Fußball Bundesliga
Gladbachs Herrmann: „Muss schauen, wie es sich für mich entwickelt“

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Düsseldorf (ots) – Mehr als 250 Spiele hat Patrick Herrmann für Borussia Mönchengladbach absolviert, in der aktuellen Saison kommt er aber nur selten von Beginn an zum Zug. „Es ist schwierig, das gebe ich zu. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich gern spielen will. Und das kann ich momentan selten. Natürlich habe ich ein paar Spiele gemacht in dieser Saison, aber dass ich damit komplett zufrieden bin, kann ich nicht sagen“, sagte der Flügelspieler im Interview mit der „Rheinischen Post“. Entsprechend mache er sich Gedanken um seine Zukunft, 2019 läuft Herrmanns Vertrag aus. „Es ist keineswegs so, dass ich unbedingt weg will, im Gegenteil. Aber man muss eben schauen, wie es sich entwickelt für mich. Wir werden darüber in Ruhe reden mit Borussia.“ „Wir spielen ja trotz der Schwankungen noch eine gute Saison. Wir haben viele Punkte geholt, und das auch verdient“, sagte Herrmann. „Dennoch müssen wir noch an ein paar Stellschrauben drehen, damit es runder wird. Das will jeder Spieler und jeder im Verein. Aber ich denke nicht, dass man mit der Situation aktuell sehr unzufrieden sein muss.“

Fußball International
Wird Thomas Tuchel neuer Trainer von Fenerbahce Istanbul?

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Istanbul (nex) – Für den 19-maligen türkischen Meister läuft es derzeit wahrlich nicht rund. In der Liga stand man vor diesem Spieltag auf Platz sieben, neun Punkte hinter der Spitze. Nachdem an diesem Wochenende bereits mehrere Spiele stattfanden, findet sich, (diese eingerechnet) Fenerbahçe sogar auf Platz 9 wieder. Das bedeutet, auch ohne jede Trainerdiskussion, ist der Verein heute gegen die Mannschaft des aktuellen 5. der Tabelle zum siegen verdammt. Die Qualifikation zur Europa League verpasste Fenerbahçe im Sommer ja schon. Für den erst zu Saisonbeginn installierten Kocaman könnte es beim ambitionierten Istanbul-Klub also äußert eng werden. Inzwischen hat in Istanbul bereits die Diskussion über mögliche neue Namen für den Platz auf der Trainerbank begonnen. Und bei Fenerbahçe träumt man dabei von einem großen Namen. Die beiden gegenwärtig vereinslosen Trainer Carlo Ancelotti und Luis Enrique sollen beispielsweise ein Thema sein und in der Vorwoche vermeldeten sowohl türkische, wie deutsche Zeitungen, davon, dass Fenerbahçe an erster Stelle an einer Verpflichtung des ehemaligen Trainers von Borussia Dortmund, Thomas Tuchel, interessiert sei. Der gegenwärtig ebenfalls vereinslose Tuchel und Dortmund hatten sich zum Ende der vergangenen Saison, trotz des Gewinns des deutschen Pokals, getrennt. Vor einigen Wochen war Thomas Tuchel dann ein Kandidat die das Traineramt des deutschen Meisters Bayern München gewesen, bevor man Jupp Heynckes dort, befristet bis nächsten Sommer, als Nachfolger von bereits erwähntem Carlo Ancelotti verpflichtete. Allerdings gilt Tuchel, glaubt man deutschen Medien, aber trotzdem auch als ein möglicher Kandidat für die Besetzung des Trainerstuhls in München ab dem kommenden Sommer. Ausserdem sollen Tuchel auch noch weitere Angebote anderer Vereine, darunter auch aus England, vorliegen. Unterdessen ist ein ehemaliger Fenerbahçe-Trainer, der deutsche Friedel Rausch, der die Elf von Fenerbahçe in der Zeit von 1980 bis 1982 betreute, im Alter von 77 Jahren in der Nacht zum gestrigen Samstag gestorben. Thomas Bernhard

Skandal in Norwegen
NATO-Chef Stoltenberg entschuldigt sich persönlich bei Erdogan

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Ankara (nex) – NATO-Chef Jens Stoltenberg hat sich am gestrigen Samstag persönlich beim türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan entschuldigt. Ein ziviler norwegischer Angestellter hatte Erdogan während einer Übung in Norwegen als „feindlichen Kollaborateur“ dargestellt. Der namentlich nicht genannten Quelle zufolge habe der NATO-Generalsekretär die Entschuldigung am Telefon ausgesprochen, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Während einer computergestützten Übung war ein Porträt des Republikgründers Mustafa Kemal Atatürk und Erdogans in der „feindlichen Anführerliste“ gezeigt worden. Die Türkei zog sich nach dem Vorfall in Norwegen am Freitag aus der NATO-Militärübung zurück. Im Telefongespräch habe Stoltenberg dem türkischen Präsidenten mitgeteilt, dass eine Untersuchung durch den kommandierenden Offizier eingeleitet und das Arbeitsverhältnis des an dem Vorfall beteiligten norwegischen Technikers sofort beendet worden sei. Der NATO-Chef habe auch darauf hingewiesen, dass die Türkei ein wichtiger Verbündeter der NATO sei und dass er alle notwendigen Vorkehrungen treffen werde, um eine Wiederholung eines solchen Vorfalls zu vermeiden. Er hoffe, der Skandal werde die Beziehungen zwischen der NATO und der Türkei nicht beeinträchtigen, so die Quelle weiter.

Stoltenberg hatte sich bereits am Freitag in einer schriftlichen Erklärung bei der Türkei entschuldigt.

“Der Vorfall spiegelt nicht die Sicht der Nato wider”, so der Generalsekretär. Die Türkei sei ein geschätzter NATO-Verbündeter, der wichtige Beiträge zur Bündnissicherheit leiste. “Ich entschuldige mich für die verursachten Beleidigungen”, sagte Stoltenberg. Der Vorfall sei die Tat eines Einzelnen und spiegele nicht die Sicht der Nato wider, heißt es in dem Statement. Bei der Person handele es sich nicht um einen Nato-Mitarbeiter, sondern einen Zivilangestellten Norwegens. Er sei bereits von der Übung “Trident Javelin“ in Stavanger ausgeschlossen und eine Untersuchung des Vorfalls sei eingeleitet worden. Erdogan hatte die Entschuldigung der NATO am Samstag zurückgewiesen. Er sagte, ein solch respektloses Verhalten könne nicht so leicht verziehen werden. „Wir haben gestern ein respektloses Verhalten gesehen. Diese Angelegenheit kann nicht mit einer einfachen Entschuldigung beendet werden“, sagte Erdogan in einer live im Fernsehen übertragenen Rede am Samstag und fügte hinzu: “Solch einen Pakt, solch ein Bündnis kann es nicht geben“

Zum Thema

NATO entschuldigt sich bei Türkei
 

Flüchtlingspolitik
Türkei: Regelmäßiger Schulunterricht für fast 500.000 syrische Kinder

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Ankara (nex) – Laut offiziellen Daten hat das türkische Bildungsministerium im Schuljahr 2016/17 die Beschulung von fast einer halben Million syrischer Kinder gewährleistet. Wie Daten des Ministeriums zu entnehmen ist, wurden im Schuljahr 2016/17 492.544 von knapp über 833.000 syrischen Kindern in das türkische Bildungssystem integriert. Das sind fast 60 Prozent der schulpflichtigen syrischen Flüchtlinge in der Türkei. Unter den fast einer halben Million syrischen Kindern im türkischen Bildungssystem befanden sich im vergangenen Schuljahr 25.761 in Kindergärten, 106.257 in Mittelschulen und 51.889 in Oberstufen. Zudem hätten über 308.637 syrische Kinder eine Grundschule besucht. Das Ministerium strebe an, den Bildungszugang für syrische Kinder im Schuljahr 2017/18 auf 65 Prozent zu erhöhen. Christian Berger, Botschafter der EU-Delegation in Ankara, lobte am vergangenen Donnerstag die Bemühungen der Türkei bei der Sicherstellung von Bildung für Flüchtlingskinder. Berger sagte, dass das türkische Bildungsministerium und die Behörde für Katastrophen- und Notfallmanagement (AFAD) große Anstrengungen für die Bildung von mehr als 500.000 Kindern aus Syrien zeigten. Von den weltweit 65 Millionen Flüchtlingen beherbergt die Türkei über drei Millionen, die laut einer Statistik vom vergangenen Jahr vor allem aus Syrien stammen. So soll die Zahl der irakischen Flüchtlinge in der Türkei bei 30,400 liegen. Pakistan belegt mit 1,4 Millionen Flüchtlingen den zweiten, der Libanon mit einer Million Flüchtlingen den dritten Platz. In den vergangenen 20 Jahren hat sich nach dem neuen “Global Trends“- Report von UNHCR die Zahl der Zwangsvertriebenen von 33,9 Millionen im Jahr 1997 auf 65,6  im Jahr 2016 verdoppelt. Demnach würden pro Minute 20 Menschen zur Flucht gezwungen. Lediglich 8 Prozent dieser Flüchtlinge leben in den 26 für sie vorgesehenen Camps in der gesamten Türkei. Der Rest ist in Städte gezogen, wo sie sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben schlagen. Nach den Worten des türkischen Innenministers Süleyman Soylu habe die Türkei für die Beherbergung der Flüchtlinge bislang mehr als 25 Milliarden US-Dollar ausgegeben.  

Musik
Tallia Storm: Mein Instagram hat mein Debütalbum finanziert

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London (nex) – Sir Elton John beschrieb sie als „eine der beeindruckendsten individuellen Soul-Stimmen, die er in 20 Jahren gehört hat“ und Nile Rodgers bezeichnete sie sei einen seiner „bevorzugten neuen weltweiten Künstler“. Tallia Storm ist gerade mal 19 Jahre alt und hat ihren souligen Powerhouse-Gesang zum Einsatz gebracht, um ihr vorliegendes Debütalbum mit dem Titel „Teenage Tears“ zu veröffentlichen. Die Singer-Songwriterin hat die Musikproduktion unabhängig finanziert und arbeitete mit Branchengrößen in LA, Atlanta und London zusammen. Dies alles verdankt sie ihrem 300.000-Follower starken Instagram-Profil als Teenager-Influencer und Fashion-It-Girl. Tallia ist Teil der wachsenden Gruppe von Künstlern, die nicht von einem großen Label vertreten werden. Sie vertritt die Generation-Z-Demografie, die unternehmerisch und unabhängig ist und global, nicht lokal mit großem Ehrgeiz und Originalität denkt. Mit der Veröffentlichung der Single „The Good Lie“ im Sommer 2017 und dem heute veröffentlichten Album „Teenage Tears“ ist es leicht, ihre Einflüsse zu entdecken, die sie als Jill ScottErykah Badu, Amy Winehouse und Alicia Keys sowie die Jazz-Größen Fitzgerald und Vaughan bezeichnet. Es gibt 15 Tracks auf dem Album, die einen wahren Touch ihres souligen, Jazz-inspirierten R&B-Gesangs bieten. Tallia Storm sagte: „Dieses Album ist eine Achterbahn der Gefühle – real, roh und ehrlich. Es ist eine Entdeckungs- und Selbstfindungsreise durch eine Sammlung an Teenager-Geschichten aus meinem Leben. Der Track ‚Everyday‘ war für mich am emotionalsten, da meine Mutter dieses Jahr mit einer Krebserkrankung zu kämpfen hatte. Ich habe mich ins Songwriting gestürzt und ‚Everyday‘ ist das Ergebnis. Es gibt so viele Zwänge da draußen, aber wenn wir sie langsam bewältigen, können wir mit allem fertig werden.“ Die in London ansässige R&B-Sängerin und Songwriterin aus Schottland erregte die Aufmerksamkeit von Sir Elton John, als sie gerade 13 Jahre alt war und seinem Partner David Furnish in einem Hotelrestaurant eine Demo-CD überreichte. Sir Elton rief sie 24 Stunden später an und lud sie ein, sein Konzert in Großbritannien für 17.000 Menschen zu eröffnen. Seitdem tritt sie überall auf der Welt auf, zieht prominente Fans wie Eva Longoria an und hat sich einen Namen als bedeutende Mode-Influencerin gemacht. Von einigen der größten High-Street- und Luxusmarken der Welt eingekleidet zu werden und damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen, hat es ihr ermöglicht, die Art von Musik zu liefern, die „sie will“!

Fernsehen
Türkische TV-Serien weltweit auf Platz zwei

Ankara (nex) – Türkische TV-Serien haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der lukrativsten Exportgüter der Türkei entwickelt und haben noch dazu den Nebeneffekt, dass das Interesse der Touristen, das Land zu besuchen, geweckt wird. Nach Angaben des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus ist die Türkei nach den USA die zweitgrößte Exporteurin von TV-Serien. „Beim Export von TV-Serien befindet sich die Türkei nach den USA weltweit auf dem zweiten Platz“, sagte Kultur- und Tourismusminister Numan Kurtulmus vor dem Planungs- und Haushaltsausschuss des türkischen Parlaments am Freitag und fügte hinzu, dass dem weltweiten Export türkischer TV-Serien nun große Bedeutung beigemessen werde. In Europa stünden türkische Serien bereits an erster Stelle, so Kurtulmus. Türkische TV-Serien wurden erstmals im Jahr 2001 in die Balkanstaaten, den Nahen Osten und nach Lateinamerika exportiert. Ende 2014 lagen die Exportzahlen bei 200 Millionen Dollar und 2015 bereits bei 250 Millionen Dollar. Im Dezember 2016 wurden türkische TV-Serien erstmals auch beim Asia TV Forum in Singapur beworben. Bislang wurden etwa 150 türkische Fernsehserien (Stand 2016) ins Ausland verkauft, die von 500 Millionen Zuschauern in 100 Ländern im Nahen Osten und Nordafrika sowie Ost- und Westeuropa verfolgt werden. Türkische Vornamen in Südamerika Inspiriert von den sehr beliebten Seifenopern und TV-Serien wenden sich immer mehr Eltern in Chile sogar von den traditionellen lateinamerikanischen Vornamen ab und geben ihren Kindern türkische Namen. „Es gibt aus jeder Schicht der chilenischen Gesellschaft eine Riesenresonanz auf die türkischen Serien, und Binbir Gece – die erste Serie, die wir ausstrahlten – stellte einen historischen Erfolg mit sehr hohen Einschaltquoten dar“, erklärte Juan Ignacio Vicente vom Mega TV gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu (AA). Chilenische Familien fühlten sich mittlerweile von den türkischen Serien inspiriert und gäben ihren Neugeborenen Namen wie Elif, Nilüfer, Fatmagül oder Ibrahim. Nach offiziellen Angaben wurden viele chilenische Mädchen, die im vergangenen Jahr zur Welt kamen, Elif genannt – ein traditioneller türkischer Vorname. Elif toppte selbst den in Lateinamerika weitverbreiteten Namen Veronica. „In den letzten Jahren sind in Lateinamerika türkische Schauspieler dank der TV-Serien sehr berühmt geworden“, sagte Vicente und fügte hinzu, dass chilenische Fans Serienstars wie Bergüzar Korel, Halit Ergenc, Cagatay Ulusoy und Kivanc Tatlitug persönlich erleben wollten. Er sei überrascht, dass die Namen der Charaktere aus den Serien zu einem Teil der chilenischen Kultur geworden seien: „Ich denke, dass die Leute sich mit ihnen identifizieren und sich deshalb diese Charaktere als Vorbilder für ihre Kinder wünschen.“ https://youtu.be/WaXXRl1vapQ Dank Serien: Interesse an türkischer Sprache gestiegen Seref Ates vom Yunus-Emre-Insitut erklärte gegenüber AA, dass türkische Serien und Filme eine große Wirkung bei der Weiterverbreitung des Interesses an der türkischen Sprache und Kultur im Ausland hätten: „Dank diesen Serien und Filmen wird der türkische Lebensstil im Ausland vorgestellt. Die Serien haben vor allem in den Balkanstaaten, der arabischen Welt, aber auch in lateinamerikanischen Ländern sowie Russland viele Zuschauer.“ „Es gibt sogar Leute, die Türkisch lernen, um sich die türkischen Serien anschauen zu können“, fügte Ates hinzu. Historie-Serie “Diriliş Ertuğrul” in über 60 Länder exportiert Auch die Historie-Serie “Diriliş Ertuğrul” erfreut sich im Ausland hoher Beliebtheit und wurde nach Angaben des Staatsenders TRT in bereits über 60 Länder exportiert. „Videos der Serie Dirilis Ertugrul stießen bei arabischsprachigen Zuschauern im Internet auf so großes Interesse, dass arabische Sender die Rechte der Serie kaufen mussten,“ so der stellvertretende Generaldirektor des staatlichen TV-Senders TRT, Ibrahim Eren gegenüber Medien. Der TRT-Vizegeneraldirektor wies auch darauf hin, dass der Sender nach der Premiere von Dirilis Ertugul einen Anstieg der Einschaltquoten verzeichnet habe. Dies habe man der neuen Generation von Historie-Serien mit dem Schwerpunkt Osmanisches Reich zu verdanken, so Eren weiter. Dirilis spielt im oghusischen Anatolien des 13. Jahrhunderts. Im Zentrum steht das Leben von Ertugrul Gazi, dem Vater von Osman I., der das Osmanische Reich gründete. Ertugrul war der Anführer des oghusischen Kayi-Stammes. Als er mit seinen 400 Reitern aus Turkmenistan in Anatolien ankommt, um den Seldschuken gegen die Byzantiner zu helfen, löst er eine Kette von Ereignissen aus, die letztlich zur Gründung des Osmanischen Reiches führen. Die Serie gibt einen Einblick in die Gründungsjahre des 700 Jahre währenden Imperiums. https://youtu.be/nbPBC25UA1I      

Türkei
Gewichtheber-Legende Naim Süleymanoglu gestorben

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Istanbul (nex) – Der ehemalige türkische Weltmeister und Olypiasieger im Gewichtheben ist heute im Alter von nur 50 Jahren gestorben. Naimoglu lag seit einer Lebertransplantation auf der Intensivstation und starb heute aufgrund der darauffolgenden Komplikationen. Eine chronische Zirrhose hatte den Eingriff unumgänglich gemacht. In den 1980er und 90er-Jahren stellte Süleymanoglu insgesamt 46 Weltrekorde im Gewichtheben auf. 1988, 1992 und 1996 holte er zudem Gold bei den Olympischen Spielen. Süleymanoglu gehörte zu den wenigen Gewichthebern, die es schafften, das Dreifache ihres eigenen Gewichts zu stoßen. Er war Angehöriger der türkischen Minderheit in Bulgarien und erwarb 1996 die Staatsbürgerschaft der Türkei.

Neuer Gesetzesentwurf
Türkei: Bewaffnetes Sicherheitspersonal in Flugzeugen

Ankara (nex) – Nach einem vor kurzem vom türkischen Parlament verabschiedeten Gesetz sollen bewaffnete Sicherheitskräfte als Vorsichtsmaßnahme gegen Terroranschläge in Flugzeugen in die und aus der Türkei eingesetzt werden. Dies berichtet die Tageszeitung Habertürk. Nach einer speziellen Schulung sollen die Sicherheitskräfte im Rahmen einer gemeinsamen Initiative von Zivilluftfahrtunternehmen bei Flügen eingesetzt werden, die als besonders riskant eingestuft wurden. Laut dem Gesetzentwurf werden die in den Flugzeugen eingesetzten Personen einschließlich Polizeibeamten Angestellte des Innenministeriums und nicht Personal von privaten Sicherheitsunternehmen sein. Sie sollen im hinteren Teil des Flugzeugs sitzen und unerkannt bleiben, da sie in Zivilkleidung unterwegs sein werden. Auch werde nicht zu erkennen sein, ob sie eine Waffe bei sich führen. Bei besonders riskanten Flügen soll mindestens ein Wachmann eingesetzt werden. Das Innenministerium wird die Anwesenheit von bewaffneten Sicherheitskräften auf ausländischen Zivilluftfahrtflügen in die Türkei zulassen, sofern das Prinzip der Gegenseitigkeit beibehalten wird. Die neuen Regelungen berücksichtigten die Kriterien und Bestimmungn der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), berichtet Habertürk unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle. „Es gibt spezielle internationale Bestimmungen der ICAO, was diese Angelegenheit betrifft, und die neue Regelung in der Türkei wurde entsprechend ausgearbeitet“, so die Quelle gegenüber Habertürk.    

Skandal in Norwegen
NATO entschuldigt sich bei Türkei

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Stavanger (nex) – Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat sich mit einer Erklärung zu einem Vorfall im Nato-Kriegsführungszentrum in Norwegen bei der Türkei entschuldigt. Wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, habe der Mitarbeiter während einer computergestützten Übung Erdogan als Kollaborateur mit dem Feind dargestellt. Die Türkei zog daraufhin 40 seiner teilnehmenden Soldaten aus Norwegen ab. „Solch einen Pakt, solch ein Bündnis kann es nicht geben“, verurteilte Erdogan den Vorfall. „Der Vorfall spiegelt nicht die Sicht der Nato wider“, so der Generalsekretär. Die Türkei sei ein geschätzter Nato-Verbündeter, der wichtige Beiträge zur Bündnissicherheit leiste. „Ich entschuldige mich für die verursachten Beleidigungen“, sagte Stoltenberg. Der Vorfall sei die Tat eines Einzelnen und spiegele nicht die Sicht der Nato wider. Bei der Person handele es sich nicht um einen Nato-Mitarbeiter, sondern einen Zivilangestellten Norwegens. Er sei bereits von der Übung „Trident Javelin“ in Stavanger ausgeschlossen und eine Untersuchung des Vorfalls sei eingeleitet worden. Die Nato habe die norwegischen Behörden kontaktiert, über disziplinarische Maßnahmen müsse Norwegen entscheiden.

Stoltenberg hatte im April dieses davor gewarnt, dass eine Nato ohne die Türkei schwächer wäre.

“Die Nato wäre ohne die Türkei zweifellos schwächer”, erklärte Stoltenberg gegenüber der “Welt am Sonntag” und fügte hinzu: “Die Türkei ist ein Schlüsselland für die Sicherheit in Europa und für die Nato.”

Die Türkei leiste bei den Nato-Missionen in Kosovo, Afghanistan sowie bei der Umsetzung des Flüchtlingsabkommens im Mittelmeer bedeutende Beiträge, so der Nato-Chef weiter.

Wegen ihrer geografischen Lage spiele sie außerdem eine wichtige Rolle im Kampf gegen den IS (Daesh) in den Krisengebieten Syrien und Irak, betonte er gegenüber der Sonntagszeitung.

In Richtung der westlichen Länder, die die Türkei kritisieren, sagte er, man solle sich irgendein anderes Nato-Land vorstellen, das solchen massiven Terrorattacken ausgesetzt wäre wie die Türkei und wies darauf hin, dass die Türkei das Recht habe, sich zu verteidigen und die Menschen zu bestrafen, die im Juli vergangenen Jahres den vereitelten Putschversuch durchgeführt hätten.

Syrische Kirche der Jungfrau Maria
Türkei: Weiterer Bau einer Kirche angekündigt

Istanbul (nex) – Jüdische Synagogen, christliche Kirchen, alevitische Gotteshäuser oder kurdische TV-Sender: die Regierung in Ankara scheint innerhalb kürzester Zeit einen Rückstand von achtzig Jahren wieder gut machen zu wollen. Noch nie in ihrer Geschichte hat die Türkei für ihre Minderheiten so viel getan wie in den letzten 15 Jahren. Zwischen 80 und 90 Prozent aller Cemhäuser – den Gottesdienststätten der Aleviten – etwa, seien in den vergangenen Jahren errichtet worden. Das Justizministerium kündigte 2016 seinerseits an, einen Rat einzuberufen, der Meinungen und Vorschläge aus der alevitischen Community einholen soll. Sanierungen armenischer Kirchen Der Erzbischof des armenischen Patriarchats in der Türkei, Zakeos Ohanyan, bedankte sich in seiner Predigt bei den zuständigen Behörden für die Sanierung und Wiederinstandsetzung der historischen Kirche „Surp Krikor Lusarovic“ in der anatolischen Stadt Kayseri. Ohanyan: „Wir beten mit unseren muslimischen Schwestern und Brüdern zu Gott, dass in unserem Land und in der ganzen Welt der Frieden herrscht.“ Erster Neubau einer christlichen Kirche in Istanbul Bereits im Juni dieses Jahres wurde in Antalya eine weitere evangelische Kirche eröffnet. Das dreistöckige Gebäude mit einem Restaurant, Räumlichkeiten für Kinderbetreuung und einer Bibliothek für Christen hat Platz für 220 Gläubige. Nun ist auch ein Streit um die Errichtung einer Kirche in Istanbul zu Ende, der Weg zum ersten Neubau eines christlichen Gotteshaus in der Millionenmetropole seit der Republiksgründung frei. Das Bauvorhaben war mehrere Jahre von katholischen Priestern blockiert worden Aber es waren im Grunde nicht etwa türkische Behörden, die den Bau der christlichen Kirche jahrelang blockiert hatten, sondern katholisch-christliche Priester. Türkische Behörden hatten die Pläne der christlichen Kirchengemeinde „Syrische Kirche der Jungfrau Maria“ schon vor Jahren genehmigt. Die syrischen Christen wollten im Istanbuler Stadtteil Yeşilköy auf dem Gelände eines ehemaligen christlichen Friedhofs eine Kirche errichten, hatten dazu die Kosten von rund 1,5 Millionen US-Dollar weitgehend aus Spenden gesammelt. Allein christlich-gläubige Menschen aus der türkischen Provinz Mardin im Südosten des Landes hatten mit ihren Spenden 200.000 Euro hierzu beigetragen. Doch dann wurde die Umsetzung des Projekts durch den von einem türkischen Gericht verordneten Baustopp unterbrochen. International wurde das Urteil hart kritisiert, konservative Christen sahen sich in ihren Vorurteilen gegen Muslime und deren angebliche Unterdrückung der Christen in der Türkei bestätigt. Doch, wer es wissen wollte, hatte schon lange davon Kenntnis: Das türkische Gericht handelte seinerzeit auf die Klage katholischer Geistlicher hin. Im Auftrag derer hatte der katholische Priester Pawel Symalaza eine Klage gegen den Bau der Kirche aufgrund von Eigentumsrechten eingereicht. Nunmehr jedoch ist der Einspruch der katholischen Priester sogar, kirchlich-katholisch fast „höchst-instanzlich“ vom Tisch: Papst Franziskus nämlich, das irdische Oberhaupt der katholischen Kirche, hat den Bau einer syrischen Kirche an Stelle des ehemaligen „katholischen Friedhofs“ in Istanbul bestätigt, erklärte der Botschafter des Vatikan, Paul Russell, in Istanbul. Wie bereits angemerkt, es wird der erste komplette Neubau einer christlichen Kirche in Istanbul seit Gründung der türkischen Republik sein. Zuvor, auch das ist wohlweislich erwähnenswert, waren schon zahlreiche bestehende christliche Kirchen in der Türkei nicht nur wieder ihrem eigentlichen Verwendungszweck zugeführt, sondern mit finanziellen Zuschüssen der türkischen Seite baulich restauriert und wiederhergestellt worden. Momentan leben rund 25.000 syrische Christen in der Türkei – 18.000 davon in Istanbul. Allerdings gibt es dort auch zahlreiche weitere Menschen christlichen Glaubens, auch unter den immer zahlreicher werdenden Residenten aus Deutschland in der Region der türkischen Riviera. Dort werden beispielsweise seit mehr als fünf Jahren in Antalya und Alanya, zusätzlich auch Bursa und Izmir, sowie Istanbul, Ankara und Antakya, christlich-überkonfessionelle Gottesdienste angeboten. Thomas Bernhard, Polat Karaburan.

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– Restaurierungsprojekt – Türkei: Unter Erdogan-Regierung begonnene Kirchen-Sanierungen gehen erfolgreich weiter

„Der Respekt gegenüber den Gotteshäusern anderer Menschen ist die Basis des Respekts gegenüber dem Glauben anderer Menschen“, erklärte das amtierende Oberhaupt des armenischen Patriarchats, Erzbischof Aram Ateşyan.

Türkei: Unter Erdogan-Regierung begonnene Kirchen-Sanierungen gehen erfolgreich weiter