"Das fantastische Projekt"
Türkei: Erdogan will nach Wahlsieg mit Bau des Istanbul-Kanals beginnen

Nach einem Wahlsieg werde seine Regierung als Erstes das Projekt "Kanal-Istanbul" in Angriff nehmen, gab der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während seiner Rede am gestrigen Samstag in Istanbul bekannt. 

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Istanbul (nex) – Nach einem Wahlsieg werde seine Regierung als Erstes das Projekt „Kanal-Istanbul“ in Angriff nehmen, gab der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während seiner Rede am gestrigen Samstag in Istanbul bekannt.

Erdogan, damals noch Premierminister, hatte den Bau des Kanals, den er als ein  „fantastisches Projekt“ bezeichnete, vor den Wahlen im Jahre 2011 bekanntgegeben. Das 16-Milliarden-Dollar Projekt soll 45 Kilometer lang und bis zu 600 Meter breit werden.

Die türkische Regierung erhofft sich durch den neuen Kanal eine Entlastung des Bosporus vom Schiffsverkehr, insbesondere dem Öltankerverkehr, der die Meeresenge durchquert. Kanal Istanbul werde eine Kapazität von 160 Schiffen pro Tag haben und soll bis 2023 fertiggestellt sein.

Offiziellen Meldungen zufolge würden am Bau des Kanals voraussichtlich rund 5000 Menschen beschäftigt sein. Nach Fertigstellung soll er noch etwa 1000 Menschen einen Arbeitsplatz bieten.

Die 45 Kilometer lange Strecke des Kanals soll am Küçükçekmece-See in der Nähe des Marmarameeres im südlichen Teil der europäischen Seite Istanbuls beginnen und werde durch die Istanbuler Bezirke Avcılar und Başakşehir führen, bevor er das Schwarze Meer im Bezirk Arnavutköy nördlich der Stadt erreicht.

Mehr Frauen in die Politik

Erdogan äußerte in seiner Rede auf dem Frauenkongress der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) in Istanbul zudem den Wunsch, dass sich Frauen aktiver und in größerer Zahl in Politik und Parlament engagieren und vertreten sind.

Vorgezogene Wahlen am 24. Juni 

Erdogan hatte in der vergangenen Woche überraschend vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen angekündigt. Diese sollen nun am 24. Juni stattfinden und nicht wie ursprünglich geplant im November 2019. Devlet Bahceli, Vorsitzender der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP), hatte sich bereits vor Erdogans Ankündigung dafür ausgesprochen, die Wahlen vorzuziehen.

 

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