Ägyüten
Kairo: 29 Personen wegen Spionage für Türkei verhaftet

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat die Festnahme von 29 Personen, die verdächtigt werden, im Namen der Türkei spioniert und sich "einer terroristischen Organisation" angeschlossen zu haben, angeordnet.

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Kairo (nex) – Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat die Festnahme von 29 Personen, die verdächtigt werden, im Namen der Türkei spioniert und sich „einer terroristischen Organisation“ angeschlossen zu haben, angeordnet. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur MENA am heutigen Mittwoch.

Laut geheimdienstlichen Ermittlungen habe die Gruppe illegal Telefonate aufgezeichnet und diese an türkische Nachrichtendienste weitergeleitet. Das angebliche Ziel der mutmaßlichen Agenten sei gewesen, den vor vier Jahren durch einen Militärputsch gestürzten Muslimbrüdern wieder an die Macht zu verhelfen, berichtet MENA.

Die Staatsangehörigkeiten der Verdächtigen wurden nicht angegeben. Zudem würden sie auch der Geldwäsche und des illegalen Währungshandels beschuldigt.

Nach Mohamed Mursis Sturz und anschließender Verhaftung im Juni 2013 hatten die ägyptischen Behörden die brutale Niederschlagung der Muslimbrüder gestartet, bei der bereits Hunderte Menschen getötet und Zehntausende inhaftiert wurden.

Mursi hat des Öfteren bekräftigt, dass er den Militärputsch von 2013, der seine Amtsenthebung und Inhaftierung nach nur einem Jahr Amtszeit zur Folge hatte, nicht anerkenne.

Ihm wird „Verschwörung gegen Ägypten“, „Spionage für Katar“ und „Beleidigung des Gerichts“ vorgeworfen.

Die Beziehungen zwischen Ankara und Kairo sind seit der Entmachtung Mursis durch die ägyptische Armee angespannt. Mursi war der erste demokratisch gewählte Präsident Ägyptens.

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