Syrienkrise
Türkei: Russische Kriegsschiffe passieren den Bosporus – droht jetzt Krieg?

Während die Spannungen zwischen Russland, der Türkei und Syrien über die syrische Provinz Idlib zunehmen, schickte Moskau am Freitag zwei seiner modernsten Kriegsschiffe durch den Bosporus in Richtung Syrien.

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Istanbul – Während die Spannungen zwischen Russland, der Türkei und Syrien über die syrische Provinz Idlib zunehmen, schickte Moskau am Freitag zwei seiner modernsten Kriegsschiffe durch den Bosporus in Richtung Syrien.

Die Fregatten “ Admiral Grigorowitsch“ und „Admiral Makarow“ sind mit panzerbrechenden Kalibr-Marschflugkörpern ausgestattet.

Eine dritte Fregatte, die Admiral Essen, befinde sich bereits seit Dezember 2019 im Mittelmeer, sagte der Sprecher der russischen Schwarzmeerflotte, Alexei Rulew, gegenüber Reportern.

Eines der Schiffe, die „Admiral Makarow“, wurde nach dem russischen Admiral Stepan Ossipowitsch Makarow benannt. Makarow versenkte während des Russisch-Türkischen Krieges (1877–1878) mehrere türkische Kriegsschiffe. Unter Makarows Kommando wurde am 26. Januar 1878 der weltweit erste erfolgreiche Angriff mit einem Torpedo durchgeführt. Makarow beschädigte dabei ein türkisches 2.000-Tonnen Schiff schwer.

Angriff auf türkische Soldaten in Idlib

Bei einem Luftangriff der Regimekräfte auf türkische Beobachtungsposten in der Provinz Idlib am Donnerstagabend starben mindestens 33 türkische Soldaten.

In einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verurteilte Bundeskanzlerin Angela Merkel „die rücksichtslosen Angriffe auf türkische Einheiten“ und forderte ein Ende der syrischen Offensive in Nordsyrien.

Ankara hatte mit Moskau ein Abkommen getroffen, um in Idlib eine Deeskalationszone einzurichten und dort Beobachtungsposten aufzustellen. In der Zone gilt eigentlich eine Waffenruhe. Mit russischer Unterstützung bombardierten Regimekräfte in der Provinz seit Wochen jedoch viele Ziele, wobei laut Menschenrechtsorganisationen viele Zivilisten, darunter auch Kinder, getötet wurden.

Nach dem Luftangriff auf türkische Soldaten berief die NATO am Freitag eine Sondersitzung ein.

„Wir rufen die gesamte internationale Gesellschaft dazu auf, ihre Pflichten zu erfüllen“, hieß es in einer Stellungnahme des Kommunikationsdirektors von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

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– Syrienkrise –Süddeutsche: Die Türkei steht auf der richtigen Seite

Der stellvertretender Leiter des Ressorts Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung, Paul-Anton Krüger, hat in einem Kommentar am Freitag Europa aufgefordert, in Syrien die Türkei zu unterstützen. Europa müsse jetzt mehr tun, als nur zuzuschauen. Die Türkei stünde in Syrien auf der richtigen Seite.

Süddeutsche: Die Türkei steht auf der richtigen Seite

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