Belgien
Info-Zelt gegen den Terror im Zentrum von Brüssel

In Belgien lebende Türken haben im Zentrum von Brüssel zum Gedenken der Terroropfer und zur Verurteilung der weltweiten Anschläge ein Infozelt errichtet.

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Hunderte von Belgiern und Türken besuchen Infozelt auf dem Madou-Platz

Brüssel (nex) – In Belgien lebende Türken haben im Zentrum von Brüssel zum Gedenken der Terroropfer und zur Verurteilung der weltweiten Anschläge ein Infozelt errichtet.

Das am vergangenen Donnerstag auf dem Madou-Platz aufgestellte Anti-Terror-Zelt wurde von Hunderten von Belgiern und Türken besucht. Diese legten Blumen für die Terroropfer nieder, die bei Anschlägen in verschiedenen Ländern – vor allem in Belgien und der Türkei – getötet wurden.

„In unserer Gemeinde gibt es keinen Platz für die PKK, den IS (Daesh) oder andere Terrororganisationen”, stellte Emir Kir, Mitglied des belgischen Parlaments, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi klar.

„Wir als europäische Türken haben unsere Zelte auf dem Madou-Platz, dem Zentrum von Europa, errichtet. Wir teilen das Leid der Angehörigen der Terroropfer, die in der Türkei und in anderen Ländern ihr Leben verloren haben“, erklärte Basir Hamarat, Vorsitzender der belgischen Zweigniederlassung der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), gegenüber Anadolu Ajansi.

Hamarat betonte, dass sie Terror verdammten und gegen die PKK, PYD, den IS (Daesh) und alle anderen terroristischen Gruppierungen seien und fuhr fort:

„Wir verurteilen diejenigen aufs Schärfste, die den Mitgliedern einer gewissen Gruppierung, die in der EU als Terrororganisation eingestuft ist, die Errichtung eines Zeltes zur Verbreitung ihrer Propaganda genehmigt haben. Dies hat nichts mit Meinungs- oder Redefreiheit zu tun.“

Die Initiative entstand als Reaktion auf die Entscheidung der belgischen Regierung, Unterstützern der PKK die Aufstellung eines Infozeltes in der Nähe des Gebäudes des Europäischen Rates in Brüssel zu genehmigen.

Die PKK, die von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft ist, hat Ende Juli letzten Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen die Türkei wiederaufgenommen. Seitdem haben mehr als 350 Angehörige der Sicherheitskräfte ihr Leben verloren.

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