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Lodz: Drei Deutsche VW-Mitarbeiter brutal zusammengeschlagen

Wie polnische Medien berichten, wurden am Samstagabend drei deutsche Männer von einer Gruppe Polen brutal angegriffen - angeblich nur, weil sie Deutsch gesprochen hätten. Ein Opfer sei im Gesicht so schwer verletzt worden, dass eine "komplizierte Gesichtsoperation" nötig sei.

(Foto: Privat/Twitter, Screenshot Youtube)
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Lodz (nex) – Die osteuropäischen Länder, allen voran Polen, werden in Deutschland unter AfD-Wählern und Pegida-Teilnehmern für ihre Haltung gegen muslimische Einwanderung hoch gelobt und als letzte europäische Bastion gegen eine vermeintliche „Invasion“ „unzivilisierter Wilder“ aus dem Süden gepriesen.

In den Kommentarbereichen der sozialen Netzwerke fordern diese Gruppen ihre Mitmenschen immer wieder auf, muslimische Länder als Urlaubsorte zu boykottieren und stattdessen lieber das christliche und – aufgrund fehlender Flüchtlinge und Migration – „noch immer sichere“ Osteuropa als Reiseziel zu wählen.

Eine Gruppe Deutscher musste in der polnischen Stadt Lodz südlich von Warschau allerdings nun schmerzlichst am eigenen Leibe erfahren, dass der in letzter Zeit erstarkende polnische Nationalismus auch vor weißen nichtmuslimischen Deutschen keinen Halt macht.

Wie polnische Medien berichten, wurden am Samstagabend drei deutsche Männer von einer Gruppe Polen brutal angegriffen – angeblich nur, weil sie Deutsch gesprochen hätten. Ein Opfer sei im Gesicht so schwer verletzt worden, dass eine „komplizierte Gesichtsoperation“ nötig sei.

Laut „Polskatimes“ (PT) arbeiten alle drei Opfer an einem Forschungsprojekt am Institut für Automobilverkehr in Warschau für den Volkswagen-Konzern und besuchten am Wochenende Lodz.

Der Vorfall habe sich auf der berühmten Ulica Piotrkowska (Petrikauer) Straße ereignet. Die Petrikauer Straße ist mit über vier Kilometern eine der längsten Einkaufsstraßen Europas und bei Touristen sehr beliebt. „Angeblich ist die Ulica Piotrkowska ein touristisches Wahrzeichen von Lodz“, so Pawel, ein Bekannter der Opfer, gegenüber PT.

Es habe vor dem Angriff keinen Streit oder ähnliches gegeben, sie seien nur aus dem Grund angegriffen worden weil sie Deutsch sprachen, berichtet die PT weiter.

Ein Opfer sei mit einer Bierflasche im Gesicht getroffen worden und muss sich laut PT einer „komplizierten Operation“ unterziehen.

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