Oxfam-Skandal
Hilfe gegen Sex: Oxfam will Skandal aufarbeiten

Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat nach Sexskandal-Vorwürfen gegen die Organisation Oxfam strenges Durchgreifen gefordert. "Solche Vorfälle sind völlig inakzeptabel und dürfen unter keinen Umständen toleriert werden", sagte Hasselfeldt in einem Interview.

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Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes: Vorfälle bei Oxfam indiskutabel

Osnabrück (ots) – Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, hat nach Sexskandal-Vorwürfen gegen die Organisation Oxfam strenges Durchgreifen gefordert. „Solche Vorfälle sind völlig inakzeptabel und dürfen unter keinen Umständen toleriert werden“, sagte Hasselfeldt im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Hinweis auf DRK-Schutzvorkehrungen

Das DRK habe schon seit Jahren Vorkehrungen getroffen, „um so etwas möglichst zu verhindern“. Die DRK-Präsidentin erklärte: “ Wir haben Standards zum Schutz gegen sexualisierte Gewalt.“

Außerdem gebe es einen unabhängigen Ombudsmann, der Beschwerden entgegennehme. Das DRK werde die Vorfälle bei Oxfam in Haiti zum Anlass nehmen, seine Maßnahmen nochmals zu überprüfen, kündigte Hasselfeldt an.

Gegen die Hilfsorganisation waren in den vergangenen Tagen schwere Vorwürfe öffentlich geworden, wonach Mitarbeiter von Frauen Sex als Gegenleistung für Hilfen verlangt und in Haiti und Tschad Sex-Partys mit Prostituierten gefeiert haben sollen.

Oxfam will den Skandal mit einem Aktionsplan aufarbeiten. Wie die Organisation mitteilte, soll eine unabhängige Kommission die Vorwürfe überprüfen. Zudem sollen die Mittel für Schutzmaßnahmen verdreifacht werden.

„Die Affäre ist ein Makel für Oxfam, der uns noch jahrelang beschämen wird“, so Winnie Byanyima, Oxfams geschäftsführende Direktorin in einem Interview mit der BBC.

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