Gençlik ve Spor Bakanı Dr. Mehmet Muharrem Kasapoğlu Sırbistan Sancak Bölgesinde Novi Pazar'da Boşnak Esnafıyla ve halkıyla iftar yemeğine katıldı.@kasapoglu @gencliksporbak #boşnak pic.twitter.com/IXCe8Y9WWL
— Boşnaklar 🇹🇷🇧🇦 (@Bosnaklar_bosna) May 25, 2019
Freundschaftsspiel in Antalya
Serbien: Fußballspiel zwischen serbischen und türkischen Politikern angekündigt
Belgrad (nex/aa) – Serbische und türkische Politiker werden in der Sonnenmetropole Antalya im Fußball gegeneinander antreten, so der türkische Sportminister am Freitag.
Bei seinem Besuch in der serbischen Hauptstadt, traf der türkische Sportminister Mehmet Muharrem Kasapoglu seinen serbischen Amtskollegen Vanja Udovicicic und stimmte zu, ein Freundschaftsspiel zwischen den Parlamentariern der Türkei und Serbien durchzuführen, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.
Den Vorschlag dazu machte der ehemalige türkische Fußballspieler Saffet Sancaklı, der nun als Abgeordneter der MHP im türkischen Parlament sitzt, bei einem Treffen der Sportverbände beider Länder.
Der türkische Sportminister nahm auch an der 2. serbischen Internationalen Sportmedizinischen Konferenz teil. Serbien sei ein „von der Sportkultur dominiertes Land“ und ein wichtiger Partner der Türkei, so Kasapoglu in einer Rede.
In Novi Pazar, der Hauptstadt der südserbischen Region Sandschak, kam der türkische Minister zudem mit bosnischen Händlern zusammen und nahm an einem Fastenbrechen teil.
Der Sandschak (oder Sandžak) ist eine grenzübergreifende geographische und historische Region im Südwesten Serbiens. Die Mehrheitsbevölkerung der Sandschak sind slawische Muslime, die sich entweder als Bosniaken oder als „Muslime“ (im nationalen Sinne) identifizieren.
London
Theresa May verkündet Rücktritt
London (nex) – Die britische Premierministerin Theresa May hat am Freitag ihren Rücktritt als Parteivorsitzende zum 7. Juni angekündigt. Ihre Tage als Premierministerin sind damit auch gezählt. Beide Ämter sind in Großbritannien traditionell miteinander verknüpft.
Bereits seit Längerem wird über einen Rücktritt von der britischen Premierministerin Theresa May spekuliert. Nun hat die konservative Politikerin angekündigt, den Parteivorsitz der Torries am 7. Juni abgeben zu wollen. Während des Staatsbesuchs von US-Präsident Donald Trump (3. bis 5. Juni) wird sie noch im Amt sein. Sie kündigte an, die Amtsgeschäfte noch weiterzuführen, bis ein Nachfolger gewählt ist, berichtet der Spiegel.
Mays Position galt schon lange als wackelig. Sie stand von mehreren Seiten massiv unter Druck – nicht zuletzt von EU-freundlichen Abgeordneten und Brexit-Hardlinern in ihrer eigenen Konservativen Partei. Auch das Land blieb während der beinahe drei Jahre seit dem Brexit-Referendum tief gespalten in Befürworter und Gegner des EU-Austritts, so die Tagesschau.
Griechenland
Jean Ziegler verurteilt Zustände in griechischen Flüchtlingslagern
„Ein solidarisches Europa muss sich an der Solidarität mit Flüchtlingen beweisen. Eine Situation wie in den Hotspots auf den griechischen Inseln ist unmenschlich und muss beendet werdet“, berichtet Jean Ziegler nach dem Besuch des Flüchtlingslagers Moria auf der griechischen Insel Lesbos.
Der Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrates reist zurzeit mit einer Delegation von medico international und Pro Asyl um sich selbst ein Bild der Zustände vor Ort zu machen.
„Es stehen Europawahlen bevor. Die Verantwortlichen für diese fürchterliche Abschreckungspolitik müssen dringend abgewählt werden“, fordert Jean Ziegler.
Die Lager seien hoffnungslos überbelegt. „Das Lager Moria ist für 2500 Menschen ausgelegt. Aktuell wohnen dort rund 4000 Geflüchtete. Weitere 1000 zelten in der Umgebung. Tausende Frauen und Kinder sitzen monatelang, manche jahrelang dort fest, weil der Flüchtlingsdeal mit Erdogan dies so vorsieht“, erläutert Karl Kopp, Leiter der Europa-Abteilung von Pro Asyl.
Nur dank NGOs und Ehrenamtlichen vor Ort sei eine medizinische Notversorgung gewährleistet. „Moria steht nicht nur für furchtbare Lebensbedingungen. Moria ist auch das zynische Modell wie in europäischen Grenzverfahren Schutzsuchende völlig rechtlos gestellt werden“, kritisiert Kopp.
„Viele Kommunen in Deutschland und Europa haben bereits die freiwillige Aufnahme von Flüchtlingen erklärt. Wenn die EU-Innenminister endlich ihre Blockadehaltung aufgeben, sind eine Umverteilung und damit ein Ende dieser elendigen Zustände machbar“, sagt Ramona Lenz, Referentin für Flucht und Migration.
Zum Thema
– Flüchtlingskrise – Griechenland: Immer mehr Kinder versuchen sich im Lager in Moria das Leben zu nehmen Alle Kinder und andere besonders verletzliche Menschen müssen umgehend aus dem Flüchtlingslager in Moria auf Lesbos in Sicherheit gebracht werden. Sie müssen in Unterkünfte auf dem griechischen Festland und in andere Staaten der Europäischen Union verlegt werden, fordert Ärzte ohne Grenzen.Griechenland: Immer mehr Kinder versuchen sich im Lager in Moria das Leben zu nehmen
Umfrage
Dexit: Nur ein Fünftel der Deutschen für EU-Austritt
Ein Fünftel der Deutschen befürworten einen „Dexit“, also den Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union. 67 Prozent der Deutschen fühlen sich hingegen explizit als Europäer.
EU-Austritt Deutschland
Die Europaskepsis könnte unter anderem mit einem Verdruss über die aktuelle (Europa-)Politik und dem Gefühl zunehmender sozialer Ungerechtigkeit zusammenhängen. Diese Empfindungen sind bei den Dexit-Befürwortern überdurchschnittlich hoch.
Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Gesellschaftsstudie der GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung in Heidelberg.
Die regionale Verteilung der Dexit-Befürworter unterscheidet sich teils deutlich. So machen sie in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Berlin unter 15 Prozent aus. In Thüringen sind hingegen 30 Prozent der Bürger für einen Austritt Deutschlands aus der EU.
Ein Blick auf die Gruppe der Europaskeptiker zeigt: Im Vergleich zum Durchschnitt schätzen sie sich als weniger wohlhabend ein und befürchten einen (noch) stärkeren finanziellen Abstieg. 87 Prozent der Dexit-Befürworter empfinden die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland als zunehmend und sind der Meinung, dass deutsche Politiker die dringenden Probleme unserer Zeit nicht lösen können.
Darüber hinaus fühlt sich der Großteil der Dexit-Befürworter in der komplexen Welt überfordert. 70 Prozent geben an, sich in Deutschland teils fremd zu fühlen. In Bezug auf die Digitalisierung ist die Hälfte überzeugt, dass moderne Technologien „die Menschen dümmer machen“.
Der höchste Anteil der Dexit-Befürworter findet sich in der Gruppe der 50-59 Jährigen (26 Prozent). Den geringsten Anteil machen die Europaskeptiker bei den unter 20 Jährigen (7 Prozent) und den 70-79 Jährigen (11 Prozent) aus.
Die deutschlandweite Gesellschaftsstudie der GIM zeichnet sich durch eine kontinuierliche Erhebung über ein eigenes Online-Befragungstool (www.wie-tickt-deutschland.de) aus. Seit Ende 2018 wurden über 6.000 Personen unter anderem zu Persönlichkeitsmerkmalen, Wertvorstellungen und ihrer Einstellung zu Politik und Konsum befragt.
„Do they know it’s Europe“
Fall Strache: Böhmermann-Countdown läuft bald aus
Böhmermann will’s wissen: Countdown für Strache?
Derzeit sorgt ein ominöser Countdown für regen Gesprächsstoff. Es geht um Strache und um Böhmermann. Böhmermann, der einen Coundown auf Twitter teilt und Strache, mit dem sich dieser spannende Countdown wohl beschäftigt. Absicht? Provokation oder einfach nur ein ungestümer Scherz? Wer weiß genaues. Aber erst einmal von ganz vorne. Um was geht es eigentlich? Um Strache, Europa oder um mehr?
https://twitter.com/janboehm/status/1130361471282630657
https://twitter.com/janboehm/status/1130361976067108865
Österreichs Vizekanzler Heinz-Christian Strache parliert entspannt auf Ibiza mit einer vorgeblich millionenschweren russischen Oligarchin. Ha, es geht augenscheinlich um viel Geld für die Parteikasse der FPÖ. Ja, da geht doch einiges. Und nehmen wir doch gleich die Kronenzeitung noch mit dazu! Doch dann kam alles an die Öffentlichkeit. Es war eine Falle! Und es gibt noch viel mehr. Von über sieben Stunden Material hat der Zuschauer noch keine fünf Minuten goutiert. Höchst fatal für Strache.
Der Traum war kurz, die Reue währt kaum länger. Schnell dahin sind das Amt und auch die Koalition. Rücktritt, Neuwahlen, aber erstaunlich wenig Erhellendes zur Affäre an und für sich. Erpressung? Polit-Intrige? Oder man suche die Schuldigen vielleicht in der parlamentarischen (die SPÖ und Berater Tal Silberstein wurden genannt) oder außerparlamentarischen Opposition, die verständlicherweise kaum das Bedürfnis verspüren wird, sich zu outen. Sinnlos! Dann noch diese Künstlergruppe „Zentrum für politische Schönheit“, schon als „kriminelle Vereinigung“ und „Terrororganisation“ (O-Ton AfD-Fraktionschef Björn Höcke) bezeichnet. Und zu guter Letzt: vielleicht war alles nur ein Scherz?
Österreich hat jedenfalls seine Regierungskrise, ein Schuldiger indes scheint noch nicht ausgemacht. So, wer war’s? Nicht alleine für den Deutschen Journalistenverband ist klar: so was macht man einfach nicht! Aber nein, mit seriösem Journalismus hätte das gar nichts mehr gemein. Vorsicht, Falle! Sich mit Staatsoberhäuptern anzulegen steht jedoch regelmäßig auf Herr Böhmermanns „to-do“-Liste, übertrieben hat er’s ja schon einmal mit Erdogan. Könnte das wirklich, man unterstelle dann sogar kaum glaubhaft, unter Mitwirkung Straches, nur ein gespielter Witz gewesen sein? Immerhin ist bekannt, dass Böhmermann schon vor der Veröffentlichung Zugang zu dem Material hatte und dies auch gar nicht bestreitet. Was nun?
Herr Böhmermann kündigt ein „kleines Special“ an, aber hüllt sich in Schweigen. Nun ist er aber da, dieser ominöse Countdown, und er läuft exakt Mittwochabend um 20:15 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit aus. Prime-Time, bester Sendeplatz, direkt nach der Tagesschau. Was kommt denn da? „Deutschlands größte Trödel-Show“ (ZDF) oder „Deutschland fragt zum Grundgesetz“ (ARD). Es hat die öffentlich-rechtliche Medienlandschaft jedenfalls eher weniger Spektakuläres zu bieten. Seitens Böhmermann kein Kommentar. Morgen ab 22:15 Uhr wird erst wieder planmäßig sein „NEO MAGAZIN ROYALE“ ausgestrahlt. Seit gestern ist Österreichs Experten-Regierung im Amt, eine weitere Regierungserklärung für heute? Fehlanzeige!
„Do they know it’s Europe“ – weist auf einen Web-Hoster in Hannover und gibt, DSGVO sei Dank, im „whois“-Datensatz keine weiteren Kundendaten preis. Wir wissen schon, oder wir wissen allerdings nicht, warum es hier oder überhaupt um Europa geht. Aber vielleicht geht bis heute Abend genügend Zündstoff für einen „ARD-Brennpunkt“ ein? Da würde die Sendezeit wenigstens passen. Böhmermann oder auch nicht.
Nach 737-Max-Flugverbot
Turkish Airlines erwartet Schadensersatz von Boeing
Istanbul (nex) – Nach Angaben des Chefs der halbstaatlichen Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY), sollen sich die Verantwortlichen des US Flugzeugbauers Boeing und THY an einen Tisch setzen. Dabei soll es um die Entschädigung von Verlusten gehen, die Turkish Airlines aufgrund des weltweiten Grounding der 737-Max Flugzeuge erwarte.
Ilker Ayci sagte am Dienstag, dass er sich bereits am Freitag mit dem Boeing-Chef treffen werde. Turkish Airlines hat am 13. März alle kommerziellen Flüge mit Boeing 737 Max-Modellen eingestellt, nachdem bei einem Unfall der Ethiopian Airlines, in Äthiopien 157 Menschen ums Leben gekommen sind. Dies war der zweite Absturz einer 737-Max innerhalb weniger Monate.
Ayci sagte, dass er bei dem Treffen mit Boeing die ausstehenden Bestellungen sowie die Erwartungen THY an den Ausgleich ihrer Verluste besprechen werde, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu (AA).
„Es gibt zweifellos Schritte, die wir von ihnen erwarten, um die Verluste, Kapazitäts- und Frequenzprobleme bis zu einem gewissen Grad zu lösen“, zitiert die AA den THY-Chef.
Mehrere Nationen, darunter die Vereinigten Staaten, Singapur, Großbritannien und Australien, haben nach dem Absturz von Ethiopian Airlines die Flüge mit den 737 Max-Modellen eingestellt. Dies führte dazu, dass der größte Flugzeugbauer der Welt vor seiner schwersten Krise seit Jahren steht.
Eine Reihe von Fluggesellschaften haben inzwischen bei Boeing eine Entschädigung beantragt, darunter United, Ryanair, China Eastern Airlines und Flydubai.
Die U.S. Federal Aviation Administration (FAA) veranstaltet am Donnerstag in Dallas ein Treffen der globalen Regulierungsbehörden, um Software- und Trainingsvorschläge von Boeing zu überprüfen. Erst danach werden sie entscheiden, ob und wann das zweimonatige Flugverbot enden wird.
Menschenrechtsverletzungen in China
Jüdische Menschenrechtler verurteilen „Genozid“ gegen Uiguren in China
Von Ruth Ingram
Vergangene Woche stellten sich in London Juden an die Seite der uigurischen Muslime, um an die “Nie wieder“-Forderung zu erinnern und das Bewusstsein für das Grauen zu wecken, das sich gerade in Chinas Provinz Xinjiang abspielt. Mitglieder der René Cassin-Organisation – der jüdischen Stimme für Menschenrechte in Großbritannien – kamen zu einer Veranstaltung zum 70. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zusammen. Dort drückten sie ihre Solidarität mit den Uiguren aus, die einem ähnlichen Grauen gegenüberstehen. Das “nie wieder“ sei mittlerweile zu einem “hin und wieder“ verkommen, bemerkte die Leiterin der René Cassin-Organisation, Mia Hasenson-Gross, in ihrer Eröffnungsrede für den Abend und erklärte den Zuhörern, dass es sich bei der Internierung von mittlerweile anderthalb Millionen Uiguren bereits um den zehnten “Genozid“ dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg handle. Die René Cassin-Organisation wurde ins Leben gerufen, um die Werte ihres Namensgebers umzusetzen. René Cassin (1887-1976) war ein jüdischer Rechtsanwalt, der beim Entwurf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR) mitgewirkt hat. Er hat geholfen, denjenigen eine Stimme zu geben, die keine haben und für sie einzustehen. Die karitative Organisation möchte die Allgemeinen Menschenrechte verbreiten und schützen und dabei auf die jüdischen Erfahrungen und Werte zurückgreifen. Hasenson-Gross zitierte Baruch Solomon, einen Blogger der René Cassin-Organisation: Die AEMR sei ein bemerkenswertes Dokument, aber sie würde ausgehöhlt, “wenn China, in dem ein Sechstel der Weltbevölkerung lebt, und das sich im Zentrum der internationalen Gemeinschaft befindet, sie mit Füßen tritt.“ Hasenson-Gross fügte hinzu: „Der 70. Jahrestag der Erklärung ist nur dann von Bedeutung, wenn er uns daran erinnert, dass wir als Menschenrechtsaktivisten unserer Rolle gerecht werden müssen. Wir müssen die Regierungen und Institutionen zur Verantwortung ziehen und in die Pflicht nehmen, um sicherzustellen, dass sie sich an die Prinzipien der Erklärung halten.“ Sie wies die Zuhörer eindringlich darauf hin, dass die Juden eine besondere Verantwortung tragen würden und angesichts willkürlicher Festnahmen und heimlicher Deportationen ihre Stimme erheben müssten.“ Uns sind als Individuen hinsichtlich dessen, was wir tun können, Grenzen auferlegt, aber wir alle können Bewusstsein für dieses Problem wecken. Jede Tat, wie gering sie auch scheint, ist ein Zeichen dafür, dass wir unsere Vergangenheit nicht vergessen haben“, sagte sie eindringlich. Die Rechtsanwältin Amy Woolfson, deren Sorge um die Uiguren in China geweckt wurde, als im vergangenen Jahr die Gräueltaten ans Licht kamen, zitierte William Wilberforce (1759-1833): „Wir können uns dafür entscheiden, wegzuschauen, aber wir können nicht sagen, dass wir es nicht gewusst hätten.“ In einem Artikel in den Jewish News hatte sie ihre Leser bereits daran erinnert, dass man Juden nicht vor Genoziden warnen muss: „Wir wissen, dass so etwas nicht über Nacht passiert“, erklärte sie. „Wir wissen, dass es damit beginnt, dass eine Kultur verteufelt wird, und damit, dass Hass und Unterdrückung zur Normalität werden. Dann beginnen Menschen zu verschwinden. Genau das passiert heute in China.“ Sie rief die jüdische Gemeinschaft eindringlich dazu auf, die Stimme zu erheben. „Ich bin überzeugt, dass wir als Juden eine besondere Verantwortung tragen, Zeugnis abzulegen von dem, was geschieht, und unsere Stimme zu erheben, wann immer uns das möglich ist.“ Dann sprach Dr. Rachel Harris, Forschungskoordinatorin der School of Arts an der School of Oriental and African Studies (SOAS) der University of London. Sie berichtete über ihr Entsetzen, als sie letzte Woche die Bestätigung erhalten hatte, dass 15 größere religiöse Stätten, darunter bedeutende Moscheen, komplett dem Erdboden gleichgemacht worden seien. Besonders, dass nun die Imam Asim-Moschee in den Außenbezirken Hotans verschwunden sei, habe sie bestürzt. „Von überall aus der Provinz kamen Pilger dorthin“, erzählte sie. „Dieses Vorgehen gegen die heiligen Stätten der Uiguren ist brutal.“ Als nächstes sprach die, in London lebende Sängerin, Übersetzerin, Menschenrechtsaktivistin und Rednerin Rahima Mahmut. Ihre gesamte Familie in Xinjiang hat die Verbindungen zu ihr abgebrochen, weil sie ansonsten Repressalien befürchten müsste. Mahmut sprach über die Tragödie der Uiguren in der Diaspora, die von ihrer Heimat und ihrer Familie abgeschnitten wurden. Sie erzählte über die “unerträgliche Qual“, die sie bei ihrer Übersetzertätigkeit leidet, wenn sie eine herzzerreißende Geschichte nach der anderen anhören muss. Sie erklärte, dass ihre Bemühungen und ihr Drang, die Geschehnisse an die Öffentlichkeit zu bringen, für sie unaussprechliches Leid verursacht hätten. Rabbi Benji Stanley, der Rabbi der Unabhängigen Synagoge von Westminster im Zentrum Londons, erklärte, dass die jüdische Antwort auf das eigene Leid darin bestehen soll, sich für diejenigen einzusetzen, die in der Gesellschaft am verletzlichsten seien. Er zitierte die Bibelverse aus dem Deuteronomium (25: 17-19) und wies darauf hin, dass es die Aufgabe der jüdischen Gemeinschaft sei, sich der bösen Taten zu erinnern, unter denen sie gelitten habe, und sicherzustellen, dass dies keinen anderen verletzlichen Gruppen widerfahre.
Auch interessant
– Menschenrechtsverletzungen in China – China verweigert deutscher Menschenrechtsdelegation Xinjiang-Besuch Nach der Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Dr. Bärbel Kofler, fordert nun auch die Hohe Kommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Michelle Bachelet, Zugang zu der mehrheitlich von muslimischen Uiguren bewohnten Region Xinjiang. Muslimische Staaten verhalten sich weiterhin insgesamt ungewohnt ruhig gegenüber China.China verweigert deutscher Menschenrechtsdelegation Xinjiang-Besuch
Erschienen auf Bitter Winter.
Treffen in Kiew
10 Milliarden Dollar: Türkei und Ukraine unterzeichnen Freihandelsabkommen
Kiew (nex) – Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay traf sich am gestrigen Montag in einer geschlossenen Sitzung mit dem neu gewählten ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski in Kiew.
Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, einigten sich die Ukraine und die Türkei auf ein Freihandelsabkommen mit dem Ziel, das momentane bilaterale Handelsvolumen von sechs Milliarden Dollar auf 10 Milliarden Dollar zu erhöhen.
Das Treffen, an dem Staatsoberhäupter, Parlamentspräsidenten und Minister aus verschiedenen Ländern teilnahmen. fand nach der Amtseinführung von Selenski im Parlamentsgebäude in Kiew statt. Oktay habe sich in der türkischen Botschaft auch mit Vertretern der Ahiska-Türken (Mescheten), Gagausen und Krimtataren getroffen. Bei dem Treffen betonte Oktay, dass die Türkei ihre Unterstützung für die turksprachigen Minderheiten der Ukraine fortsetzen werde.
Auch interessant
– IDEF’19 – Türkei und Ukraine unterzeichnen Panzerraketen-Deal Das zum ukrainischen Staatskonzern „Ukroboronprom“ gehörende Unternehmen „Spetstechnoexport“ hat mit dem türkischen Staatsunternehmen „Makina ve Kimya Endüstrisi Kurumu“ (MKEK) einen Vorvertrag über die Lieferung von lasergelenkten Panzerraketen unterzeichnet.Türkei und Ukraine unterzeichnen Panzerraketen-Deal
Ibiza-Affäre
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zum Fall Strache: Riecht nach Geheimdienst
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich in die Debatte um die Entstehung des Videos eingeschaltet, das zeigt, wie der jetzt zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache 2017 auf Ibiza einer angeblichen russischen Oligarchin Staatsaufträge für Wahlkampfhilfe in Aussicht stellte.
Laut einem Bericht des stern, dem eine Audioaufnahme von Schäubles Aussagen vorliegt, sagte der 76-Jährige auf einer Veranstaltung an einem Freiburger Gymnasium am Montagnachmittag: „Da muss ja ziemlich viel Organisations- und Finanzkraft hinterstecken, diese Falle zu konstruieren, die ja nicht unintelligent war. (…) Was die da diesem Strache auf Ibiza vorgespielt haben, scheint einigermaßen plausibel gewesen zu sein. Der muss ja kein kompletter Idiot sein.“
Der CDU-Politiker kommt zu dem Schluss: „Irgendwie riecht’s nach irgendwas wie einem Geheimdienst.“
Schäuble hält es offenbar für möglich, dass Strache mit dem Video unter Druck gesetzt wurde.
„Man fragt sich: Warum jetzt? Und wer hat es gemacht? Und zu welchem Zweck? Hat man gedacht, man kann den erpressen? Hat man ihn vielleicht die letzten zwei Jahre schon erpresst?“, sagte der frühere Bundesinnenminister.
Fußball
Simon Straudi verlängert beim SV Werder
Bremen – Mit Simon Straudi kann der SV Werder Bremen ein weiteres Talent langfristig an sich binden. Der 20-jährige Mittelfeldspieler verlängert bei den Grün-Weißen und erhält ab dem 01.07.2019 einen Profi-Vertrag. Das gab Frank Baumann, Geschäftsführer Fußball, am Dienstagvormittag bekannt.
„Simon ist ein junger, talentierter Spieler, der eine gute Entwicklung in seinem ersten Jahr bei der U23 genommen hat. In Zukunft soll er noch enger an den Bundesligakader heranrücken und somit seine positive Entwicklung fortsetzen“, erklärt Werders Cheftrainer Florian Kohfeldt.
Frank Baumann ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir Simon davon überzeugen konnten, seinen Weg bei uns fortzusetzen. Seit seinem Wechsel aus Tirol sind wir mit seiner Entwicklung sehr zufrieden und wir sind davon überzeugt, dass er bei Werder den Weg in die Bundesliga schaffen kann.“
Auch Simon Straudi will beim SV Werder die nächsten Schritte in seiner Karriere machen. „Es macht mich stolz, dass die Verantwortlichen von Werder Bremen auch weiterhin auf mich setzen. Ich versuche von Tag zu Tag besser zu werden, um meinen Traum von der Bundesliga zu verwirklichen und im Weser-Stadion auflaufen zu können“, so Simon Straudi.
Simon Straudi wechselte im Sommer 2016 vom FC Südtirol in die U19 des SV Werder Bremen. Für die U19 absolvierte er 28 Spiele und erzielte dabei einen Treffer. Seit der laufenden Saison 2018/2019 gehört er zum Kader von Werders U23 an und lief insgesamt 14 Mal für das Regionalliga-Team auf. Dabei erzielte er ein Tor.

