Fremdenfeindlichkeit
29. Mai. 1993: Türkei gedenkt des Anschlags von Solingen

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Ankara (nex) – Das Türkische Außenministerium hat am Mittwoche der Opfer des rassistischen Brandanschlags von Solingen im Jahr 1993 gedacht. Das Außenministerium der Türkei hat heute der fünf Toten gedacht, die eine türkische Familie in Solingen im Jahr 1993 aufgrund eines rassistisch motivierten Brandanschlags zu beklagen hatte. Das Ministerium teilte in einer schriftlichen Stellungnahme mit, dass die Erinnerung an dieses Verbrechen im türkischen Volkes weiterhin lebendig sei. „Wir hoffen, dass sich Tragödien wie die des Massakers von Solingen nicht wiederholen werden“. Das Außenministerium der Türkei ruft in diesem Zusammenhang explizit Politiker und Medienvertreter dazu auf, sich keiner diskriminierender Diskurse zu bedienen und, statt auf weitere Spaltung hinzuarbeiten, verstärkt auf verbindende Elemente zu setzen. Ankara lobte zudem die Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen, einen mit 10 000 Euro dotierten Preis nach Mevlüde Genc benannt zu haben, der für besondere Verdienste, um Toleranz, Versöhnung zwischen den Kulturen und um das friedliche Miteinander der Religionen, verliehen wird. Am 29. Mai 1993 hatten vier Täter das Haus der türkischstämmigen Familie Genc in Solingen, Nordrhein-Westfalen in Brand gesetzt und damit fünf Menschen getötet sowie weitere 14 verletzt. Ein Teil der Täter stammte aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Mevlüde-Genç-Medaille Die Landesregierung hat die Mevlüde-Genç-Medaille am 18. Dezember 2018 für besondere Verdienste um Toleranz, Versöhnung zwischen den Kulturen und um das friedliche Miteinander der Religionen gestiftet. Der Name geht zurück auf Mevlüde Genç. Sie und ihr Mann Durmuş Genç verloren zwei Töchter, zwei Enkelkinder und eine Nichte, als in der Nacht des 29. Mai 1993 vier Jugendliche Brandsätze in das Haus der Familie Genç in der Unteren Wernerstraßen in Solingen warfen. 17 Familienmitglieder wurden bei der Tat mit rechtsextremen Hintergrund zum Teil sehr schwer verletzt und leiden noch heute an den Folgen. Die Mevlüde-Genç-Medaille wird durch den Ministerpräsidenten an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen, die sich in ihrem Engagement um den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen, Toleranz und Versöhnung besonders hervortun. Neben der Medaille und dem Preisgeld von 10.000 Euro erhalten die Preisträger eine Urkunde.    

Türkisch-russische Beziehungen
Handelsvolumen zwischen der Türkei und Russland um 15 Prozent gestiegen

Ankara (nex/aa) – Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Russland stieg im Jahr 2018 um 15 Prozent auf mehr als 25 Milliarden Dollar, sagte der türkische Land- und Forstwirtschaftsminister am Dienstag. Bekir Pakdemirli traf eine Besuchsdelegation unter der Leitung seines russischen Amtskollegen Dmitri Patruschew in der Hauptstadt Ankara, so eine Mitteilung des türkischen Land- und Forstwirtschaftsministeriums. Während des Treffens betonte Pakdemirli die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Russland in der Fischereiindustrie und Landwirtschaft. Handelsvolumen von 100 Milliarden Dollar als Ziel Bei zahlreichen Treffen zwischen Putin und Erdogan betonten die Staatschefs, das aktuelle Handelsvolumen auf 100 Milliarden Dollar erhöhen zu wollen. „Wir stellen eine gute Entwicklung unserer Beziehungen fest“, sagte Erdogan Anfang April und nannte Russland einen „zuverlässigen“ Partner für die Türkei“. Nach dem Abschuss eines russischen Kampflugzeug durch die Türkei im November 2015, kam der Tourismus und Handel zwischen den beiden Staaten fast zum Erliegen. Ein Durchbruch bei der Überwindung der Krise wurde erreicht, als Erdogan und Putin im 2016 Juni den Kontakt zueinander wiederaufnahmen. Am 30. Juni hob Russland nach einem Telefongespräch zwischen den beiden Politikern die Sanktionen gegen die türkische Tourismusbranche auf.

Zum Thema

– Russland – Putin: TurkStream Gaspipeline wird 2019 vollständig in Betrieb gehen Die TurkStream-Gaspipeline soll Ende 2019 vollständig in Betrieb gehen, so der russische Präsident Wladimir Putin am Mittwoch.
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Onlinehandel
Amazon kommt nach Bremen

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Bremen – Amazon will ab Herbst vom Güterverkehrszentrum Bremen aus seine Pakete verteilen. Das bestätigte der Onlinehändler am Dienstag dem WESER-KURIER. Es soll sich dabei aber nicht um einen Ersatz für das geplante Logistikzentrum in Achim handeln. In Bremen geht Amazon mit einer kleineren Einheit an den Start – mit einem sogenannten Verteilzentrum, von denen es laut Amazon derzeit sechs Stück in Deutschland gibt. In Verteilzentren werden Pakete, die aus Amazon-Logistikzentren kommen, von Lieferpartnern abgeholt und zugestellt. Im ersten Schritt will Amazon etwa 130 Arbeitsplätze auf den 7800 Quadratmetern des neuen Verteilzentrums schaffen. Für die Auslieferung der Pakete an die Kunden werden nach Angaben des Onlinehändlers bei den Lieferpartnern mehr als 400 Fahrer zuständig sein. „Wir freuen uns sehr, ein Verteilzentrum in Bremen zu eröffnen, in dem mehr als 20 Jahre logistische Kompetenz, technologischer Fortschritt und Investitionen in die Transportinfrastruktur stecken“, sagt Bernd Gschaider, Direktor von Amazon Logistics in Deutschland. So könne Amazon Kunden schnellere und flexiblere Lieferoptionen anbieten. Amazon wird die Logistikhalle mieten. Bauherr des 12 500 Quadratmeter großen Projekts und Käufer des Grundstücks im Güterverkehrszentrum ist der international tätige Immobilienkonzern Goodman.

NRW
Kindesmissbrauch: Lügde-Angeklagter suchte Opfer auch unter Flüchtlingen

Köln – Mit Hilfe eines Lockvogelsystems soll ein 56-jähriger arbeitsloser Dauercamper im westfälischen Lügde fast 20 Jahre lang kleine Mädchen in seinem Wohnwagen missbraucht haben. Dies geht aus der Anklageschrift hervor, die dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vorliegt. Auf 64 Seiten listet die Staatsanwaltschaft Detmold einen systematischen Serienmissbrauch durch Andreas V., genannt Addi, und einen 49-Jährigen aus Stade auf. V. soll unter anderem seine siebenjährige Pflegetochter als Köder eingesetzt haben, um Dutzende Freundinnen des Mädchens in eine Falle zu locken. Auch suchte er seine Opfer mit Kontaktanzeigen bei dem Portal Ebay. Über eine Bekannte bemühte sich der Angeklagte um eine Verbindung zum Kinderschutzbund, weil er dort angeblich Werkkurse geben wollte. Zudem näherte er sich einer syrischen Flüchtlingsfamilie und gab vor, den Kindern Gutes zu tun, als er sie auf Ausflüge mitnahm. Der Vater der Familie unterband offenbar aber rechtzeitig den Kontakt. In 293 Fällen soll der Angeschuldigte mindestens 22 Mädchen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren vergewaltigt haben. Die tatsächliche Zahl lieg vermutlich weit höher. Dabei erlitten nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ manche Opfer Blutungen oder andere Verletzungen.

Zum Thema

– NRW – Missbrauchsfall Lügde: Möglicherweise Beweismaterial verbrannt Im Fall des Missbrauchsskandals auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde hat es offenbar eine weitere erhebliche Ermittlungspanne gegeben. Möglicherweise ist Beweismaterial zerstört worden.
Missbrauchsfall Lügde: Möglicherweise Beweismaterial verbrannt

China
Hui-Muslime: „Wir dürfen nur an die Kommunistische Partei glauben“

Von Wu Haiping Die chinesische Regierung begrüßt die Hui-Bürger seit Jahren als „gute Muslime“ oder „vorbildliche Minderheit“. Der chinesische muslimische Dichter Ismaelan sagte einmal, dass „Geduld eine religiöse Voraussetzung für das Volk der Hui ist“. Sie vermieden stets Konfrontationen mit der Regierung und zogen es vor zu schweigen, um Konflikte zu vermeiden. Anscheinend hat diese Taktik den Hui nicht geholfen, der anti-islamischen Kampagne der KPCh unbeschadet zu entkommen, die es auf ihre Kultur und Traditionen abgesehen hat. Muslimische Restaurants im Visier, Halal-Symbole entfernt Am 21. April wurden alle ethnischen Geschäfte der Hui in der Stadt Jianchangying im Zuständigkeitsbereich der Stadt Tangshan in der nordchinesischen Provinz Hebei angewiesen, alle arabisch-sprachigen Symbole zu entfernen. Wer sich weigerte, der Anordnung zu folgen, dem drohte die Schließung seiner Geschäfte. Über Nacht wurden alle Halal-Symbole aus den 45 Hui-Läden auf der Straße entfernt. Der Besitzer einer Metzgerei sagte Bitter Winter: „Es gibt in der ganzen Stadt Jianchangying kein Halal-Symbol mehr. Die Halal-Symbole in arabischer Sprache repräsentieren unsere ethnischen Überzeugungen. Der Staat lässt uns nicht an den Islam glauben, wir dürfen nur an die Kommunistische Partei glauben.“ Halal-Symbole auf den Schildern von ethnischen Geschäften der Hui in den Städten Jilin und Changchun sowie in anderen Gebieten der nordostchinesischen Provinz Jilin wurden ebenfalls entfernt, was sich stark auf die Geschäftsumsätze der lokalen Muslime auswirkte. Einige Geschäfte stehen knapp vor der Pleite. Am 10. April wurde ein muslimisches Grillrestaurant in der Stadt Changchun angewiesen, alle arabischen Symbole und die chinesischen Schriftzeichen für „Muslim“ von seinem Restaurantschild zu entfernen. Beamte behaupteten, dass in ganz Changchun derartig vorgegangen werde und dass alle islamischen Symbole verschwinden müssten. Einen Tag später hing der Geschäftsinhaber das Schild „Geschäft zu verkaufen“ in sein Schaufenster.
(Foto: Bitter Winter)
„Nachdem das Schild entfernt wurde, halbierten sich unsere Gewinne“, sagte der Eigentümer wütend. „Alle von uns Huis eröffneten Geschäfte müssen ein ‘Dua‘ [ein Halal-Symbol der Hui] auf dem Schild haben. Ohne ein ‘Dua‘ – selbst wenn ‘Halal‘ auf dem Schild eines Ladens steht – würde niemand es wagen, einzutreten. Wenn meine Mutter ins Restaurant geht, würde sie nie irgendwohin gehen, wo kein ‘Dua‘ auf dem Schild steht.“ Ein muslimisches Restaurant in der Stadt Yanji in Jilin, das sich auf Eintöpfe spezialisiert hat, erlitt ebenfalls Verluste durch den Austausch von Schildern. „Das ist eine landesweite Kampagne. Wir dürfen keine Symbole mit religiösen Konnotationen verwenden“, sagte der Besitzer des Restaurants. „Wir benutzen den Namen ‘Muslim‘ seit 40 Jahren und die Kunden kennen nur dieses Schild. Seitdem wir es ersetzt haben, ist unser Umsatz um etwa 600 bis 700 RMB [ca. 78 – 85 Euro] pro Tag gesunken. Als wir das Halal-Schild entfernt haben, sind die Hui nicht mehr zu uns gekommen.“ Ein Hui-Kunde sagte, dass das ‘Dua‘-Symbol ein wichtiges Symbol sei, das Muslime verwenden, um zu wissen, wo es Halal-Essen gibt, wenn sie in Restaurants gehen. Wird es vollständig von Restaurants und den Lebensmittelverpackungen entfernt, zwingen die Behörden die Muslime sogar, nicht-Halal Lebensmittel zu akzeptieren. Eine ganze Straße mit Halal-Lebensmitteln zerstört Bei der Eröffnungsfeier der Konferenz über den Dialog unter den Asiatischen Kulturen in diesem Monat sagte Präsident Xi Jinping: „Zu glauben, die eigene Rasse und Kultur seien überlegen und darauf zu bestehen, andere Kulturen umzugestalten oder sogar zu ersetzen, ist dumm im Verständnis und katastrophal in der Praxis.“ Ironischerweise hat die KPCh unter ihrem Regime immer wieder keinerlei Mühe gescheut, die muslimische Kultur zu verbieten, auch wenn sie nur in Form einer Straße im islamischen Stil existiert. Im Oktober 2017 wurde die Umwandlung der Beiji-Straße mit Halal-Lebensmitteln in Jilin abgeschlossen. Die Gestaltung von Gebäuden und Skulpturen entlang der gesamten Straße nahm die Merkmale der islamischen Architektur auf und selbst die Straßenlaternen waren im islamischen Stil gehalten. Die Einwohner der Stadt liebten die Straße. Eine Person sagte, dass die lokale Regierung mehr als 100 Millionen RMB (ca. 12.000.000 Euro) ausgegeben hat, um diese Straße umzubauen. Im Januar wurde jedoch die gesamte Architektur im islamischen Stil der Straße mit Halal-Lebensmitteln zerstört.
(Foto: Bitter Winter)
Ein Beamter der lokalen Regierung erklärte: „China strebt nun voll und ganz die „Sinisierung“ der Religion an. Alle Schilder mit islamischen Symbolen müssen entfernt werden. Unter der Führung der Kommunistischen Partei muss jeder an die Partei glauben und nicht mehr an die Religion. Denn sonst wäre die Dominanz der Kommunistischen Partei erschüttert – und das ist inakzeptabel.“ – Menschenrechtsverletzungen in China – Jüdische Menschenrechtler verurteilen „Genozid“ gegen Uiguren in China Vor 70 Jahren war “nie wieder“ die Reaktion auf die Grauen des Holocausts. Doch es finden immer noch Genozide statt. Besorgniserregende Zeichen weisen darauf hin, dass dies auch gerade im äußersten Westen Chinas geschehe.
Jüdische Menschenrechtler verurteilen „Genozid“ gegen Uiguren in China
 
Erschienen auf Bitter Winter.

Kampf den Drogen
Türkei: Konfisziertes Kokain mit dem Abbild von Pablo Escobar verpackt

Istanbul (nex/aa) – Bei einer landesweiten gemeinsamen Anti-Drogen-Operation von Spezialeinheiten der türkischen Polizei, Gendarmerie und örtlichen Sicherheitskräften, wurden in den vergangenen Tagen 62 Verdächtige festgenommen und insgesamt 91 Kilogramm Kokain und andere illegale Drogen, darunter 1,8 Millionen Ecstasy-Pillen und 12 kg Opium, sichergestellt. Das in Istanbul beschlagnahmte Kokain sei mit dem Foto des berüchtigten kolumbianischen Drogenbarons Pablo Escobar verpackt gewesen. Escobar war ein kolumbianischer Drogenboss, der Ende der 80er Jahre ca. 80 Prozent des weltweiten Kokainschmuggels kontrollierte und damit zeitweise einer der reichsten Menschen der Welt wurde. Ob es sich bei den Festgenommenen um Personen aus den Kreisen der Terrororganisation PKK handelt, wurde noch nicht bekannt gegeben.
Drogenhandel wichtigste Geldquelle der PKK Der Drogenhandel ist die wichtigste Geldquelle für die PKK-Terrororganisation, so ein offizieller Bericht der Türkei. Ein im September veröffentlichter Polizeibericht zeigt, dass die PKK-Terrororganisation in allen Phasen des Drogenhandels aktiv ist, einschließlich Produktion, Lieferung, Vertrieb und Verkauf. Die PKK-Terrororganisation verdient jährlich demnach 1,5 Milliarden Dollar aus dem Drogenhandel, sagte der Türkische Nationale Drogenbericht 2018, der auch die Daten des Vorjahres enthält. Dem Bericht zufolge produziert die Terrorgruppe Heroin in Labors, die in ihren Lagern im Nordirak eingerichtet wurden und schmuggelt es von dort aus nach Europa. Die Menge der in der Türkei beschlagnahmten Drogen ist größer als die Menge, die in ganz Europa beschlagnahmt wurde, sagte der türkische Politiker Recep Akdag (AKP) gegenüber türkischen Medien.

Die kaum vorstellbare Menge von nahezu 13.000 kg Heroin beschlagnahmte die türkische Polizei im Jahre 2016. Einem Sprecher des türkischen Innenministeriums zufolge sei dies mehr als die europaweit beschlagnahmte Menge an Heroin. Im Vergleich: In Deutschland wurden im Jahre 2015 209,6 kg Heroin beschlagnahmt.

“Die in der Türkei im Jahre 2016 beschlagnahmte Heroinmenge betrug 12,700 kg. Dies ist 1,5 mal so viel wie in ganz Europa beschlagnahmt wurde”, so Cetin Oktay Kaldirim im Namen des Innenministeriums. In ihrem Produktionsprozess zwingt die PKK-Terrororganisation Zivilisten, Cannabiswurzeln in den östlichen und südöstlichen Provinzen der Türkei zu produzieren und verwendet dieses Geld zur Finanzierung von Terroraktivitäten. Der Südosten der Türkei ist seit Jahrzehnten Schauplatz laufender Anti-Terror-Operationen gegen die PKK . Unter Berufung auf die Statistiken des Justizministeriums heißt es im Bericht, dass 2017 von 232.182 Gefangenen und Verurteilten in den 386 Gefängnissen der Türkei 50.278 wegen Drogendelikten verurteilt wurden. Die Zahl der im Zusammenhang mit Drogendelikten verhafteten Verdächtigen stieg auf 170.175, was einem Anstieg von 48,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dem Bericht zufolge wurden im Jahr 2017 86 Verdächtige bei sechs Operationen gegen die Drogenaktivitäten der PKK festgenommen. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation geführt – für den Tod von rund 40.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, verantwortlich.

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Roberto Fragnito: PKK investiert Milliarden, um feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren

Die Terrororganisation verfüge über ein stabiles Gesamtvermögen von etwa 86 Milliarden US-Dollar (knapp 77 Milliarden Euro), das nicht nur für den Terror selbst, sondern auch dafür nutzbar gemacht wird, internationalen Druck auf die Türkei aufzubauen und eine feindselige Stimmung gegen Ankara zu schüren. Bei der Aufbringung dieser Finanzmittel spielen nicht zuletzt die Produktion und der Vertrieb von Heroin eine tragende Rolle.

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Gesundheit
Türkei und Kuba planen Entwicklung von Impfstoff gegen Krebs

Genf (nex/aa) – Während eines Treffens bei der Weltgesundheitskonferenz in Genf, einigten sich in der vergangenen Woche Kuba und die Türkei auf die Einrichtung einer Studiengruppe zur Erforschung verschiedener Impfstoffe sowie die Entwicklung neuer Medikamente, unter anderem gegen Krebs. Das teilte das türkische Gesundheitsministerium am Montag mit. Der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca traf letzte Woche mit seinem kubanischen Amtskollegen Angel Portal Miranda zusammen. Bald werde eine hochrangige kubanische Delegation in der Türkei eintreffen, um mit türkischen Vertretern des Gesundheitswesens zusammenzukommen, so die Mitteilung. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, seien darüber hinaus mit Indonesien und Kirgisistan im Zusammenhang mit einem Kooperationsabkommen von 2014, separate Protokolle über die Zusammenarbeit im Gesundheitssystem unterzeichnet worden, Die Türkei arbeite daran, den Bedarf an pharmazeutischen Produkten aus eigener Herstellung zu decken. 80 Prozent der in der Türkei gekauften Medikamente werden bereits im Inland produziert, sagte Koca und betonte, dass das Land bestrebt sei, den gesamten Bedarf an Impfstoffen bis 2023 selbst herzustellen.

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Iransanktionen
Vorgehen der USA gegen Iran belastet die deutsche Wirtschaft zunehmend

Das harte Vorgehen der USA gegen Iran belastet die deutsche Wirtschaft zunehmend. Im ersten Quartal seien die deutschen Exporte in das Land im Vorjahresvergleich um 50 Prozent gesunken, die iranischen Ausfuhren nach Deutschland um fast 42 Prozent. Von 120 deutschen Unternehmen, die im Iran aktiv gewesen seien, seien nur noch 60 im Land, berichtet die Zeit. „Die wirtschaftliche Situation ist delikat und alles andere als ermutigend für die deutschen Unternehmen“, so Volker Treier, der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der Deutschen Presse-Agentur. US-Präsident Donald Trump hatte vor einem Jahr den Ausstieg seines Landes aus dem Abkommen verkündet, das die fünf UN-Vetomächte und Deutschland 2015 mit dem Iran geschlossen hatten. Darin ist festgeschrieben, dass der Iran sein Atomprogramm so beschränkt, dass er keine Kernwaffen bauen kann. Im Gegenzug wurden Sanktionen aufgehoben. Trump verhängte allerdings nach seinem Ausstieg Strafmaßnahmen gegen den iranischen Öl-und Bankensektor. Der iranische Staatschef Hassan Rouhani hat seinerseits gestern einen Teilausstieg seines Landes aus dem Abkommen verkündet.

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Medien
Georg Kellermann wird neuer Leiter des WDR-Studios in Essen

Am 1. Juni 2019 übernimmt Georg Kellermann (61) die Leitung des WDR-Studios in Essen. Zuvor war er Leiter des WDR-Studios in Duisburg. Seine journalistische Laufbahn beim WDR begann er 1983 als Jahre als WDR-Regionalkorrespondent für Duisburg. 1992 wurde er Redakteur und Reporter beim ARD Morgenmagazin. Als Fernseh-Auslandskorrespondent in Washington berichtete er von 1997 bis 1999 für die ARD. Anschließend arbeitete er wieder als Planungsredakteur für das ARD Morgenmagazin. 2002 folgten fünf Jahre Korrespondententätigkeit im ARD-Studio Paris, bevor Georg Kellermann 2007 die Leitung des Studios in Bonn übernahm. 2015 folgte der Wechsel in das Studio Duisburg. Auf seine neue Aufgabe freut sich Georg Kellermann sehr: „Die Arbeit im WDR-Studio Essen wird eine tolle Aufgabe. Berichterstattung aus der Stadt, die sich das Herz des Ruhrgebiets nennt. einem der größten, zusammenhängenden Kultur- und Wirtschaftsräume der Welt. Einer Landschaft, die so vielfältig ist, dass man als Journalist die Themen auf der Straße findet. Jeden Tag aufs Neue.“ WDR-Hörfunkdirektorin Valerie Weber hebt die Bedeutung der regionalen Verwurzelung des WDR hervor: „Mit seinen 11 Landesstudios hat der WDR einen Spitzenplatz in der ARD bei der Regionalisierung seiner Programme. Wir wollen da sein, wo die Menschen sind. Und deswegen sind diese Studios unser ganzer Stolz und unsere Verankerung in Nordrhein-Westfalen. Vom Studioleiter bis zum Volontär, vom Moderator bis zum freien Reporter, bringen alle gemeinsam die Heimat ins Netz, ins Fernsehen und ins Radio.“ Das Studio Essen berichtet über das, was die Menschen im Ruhrgebiet und den Kreisen Recklinghausen und Ennepe-Ruhr bewegt und was sie wissen wollen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport. Lokalzeit auf WDR 2: Montag bis Freitag von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends immer um Halb. Lokalzeit Ruhr, WDR Fernsehen: Montag bis Freitag, 18.10 Uhr bis 18.15 Uhr und 19.30 Uhr bis 20.00 Uhr. Samstags, 19.30 bis 20.00 Uhr, Lokalzeit am Samstag (landesweit)

UN-Kinderrechtskonvention
Islamic Relief: „Jede Stunde stirbt eine Schulklasse durch Krieg“

Hunderte Kinderschuhe stehen in mehreren Reihen aufgestellt, je 28 Paare symbolisieren 28 afrikanische Kinder, die stündlich auf dem Kontinent sterben. „Jede Stunde stirbt eine Schulklasse durch Krieg“ prangt es in sieben deutschen Städten auf dem Banner, während Passanten ihr Mitgefühl mit einer Kerze vor jedem Schuhpaar bekunden können. „Kein Kind sollte Gewalt und Hunger erfahren müssen. Zum 30-jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention bekräftigen wir unser Engagement für Kinder in Afrika. Wir von Islamic Relief setzen uns für Binnengeflüchtete in Ländern wie dem Sudan ein und unterstützen Waisenkinder afrikaweit“, sagt Tarek Abdelalem, Geschäftsführer von Islamic Relief Deutschland. Auch stellen Islamic Relief Deutschland und der Bündnispartner Gemeinsam für Afrika konkrete Forderungen an die deutsche Bundesregierung, um das Leid der Kinder zu mindern. An erster Stelle steht der Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in afrikanische Krisengebiete. Referent Abdi Tekin aus der Kölner Zentrale betont die Wichtigkeit der Nothilfe hinsichtlich bewaffneter Konflikte: „Vor allem die Eltern aus dem Südsudan, die ihre Kinder im Krieg verloren haben, werde ich niemals vergessen. Meine Projektreisen in den Sudan und nach Äthiopien haben mir eins klargemacht. Das Leid der Kinder nimmt nicht ab und jede Hilfe für Afrika zählt!“ Als humanitäre Hilfsorganisation stellt sich Islamic Relief Deutschland ihrer sozialen Verantwortung. Mit zahlreichen Nothilfe- und Entwicklungsprogrammen setzt sich die humanitäre Organisation mit seinen Projektpartnern in ganz Afrika für die Einhaltung grundlegender Menschenrechte ein. Sei es durch Zugang zu sauberem Wasser, der Verteilung von Lebensmittelpaketen, Projekte für die Jugend oder Nothilfe für besonders vulnerable Menschen, auch bei Naturkatastrophen. Insbesondere die Waisenpatenschaften von Islamic Relief Deutschland tragen der Situation der Kinder in Afrika Rechnung. Islamic Relief Deutschland ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation mit humanitärem Auftrag. Sie vertritt die Überzeugung, dass wir uns in Deutschland in einer privilegierten Lage hinsichtlich der Verwirklichung universeller humanitärer Ziele befinden und daraus eine besondere Verantwortung erwächst, den weniger Begünstigten zur Seite zu stehen. Humanitäre Arbeit und großherziges Geben lindern Not in der Welt und fördern zudem das gegenseitige Verständnis und dienen dem Frieden. Richtschnur ihres Handelns sind universelle humanitäre Ziele: Schutz des Lebens und der Würde des Menschen, Schutz der Familien und Kinder, Anrecht auf materielle Sicherheit sowie freie geistige und spirituelle Entfaltung. Wir haben uns dazu verpflichtet, Armut und Leid der Ärmsten dieser Welt zu lindern – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Kultur.