BR-Data Recherche
Wohnungssuche: Menschen mit türkischem und arabischem Namen deutlich benachteiligt

Bei der Wohnungssuche werden Menschen mit Migrationshintergrund deutlich benachteiligt. Das zeigt eine Recherche der Datenjournalisten von BR und SPIEGEL. Besonders angespannt sei die Lage in München.

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Dortmund (ots) – Bei der Wohnungssuche werden Menschen mit Migrationshintergrund deutlich benachteiligt. Das zeigt eine Recherche der Datenjournalisten von BR und SPIEGEL. Besonders angespannt sei die Lage in München. Dort hätten Bewerber mit ausländischem Namen nur halb so große Chancen wie ein Deutscher, zu einer Wohnungsbesichtigung eingeladen zu werden.

Sie heißen Ismail Hamed, Aylin Demirci oder Mikolaj Janowski. Ihre Gemeinsamkeit: Sie werden bei der Vergabe von Wohnungsbesichtigungen regelmäßig diskriminiert, und zwar nur aufgrund ihres Namens. Das berichtet der Bayrische Rundfunk.

Während der deutsche Mitbewerber zu einer Besichtigung eingeladen würde, erhielten sie eine Absage oder gar keine Antwort.

Besonders stark betroffen von dieser Art der Diskriminierung seien Bewerber mit türkischem oder arabischem Migrationshintergrund. Sie würden in jedem vierten Fall, in dem ein deutscher Interessent eine positive Rückmeldung auf seine Anfrage erhält, übergangen.

Ismail, Aylin und Mikolaj sind Teil einer Gruppe von fiktiven Testpersonen, die der Bayerische Rundfunk und der SPIEGEL über mehrere Wochen ins Rennen um Besichtigungstermine für Mietwohnungen geschickt haben. Dem Bericht zufolge haben die Datenjournalisten in einem automatisierten Verfahren rund 20.000 Anfragen auf Online-Mietangebote im Internet versendet und 8.000 Antworten erhalten. Die Testpersonen waren nahezu identisch, lediglich ihr Name variierte und ließ auf eine Herkunft aus Deutschland, Polen, Italien, der Türkei und dem arabischen Raum schließen.

Wie BR weiter berichtet, habe die Auswertung zudem gezeigt, dass private Wohnungsanbieter stärker diskriminieren als gewerbliche Anbieter. Das könnte damit zusammenhängen, dass sie seltener Massenbesichtigungen organisieren und bereits bei den Einladungen zu den Besichtigungsterminen härter selektieren.

(Foto. Screenshot/BR Data)

 

 

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