Australien
Reichweite australischer Nachrichtenseiten nach Facebook-Blockade eingebrochen

Der Web-Traffic auf australischen Nachrichtenseiten sank um rund 13 Prozent, nachdem Facebook deren Inhalte auf der Social-Media-Plattform in dieser Woche blockiert hatte.

Teilen

Canberra – Der Web-Traffic auf australischen Nachrichtenseiten sank um rund 13 Prozent, nachdem Facebook deren Inhalte auf der Social-Media-Plattform in dieser Woche blockiert hatte, so die ersten Daten, die den übergroßen Einfluss des US-Unternehmens auf den lokalen Markt unterstreichen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

„Leider hat das Verschwinden von Facebook zu einem Schlag für die Traffic-Zahlen der Verlage geführt: Als der Facebook-Traffic abfiel, verlagerte sich der gesamte australische Traffic nicht auf andere Plattformen“, sagte eine Sprecherin von Chartbeat.

Die Chartbeat-Daten, die den in- und ausländischen Traffic von rund 250 australischen News-Publishern am Mittwoch vor dem Verbot mit dem am Donnerstag verglichen, liefern einige der ersten greifbaren Beweise für die Auswirkungen von Facebooks Schritt, so Reuters weiter.

Seit Mittwoch erlaubt Facebook Nutzern aus Australien nicht mehr, in seinem Netzwerk Medieninhalte zu teilen, auch nicht die der ausländischen Redaktionen.

Politiker, Nachrichtenanbieter und zivilgesellschaftliche Gruppen in Großbritannien und den USA haben den Vorstoß Facebooks als „Versuch, eine Demokratie zu tyrannisieren“ und „ein ganzes Land in die Knie zu zwingen“ scharf verurteilt. Das Unternehmen solle „seine Macht unter Kontrolle  bringen“.

Der Grund für Facebooks Schritt ist ein geplantes Mediengesetz, das vorsieht, dass Internetriesen wie Facebook und Google künftig örtliche Medienunternehmen bezahlen sollen, wenn sie deren Inhalte verbreiten.

Facebooks Nachrichtenblockade wird wohl nicht von Dauer sein. Noch gibt es Gespräche zwischen Facebook und Vertretern der australischen Regierung, die laut Finanzminister Josh Frydenberg auch noch zu Ergänzungen und Klarstellungen zu dem umstrittenen Gesetz führen könnten, berichtet der Spiegel. 

Auch interessant

– „Schutz europäischer Interessen“ –
Investor Hommels: „Facebook-Algorithmus ist viel mächtiger als alle Wahlplakate“

„Der Facebook-Algorithmus ist viel mächtiger als alle Wahlplakate, die man irgendwo an Bäume nagelt. Wenn man da nicht als Staat hart eingreift, riskiert man die politische Willensbildung im eigenen Land. Wohin das führt, haben wir in England und den USA gesehen“, so Ex-Facebook-Investor Klaus Hommelser.

Investor Hommels: „Facebook-Algorithmus ist viel mächtiger als alle Wahlplakate“

Auch interessant

Paschinjan: Bergkarabach gehörte nie uns

Eriwan – Der Südkaukasus erlebt seit dem Ende des Karabach-Krieges eine Annäherung, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schien. Armenien und Aserbaidschan unterzeichneten im...

Nachhaltiger bauen – warum Aluminium beim Heimwerken immer beliebter wird

Aluminium hat sich vom industriellen Werkstoff zum vertrauten Material für Haus, Garten, Werkstatt und Ausbau entwickelt. Der Trend hat gute Gründe: Alu-Profile sind leicht,...

US-Analyst warnt: „Israel produziert mehr Radikale als es tötet“

Chicago - Robert Pape, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Chicago und einer der weltweit führenden Sicherheitsexperten, der seit 2001 jedes Weiße Haus in...

Jüdische Aktivistin: Deutschlands Israel-Politik ist Verrat

München – Eine in Israel geborene und in Deutschland aufgewachsene jüdische Aktivistin hat in einem öffentlichen Brief auf Facebook Bundesaußenminister Johann Wadephul scharf angegriffen. Shelly...

Aliyev: EU-Beobachter in Armenien spielen falsche Helden

Baku - Erst gestern hatte der armenische Premierminister Nikol Paschinjan für Aufsehen gesorgt: Bergkarabach, jahrzehntelang Kriegsschauplatz zwischen Armenien und Aserbaidschan und Ursache tiefer Feindschaft,...

Headlines

Algerien gedenkt: Als Frankreich 45.000 Menschen massakrierte

Algier – Während Europa am 8. Mai den 81. Jahrestag des Kriegsendes feierte, begingen Algerier einen anderen Jahrestag —...

Aliyev: EU-Beobachter in Armenien spielen falsche Helden

Baku - Erst gestern hatte der armenische Premierminister Nikol Paschinjan für Aufsehen gesorgt: Bergkarabach, jahrzehntelang Kriegsschauplatz zwischen Armenien und...

Paschinjan: Bergkarabach gehörte nie uns

Eriwan – Der Südkaukasus erlebt seit dem Ende des Karabach-Krieges eine Annäherung, die noch vor wenigen Jahren undenkbar schien....

Türkei: Erdogan gratuliert zum Europatag

Ankara – Zum Europatag am 9. Mai hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine Botschaft an die europäischen...

Meinung

Palästina: Zum Jahrestag der Erdmordung von Shireen Abu Akleh

Ramallah/Washington – Heute, am 11. Mai 2026, jährt sich die Ermordung der palästinensisch-amerikanischen Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh durch israelische Soldaten zum vierten Mal. Sie wurde...

Algerien gedenkt: Als Frankreich 45.000 Menschen massakrierte

Algier – Während Europa am 8. Mai den 81. Jahrestag des Kriegsendes feierte, begingen Algerier einen anderen Jahrestag — einen der blutigsten Tage der...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...