Moscheebau
Kosovo: Proteste für und gegen „Türkische Moschee“

Im Kosovo kam es am Mittwoch zu rivalisierenden Protesten wegen des Baus der neuen, von der Türkei finanzierten Zentralmoschee im Stadtteil Dardania, in der Hauptstadt Pristina.

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Pristina – Im Kosovo kam es am Mittwoch zu rivalisierenden Protesten wegen des Baus der neuen, von der Türkei finanzierten Zentralmoschee im Stadtteil Dardania, in der Hauptstadt Pristina.

Auch am Montag protestierten rivalisierende Bürgergruppen vor der Baustelle in der Nähe des Telekom-Gebäudes, wobei eine Gruppe den Bau unterstützt und die andere dagegen ist.

Der Bau der Moschee begann am 15. Juli und wird von der Islamischen Gemeinschaft der Türkei finanziert. Die Islamische Gemeinschaft im Kosovo hat die Idee begrüßt und der Türkei sowie den Behörden im Kosovo gedankt.

Die Befürworter betonen, dass Pristina eine Moschee brauche. In einem Land, das zu 95 Prozent muslimisch ist, gegen eine Moschee zu protestieren, sei Unsinn, zitiert das Nachrichtenportal Balkan Insight einen Unterstützer mit dem Namen Blerim Ejupi.

„Es ist ein Grundrecht, Moscheen zu haben, und dieses Recht ist sogar durch die Verfassung geschützt“, so Ejupi.

Binak Gashi, ein ehemaliges Mitglied der Kosovo-Befreiungsarmee UCK, stellte am Mittwoch klar, dass sein Ziel nicht unbedingt der Widerstand gegen die neue Moschee sei, sondern Transparenz herzustellen. Wie BI weiter berichtet, habe Gashi über Facebook zu dem Protest aufgerufen. Er wolle wissen, „wer die Fundamente dieser Moschee in unserem Land legt und welche Absicht diejenigen haben, die die Fundamente der Moschee legen“.

„Der Bau dieser Moschee mit vier Minaretten wird den Bewohnern der Stadtviertel Dardania und Ulpiana Kopfschmerzen bereiten“, zitiert BI einen weiteren Protestierenden.

Das Viertel benötige mehr „Investitionen in das kulturelle Leben“ nicht Moscheen, so Fatmire Ahmeti aus Dardania gegenüber kosovarischen Medien. „Ich werde durch ganz Dardania marschieren, um den Bau dieser Moschee zu verhindern“, so Ahmeti.

Präsident Hashim Thaci äußert sich zu Protesten

Der kosovarische Präsident Hashim Thaci hat sich am Mittwoch zu den Protesten geäußert. Thaci sagte, niemand im Kosovo müsse sich aus religiösen Gründen beleidigt, vernachlässigt oder privilegiert fühlen.

„Der Ausdruck von Protest und Unzufriedenheit sind demokratische Werte in unserer Gesellschaft. Sie sollten jedoch niemals Hass zwischen Religionen und ethnischen Gruppen provozieren“, sagte er in den sozialen Medien.

Laut dem Präsidenten der Islamischen Union des Kosovo, Naim Ternava, wurden für den Bau der Moschee in der Türkei 40 Millionen Euro gespendet.

Der Grundstein für die „Große Moschee“ wurde 2012 gelegt. Der Bau verzögerte sich allerdings aufgrund der Reaktionen aus der Gesellschaft, die sich zur Art und Weise der Finanzierung geäußert hatten. Die Moschee in Pristina ist nicht die erste Moschee, die von der Türkei im Kosovo gebaut wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Politik der Türkei im Kosovo zu Spannungen geführt hat. Im Jahr 2013 erklärte Präsident Recep Tayyip Erdogan bei seinem Besuch in Pristina: „Die Türkei ist Kosovo und der Kosovo ist die Türkei“. Eine Äußerung, die von politischen Persönlichkeiten in Pristina als Ausdruck des „Neo-Ottomanismus“ bezeichnet wurde.

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„Es wäre mir eine Ehre, ihn als meinen Gast willkommen heißen zu dürfen“, so Marinel Balla, Besitzer des Restaurants, gegenüber NEX24. „Im Menü gibt es auch eine Pizza mit dem Namen Erdogan“, betont Balla. Tomatensauce, Pizzakäse, Sahnecreme, Pastirma (getrockneter Schinken), Champignons und Thunfisch seien die Zutaten dieser Spezialität. Er habe das Restaurant so genannt, weil er ein großer Freund Erdogans und der Türkei sei.

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