Israel
Mossad-Chef bat Katar um Fortsetzung der Zahlungen an Gaza

Anfang Februar soll Benjamin Netanjahu Mossad-Chef Yossi Cohen und einen Top-Offizier der israelischen Streitkräfte in Gaza, Herzi Halevi, nach Katar entsandt haben, um eine Fortsetzung der Zahlungen an den Gaza zu bitten.

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Tel Aviv – Anfang Februar soll Benjamin Netanjahu Mossad-Chef Yossi Cohen und einen Top-Offizier der israelischen Streitkräfte in Gaza, Herzi Halevi, nach Katar entsandt haben, um eine Fortsetzung der Zahlungen an den Gaza zu bitten.

Das berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Sputnik mit Verweis auf ein Interview im israelischen TV-Kanal „Channel 12 News“ vom Samstagabend mit Avigdor Liebermann, Vorsitzender der Partei Jisra’el Beitenu und ehemaliger Verteidigungsminister.

In dem Interview habe Liebermann Netanjahu dafür kritisiert, dass er die Kataris „angefleht“ habe, ihre Unterstützung für die  Hamas fortzusetzen.

Wie Sputnik weiter berichtet, seien Cohen und Halevi im Geheimen nach Doha gereist, um die katarische Führung davon zu überzeugen, auch nach dem 30. März 2020 ihre Zahlungen an die Palästinenserorganisation im Gaza-Streifen fortzusetzen. Zuvor hatte Katar angekündigt, seine finanzielle Unterstützung der Hamas nach diesem Stichtag einzustellen.

„Sowohl die Ägypter als auch die Katarer sind wütend auf die Hamas, und sie wollten alle Verbindungen zu ihr abbrechen. Plötzlich taucht Netanjahu als Fürsprecher der Hamas auf und setzt Ägypten und Katar unter Druck, mit der finanziellen Unterstützung fortzufahren“, sagte Lieberman und fügte hinzu, dass Netanjahus Politik gleichbedeutend mit einer „Kapitulation vor dem Terrorismus“ sei.

Laut dem Newsportal Walla hielten sich Cohen und Halevi weniger als 24 Stunden in Doha auf und trafen sich mit dem katarischen Gesandten im Gaza-Streifen Mohammed al-Emadi und dem katarischen nationalen Sicherheitsberater Mohammed Bin Ahmed al-Misnad.

Wie die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet, kündigte Doha am Freitag an, dass es die Hilfe für den Gaza-Streifen als Teil der „Bemühungen um die Verbesserung der Bedingungen und die Erhöhung der Stabilität in der Enklave“ erhöhen werde. Katar habe mit Zustimmung Israels seit 2012 über 1 Milliarde Dollar für den Gaza-Streifen zur Verfügung, so Haaretz.

Als Teil des verbesserten Hilfspakets werden demnach bis Ende Februar etwa 120.000 verarmte Familien jeweils 100 Dollar erhalten.

Darüber hinaus werden arme Familien finanzielle Unterstützung für die Sanierung ihrer Häuser in Höhe von insgesamt einer Million Dollar erhalten. Eine weitere Million Dollar wird an Studenten aus dem Gazastreifen vergeben, deren Familien nicht in der Lage sind, ihre Studiengebühren zu bezahlen.

 

 

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