"Viel zu lasch bestraft."
Polizeigewerkschaft fordert härtere Strafen für Verfasser von Drohbriefen

Nach den bundesweiten Drohungen gegen Schulen hat die Polizeigewerkschaft DPolG härtere Strafen gegen die Verfasser von Drohbriefen gefordert

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Vorsitzender Wendt kritisiert Gerichte: Es wird viel zu lasch bestraft

Osnabrück (nex) – Nach den bundesweiten Drohungen gegen Schulen hat die Polizeigewerkschaft DPolG härtere Strafen gegen die Verfasser von Drohbriefen gefordert. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt:

„Es müsste härtere Strafen geben. Die Polizei müsste sich nicht nur den Einsatz, sondern zusätzlich auch noch ihre Ermittlungsarbeit bezahlen lassen.“ Die Kosten der Einsatzkräfte würden sich schnell auf mehrere tausend Euro belaufen.

In der Realität sehe es aber so aus, dass viele Gerichtsverfahren gegen die Täter gegen eine kleine Geldbuße von ein paar hundert Euro eingestellt würden. Wendt kritisierte: „Es wird viel zu lasch bestraft.“ Die Gerichte nutzten den möglichen Strafrahmen nicht aus. Da die Polizei grundsätzlich jede Drohung ernst nehmen und ihr nachgehen müsse, koste das die Beamten viel Zeit.

„Die Täter müssen erkennen, dass Drohbriefe kein Spaß sind.“ Die Täter seien in der Regel männlich und lebten in einem schwierigen Umfeld, hätten etwa Probleme in der Schule, im Beruf oder in der Familie, sagte Wendt. Der Gewerkschaftschef meinte: „Das sind verkrachte Existenzen, die einfach nichts anderes zu tun haben und den Hass über ihre Erfolglosigkeit auf andere projizieren.“

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