Schwerpunkt Wirtschaft
Erdoğan bricht am Sonntag zu mehrtägiger Reise durch Südamerika auf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan wird ab kommendem Sonntag nacheinander Chile, Peru und Ecuador besuchen. Die Türkei verfügt in Südamerika über ein großes Markterschließungspotenzial. Auf dem Besuch werden zahlreiche türkische Geschäftsleute den Präsidenten begleiten.

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Santiago de Chile (nex) – Die Türkei versucht, ihre ökonomischen Beziehungen zu Südamerika zu stärken. Dies wird auch der Schwerpunkt des bevorstehenden Besuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sein, der einer am Mittwoch veröffentlichten offiziellen Erklärung des Pressedienstes der Präsidentenkanzlei zufolge vom 31. Januar bis zum 4. Februar Chile, Peru und Ecuador besuchen wird. Den Besuchen wird eine wichtige Rolle mit Blick auf die Verbesserung der bilateralen Beziehungen zugeschrieben, betonen türkische Offizielle. Der Präsident wird am 31. Januar in Chile eintreffen, nach einem Tag Aufenthalt am 2. Februar nach Peru weiterreisen und am 3. Februar nach Ecuador fliegen. „Im Rahmen des Besuchs werden politische und ökonomische Fragen ebenso diskutiert werden wie regionale und internationale Entwicklungen“, heißt es in dem Statement.

Erdoğan wird als zweiter türkischer Präsident der Geschichte nach Chile reisen, in Peru und Ecuador wird er als erster türkischer Präsident überhaupt einen Staatsbesuch abhalten. Unter dem Vorsitz des türkischen Präsidenten soll eine Reihe wichtiger Vereinbarungen unterzeichnet werden, deren Gegenstand unter anderem Bereiche wie ökonomische und technische Hilfsmittel, industrielle Investitionen, Entwicklung der Infrastruktur und technischer sowie wissenschaftlicher Austausch zwischen den Ländern sein wird. Auch soll der Präsident vor türkischen und südamerikanischen Geschäftsleuten eine Rede halten. Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Chile betrug in den ersten elf Monaten des Vorjahres 417 Mio. US-Dollar, während es im gleichen Zeitraum des Jahres 2014 noch 921 Mio. US$ waren. Im Jahr 2012 hatte der damalige chilenische Präsident Sebastian Piñera die Türkei besucht und dort im Rahmen einer strategischen Partnerschafts-Rahmenvereinbarung eine Reihe von Vereinbarungen unterschrieben. Chile war das erste lateinamerikanische Land, mit dem die Türkei ein Freihandelsabkommen abschloss.

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