Türkei
Nach Whatsapp-Ankündigung: Erdogan teilt Tagesprogram auf Telegram

Einen Tag nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine Anmeldung bei Telegram angekündigt hatte, teilte er am Donnerstag sein Tagesprogram einschließlich Morgengrüße an seine Anhänger über den russischen Instant-Messaging-Dienst.

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Ankara- Einen Tag nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan seine Anmeldung bei Telegram angekündigt hatte, teilte er am Donnerstag sein Tagesprogram einschließlich Morgengrüße an seine Anhänger über den russischen Instant-Messaging-Dienst.

(Screenshot/Telegram)

Aus Sorge über die Aktualisierung der Datenschutzbestimmungen von WhatsApp, hatte der türkische Staatschef einen Wechsel angekündigt.

Am gestrigen Mittwoch teilte Erdoğan seine erste Nachricht auf Telegram und machte in seiner Nachricht auf fehlende Regenfälle in der Türkei in den letzten Wochen aufmerksam.

„Angesichts einer drohenden Dürre, die nur alle 100 Jahre vorkommt, müssen wir alle Vorkehrungen treffen. Mit dem Bau von 600 Dämmen, 590 Wasserkraftwerken, 262 Trinkwasseranlagen und vielem mehr, haben wir unsere Wasserkapazität auf das höchste Niveau in allen unseren Regionen erhöht“, so der türkische Staatschef.

„Der wichtigste Weg, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen, führt jedoch über Einsparungen und bewussten Verbrauch“, fügte er hinzu.

Wechsel zu BIP

Bereits am Samstag gab das türkische Präsidialamt einen Wechsel zum einheimischen Dienst BIPMobil bekannt.

(Screenshot/Twitter)

Neue Nutzungsbedingungen bei Whatsapp

Bei Whatsapp werden Nutzer seit einigen Tagen dazu aufgefordert, den neuen Geschäftsbedingungen zuzustimmen.

Whatsapp werde demnach in Zukunft  persönliche Daten mit Facebook austauschen. Hierzu gehörten unter anderem auch Telefonnummern und Informationen darüber, wie Nutzer mit anderen interagieren. Dies konnte man bisher deaktivieren. Wer den neuen Nutzungsbedingungen nicht zustimmt, wird im Februar aus seinem Whatsapp-Account ausgesperrt.

Für Menschen in der Europäischen Union seien die Änderungen jedoch gar nicht so gravierend.

Tatsächlich ergänzt Whatsapp nur Informationen, auf welcher Rechtsgrundlage es Daten verarbeitet, und überarbeitet einige Passagen zur Kommunikation mit Unternehmen. In der EU schützt die Bürger davor die DSGVO.

Hierzu die Süddeutsche Zeitung:

Die Verwirrung entstand wohl, weil Whatsapp unterschiedliche Versionen seiner Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinie bereitstellt: jeweils eine für die europäische Region und eine für Menschen im Rest der Welt – wobei letztere auch auf Deutsch vorliegen, was die Verwechslungsgefahr zusätzlich erhöht.

 

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