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Jemen: 180 Tote im August

Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCR) teilte mit, dass im August mindestens 180 Zivilisten im Jemen getötet worden seien.

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Sanaa (nex) – Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (UNHCR) teilte mit, dass im August mindestens 180 Zivilisten im Jemen getötet worden seien.

„Wir nehmen mit tiefer Besorgnis den starken Anstieg ziviler Opfer seit dem Abbruch der Friedensgespräche zur Kenntnis; im August wurden 180 Menschen getötet und 268 weitere verletzt“, erklärte UNHCR-Sprecherin Cecile Pouilly am vergangenen Freitag.

„Zwischen dem 26. März 2015 und dem 22. September 2016 wurden insgesamt 3.980 Zivilisten getötet und weitere 6.909 verletzt“, so Pouilly weiter. Im August sei die Zahl der zivilen Opfer im Vergleich zum Juli, in dem 60 Zivilisten getötet worden seien, um 40 Prozent gestiegen.

„Mit Blick auf die hohe Zahl ziviler Todesopfer und dem schrecklichen Leiden der zivilen Bevölkerung rufen wir alle Parteien eindringlich zur Einhaltung ihrer Verpflichtungen im Rahmen des internationalen humanitären Völkerrechts, einschließlich ihrer Verpflichtung zur Einhaltung der Prinzipien der Unterscheidung, Verhältnismäßigkeit und Vorbeugung, auf“, mahnte sie und fügte hinzu: „Wir wiederholen unseren Aufruf der Einrichtung einer internationalen und unabhängigen Untersuchungskommission.“

Der Jemen befindet sich seit 2014 in einem Bürgerkrieg. Damals hatten Huthi-Rebellen die Hauptstadt Sanaa sowie einige Provinzen überrannt und die Regierung des Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi zur Flucht nach Saudi-Arabien gezwungen.

Der Konflikt eskalierte im März vergangenen Jahres, als Saudi-Arabien und seine arabischen Verbündeten einen massiven Luftangriff im Jemen zur Rückeroberung von Huthi-Gebieten und Wiedereinsetzung der Hadi-Regierung starteten.

Zwei Versuche von Friedensgesprächen zur Beendigung des Konflikts, bei dem Tausende Jemeniten ihr Leben verloren und über drei Millionen Menschen fliehen mussten, sind bereits gescheitert.

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