Frankfurt
„Alptug-Sözen-Station“: Frankfurter Haltestelle soll nach türkischem Helden benannt werden

Was der 17-jährige Hanauer mit türkischen Wurzeln vor wenigen Wochen tat, war heldenhaft. Mustafa Alptug Sözen kam bei dem Versuch, einen Mann aus dem Gleisbett zu retten, ums Leben. Jetzt fordern Zehntausende eine Namensänderung der Station in Frankfurt.

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Frankfurt (nex) – Was der 17-jährige Hanauer mit türkischen Wurzeln vor wenigen Wochen tat, war heldenhaft. Mustafa Alptug Sözen kam bei dem Versuch, einen Mann aus dem Gleisbett zu retten, ums Leben. Jetzt fordern Zehntausende eine Namensänderung der Station in Frankfurt.Der obdachlose Kasache war laut Polizeisprecher Ralf Ströher stark alkoholisiert, als er ins Gleis fiel. Mustafa Alptug Sözen sah den Mann stürzen und stieg mit einem beistehenden Inder runter, um ihm zu helfen. Alle drei wurden dabei von der anfahrenden S-Bahn angefahren. „Der 17-Jährige starb an der Unfallstelle, der Kasache wurde schwer verletzt. Der andere hatte Riesenglück, wurde nur leicht verletzt“, so Ströher gegenüber Medien.

Zehntausende fordern nun eine Namensänderung der Haltestelle. Auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann sympathisiert mit der Idee. „Wir sollten ihn nicht vergessen“, schrieb Feldmann auf Facebook.

„Mit seinem selbstlosen, mutigen Handeln hat er gezeigt, dass ihm sein eigenes Leben nicht mehr Wert war, als das eines Unbekannten. Er hat sich für einen Mitmenschen eingesetzt, dort, wo andere weggeschaut haben. Alptug Sözen ist ein Vorbild für Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit“, heißt es in der Petition.

Alptug Sözen Station – als Anerkennung!

Am Montagnachmittag haben bereits mehr als 39 000 für eine Umbenennung gestimmt. Die Petition schlägt vor, dass die S-Bahn-Haltestelle Ostendstraße in „Alptug-Sözen-Station“ umbenannt wird. Dogus Albayrak, der Initiator des Aufrufs, ist der Bruder von Tugce Albayrak. Das ist die junge Türkin, die vor vier Jahren bei einem Versuch, einen Streit zu schlichten, ums Leben kam.

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