Bürgerkrieg im Jemen
Jemenitischer Vizepräsident bedankt sich beim türkischen Volk

Der exilierte Vizepräsident des Jemen, Generalleutnant Ali Mohsen al-Ahmar, hat der Türkei den Versuch bescheinigt, den Bürgerkrieg im Land zu beenden. Seit 2014 wird das Land von Kämpfen zwischen der von Saudis geführten Koalition und den proiranischen Huthi-Rebellen erschüttert.

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Sanaa (nex) – Der jemenitische Vizepräsident, Generalleutnant Ali Mohsen al-Ahmar, würdigte am Dienstag die Anstrengungen der Türkei zur Unterstützung der Regierung des Landes und deren Versuchen, das dort herrschende Chaos zu beenden.

„Unsere Beziehungen zur Türkei sind historisch und der jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi schätzt diese sehr hoch“, erklärte der Politiker bei einem Treffen mit dem türkischen Botschafter im Jemen, Levent Eler. Das Treffen fand im saudi-arabischen Riad statt.

Die jemenitische Nachrichtenagentur SABA zitierte al-Ahmar mit den Worten: „Wir würdigen die Haltung der Türkei, die das Bestreben der von Saudi-Arabien geführten Koalition unterstützt, die Legitimität im Land wiederherzustellen.“ Der Vizepräsident fügte hinzu:

„Wir bringen gegenüber dem türkischen Volk unseren Dank zum Ausdruck, das sich gegen Verschwörungen gestellt hat, die sich gegen die Legitimität in beiden Ländern, der Türkei und dem Jemen, gerichtet hatten.“ Al-Ahmar unterstrich den Willen seiner Regierung, „den Frieden im Jemen wiederherzustellen; einen Frieden, der auf den Grundlagen der Golfinitiative, den Ergebnissen des Nationalen Dialogs und der Resolution 2216 des UN-Sicherheitsrats beruht.“

Diese von der saudisch geführten Anti-Huthi-Koalition formulierte und von Jordanien eingebrachte Resolution  wurde im April 2015 im UN-Sicherheitsrat verabschiedet. In ihr werden die proiranischen Huthi-Rebellen und die dem früheren Präsidenten Ali Abdullah Saleh gegenüber loyalen Einheiten dazu aufgefordert, sich aus allen Regionen zurückzuziehen, die sie zuvor eingenommen hatten.

Außerdem sollen die Rebellen alle aus staatlichen Lagern entwendeten Waffen zurückgeben, Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi anerkennen und alle politischen Gefangenen freilassen, die sie in ihrer Gewalt haben. Botschafter Eler betonte seinerseits, dass sein Land „weiterhin eine unterstützende Rolle zu Gunsten der verfassungsmäßigen Legitimität im Jemen“ ausüben und alle Bemühungen der UNO unterstützen werde, den Konflikt zu beenden und das Blutvergießen zu stoppen.

Seit Ende 2014 versinkt der Jemen im Chaos. Damals hatten die Huthi-Milizen und deren Verbündete die Hauptstadt Sanaa und weitere Teile des Landes überrannt. Dabei zwangen sie die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung ins temporäre Exil in Riad. Im März des Vorjahres eskalierte der Konflikt weiter, als Saudi-Arabien und weitere sunnitische Verbündete mit einer massiven Militärkampagne begannen, deren Ziel es ist, die Huthis aus den von ihnen eingenommenen Gebieten zu vertreiben und die aus dem Amt vertriebene Regierung wiedereinzusetzen. Kritische Stimmen werfen der saudischen Armee vor, dabei auch rücksichtslos gegenüber Zivilisten vorzugehen.


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