Kampf gegen den Terror
Erdogan: „Niemand ist stark genug, um uns von unseren Ländern zu trennen“

"Sie möchten gerne die Eroberung von Istanbul rächen, aber sie sind in die Gruben, die sie gegraben hatten, selbst hineingefallen", so Erdogan in Anspielung auf die Gräben, die im vergangenen Jahr vor mehreren Städten im Südosten der Türkei ausgehoben worden waren.

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Türkei feiert Jahrestag der Eroberung von Istanbul

Istanbul (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beschrieb am gestrigen Sonntag das syrische Regime, die Terrorgruppe IS (Daesh) und die in Verbindung zur PKK stehende PYD als ein Trio, das „kontinuierlich einander unterstützt und den Weg ebnet.“

Erdogan, der anlässlich des 563. Jahrestages der Eroberung von Istanbul eine Rede hielt, erklärte, dass die beiden Gruppierungen und das syrische Regime eine Koexistenz miteinander führten und der eine ohne den anderen nicht überleben könne.

„Leider übersehen die Länder, die wir als unsere Verbündeten betrachten, dieses schmutzige Spiel und unterstützen es sogar“, fuhr Erdogan fort. „Jene, die den IS (Daesh) benützen und Syrien in Blut ertränken, ebenso wie jene, die die PYD benützen und versuchen, unsere Grenzen im Süden zu umzingeln, haben ein gemeinsames Ziel – nämlich alle Verbindungen der Türkei zum Nahen Osten und zu Nordafrika zu kappen.“

Die PYD ist der syrische Ableger der PKK, die von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft wird.

„Niemand ist stark genug, uns von unseren Ländern zu trennen, dem Gebiet Thrakien oder dem Mittelmeerraum, auf die wir nach der Eroberung von 1453 Anspruch erhoben“, so der türkische Präsident Erdogan am Sonntag.

Ohne den Namen explizit zu erwähnen, wies Erdogan darauf hin, dass die Terrororganisation PKK „sich nicht um die Region oder die kurdischen Mitbürger schert“.

„Sie möchten gerne die Eroberung von Istanbul rächen, aber sie sind in die Gruben, die sie gegraben hatten, selbst hineingefallen“, sagte er in Anspielung auf die Gräben, die im vergangenen Jahr vor mehreren Städten im Südosten der Türkei ausgehoben worden waren.

Am 29. Mai 1453 eroberte der osmanische Sultan Mehmed II. Istanbul – damals noch Konstantinopel genannt -, von wo aus die Byzantiner über 1000 Jahre über das Oströmische Kaiserreich geherrsch hatten. Mit der Eroberung wurde die Stadt, die einst das Herz des Byzanz war, zur Hauptstadt des neuen Osmanischen Reiches.

Etwa eine Million Besucher, die unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen durch 150 Tore Zutritt bekamen, nahmen an den Feierlichkeiten am gestrigen Sonntag teil.

Eine aus 563 Personen bestehende Janitscharengruppe sorgte während des Mega-Events für Musik, während die Turkish Stars, die Kunstflugstaffel der türkischen Luftwaffe, Flugvorführungen präsentierte.

 

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