New York
Israelisches Konsulat verurteilt New Yorks First Lady Rama Duwaji

Das israelische Konsulat in New York hat die Ehefrau des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani, Rama Duwaji, in einer offiziellen Erklärung scharf verurteilt.

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New York – Das israelische Konsulat in New York hat die Ehefrau des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani, Rama Duwaji, in einer offiziellen Erklärung scharf verurteilt.

Hintergrund der diplomatischen Spannungen ist die aktive Teilnahme der aus Syrien stammenden Duwaji an einem Solidaritäts-Workshop zur Unterstützung von Palästinensern auf der französischen Insel Korsika. Bei dieser Veranstaltung soll Maria, die Mutter von Jesus, explizit als eine „palästinensische Frau, die unter Besatzung gebar“ dargestellt und geehrt worden sein.

Das israelische Konsulat reagierte mit deutlichen Worten auf diese Darstellung und warf Duwaji vor, eine falsche und gefährliche Erzählung gegen Israel zu verbreiten. In der offiziellen Stellungnahme hieß es, die Gleichsetzung oder Darstellung von Maria als Palästinenserin stelle eine bewusste historische Verzerrung dar. Zudem handele es sich um einen zynischen Versuch, die biblische Geschichte Jesu für zeitgenössische geopolitische und politische Zwecke zu instrumentalisieren.

Die diplomatische Vertretung betonte in ihrer Erklärung die historischen Fakten aus ihrer Sicht: Jesus sei Jude gewesen und im historischen Land Judäa von seiner jüdischen Mutter Maria geboren worden. Jeder Versuch, ihn als Sohn einer palästinensischen Mutter darzustellen oder gar zu implizieren, er sei Muslim gewesen, verfälsche die Geschichte grundlegend und entbehre jeder wissenschaftlichen Grundlage. Dass nun die First Lady der Metropole New York eine solche politische Narrative aktiv unterstütze, stoße auf scharfe Ablehnung.

Der Vorfall sorgt in den USA und in internationalen politischen Kreisen für erhebliche Diskussionen. Kritiker werfen der Bürgermeistergattin vor, durch die Teilnahme an solchen Veranstaltungen die ohnehin aufgeheizte Debatte um den Nahostkonflikt weiter zu polarisieren. Unterstützer von Duwaji hingegen betonen die Meinungsfreiheit und das Recht, auf die humanitäre Lage der palästinensischen Bevölkerung aufmerksam zu machen. Die Debatte zeigt erneut, wie tief die Gräben bei historischen und religiösen Narrativen im Kontext des Nahostkonflikts verlaufen.

Die aktuellen Spannungen reihen sich in eine Serie von Kontroversen ein, da das Verhältnis zwischen Duwaji und israelischen Institutionen bereits seit Monaten als stark belastet gilt. Bereits im März dieses Jahres leitete das israelische Ministerium für Diaspora-Angelegenheiten rechtliche Schritte ein, um ein Einreiseverbot gegen die Bürgermeistergattin zu erwirken. Als Begründung für diesen Schritt wurden ihre Aktivitäten in den sozialen Medien angeführt. Duwaji soll dort Beiträge positiv interagiert, geliked oder geteilt haben, die die Angriffe vom 7. Oktober verharmlosten oder feierten.

Zuletzt sorgte im Mai ein Vorfall in einem Café im New Yorker Stadtteil Brooklyn für mediale Aufmerksamkeit. Die amtierende Miss Israel, Melanie Shiraz, die sich zu diesem Zeitpunkt für eine Veranstaltung des israelischen Konsulats in der Metropole aufhielt, konfrontierte Duwaji dort zufällig. Laut Angaben von Shiraz brach die First Lady das Gespräch abrupt ab und verweigerte ein gemeinsames Foto, sobald sie erfuhr, dass es sich bei ihrer Gesprächspartnerin um eine Israelin handelte.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani bemühte sich angesichts der anhaltenden Debatten wiederholt um Schadensbegrenzung und distanzierte sich von den Kontroversen um seine Ehefrau. Er betonte in mehreren Stellungnahmen, dass Rama Duwaji eine Privatperson und eigenständige Künstlerin sei, die keinerlei offizielle Funktion oder politische Rolle in seiner städtischen Verwaltung innehat.

 


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