Treffen nach "Kaukasus Adler"
Türkei, Georgien und Aserbaidschan unterzeichnen Verteidigungsabkommen

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Tiflis (nex) – Der türkische Generalstabschef Hulusi Akar hat am heutige Dienstag ein Verteidigungsabkommen mit georgischen und aserbaidschanischen Verteidigungsministern unterzeichnet.

Akar kam nach Angaben der türkischen Armee auf ihrer Webseite mit dem aserbaidschanischen Verteidigungsminister Gen. Zakir Hasanov sowie dem georgischen Generalstabschef Wladimir Cachibaia in Tiflis zusammen.

„Bei diesem Treffen zwischen den drei Ländern werden wir die Zusammenarbeit der Militär- und Verteidigungsindustrie erörtern“, sagte Akar im Gespräch mit Journalisten vor dem dreistündigen Treffen.

Außerdem würden Entwicklungen in der Region und der Kampf gegen den Terrorismus besprochen, so Akar weiter.

Im Juni hatten die Streitkräfte der drei Länder gemeinsame Übungen mit dem Namen „Kaukasus-Adler“ in Georgien abgehalten.

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Berlin
88-jährige Holocaust-Leugnerin Haverbeck zu sechs Monaten Haft verurteilt

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Berlin (nex) – Die 88-jährige Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist in Berlin zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das teilte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten am heutigen Montag mit. Das Gericht hatte die 88-Jährige aus NRW am selben Tag der Volksverhetzung schuldig gesprochen. Haverbeck behauptete in der Vergangenheit wiederholt, dass es den Holocaust nicht gegeben habe und „nichts echt“ sei an den Gaskammern des Konzentrationslagers Auschwitz. Sie stand bereits mehrmals wegen Volksverhetzung vor Gericht. In einem Berufungsprozess am 23. November vor dem Landgericht in Detmold soll sich Haverbeck erneut vor Gericht verantworten. Es geht um zwei Verurteilungen des Amtsgerichts zu acht Monaten auf Bewährung und zehn Monaten Haft ohne Bewährung wegen Volksverhetzung.

Airbag-Technologie
Weltweit erster Kindersitz mit integrierten Airbags

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Köln (nex) – Allein 2015 sind in Deutschland 10.735 Kinder im Straßenverkehr als Insassen im PKW verletzt oder getötet worden, 1.193 davon schwer. Die fortschreitende Entwicklung und stetige Verbesserung von Kindersitzen spielt bei der Prävention von Verkehrsunfällen mit Kindern eine entscheidende Rolle. Dank neuer Technologien ist das Standard-Sicherheitssystem Airbag nicht mehr nur für Erwachsene, sondern ab sofort auch für Kleinkinder verwendbar: Mit der Entwicklung der neuen Maxi-Cosi Air Safety Technologie® bringt der führende Kindersitzhersteller Maxi-Cosi den weltweit ersten Kinderautositz mit eingebauten Airbags auf den Markt, den AxissFix Air. Die zukunftsweisende Technologie im AxissFix Air erhöht die Sicherheit von Kindern in vorwärtsgerichteten Kindersitzen erheblich. Im Falle eines Zusammenstoßes werden zwei in den Schulterpolstern des Sitzes integrierte Airbags innerhalb von 0,05 Sekunden mit kalter Luft gefüllt. Dadurch können die auf den Nacken des Kindes einwirkenden Kräfte im Vergleich zu anderen vorwärtsgerichteten Standard-Kindersitzen um bis zu 55% reduziert werden (2). Inspiriert durch die erfolgreiche Anwendung der Airbag-Technologie in anderen Bereichen, wie beispielsweise Airbag-Jacken für Motorradfahrer, entwickelte der Kindersitzhersteller die Maxi-Cosi Air Safety Technologie®. Diese arbeitet mit einer CO2-Patrone und einem Airbag-Auslösesystem, das in die Rückseite des Sitzes eingebaut ist. Das System erkennt eine Kollision in 0,015 Sekunden, so dass die beiden Airbags im Bruchteil einer Sekunde mit kalter Luft gefüllt werden und sich rund eine Sekunde nach dem Aufprall wieder entleeren. Dadurch wird der Kopf des Kindes sanft abgefedert. Der AxissFix Air entspricht der aktuellen i-Size Sicherheitsverordnung (R129) und ist dank ISOFIX-Installation schnell und sicher im Auto angebracht. Er eignet sich für Kinder mit einer Körpergröße zwischen 61 und 105 Zentimetern und ist ab sofort im Fachhandel erhältlich.

Köln
Brasilien auf der Anuga 2017: Potenzielle Geschäfte in Höhe von 2,54 Milliarden Dollar

99 brasilianische Unternehmen aus 19 Bereichen stellten auf einer Fläche von 2.000 m2 aus Köln (ots) – Der brasilianische Lebensmittel- und Getränkesektor war einer der Hauptakteure auf der Ernährungsmesse Anuga 2017. 99 brasilianische Unternehmen aus 19 verschiedenen Sektoren stellten auf einer Fläche von 2.000 m2 in vier Länder-Pavillons aus. „Brasiliens Lebensmittel- und Getränkesektor demonstrierte Vielfalt, Qualität, Innovationskraft und Nachhaltigkeit“ „Unser Auftritt auf der Anuga war eine ausgezeichnete Möglichkeit, der Welt die Vielfalt, Qualität, Innovationskraft und Nachhaltigkeit der brasilianischen Lebensmittel- und Getränkeindustrie zu verdeutlichen. Die Messe ermöglichte es brasilianischen Unternehmen, weitere Geschäftsbeziehungen aufzubauen und neue Märkte zu erreichen“, sagte Roberto Jaguaribe, Präsident von Apex-Brasil. 12.300 erfolgreiche Gespräche führen zu potenziellem Geschäft in Höhe von 2,54 Milliarden USD (2,15 Milliarden EUR) Die Repräsentanten des brasilianischen Lebensmittel- und Getränkesektors haben sich auf der Messe mit rund 12.300 europäischen und internationalen Geschäftspartnern getroffen. Daraus ergibt sich potenzielles Geschäft im Gesamtwert von 2,54 Milliarden USD (2,15 Milliarden EUR). Auf der Messe konnten die brasilianischen Unternehmen strategisch internationale Märkte erreichen, neue Geschäftsbeziehungen aufbauen sowie die Präsenz und Markenbekanntheit des brasilianischen Lebensmittel- und Getränkesektors stärken. Roberto Jaguaribe betonte die wichtigen wirtschaftlichen Chancen, die durch die Handelsmesse für die anwesenden brasilianischen Unternehmen entstanden: „Die Anuga war eine ideale Möglichkeit, um mit potenziellen Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen. So konnten wir bereits Verträge vereinbaren und haben Bestellungen für neue Produkte erhalten. Die Nachfrage auf den internationalen Märkten nach brasilianischen Lebensmitteln und Getränken ist sehr hoch. Die Anuga 2017 hat uns geholfen, dieser Nachfrage gerecht zu werden.“ Brasilien ist bekannt für seine Relevanz in der globalen Agrarindustrie. Das Land ist weltweit der zweitgrößte Exporteur für Lebensmittel und Getränke und der wichtigste Exporteur für Zucker, Kaffee, Hühnerfleisch, Soja und gefrorenen Orangensaft. Andere wichtige Lebensmittelexporte aus Brasilien sind Schweinefleisch, Früchte und Getreide. Brasilien ist zudem der zweitgrößte Exporteur von Sojaöl, Rindfleisch, Instant-Kaffee und verarbeitete Lebensmittel. Während der gesamten Messezeit konnten die Besucher die große Vielfalt an brasilianischen Produkten bei Kochshows am Apex-Brasil-Stand erleben. Hier konnten sie leckere Gerichte, Süßigkeiten und Getränke probieren. Große Aufmerksamkeit erregte das einzigartige Standkonzept. Ein Teil des brasilianischen Pavillons bestand aus einer essbaren Kunst-Installation der Künstlerin und Food-Designerin Simone Mattar aus köstlicher brasilianischer Schokolade. Über Apex-Brasil Die brasilianische Handels- und Investitionsförderungsagentur Apex-Brasil fördert brasilianische Produkte und Dienstleistungen im Ausland und unterstützt bei der Gewinnung ausländischer Investitionen in bestimmten Sektoren der brasilianischen Wirtschaft. Die Agentur vertritt mehr als 11.000 Unternehmen in 80 verschiedenen Bereichen, die ihre Produkte und Dienstleistungen in 200 Märkte exportieren. Eine wichtige Aufgabe ist zudem die Gewinnung von Investoren durch die Erkennung von Geschäftsmöglichkeiten, Förderung von relevanten Veranstaltungen und Unterstützung von ausländischen Investoren, die ihre Ressourcen in Brasilien einsetzen wollen.

Unabhängigkeitsbestrebungen Kataloniens
Carme Porta: Spanische Regierung beeinträchtigt unser Zusammenleben

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Berlin (ots) – Carme Porta von der Republikanischen Linken Kataloniens (ERC) hat das Streben vieler Katalanen nach Unabhängigkeit bekräftigt. „Die Katalanen“ seien keine Ethnie, bei der Unabhängigkeitsbewegung gehe es nicht um „Blut und Boden“, sagte Porta der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“. Porta war 1999 erste Parlamentarierin der ERC im katalanischen Parlament und zudem Mitglied des siebenköpfigen Exekutivkomitees des 2013 gegründeten »Nationalen Paktes für ein Referendum«, der den Abspaltungsprozess Kataloniens von Spanien angestoßen hatte. Die Region sei, so Porta, geprägt von Einwanderung. „Wir sind eine vielfältige Gemeinschaft. Hier werden 300 Sprachen gesprochen. Spanien hingegen beeinträchtigt das Zusammenleben mit aggressiv nationalistischen Mobilisierungen, bei denen Einwanderer und alle angegriffen werden, die anders sind oder sein wollen“, erklärte sie die Motivation dafür, im 21. Jahrhundert einen eigenen Nationalstaat zu fordern.

Gewinnspiel
Mannheimer wird mit nur drei Richtigen Lotto-Millionär

Stuttgart (ots) – Statt 9,80 Euro genau 1 Million Euro: Ein Lottospieler aus Mannheim wurde am Montag (16. Oktober) mit einem „Dreier“ zum Millionär. Möglich machte dies eine Sonderauslosung von Lotto Baden-Württemberg. An der Sonderauslosung nahmen automatisch alle „Dreier“ teil, die bei den Lotto-Ziehungen vom Mittwoch, 11. und Samstag, 14. Oktober 2017, in Baden-Württemberg erzielt wurden. Das waren genau 175.363. Aus diesem Topf wurde am Montag-Vormittag (16. Oktober) in der Stuttgarter Lotto-Zentrale ein Spielauftrag gezogen. Ein Lottospieler aus Mannheim hatte dabei die Glücksgöttin Fortuna auf seiner Seite. Statt 9,80 Euro, der Quote für drei Richtige bei der vergangenen Mittwochsziehung, darf sich der Tipper aus der Quadratestadt über einen Gewinn von einer glatten Million Euro freuen – wie alle anderen Gewinne bei Lotto Baden-Württemberg komplett steuerfrei. Gewinner spielte mit Kundenkarte Wer hinter dem Großgewinner aus dem Nordwesten Baden-Württembergs steckt, ist der Lottogesellschaft bekannt. Der Tipper gab seinen Spielschein mit Kundenkarte in einer Lotto-Annahmestelle im Mannheimer Stadtgebiet ab. Um die Auszahlung seines Gewinns muss er sich nicht sorgen. Die Million wird ihm in den nächsten Tagen auf ein Konto seiner Wahl überwiesen. Gleichzeitig bietet Lotto Baden-Württemberg dem Glückspilz einen Besuch in der Stuttgarter Zentrale an. Dort gibt ein erfahrenes Team um Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk Verhaltenstipps für die erste Zeit nach dem erzielten Großgewinn. Der Montags-Volltreffer war der 14. Millionengewinn, der 2017 in Baden-Württemberg erzielt wurde.

40 Millionen Menschen in Sklaverei
Moderne Sklaverei: Europäischer Tag gegen Menschenhandel

Berlin (ots) – Sklaverei ist real. Mehr als 40 Millionen Menschen auf dieser Welt sind #unfrei. Sie werden unter gewaltsamen Umständen ausgebeutet, verkauft, unterdrückt. Anlässlich des Europäischen Tages gegen Menschenhandel am 18. Oktober startet die Menschenrechtsorganisation International Justice Mission (IJM) zum zweiten Mal die deutschlandweite Aufklärungskampagne #unfrei. In zehn Städten werden ehrenamtliche Aktivisten mit Straßenaktionen Passanten über Menschenhandel und Sklaverei informieren. Sklaverei ist auch in unserer Zeit schreckliche Realität für Millionen von Menschen. Sie werden verschleppt und jeden Tag brutal ausgebeutet – in der Landwirtschaft, in Textilfabriken, in der Lebensmittelindustrie oder im Sexgewerbe. Ihr Schicksal ist in vielen Fällen mit unseren Alltagsgegenständen verknüpft. Die Arbeit von Sklaven steckt zum Beispiel in Smartphones, Kleidung, Kaffee und Schokolade. „Sklaverei geht jeden an: die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft“, sagt Dietmar Roller, Vorstandsvorsitzender von IJM Deutschland. „Vielen Menschen in Deutschland ist das Ausmaß dieses Verbrechens nicht bekannt. Die Betroffenen werden mit Gewalt mundtot gemacht. Es ist Zeit, dass dieses Thema in unser Bewusstsein kommt und wir uns für die einsetzen, die jeden Tag unterdrückt und ausgebeutet werden.“ IJM möchte Menschen in ganz Deutschland einladen, gemeinsam ihre Stimme gegen Sklaverei zu erheben. In zehn Städten werden am 18. Oktober 400 ehrenamtliche Aktivisten mit einem 15 Meter langen „Unrechtsweg“ auf Sklaverei aufmerksam machen. Gratis dazu verteilen sie an Passanten blaue Armbänder mit der Aufschrift „#frei“. Ziel ist es, dass Fotos der Armbänder über Social Media mit den Hashtags #frei und #unfrei geteilt werden. Die #unfrei Kampagne hat auch das Ziel, die Politik zum Handeln zu bewegen. In einer Petition an die neue Bundesregierung fordert IJM nachdrücklich dazu auf, die Bekämpfung von Sklaverei in der neuen Legislaturperiode zur Priorität zu machen. Alle Informationen zur Kampagne und Orte, an denen die Aktion läuft: www.unfrei.info

Zum Thema

Mehr als 40 Millionen Menschen weltweit sind Opfer von Sklaverei

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Kampf um Kirkuk
Kämpfe zwischen Bagdad und Kurden: Peschmerga ziehen sich zurück

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Kirkuk (nex) – Die ölreiche Provinz Kirkuk im Nordirak ist seit langem Streitpunkt zwischen der Regierung in Bagdad und den Kurden. Nun gibt es erste Kämpfe in der Region. Unter Anordnung von Ministerpräsident Haidar al-Abadi sind heute irakische Truppen in das von kurdischen Peschmerga-Einheiten kontrollierte Gebiet der Provinz Kirkuk eingedrungen. Wie das irakische Staatsfernsehen berichtet, seien große Teile Kirkuks am frühen Morgen ohne Gefechte mit den Peschmerga-Truppen erobert worden. Kampflos seien ein Luftwaffenstützpunkt sowie ein Kraftwerk und eine Erdgas-Anlage gefallen, teilte das irakische Militär am Montag mit. Die kurdische Nachrichtenseite Rudaw berichtete dagegen unter Berufung auf einen Kommandeur der Peschmerga, im Süden Kirkuks seien Kämpfe ausgebrochen. Es habe mehrere Feuerwechsel auch mit schweren Waffen gegeben. Der Flughafen der Stadt, die Ölfelder sowie eine Militärbasis, die von den Kurden kontrolliert werden, seien Ziele der Offensive gewesen, so Rudaw weiter.

Eurostat
EU: Über 117 Millionen Menschen von Armut bedroht

Luxemburg (ots) – Im Jahr 2016 waren 117,5 Millionen Personen bzw. 23,4% der Bevölkerung in der Europäischen Union (EU) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das bedeutet, dass sie sich in mindestens einer der folgenden drei Situationen befanden: sie waren nach Zahlung von Sozialleistungen von Armut bedroht (Einkommensarmut), sie litten unter erheblicher materieller Deprivation oder lebten in einem Haushalt mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit. Die Verringerung der Anzahl der Personen in der EU, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, ist eines der Kernziele der Strategie Europa 2020. Diese Daten werden von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, anlässlich des Internationalen Tages für die Beseitigung der Armut veröffentlicht. In Bulgarien (40,4%), Rumänien (38,8%) und Griechenland (35,6%) war im Jahr 2016 mehr als ein Drittel der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Die niedrigsten Anteile wurden hingegen in der Tschechischen Republik (13,3%), Finnland (16,6%), Dänemark (16,7%) und den Niederlanden (16,8%) verzeichnet. In Deutschland lag der Anteil bei 19,7%. Bei der Betrachtung der drei Komponenten, die Armutsgefährdung und soziale Ausgrenzung ausmachen, zeigt sich, dass 17,2% der Bevölkerung in der EU im Jahr 2016 nach Zahlung von Sozialleistungen armutsgefährdet waren, 7,5% unter erheblicher materieller Deprivation litten und 10,4% der unter 60-Jährigen in Haushalten lebten, in denen die Erwachsenen im vorhergehenden Jahr insgesamt weniger als 20% ihres Erwerbspotentials ausgeschöpft hatten. Die entsprechenden Zahlen für Deutschland lagen bei 16,5% (armutsgefährdete Personen), 3,7% (von erheblicher materieller Deprivation betroffene Personen) und 9,6% (Personen unter 60 Jahren in Haushalten mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit).

Autoindustrie
Dudenhöffer: Negativmeldungen werfen Tesla nicht aus der Bahn

Osnabrück (nex) – Rückrufe, Massenentlassungen, Lieferprobleme: Tesla hat gegenwärtig mit einer Negativserie zu kämpfen. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ warnte Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer allerdings vor einer Überinterpretation. Rückrufe seien nichts Besonders. „So etwas ist fast ,üblich‘ in der Autoindustrie“, verwies der Direktor des Automotive-Centers der Universität Duisburg-Essen auf andere Fälle der Branche. Auch die Verzögerung bei der neuen, auf den Massenmarkt zielenden Tesla-Baureihe habe vorerst nichts zu bedeuten. „Die Lieferprobleme sind ärgerlich, aber eigentlich bei Elon Musk schon immer erwartet. Noch keine seiner Ankündigungen wurden in ihren Zeitplänen eingehalten“, erklärte Dudenhöffer. „Musk kämpft wie ein Löwe“ Was die Kündigungen von mehreren Hundert Top-Mitarbeitern angehe, passten sie zum Chef des kalifornischen E-Auto-Herstellers. „Dass Musk ein harter Hund ist, der nicht immer eine ,Wohlfühl-Atmosphäre‘ verbreitet, ist keine Überraschung“, meinte der Professor für Betriebswirtschaftslehre. „Alle drei Meldungen werfen Tesla nicht aus der Bahn“, sagte Dudenhöffer. „Aber – und das ist wichtig – Tesla muss bis 2020 in stabile, feste Gewinne wachsen, denn dann endet sein Monopol und es gibt von Audi, Porsche, Jaguar/Landrover, Daimler, BMW und Volvo eine ganze Flotte an Wettbewerbsfahrzeugen.“ Teslas Uhr laufe. „Aber Musk ist es gewohnt gegen die Uhr zu arbeiten. Deshalb kämpft er wie eine Löwe“, riet Dudenhöffer auch hier zu einer gelassenen Betrachtung.