Umweltschutz
Neues Tüten-Gesetz der Türkei: „Jeder hat seine eigene Tasche dabei“

Schon in den ersten Tage nach Inkrafttreten der neuen Tüten-Gebühr, zeigt sich ein deutlicher Rückgang bei der Nutzung von Plastiktüten. Wie das Umweltministerium bekannt gab, sei der Verbrauch von Plastiktüten in manchen Supermärkten um bis zu 70 Prozent zurückgegangen.

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Istanbul (nex) – Schon in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen Tüten-Gebühr, zeigt sich ein deutlicher Rückgang bei der Nutzung von Plastiktüten. Wie das Umweltministerium bekannt gab, sei der Verbrauch von Plastiktüten in manchen Supermärkten um bis zu 70 Prozent zurückgegangen. Genaue Angaben werde es Mitte Januar geben. „Kein Mensch nimmt mehr eine Tüte“, zitieren die „Stuttgarter Nachrichten“ einen Kassierer eines Supermarktes in Istanbul. Jeder habe seine eigene Tasche dabei. Viele Kunden beschwerten sich. Die 25-Kurus-Gebühr soll die Türken dazu bringen, beim Einkauf haltbare Stoffbeutel oder andere wiederverwendbare Taschen zu benutzen. Von den 25 Kurus pro Tüte sollen 15 Kurus in Umweltprojekte investiert werden, berichten die „Stuttgarter Nachrichten“ weiter. Plastiktüten sind in der Türkei seit dem 1. Januar kostenpflichtig. Damit sollen umweltschädliche Abfälle reduziert werden. Was in vielen europäischen Ländern selbstverständlich ist, führte in der Türkei seit der Ankündigung vor fast zwei Jahren, zu Disput und Kritik an der Regierung. Plastiktüten waren bisher Bestandteil des türkischen Alltags und wurden beim Einkauf kostenlos zur Verfügung gestellt. Türkeiweit werden im Jahr 250.000 Tonnen Plastiktüten hergestellt. Laut dem Umweltministerium liegt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch bei 440 Kunststofftüten im Jahr. Die türkische First Lady, Emine Erdogan, leitet derzeit das Null-Abfall-Projekt der Türkei, das darauf abzielt, das Volumen der nicht verwertbaren Abfälle zu reduzieren.

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