Bad Aibling
Bundeskanzlerin Merkel bestürzt über Zugunglück in Bayern – Mindestens zehn Tote

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bestürzt über das Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling gezeigt.

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Berlin (dts) – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bestürzt über das Zugunglück im oberbayerischen Bad Aibling gezeigt.

„Mein Mitgefühl gilt vor allem den Familien der neun Menschen, die dabei ihr Leben verloren haben“, sagte Merkel am Dienstag. „In Gedanken bin ich auch bei den zahlreichen Verletzten, die mit den Folgen des Unglücks ringen. Ich wünsche Ihnen eine schnelle und möglichst vollständige Genesung.“ Die Bundeskanzlerin dankte den zahlreichen Einsatz- und Rettungskräften, „die sich unter schweren Bedingungen um die Verunglückten gekümmert haben“. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt habe sie bereits über den Stand der ersten Ermittlungen informiert, so Merkel weiter.

„Ich vertraue darauf, dass die zuständigen Behörden alles daran setzen werden, aufzuklären, wie es zu diesem Unglück kommen konnte.“ Dobrindt zufolge konnten bisher zwei der drei Blackboxen in den Zügen, die am Dienstagmorgen auf einer eingleisigen Strecke zusammengestoßen waren, geborgen werden. Diese sollen nun ausgewertet werden. Erst dann könne man Angaben zur Unglücksursache machen. Der Unfall habe sich in einer Kurve ereignet, so dass davon ausgegangen werden könne, dass die Lokführer keinen Sichtkontakt herstellen konnten, sagte der Verkehrsminister am Dienstag. Daher seien die Züge, die vermutlich mit sehr hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen seien, wohl weitgehend ungebremst miteinander kollidiert.

Die Deutsche Bahn hat den ermittelnden Behörden nach dem Zugunglück in Oberbayern Unterstützung bei der Aufklärung der Unfallursache zugesichert.

„Wir sind tief bestürzt über den Unfall“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Dienstag. „Den Verletzten und den Angehörigen der Unfallopfer gehört unser tiefes Mitgefühl.

Ich habe bereits der Bayerischen Oberlandbahn meine Betroffenheit zum Ausdruck gebracht.“ Am Dienstagmorgen waren bei Bad Aibling zwei Nahverkehrszüge des privaten „Meridian“, der von der Bayerischen Oberlandbahn betrieben wird, auf der eingleisigen Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen zusammengestoßen. Nach Polizeiangaben kamen mindestens vier Menschen ums Leben, rund 100 Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Die Rettungskräfte vermuteten noch weitere Opfer in den schwer zugänglichen Zügen.

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