Entwicklungshilfe
Türkische Krankenhäuser versorgen hunderttausende Menschen in Afrikas Krisenländern

Die türkische Entwicklungsagentur TIKA unterhält seit Jahren in mehreren afrikanischen Ländern Krankenhäuser, darunter auch Krisenstaaten wie Libyen, Somalia oder Sudan. In den Einrichtungen werden zum Teil auch Menschen aus den angrenzenden Ländern versorgt.

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Ankara (nex) – Krankenhäuser, die von der türkischen Regierung in Somalia, dem Sudan und in Libyen errichtet wurden, ermöglichen hunderttausenden Menschen in Afrika den Zugang zu einer Gesundheitsversorgung, die andernfalls auf Grund der anhaltenden Konflikte in den betreffenden Ländern nicht vorhanden wäre.

Von den medizinischen Einrichtungen, die vonseiten der Türkischen Agentur für Kooperation und Koordination (TIKA) in diesen Ländern geschaffen worden sind, profitieren nach Angaben der türkischen Entwicklungshilfeinstitution etwa 400.000 Zivilisten.

TIKA unterhält in Afrika derzeit zehn Büros und hat im Rahmen der Bestrebungen vonseiten der Türkei, die Zusammenarbeit mit dem südlichen Kontinent zu stärken, eine Reihe von Projekten umgesetzt.

Eines davon ist das Somalisch-türkische Lehr- und Forschungskrankenhaus, das 2015 in Mogadischu errichtet wurde und allein im letzten Jahr 67 000 Bewohner der Stadt und ihres Umlandes versorgt hat. TIKA hat das Krankenhaus mit Ausstattung und den erforderlichen Hilfsmitteln versorgt, um qualitativ guten Gesundheitsservice zu sichern.


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Auf der Basis einer bilateralen Vereinbarung wird das Krankenhaus in Zusammenarbeit zwischen somalischen Trägern und dem türkischen Gesundheitsministerium geführt, wobei die Türkei Fachpersonal und finanzielle Unterstützung beisteuert. Nach fünf Jahren werden die Somalier die Einrichtung selbst führen.

Ein weiteres Projekt dieser Art ist das Sudanesisch-türkische Lehr- und Forschungskrankenhaus Nyala, das vor drei Jahren in Sudans Hauptstadt Darfur errichtet worden war. Dieses hat seither etwa 250 000 Menschen versorgt, darunter Sudanesen und Patienten aus Ländern wie Kamerun, dem Tschad oder Gambia.

Das Krankenhaus verfügt über 150 reguläre Betten, drei Operationssäle, eine vollausgestattete Radiologie-Einheit, eine Intensivstation und zahlreiche Labore, die in fast allen Bereichen dem steigenden Versorgungsbedarf von Menschen Rechnung tragen. Auch dort werden die Ärzte von türkischem Fachpersonal geschult.

TIKA hat Ende 2012 auch im nordwestlibyschen Misrata ein physiotherapeutisches Krankenhaus errichtet. Auf Grund der chaotischen Situation im Land konnten die Baumaßnahmen erst in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das Krankenhaus kann bis zu 200 Patienten täglich versorgen. Hauptsächlich behandelt das dortige Personal Menschen, die infolge des Bürgerkrieges unter physiologischen Traumata leiden.


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