Jemen-Krise
Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate kündigen 500-Millionen-Dollar-Hilfe für Jemen an

"Die Initiative zielt darauf ab, Nahrungsmittel für rund 10-12 Millionen Jemeniten zu sichern", sagte Abdullah bin Abdulaziz al-Rabiah, der Leiter des King Salman Humanitarian Aid and Relief Center, am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

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Riad (nex) – Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, die gemeinsam eine Koalition arabischer Staaten anführen, gleichzeitig im Jemen gegen die Huthi-Bewegung kämpfen, haben am Dienstag ein neues Nahrungsmittelhilfeprogramm für Jemen im Wert von 500 Millionen Dollar zugesagt.„Die Initiative zielt darauf ab, Nahrungsmittel für rund 10 – 12 Millionen Jemeniten zu sichern“, sagte Abdullah bin Abdulaziz al-Rabiah, der Leiter des King Salman Humanitarian Aid and Relief Center, am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

Saudi-Arabien, die VAE und Kuwait hätten der UN für humanitäre Hilfe in Jemen insgesamt 1,25 Milliarden Dollar angeboten.

„Wir koordinieren uns mit den UN-Organisationen, um den Bedürftigen im Jemen zu helfen“, so al-Rabiah.

Mehr als 20 Millionen Menschen, darunter 10 Millionen Kinder, bräuchten dringend humanitäre Hilfe und über 400.000 Kinder seien durch „akute Unterernährung“ dem Risiko des Todes ausgesetzt.

Die Situation verschlechterte sich, als Saudi-Arabien im vergangenen Jahr die Grenzen schloss. Die Grenzschließung hat dazu geführt, dass die Auslieferung von Hilfsgütern nahezu zum Erliegen gekommen ist. Die Vereinten Nationen hatten Saudi-Arabien mehrmals aufgefordert, die anhaltende Blockade der Seehäfen des Jemen sofort zu beenden.

Der Jemenkonflikt hat sich zur größten humanitären Katastrophe weltweit entwickelt. 21 Millionen Jemeniten sind betroffen. Zwei Millionen Vertriebene, eine Million Rückkehrer, 280.000 Flüchtlinge und Asylsuchende kämpfen derzeit ums Überleben.

Der Jemen befindet sich seit Ende 2014 in einem Bürgerkrieg. Die Huthis und ihre Verbündeten brachten damals die Hauptstadt Sanaa sowie andere Teile des Landes unter ihre Kontrolle. Sie zwangen Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und seine von Saudi-Arabien gestützte Regierung, nach Riad zu fliehen.

Im März 2015 starteten Saudi-Arabien und seine Verbündeten eine massive Militäroffensive im Jemen mit dem Ziel, die von den Huthis eingenommenen Gebiete zurückzuerobern und Hadis angeschlagene pro-saudische Regierung wieder einzusetzen.

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