Ausland
Saudi-Arabien plant Kauf von türkischen ANKA-Drohnen

Ankara (nex) – Saudi-Arabien ist mit der Türkei im Gespräch über den Kauf türkischer ANKA-Drohnen, wobei sich die Verkaufsverhandlungen scheinbar schon in einem fortgeschrittenen Stadium befinden. Das berichten türkische Medien unter Berufung auf Defence News.

Demnach habe das Königreich Interesse am Kauf von sechs ANKA-Drohnen des türkischen Rüstungsunternehmens TAI geäußert.

Die Gespräche mit Riad über den Verkauf der Drohnen liefen laut TAI-Sprecher Görkem Bilgi „schon seit einiger Zeit“. Berichten zufolge enthalte die Vereinbarung auch eine Technologietransferklausel. Laut einer namentlich nicht genannten Quelle die mit den Gesprächen vertraut sei, habe Saudi Arabien aufgrund des fallenden Öl-Preise um einen Preisnachlass gebeten.

Das größte türkische Rüstungsunternehmen ASELSAN und das saudische Unternehmen Taqnia hatten im Januar dieses Jahres die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unter dem Namen SADEC bekannt gegeben.

Ein primäres Ziel der Zusammenarbeit wird unweigerlich die militärische Elektronik sein”, sagte ein Beamter bei ASELSAN. Gut informierte Rüstungsvertreter gaben Aufschluss darauf, dass die wichtigsten Bereiche der technologischen Zusammenarbeit der Bau von Radaren, Komponenten der Kriegsführung und elektro-optische Technologien sein werden.

– Rüstungsindustrie –  Türkei: Militär nimmt erste bewaffnete Drohne gegen PKK und IS in Betrieb

Die Bayraktar TB2-Drohne hat offiziell begonnen, den Himmel der Türkei bewaffnet zu patrouillieren. Die Drohne wird gegen die Terrormilizen IS und die PKK zum Einsatz kommen. Das ist ein großer Erfolg für die Türkei, ihren Verteidigungsbedarf verstärkt aus nationalen Ressourcen zu bedienen.

Türkei: Militär nimmt erste bewaffnete Drohne gegen PKK und IS in Betrieb
 

Berlin
Eklat im Bundestag: Sevim Dagdelen zeigt verbotene YPG-Fahne

0
Berlin (nex) – Die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen hat in der ersten regulären Sitzung des neugewählten Bundestags heute für einen Eklat gesorgt. Dagdelen zeigte während einer Rede die Fahne der YPG, was in Deutschland verboten ist. Wie Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP berichten, habe sie  damit eine Rüge von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble provoziert sowie eine heftige Debatte mit dem sozialdemokratischen Bundesaußenminister Sigmar Gabriel ausgelöst. Laut Dagdelen seien es die YPG-Einheiten, die in Syrien „an vorderster Front gegen den IS“ kämpften. Gabriel verhalte sich, so Dagdelen, „heuchlerisch“ und mache sich „zum Büttel des türkischen Präsidenten“ Recep Tayyip Erdogan. „Niemand verbietet in diesem Land eine Organisation, weil jemand aus dem Ausland das bei uns fordert“, habe Gabriel gesagt. Schäuble habe das demonstrative Zeigen der Fahne durch Dagdelen als „unparlamentarisch“ kritisiert. Die von der PKK gesteuerten syrischen Terrororganisationen PYD und YPG verübten laut Menschenrechtsorganisationen und Beobachtern immer wieder Massaker und ethnische Säuberungen. Diese richten sich vor allem gegen arabische und turkmenische Bewohner der von ihnen eingenommenen Provinzen. „Der Krieg ist keine Entschuldigung für den Einsatz von Kindersoldaten auf dem Schlachtfeld“, hatte Alyn Smith von der Schottischen Nationalpartei (SNP) das Vorgehen der PYD bei einer Rede vor dem britischen Parlament im April vergangenen Jahres verurteilt. Das Syrische Netzwerk für Menschenrechte (SNHR) veröffentlichte 2016 einen Bericht, worin die Menschenrechtsverletzungen der PYD in den von ihr beherrschten Gebieten dokumentiert wurden. Demnach hat die PYD (Stand 2016) mindestens 1651 Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, willkürlich verhaftet. 42 Frauen und 51 Kinder wurden von den so genannten „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG), dem militärischen Arm der PYD, ermordet und 1876 Kinder wurden zwangsrekrutiert. Im Bericht das SNHR wird der PYD vorgeworfen, im Norden und Nordosten Syriens Massaker mit dem Ziel einer ethnischen Säuberung durchgeführt zu haben. Weiterhin wird dem syrischen Ableger der Terrororganisation PKK vorgeworfen, zwischen 2013 und 2014 alleine in der Region Hasaka 91 Zivilisten getötet zu haben, darunter sieben Frauen und 17 Kinder. Das SNHR berichtet von willkürlichen Verhaftungen und Vermisstenfällen, die bis heute noch nicht geklärt sind. Die PYD soll alleine in der Region Hasaka mindestens 1651 Personen ohne Angabe von Gründen inhaftiert haben. Jugendliche würden gewaltsam von der YPG aus ihren Häusern abgeholt und zwangsrekutiert, so das SNHR. In der erschreckenden Veröffentlichung der unabhängigen Menschenrechtsorganisation wird von bis zum heutigen Tag mehr als 16 bekannt gewordenen Fällen von Folter sowie der Ermordung eines Medienaktivisten, der am 15. Juli 2014 vor den Augen seiner Familie erhängt wurde, berichtet. Das SNHR weist darüber hinaus auch auf massive Menschenrechtsverletzungen gegenüber Frauen hin. Demnach sollen seit März 2011 durch willkürlichen Beschuss und gezielte Angriffe der YPG 42 Frauen ermordet worden sein. Eine 44-jährige Frau wurde am 13. Oktober 2013 zusammen mit ihren sechs Kindern in dem Dorf El Hajjiyah hingerichtet, wird von der SNHR berichtet. Von 2014 bis Oktober 2015 seien in den Regionen Hassaka, Qamishli und Afrin 88 Frauen, 34 von ihnen noch im Kindesalter, entführt worden, um sie für die YPG zu rekrutieren. Weiterhin wird berichtet, dass bis zum 31. Dezember 2015 nicht weniger als 51 Kinder Opfer willkürlichen Beschusses von Häusern durch Scharf- und Heckenschützen der YPG geworden seien, sowie dass 111 Kinder verhaftet und 1876 von der YPG zwangsrekutiert wurden. Zudem ist von Übergriffen gegen Journalisten und Kameramänner die Rede. Insgesamt sollen 24 Reporter und Kameramänner verhaftet, ihre Ausrüstung und Autos beschlagnahmt worden sein. Außerdem bestätigt das SNHR, dass mehr als 30 Gemeinden und Dörfer in Hassaka zerstört und ihre größtenteils arabischen Bewohner zu Tausenden vertrieben worden seien. Auch von Menschenrechtsverletzungen gegenüber der turkmenischen Bevölkerung von Hassaka ist in dem Bericht die Rede. Mehr als 100 Familien seien aus ihren Dörfern vertrieben worden, gaben Turkmenen im Gespräch mit dem SNHR an.

Auch interessant

– Türkei – Syrische Flüchtlinge: Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt

„Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt und diese den Kurden übergeben, die aus dem Irak, Iran und anderen Regionen Syriens hergebracht wurden“, so ein arabischer Flüchtling gegenüber Journalisten.

Syrische Flüchtlinge: Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt

Flüchtlingspolitik
Syrien: Türkisches Erziehungsministerium baut über 450 Schulen wieder auf

Dscharablus (nex) – In den vergangenen acht Monaten hat die Türkei in der syrischen Region Aleppo über 400 zerstörte Schulen wiederaufgebaut, sodass 152.000 Kinder ihre Ausbildung fortsetzen konnten.

Nach der Operation Schutzschild Euphrat startete das Nationale Erziehungsministerium der Türkei eine Studie für insgesamt 458 Schulen in Aleppos Regionen Dscharabulus, Al-Bab, Cobanbey und Azez.

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu sagt Ali Riza Altunel, Direktor für Lebenslanges Lernen des Ministeriums: „Ich glaube, die Zahl der Schüler wird bis zum Ende des ersten Halbjahres auf etwa 170.000 steigen.“ Altunel weist des Weiteren darauf hin, dass das Programm des Ministeriums im März gestartet habe, nachdem also die Operation Schutzschild Euphrat vom türkischen Militär erfolgreich abgeschlossen worden sei. „Es gab bereits genügend Grund- und Mittelschulen, aber nur sehr wenige Oberschulen“, erklärt Altunel. „Im März konnten wir an nur drei Schulen weitermachen. Bis Ende Juni ist die Zahl auf 103 gestiegen.“ Die Kinder in der Region hätten in den letzten fünf Jahren keine angemessene Bildung erhalten können, so der Direktor weiter. „Also haben wir ein ‚Kompensationsprogramm‘ für Kinder gestartet, um diesen Bildungsmangel auszugleichen“, führt er aus und ergänzt.: „Wir arbeiten hart daran, Kindern den Grundschulabzuschluss zu ermöglichen, damit sie mit der Mittelschule weitermachen können.“ Syrien befindet sich seit 2011 in einem grausamen Bürgerkrieg. Seitdem sind durch den Konflikt nach UN-Angaben Hunderttausende von Menschen ums Leben gekommen und mehrere Millionen vertrieben worden.

Auch interessant

– Militäroperation „Schutzschild Euphrat“ – „Wir danken der Türkei jeden Tag dafür, dass sie unser Dscharablus befreit hat“

„Der IS (Daesh) hat nur Armut in unsere Stadt gebracht. Wir danken der Türkei jeden Tag dafür, dass sie unser Dscharablus befreit hat. Die Welt sollte nun auch handeln“, sagt der 63-jährige Straßenverkäufer Dervish Salim.

„Wir danken der Türkei jeden Tag dafür, dass sie unser Dscharablus befreit hat“

Berlin
Bericht: China verweigert Deutschen mit türkisch klingenden Namen die Einreise

Berlin (nex) – China diskriminiert deutsche Staatsbürger mit türkisch klingenden Namen bei der Vergabe von Einreisegenehmigungen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag bekomme immer wieder Hinweise darauf, dass die chinesischen Konsulate Visa für deutsche Unternehmer mit türkisch klingendem Namen nicht erteilen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche (WIWO). Angesichts des „starken deutschen Engagement in China mit über 5000 Unternehmen, mehr als 70 Milliarden Euro Investitionsbestand und rund einer Million Beschäftigten vor Ort“, sei die Visa-Vergabe sehr wichtig, sagte DIHK-Außenhandelschef Volker Treier gegenüber der Zeitung. Neben Geschäftsleuten mit türkischen Namen, lehnten die chinesischen Konsulate in Deutschland auch Touristen ab, darunter solche mit deutsch klingenden Namen, die sich zuvor aber längere Zeit in der Türkei aufgehalten haben, berichtet WIWO weiter. Die angeblich „angespannten Beziehungen“ zwischen China und Türkei „wegen des Konflikts um die muslimische Minderheit der Uiguren in Westchina“, nannte der DIHK gegenüber der WIWO als möglichen Grund für die restriktive Visa-Politik. Bei einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen in Peking im vergangenen September betonte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu allerdings die Intensivierung der sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen China und der Türkei. “Wir sehen Chinas Sicherheit als unsere Sicherheit an”, sagte der Minister auf einer Pressekonferenz mit Außenminister Wang Yi und fügte hinzu: “Wir werden nachteilige Handlungen gegen China in unserem Land oder der Region nicht zulassen.” Türkei möchte die Zusammenarbeit auch in den Bereichen Bildung, Kultur und Tourismus stärken, sagte Cavusoglu weiter. Die Türkei wünsche, dass die Zahl chinesischer Touristen in den nächsten Jahren steigen wird, sagte Cavusoglu. Man hoffe, dass drei Millionen der hundert Millionen Chinesen, die jährlich ins Ausland reisen, die Türkei besuchen werden. Im August erklärte China die Türkei zum “Tourismusland 2018”.

Auch interessant

China erklärt Türkei zu “Tourismusland 2018”

China erklärt Türkei zu „Tourismusland 2018“
         

Berlin
SPD will „Verhältnisse wie in Österreich“ verhindern

Bonn (ots) – Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, hat deutlich gemacht, dass sich seine Partei nach dem Ende der Jamaika-Sondierung zwar auch zu Gesprächen mit Kanzlerin Merkel bereitfinde, eine Neuauflage der Großen Koalition aber aus mehreren Gründen unwahrscheinlich sei. „Wir verwehren uns nicht Gesprächen, aber die Wahrscheinlichkeit einer großen Koalition ist sehr gering. Die Bevölkerung ist dieser großen Koalition überdrüssig“, erklärte Lauterbach im Fernsehsender phoenix. In der Sendung „Unter den Linden“ verdeutlichte der Sozialdemokrat, dass ein erneutes Zusammengehen von Union und SPD die große Gefahr beinhalte, „den rechten Rand noch stärker zu machen“. Man wolle jedoch unbedingt Verhältnisse wie in Österreich verhindern. Außerdem würde nach Lauterbachs Ansicht ein Bündnis mit der Union so schwierig wie nie zuvor. „Die Schnittmengen zwischen der Union und der SPD sind abgegrast.“ Künftig hätte man mit starker Konfrontation zu rechnen, was die Regierungsgeschäfte erschwere. Allerdings hielt Lauterbach eine Hintertüre für eine Koalition mit der Union offen. Man strebe keine Neuwahlen an, doch sollte es dazu kommen, „und wir ein ganz neues Votum hätten, beispielsweise uns deutlich verstärkten und den Bundeskanzler stellen würden, dann wäre das eine ganz andere Situation“, so Lauterbach.

Türkei
Noch kein Urteil gegen Terrorhelfer in Istanbul

Istanbul (nex) – Der Prozess gegen die mutmaßlichen Helfer des IS-Attentäters, der sich im Januar 2016 in Istanbul mit einer Bombe in die Luft sprengte, ist vertagt worden. Bei seiner Unter hatte der IS/Daesh-Terrorist zahlreiche Menschen, darunter auch viele Deutsche, mit in den Tod gerissen oder verletzt. Das eigentlich für heute erwartete Urteil konnte jedoch noch nicht verkündet werden. Eigentlich war für den heutigen Montag das Urteil des Istanbuler „Gerichts für schwere Straftaten“ gegen die 26 angeklagten mutmaßlichen Terrorhelfer erwartet worden. Doch konnten die Richter ihr Urteil nicht verkünden, weswegen der Prozess auf den 12.Januar 2018 vertagt wurde. Entsprechend den juristischen Regeln in vielen Ländern, so auch in der Türkei, ist es notwendig, dass alle Angeklagten zur Urteilsverkündung anwesend sind. Nachdem in den letzten Tagen jedoch gegen die Mehrzahl der Angeklagten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen verhängt worden werden mussten, konnten die vollständige Überführung aller Angeklagten zum Prozess nicht erfolgen. Die zuständigen Sicherheitsbehörden wollten dazu heute, aus verständlichen Gründen, nicht näher Stellung nehmen, doch in Istanbul hatte es in den letzten Tagen Gerüchte über ein geplantes mögliches Attentat auf die Angeklagten gegeben. Auch dazu gab es keinerlei Stellungnahme. Den Antrag der Verteidiger von vier Verdächtigen, denen langjährige Haftstrafen drohen, auf Aussetzung der Untersuchungshaft, lehnte das Gericht, verständlicher Weise, ab. Diese bleiben „wegen dringenden Tatverdachts“ in Untersuchungshaft. Ein inhaftierter Angeklagter, in dessen Fall wohl ein Freispruch mangels stichhaltiger Beweise erwartet wird, wurde bis zum Urteil auf freien Fuß gesetzt. Ein Attentäter des IS/Daesh hatte am 12.01.2016 zwölf Deutsche in Istanbul mit in den Tod gerissen und zahlreiche Menschen verletzt. Das Attentat geschah nahe der berühmten Blauen Moschee – sie gehört mit der nahegelegenen Hagia Sophia zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Istanbul. Die türkischen Behörden klagten zahlreiche mutmaßliche Helfer hinter dem Anschlag an. Diese, so der Tatvorwurf, sollen den Anschlag mutmaßlich mit organisiert und vorbereitet haben. Die Staatsanwaltschaft fordert für drei Angeklagte mehrmals lebenslänglich und zusätzlich lange Haftstrafen. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, sie hätten „mit dem Ziel des Terrors“ zwölf Menschen getötet. Ein weiterer Beschuldigter soll wegen Mitgliedschaft in der IS für bis zu 15 Jahre in Haft. Für die restlichen Angeklagten werden Freisprüche erwartet – aus Mangel an Beweisen.  Thomas Bernhard, Istanbul.

Auch interessant

– Kampf gegen den Terror – Türkei: Bei Anti-Terror-Operationen über 250 mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen

Türkei: Bei Anti-Terror-Operationen über 250 mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen
 

Izmir
In der Türkei entwickelter „unsichtbarer Stoff“ bereit für Export

Izmir (nex) – Ein von der Türkei hergestellter unsichtbarer Stoff, der nicht von Radar und Wärmebildkameras entdeckt werden kann, soll bald an NATO-Länder verkauft werden. Der von Sun Textile and Research Development Center entwickelte Stoff wurde von der türkischen Armee getestet und wartet nun auf die Genehmigung vonseiten des türkischen Verteidigungsministeriums für den Export. Sabri Ünlütürk, Vorstandsvorsitzender der Sun Holding, sagte am vergangenen Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass der Stoff von zwei Wissenschaftlern am Teknokent der Hacettepe Universität in Ankara entwickelt worden sei. Er fügte hinzu, dass sie in ihrer Fabrik in der westtürkischen Provinz Izmir mit der Produktion des Stoffes beginnen würden. Laut Ünlütürk gibt es weltweit nur sehr wenige Länder, die in der Lage sind, diese Textilart zu produzieren. Die Türkei sei nach den USA und Israel nun der dritte Staat mit dieser Technologie. „Wir sind stolz darauf, dass die türkische Armee diesen Stoff verwenden wird“, betonte Ünlütürk und ergänzte: „Die bisherigen Produkte waren nur für die visuelle Tarnung gedacht.“ Der Stoff verteile die Körperwärme so, dass die Person die sie trägt, unmöglich von Wärmebildkameras entdeckt werden könne, so der Sun-Chef weiter. Auch die Tests für Uniformen aus diesem Stoff liefen zurzeit. „Diese Uniformen wurden für unsere Soldaten entworfen, um sie vor Nachtsichtgeräten zu verstecken. Sie werden vom Militäreinheiten getestet“, sagte Ünlütürk.

Auch interessant

– Türkei – Antalya: “Feueradler” Burcu Dincer wird erste Hubschrauberpilotin der türkischen Feuerwehr

Nach einer kurzen Berufserfahrung bei einer privaten Fluggesellschaft nahm Dincer ihre Arbeit als Feuerwehr-Hubschrauberpilotin beim türkischen Ministerium für Forstwirtschaft in der Mittelmeerprovinz Antalya auf.

Antalya: „Feueradler“ Burcu Dincer wird erste Hubschrauberpilotin der türkischen Feuerwehr
 

Türkei
Streit um S-400-Kauf: Ankara könnte US-Radarsystem abschalten

0
Ankara (nex) – Der Druck der NATO und USA auf die Türkei wegen des Erwerbs des russischen Raketenabwehrsystems S-400 wächst: Die US-Regierung droht damit, die Lieferung von F-35 Kampfflugzeugen an die Türkei zu stoppen. Bis zum Jahr 2030 sollten die türkischen Streitkräfte insgesamt 116 F-35-Kampfflugzeuge der fünften Generation erhalten, die zum Teil in der Türkei von TAI-TUSA hergestellt werden. Wie türkische Medien unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen aus Sicherheitskreisen berichten, könnte Ankara als Reaktion auf die amerikanischen Drohungen eigene Maßnahmen ergreifen – im Extremfall sogar die Demontage des mächtigen Malatya-Kürecik AN-TPY-2-Radars, das 2012 von den USA aufgestellt worden war. Das AN/TPY-2 ist ein bodengestütztes Radar zur Erfassung und Verfolgung von ballistischen Raketen. Die Demontage des Radars würde Israel einer Bedrohung durch ballistische Raketen aussetzen. Dank des in Kürecik stationierten Systems sind die gesamten westlichen Territorien des Iran bis an die Grenzen von Teheran für die NATO sichtbar. Ähnliche Radarsysteme befänden sich auch in Israel, Jordanien, Katar und den vereinten Arabischen Emiraten, jedoch erreiche etwa das System in Israel mit einer Reichweite von 1.300 Kilometer nur die Grenzen des Iran. Die Systeme in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die nicht zur NATO gehören, könnten nur die südlichen Regionen des Iran beobachten. Im Rahmen ihres Abkommens mit der NATO erteilte die Türkei damals die Erlaubnis für den Einsatz des Radars auf ihrem Staatsgebiet, was zu Spannungen mit Russland und dem Iran führte, die sich heftig gegen einen solchen Schritt ausgesprochen hatten. Dazu der politische Analyst Ömer Özkizilcik gegenüber NEX24:
„Die türkisch-amerikanischen Beziehungen sind angespannt, insbesondere seit dem Putschversuch vom 15. Juli 2016 und der Weigerung der USA, ein Justizverfahren gegen Fethullah Gülen, den Drahtzieher des Putsches, einzuleiten oder ihn an die Türkei auszuliefern. Mit der Unterstützung der YPG in Syrien seitens der USA fand sich die Türkei in einer gefährdeten Position. Der NATO-Allierte der Türkei unterstützt bzw. gewährt den zwei Hauptgefährdern der Türkei Schutz“.
In dieser misslichen Lage habe sich die Türkei Russland angenähert und versucht, eine geostrategische Balance zwischen den USA und Russland zu finden, so Özkizilcik weiter. Die S-400 Luftabwehrsysteme aus Russland sollten mit den geplanten Luftabwehrsystemen aus gemeinsamer Produktion der Türkei mit Frankreich und Italien die Luftsicherheit gewährleisten. Somit habe die Türkei auch sicherheitspolitisch zwei verschiedene Systeme verwenden wollen, um die eigene Verteidigung zu maximieren, betont Özkizilcik und fügt hinzu:
„Die USA sahen lange Zeit in den Verhandlungen für den Kauf der S-400 Systeme ein Mittel, um für einen Preisnachlass für amerikanische Luftabwehrsysteme zu sorgen. Nachdem der Kauf des S-400 Luftabwehrsystems abgeschlossen wurde, versuchten die USA, mit Drohungen wie die Verwehren von F-35 Jets oder anderen Militärtechnologien die Türkei von ihrem Unternehmen abzubringen. Die Türkei selbst ist an der Produktion der F-35 Jets beteiligt und verzeichnet ein rasantes Wachstum in der Verteidigungsindustrie“
 

Zum Thema

– Türkei – Kommentar: “Man will Türkei für Kauf der russischen S-400 bestrafen”

Der geplante Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 sei kein Grund „zur Sorge“, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach seiner Rückkehr von einer Staatsreise in die Golfstaaten.

Kommentar: „Man will Türkei für Kauf der russischen S-400 bestrafen“
   

Krise in Jemen
Saudi-Blockade: 400.000 Kinder in Jemen dem Hungertod nah

Bonn (ots) – Drei UN-Organisationen haben davor gewarnt, dass Tausende von hungernden jemenitischen Kindern „dem Risiko des Todes ausgesetzt“ sind, wenn sie nicht bald Hilfe erhalten. In einer gemeinsamen Erklärung teilten die WHO, UNICEF und das Welternährungsprogramm (WFP) mit, dass Tausende unschuldiger Opfer, darunter viele Kinder im Jemen, sterben werden, wenn ihnen nicht bald humanitäre Hilfe zukommt. Mehr als 20 Millionen Menschen, darunter 10 Millionen Kinder, bräuchten dringend humanitäre Hilfe und über 400.000 Kinder seien durch „akute Unterernährung“ dem Risiko des Todes ausgesetzt. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ist alarmiert über die Verschlimmerung der humanitären Lage im Jemen, die durch die aktuelle Grenzblockade eingetreten ist. Die Schließung der Land-, See- und Luftgrenzen, die am 6. November begonnen hatte, geht bereits in die zweite Woche. Die Grenzschließung hat dazu geführt, dass die Auslieferung von Hilfsgütern nahezu zum Erliegen gekommen ist. Nach UNHCR-Planungen sollten ursprünglich rund 280.000 Vertriebene im Jemen mit Basisgütern versorgt werden. Auch UNHCR-Mitarbeiter sind von der Blockade betroffen. Einige können nicht mehr ins Land einreisen, andere sitzen im Jemen fest, weil kein Benzin mehr für den Transport zur Verfügung steht. „Bis Ende des Jahres sollten eigentlich 140.000 Menschen mit Hilfsgütern versorgt werden. 13.000 Haushalte sollten Bargeldhilfen erhalten, um Vorbereitungen für den Winter zu treffen. Außerdem war geplant, 9.000 Haushalten Mietzuschüsse zu geben. Diese dringend benötigte Unterstützung ist akut gefährdet“, so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. Weil der gewerbliche Verkehr im Jemen weitgehend stillliegt, sind die Preise für Nahrung, Wasser, Haushaltsgas und Benzin ins Astromische gestiegen. In der Hauptstadt Sanaa erhöhte sich zum Beispiel der Preis für Benzin um 60, für Trinkwasser aus Tanklastzügen um 133 Prozent. Immer mehr Bedürftige suchen daher Unterstützung im UNHCR-Zentrum für Vertriebene in Sanaa. Bis zu 800 Menschen sind es täglich. Vor der Grenzschließung waren es zwischen 400 und 600. Der Jemenkonflikt, der im März 2015 begann, hat sich zur größten humanitären Katastrophe weltweit entwickelt. 21 Millionen Jemeniten sind betroffen. Zwei Millionen Vertriebene, eine Million Rückkehrer, 280.000 Flüchtlinge und Asylsuchende kämpfen derzeit ums Überleben. Aufgrund der katastrophalen Situation im Jemen ruft die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des UNHCR, dringend zu Spenden auf. Die Vereinten Nationen hatten am vergangenen Dienstag Saudi-Arabien erneut aufgefordert, die anhaltende Blockade der Seehäfen des Jemen sofort zu beenden. Andernfalls sei das Leben von Millionen Menschen in Gefahr, sagte Jamie McGoldrick, UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Jemen.

Klinik-Verbund
Köln plant zweitgrößtes Klinikum Deutschlands

0
Köln (ots) – Köln könnte in den kommenden Jahren das zweitgrößte Klinikum Deutschlands entstehen. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Samstagausgabe. Nach der Vorstellung von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker soll die Uniklinik mit den drei städtischen Kliniken Merheim, Holweide und Amsterdamer Straße eine weitreichende strategische Zusammenarbeit eingehen. Durch das Zusammengehen entstünde mit 3000 Betten und etwa 15 000 Mitarbeitern, davon 2100 Ärzten und 5400 Pflegekräften, ein Klinik-Verbund in der Größenordnung der Berliner Charité. Als neues Gesundheitszentrum sollen die beiden Einrichtungen demnach ihre Kräfte bündeln, um den steigenden Herausforderungen „einer wachsenden Stadt und einer älter werdenden Gesellschaft bei der medizinischen Versorgung gerecht zu werden“, so Oberbürgermeisterin Reker gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger. Die wirtschaftlichen Probleme der städtischen Kliniken seien ein weiterer Grund für diesen Schritt. Diese hatten das vergangene Geschäftsjahr 2016 mit einem Minus von 6,5 Millionen Euro abgeschlossen. Wie der Kölner Stadtanzeiger unter Berufung auf eine Stellungnahme des NRW-Gesundheitsministeriums weiter berichtet habe es bereits mehrere Gespräche zwischen Vertretern der Landesregierung und der Uniklinik gegeben. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann stehe dem Plan positiv gegenüber.