Referendum
Katalonien: Spanische Polizei geht brutal gegen Wähler vor

Nachdem am 20. September alle katalanischen Institutionen von der Zentralregierung übernommen und rund zwanzig Führungsmitglieder der katalanischen Regierung verhaftet wurden, spitzt sich die Lage sich weiter zu und scheint am heutigen Wahltag des Referendums zusehends zu eskalieren.

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Barcelona (nex) – Nachdem am 20. September alle katalanischen Institutionen von der Zentralregierung übernommen und rund zwanzig Führungsmitglieder der katalanischen Regierung verhaftet wurden, spitzt sich die Lage weiter zu und scheint am heutigen Wahltag des Referendums zusehends zu eskalieren. Die nationale spanische Polizei hat heute wie angekündigt die Wahllokale besetzt und die Stimmabgabe der Referendumsteilnehmer unterbunden. Während sich anfangs die katalanischen Aktivisten und Wähler friedlich verhielten und den Einsatzkräften gegenüber ihren Protest nur durch das Heben ihrer Hände über ihre Köpfe ausdrückten, kam es im Laufe des Nachmittags zu Ausschreitungen.

Laut den Rettungskräften wurden bei den Zusammenstößen von Aktivisten und Polizei 91 Menschen verletzt, die katalanische Regierung beziffert die Verletzten auf über 300. Manche Medien berichten gar von über 450 Verletzten. Es kam nach Angaben spanischer Medien und katalanischer Aktivisten zum Einsatz von Gummigeschossen gegen die Demonstranten.

https://twitter.com/MarsaMeritxell/status/914437392702066688

Videos und Fotos von den Ausschreitungen rund um Barcelona zeigen das harte Durchgreifen der Polizei sowie blutende und verletzte Demonstranten.

https://twitter.com/twitter/statuses/914489430253203456

Der spanische Gouverneur Katalaniens äußerte sein Bedauern bezüglich der gewaltsamen Zwischenfälle. „Wir waren gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, die wir nicht wollten“ sagte er zu Medienvertretern und bekräftigte, dass das Referendum illegal sei.

Engin Kara

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