissen in Chodschali nicht nur um einen Völkermord am aserbaidschanischen Volk handelt, sondern auch um ein blutiges Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Der schreckliche Völkermord, der sich an der Schwelle zum 21. Jahrhundert ereignet hat, ist ein deutliches Beispiel für die Gefahren, denen die Menschheit noch immer ausgesetzt ist.
Solidaritätsbekundungen der Welt mit Aserbaidschan tragen in diesem Fällen dazu bei, eine Wiederholung solcher Fälle nicht nur in Aserbaidschan, sondern auch weltweit zu verhindern.
Wir rufen alle Menschen auf, sich zu dem vor dreißig Jahren an Aserbaidschanern begangenen Völkermord zu äußern, und wir hoffen, dass sie in dieser Hinsicht eine angemessene Entscheidung treffen.

Trotz der Beendigung der 30-jährigen Besetzung aserbaidschanischer Gebiete infolge des 44-tägigen Vaterländischen Krieges warten die Opfer des Genozids von Chodschali immer noch auf Gerechtigkeit. Wir rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, die von Armenien begangenen Angriffshandlungen gegen Aserbaidschan sowie die vorsätzlich durchgeführten Angriffe auf die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur entschlossen zu verurteilen und dafür zu sorgen, dass Armenien seinen Verpflichtungen nach dem Völkerrecht und dem humanitären Völkerrecht nachkommt.

Wir halten es außerdem für notwendig, ein Dokument mit der entsprechenden rechtlichen und politischen Bewertung des Völkermords von Chodschali zu verabschieden, um eine gerechte öffentliche Meinung über die armenische Aggression gegen Aserbaidschan zu bilden, was wiederum dazu beitragen wird, die Wiederholung solcher Fälle nicht nur in Aserbaidschan, sondern in der ganzen Welt zu verhindern.

Weitere Informationen über den Völkermord in Chodschali finden Sie unter Justice for Kholjaly

Zum Thema

– Massaker von Chodschali –
Drei Bedeutungen von „Geschichte“: Zum Massenmord von Xocalı/Chodschali

Am 25. Februar 1992 gegen 23 Uhr griffen etwa 2 000 armenische Kämpfer Xocalı an. Der Überfall dauerte bis in die Morgenstunden des 26. Februar. An der Attacke beteiligte sich das 366. Infanterieregiment, eine noch aus der Armee der zwei Monate zuvor untergegangenen Sowjetunion stammende Einheit. Sie soll so gut wie vollständig aus ethnischen Armeniern bestanden haben.

Drei Bedeutungen von „Geschichte“: Zum Massenmord von Xocalı/Chodschali

 

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