Wirtschaft
Überraschend oder vorhersehbar? Gerade in dieser Branche sinken die Steuereinnahmen  

Nach Jahren des stetigen Wachstums sind die Einnahmen der Glücksspielsteuern gesunken. Während die deutschen Lotterien ihren Höhenflug fortsetzen, geraten Sportwetten und Online Casinos hingegen unter Druck. Die neuesten Daten zeigen, wie sich der Markt 2024 entwickelt hat und wohin es 2025 gehen könnte.
Glücksspielboom verliert an Schwung
Nach fast einem Jahrzehnt ununterbrochenen Wachstums hat der deutsche Staat im Jahr 2023 erstmals weniger Einnahmen aus dem Glücksspiel verzeichnet. Laut dem Statistischen Bundesamt flossen rund 2,48 Milliarden Euro an Steuern in die öffentlichen Kassen. Das ist ein Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wurde eine Phase beendet, in der die Glücksspielsteuern seit 2013 Jahr für Jahr gestiegen sind. Zum Vergleich: Damals lag das Steueraufkommen noch bei 1,64 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von über 50 Prozent innerhalb von zehn Jahren entspricht. Während sich die Gesamtumsätze der Glücksspielanbieter nur leicht verändert haben, sanken hingegen die steuerpflichtigen Erträge deutlich. Die Gründe dafür sind laut Branchenanalysten verschärfte Regulierung, neue Marktstrukturen und eine zunehmende Abwanderung in nicht lizenzierte Online Angebote. Der Bundesverband der deutschen Glücksspielwirtschaft (BDGW) verweist darauf, dass immer mehr Spieler auf internationale Plattformen ausweichen, die ihren Sitz in Malta oder Gibraltar haben und damit außerhalb der deutschen Steuerhoheit liegen. Das deshalb, weil das eine oder andere Casino ohne OASIS Sperrdatei im Vergleich durchaus überzeugt. Denn die internationale Lizenz steht für Sicherheit, es gibt in der Regel ein breites Spielangebot, attraktive Boni und die Möglichkeit, anonyme Transaktionen zu tätigen. All das gibt es im Online Casino mit deutscher Lizenz nicht. Während die Zahlen für das Jahr 2024 eine leichte Stabilisierung zeigen, bleibt man bei den Prognosen für 2025 vorsichtig. Die Bundesregierung rechnet laut Haushaltsplan damit, dass die Glücksspielsteuern in diesem Jahr bei knapp über 2,5 Milliarden Euro liegen werden. Das heißt, man spekuliert mit dem Niveau von 2023, aber ohne nennenswertes Wachstum.
Lotterien trotzen hingegen der Flaute
Während Online Spielautomaten und Sportwetten an Boden verlieren, bleibt die Lotteriesteuer der ganz klare Stabilitätsanker im deutschen Glücksspielsystem. Sie machte im Jahr 2023 mit rund 1,77 Milliarden Euro mehr als 70 Prozent der gesamten Steuereinnahmen aus und legte gegenüber dem Vorjahr um fast 6 Prozent zu. Das anhaltende Interesse an klassischen Lottoprodukten, hier vor allem an „6 aus 49“ und Eurojackpot, erklärt sich durch die vergleichsweise hohe gesellschaftliche Akzeptanz und die intensive Vermarktung durch die Landeslotteriegesellschaften. Auch gibt es immer mehr Bundesbürger, die über Apps oder Online Portale tippen – mit dieser Zugangserleichterung hat sich auch die Teilnahmehäufigkeit nach oben verändert. Eine Studie des Forschungsinstituts Goldmedia aus dem Frühjahr 2025 bestätigt diesen Trend. Demnach spielen inzwischen 68 Prozent der Lottospieler regelmäßig online, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Dadurch verschiebt sich das Lotteriegeschäft zwar auch zunehmend in die digitale Welt, bleibt aber weiterhin steuerlich erfasst, da die Lizenzen ausschließlich an staatliche Anbieter vergeben werden. Anders sieht die Sache hingegen bei anderen Glücksspielformen aus. Die Einnahmen aus der Sportwettensteuer gingen im Jahr 2023 um 5,2 Prozent auf 409 Millionen Euro zurück. Vor allem kleinere Buchmacher meldeten doch recht starke Einbußen, da sie mit strengeren Auflagen, Werbebeschränkungen und zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland zu kämpfen haben.
Online Glücksspiel ist der größte Verlierer
Der stärkste Rückgang konnte bei der virtuellen Automatensteuer dokumentiert werden, die auf Online Spielautomaten erhoben wird. Mit 264 Millionen Euro fiel das Aufkommen 2023 um fast 40 Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Ursache sind laut Branchenkreisen nicht nur geringere Umsätze, sondern auch die verschärfte Regulierung durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Seit der Glücksspielstaatsvertrag im Jahr 2021 in Kraft getreten ist, dürfen Online Casinos nur noch unter deutscher Lizenz operieren. Zwar haben sich bis zum Jahr 2025 über 60 Anbieter registrieren lassen, doch viele internationale Plattformen bieten ihre Spiele weiterhin ohne Genehmigung an. Das natürlich steuerfrei und mit deutlich höheren Einsatzlimits. Eine Studie der Universität Hohenheim schätzt, dass bis zu 20 Prozent des deutschen Online Glücksspielumsatzes in den sogenannten Graumarkt abwandern. Hinzu kommt, dass sich auch das Spielverhalten verändert hat. Nach der pandemiebedingten Hochphase des Online Gamings kehren viele Spieler wieder zu Freizeitaktivitäten außerhalb des digitalen Raums zurück. Das zeigt sich vor allem bei den jüngeren Spielern: Laut einer Bitkom-Erhebung hat sich das Interesse an Online Slots rückentwickelt.
Glücksspiel bleibt ein Milliardengeschäft
Das Glücksspiel bleibt dennoch ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Einnahmen. Die Bundesländer profitieren direkt von den Steuern, da das Lotterierecht in Deutschland föderal organisiert ist. Der Spitzenreiter bleibt Nordrhein-Westfalen, das im Jahr 2023 mit 535 Millionen Euro rund 22 Prozent aller Einnahmen generieren konnte. Dahinter folgt Bayern mit 350 Millionen Euro, auf Platz 3 liegt Baden-Württemberg mit 300 Millionen Euro. Doch auch hier zeigt sich ein Wandel: Während die traditionellen Lotterien in Süddeutschland weiterhin boomen, wachsen in norddeutschen Bundesländern vor allem die digitalen Angebote. Schleswig-Holstein etwa, das schon früh auf eigene Lizenzen für Online Casinos gesetzt hat, verzeichnet seit dem Jahr 2022 eine Verdoppelung seiner Steuereinnahmen aus genau diesem Segment. Experten erwarten, dass sich der Markt weiter differenziert. Der klassische Lottospieler wird älter, während junge Erwachsene zunehmend nach schnelleren, interaktiven Formaten suchen. Dies zwingt die Anbieter zu Innovationen, beispielsweise durch hybride Lotterieformen mit Sofortgewinnen oder die Integration von Künstlicher Intelligenz in Spielsysteme. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) prognostiziert zudem, dass der Glücksspielmarkt bis 2026 zwar leicht wachsen wird, das Steueraufkommen jedoch nur moderat zulegt und sich in Richtung 2,6 Milliarden Euro bewegen wird. Das deshalb, weil der Anteil der schwer kontrollierbaren Online Plattformen weiter steigt, was die Steuerbasis schwächt.
Neue Balance zwischen Regulierung und Digitalisierung
Die Entwicklung zeigt aber auch ganz klar auf, dass Deutschland vor einer Neuausrichtung steht. Während die Politik den Spielerschutz ausgebaut und Werbebeschränkungen verschärft hat, muss nun die Entwicklung verhindert werden, dass zu strenge Regeln Spieler ins Ausland treiben. Die Glücksspielbranche drängt deshalb auf einheitliche europäische Standards und eine bessere Kooperation zwischen den Aufsichtsbehörden. Der digitale Wandel bietet dabei nicht nur Risiken, sondern auch neue Chancen. Mit neuen Technologien – etwa Blockchain-gestützten Nachweissystemen oder KI-gestützter Betrugsprävention – könnten künftig Steuerausfälle reduziert und legale Anbieter gestärkt werden. Ob die Einnahmen aus Glücksspielsteuern schon im Jahr 2025 wieder steigen, bleibt nach aktuellem Wissensstand noch offen. Sicher ist jedoch: Der Markt verändert sich schneller, als die Behörden reagieren können und die Balance zwischen Regulierung, Innovation und Steuergerechtigkeit wird zur zentralen Herausforderung der kommenden Jahre.
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Gaza-Friedensplan
Spanien fordert weiterhin Waffenembargo gegen Israel

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Madrid – Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte am Dienstag, dass „Frieden nicht Vergessen oder Straffreiheit bedeuten kann“, und betonte, dass die Urheber dessen, was er als Völkermord in Gaza bezeichnete, vor Gericht gestellt werden müssen, während Spanien sich verpflichtet, sein Waffenembargo gegen Israel inmitten eines fragilen Waffenstillstands aufrechtzuerhalten. In einem Radiointerview mit Cadena SER nach seiner Rückkehr von einem Friedensgipfel in Sharm el-Sheikh in Ägypten bekräftigte Sánchez die entschiedene Kritik Spaniens an Israels Vorgehen in den palästinensischen Gebieten. „Diejenigen, die die Hauptakteure des Völkermords in Gaza waren, müssen sich vor der Justiz verantworten. Es darf keine Straffreiheit geben“, erklärte er unter Verweis auf die UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes, die dieses Verbrechen als Handlungen definiert, die darauf abzielen, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören. Die Äußerungen kommen nur wenige Tage nach Inkrafttreten eines Waffenstillstands zwischen Israel und der Hamas am Freitag, dem 10. Oktober, der einen vorläufigen Schlusspunkt unter den verheerenden Konflikt setzt. Im Rahmen des Abkommens hat Israel am Montag Dutzende palästinensischer Gefangener freigelassen, während die Hamas die verbleibenden überlebenden Geiseln in Gaza freigelassen hat. Sánchez lobte den Waffenstillstand als „Chance“ für einen dauerhaften Frieden, betonte jedoch, dass eine echte Versöhnung die Aufklärung mutmaßlicher Kriegsverbrechen voraussetze. Die Position Spaniens steht im Einklang mit seinem allgemeinen diplomatischen Engagement in der Europäischen Union, wo es zu den lautstärksten Gegnern der Militäraktion Israels gehört. Letzte Woche, am 8. Oktober, ratifizierte das spanische Parlament ein Königliches Dekret, das ein umfassendes Waffenembargo gegen Israel verhängt und den Export aller Waffen und Güter mit doppeltem Verwendungszweck, die militärische Operationen unterstützen könnten, stoppt. Die Maßnahme, die ursprünglich von der Regierung Sánchez im September angekündigt worden war, wurde mit einer knappen Mehrheit von 178 zu 169 Stimmen verabschiedet und bleibt in Kraft, bis ein „vollständiger und sicherer Frieden” in Gaza erreicht ist. „Wir müssen den Waffenstillstand konsolidieren“, fügte Sánchez hinzu und unterstrich damit das Engagement Spaniens für den Prozess. Er nahm am Montag zusammen mit Staats- und Regierungschefs aus mehr als 20 Ländern an dem Gipfeltreffen teil, bei dem die Vermittler eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung des Abkommens unterzeichneten. Spanien hat sich zusammen mit Irland und Norwegen auch für die Anerkennung der palästinensischen Staatlichkeit eingesetzt – ein Schritt, den Sánchez als „Wegbereiter“ für andere EU-Mitglieder bezeichnete. Das Embargo und die Vorwürfe des Völkermords haben die Beziehungen zu Israel belastet, das die Behauptungen als voreingenommen zurückgewiesen hat. Israelische Beamte haben argumentiert, dass ihre Operationen gegen militante Hamas-Kämpfer und nicht gegen Zivilisten gerichtet waren, obwohl internationale Gremien wie der Internationale Gerichtshof derzeit Ermittlungen wegen möglicher Kriegsverbrechen auf beiden Seiten durchführen. Sánchez‘ Äußerungen deuten auf eine Unterstützung für die strafrechtliche Verfolgung hochrangiger Persönlichkeiten hin, darunter auch des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu, obwohl er davon Abstand nahm, Personen namentlich zu nennen. Mit Blick auf die Zukunft bekundete Sánchez das Interesse Spaniens, zum Wiederaufbau Gazas beizutragen. „Wir wissen noch nicht, wie die Sicherheit vor Ort gewährleistet werden soll, aber Spanien möchte sich an den Wiederaufbaumaßnahmen beteiligen“, sagte er und signalisierte damit eine Verlagerung hin zur Postkonfliktdiplomatie, während gleichzeitig der Druck für Gerechtigkeit aufrechterhalten wird. Während die internationale Gemeinschaft die Haltbarkeit des Waffenstillstands beobachtet, positioniert Sánchez mit seiner trotzigen Haltung Spanien an der Spitze der europäischen Bemühungen, humanitäre Hilfe mit Forderungen nach Rechenschaftspflicht im Nahen Osten in Einklang zu bringen. Auf dieser Dynamik aufbauend, hat Sánchez seine Kritik auch auf den Bereich des internationalen Sports ausgeweitet. Im September, inmitten pro-palästinensischer Proteste, die zur Absage der letzten Etappe der Radrundfahrt Vuelta a España in Madrid führten, forderte der Ministerpräsident ein weltweites Verbot der Teilnahme Israels an Sportveranstaltungen. „Israel darf keine internationale Plattform nutzen, um seine Präsenz zu beschönigen“, sagte er damals und fügte hinzu, dass „Sportorganisationen überlegen sollten, ob es ethisch vertretbar ist, dass Israel weiterhin teilnimmt“.
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– Gaza-Konflikt – Spaniens Premier Sánchez nennt Israel „völkermordender Staat“

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat am Mittwoch einen diplomatischen Feuersturm ausgelöst, als er Israel während einer hitzigen Parlamentssitzung als „völkermordenden Staat“ bezeichnete.

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Bayern
CSU-Chef Söders fordert Waffenlieferungen an Israel

München – Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder hat am Dienstagmorgen auf der Plattform X (ehemals Twitter) zu einer schnellen Wiederaufnahme von Waffenlieferungen an Israel aufgerufen. In einem ausführlichen Post betont er die Notwendigkeit, alle aktuellen Beschränkungen aufzuheben, und kritisiert geplante EU-Sanktionen gegen den Nahost-Staat. Söder sieht in der aktuellen Lage eine „echte Hoffnung auf Frieden“ und unterstreicht Deutschlands „besondere Verantwortung“. „Es gibt eine echte Hoffnung auf Frieden im Nahen Osten. Neben Hilfen für den Wiederaufbau in Gaza braucht es nun auch wieder Waffenlieferungen an Israel. Wir müssen alle Beschränkungen aufheben. #Israel ist die einzige Demokratie im Nahen Osten. Das Land muss sich weiter gegen existenzielle Bedrohung verteidigen können. Deutschland hat hier eine besondere Verantwortung. Auch die von der EU geplanten Sanktionen müssen vom Tisch. Wir müssen als Partner weiter eng zusammenstehen. Klar ist: Die Hamas muss ihre Waffen abgeben und darf keine Rolle mehr spielen. Friedliches Zusammenleben wird nur funktionieren, wenn das Existenzrecht Israels anerkannt und geachtet wird.“, schrieb Söder auf X. Der Post von Söder knüpft direkt an die jüngsten Entwicklungen im Nahost-Konflikt an. Nach der Freilassung der letzten Hamas-Geiseln und US-Vermittlungen sieht der CSU-Politiker eine Wende hin zu Stabilität. Er betont, dass Israel als „einzige Demokratie“ im Nahen Osten weiterhin gegen „existenzielle Bedrohungen“ geschützt werden müsse. Dies ist nicht das erste Mal, dass Söder zu diesem Thema Stellung bezieht. Bereits vor drei Tagen hatte er auf X gefordert, dass Deutschland „asbald seine Waffenlieferungen für die einzige Demokratie im Nahen Osten aufnehmen“ und die EU „alle Sanktionspläne gegen Israel vom Tisch nehmen“ solle. Er lobte die US-Vermittlung und sprach von „Hoffnung auf Frieden in Nahost“. Söders Position spiegelt die anhaltende Debatte in der deutschen Politik wider, in der die Union traditionell eine starke Unterstützung für Israel einnimmt, während Teile der Koalition und die EU restriktivere Haltung zu Waffenexporten einnehmen. Der Aufruf stößt in sozialen Medien auf geteilte Reaktionen: Während Unterstützer Söders „klare Haltung“ loben, kritisieren andere die Forderung als einseitig und fordern mehr Fokus auf humanitäre Hilfe für Gaza. Bislang hat die Bundesregierung nicht auf Söders jüngste Initiative reagiert. Experten sehen in der Forderung einen Versuch, die Diskussion über ein Ende des de facto bestehenden Waffenembargos neu anzustoßen, das seit dem Eskalieren des Konflikts 2023 wirkt.
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– Gaza-Friedensgipfel – Wegen Erdogan: Netanjahu nimmt nicht an Treffen in Ägypen teil

Kurz nach den Warnungen aus Ankara gab Netanjahus Büro eine Erklärung heraus, in der es hieß, er werde aufgrund des Simchat-Torah-Feiertags, der heute Abend beginnt, seine Teilnahme absagen.

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Zuwanderungspolitik
Werding kritisiert geplante Abschaffung der Turbo-Einbürgerung

Berlin – Der Wirtschaftsweise Martin Werding hat kritisiert, dass Union und SPD die sogenannte Turbo-Einbürgerung wieder abschaffen wollen. Die Regelung sieht seit etwa einem Jahr vor, dass gut integrierte Ausländerinnen und Ausländer schon nach drei Jahren eingebürgert werden können – statt wie sonst erst nach fünf Jahren. Werding sagte im rbb24 Inforadio am Mittwoch, dass solche Einbürgerungsmöglichkeiten zu einer guten Zuwanderungspolitik dazu gehörten – vor allem in alternden Gesellschaften. In der Diskussion darüber würden aber verschiedene Einwanderergruppen vermengt. Es werde „nicht an die Erwerbsmigranten gedacht, die bei Fachkräftemangel enorm hilfreich sind für Deutschland. Sondern sie haben vor Augen Geflüchtete, die vor Sammelunterkünften verloren herumsitzen, weil sie tatsächlich weder arbeiten dürfen noch sonst viel machen können, bis ihr rechtlicher Status hier geklärt ist.“ Das müsse man in der Diskussion sauber trennen. Problematisch sei auch, „dass die Diskussion praktisch ohne Zahlen geführt worden ist. Es sind vergleichsweise wenige Personen, die überhaupt nach diesem Recht eingebürgert worden sind.“ Ohnehin seien die Ziele der Regelung verfehlt worden, so Werding. Mit ihr habe man gut ausgebildete und ehrgeizige Erwerbsmigranten anziehen wollen. Die Hürden seien aber auch für sie sehr hoch gewesen. „Diesen Leuten ein Signal zu geben, sie sind bei uns willkommen, das wollte man. Trotzdem werden es von denen nur wenige geschafft haben“, sagte Werding.
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– Integration – Berlins Integrationsbeauftragte: „Einbürgerung ist der Königsweg zur Integration.“

Die Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration, Katarina Niewiedzial, hat sich dafür ausgesprochen, dass hier lebende Ausländer besser und schneller die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen können.

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Gaza-Friedensgipfel
Wegen Erdogan: Netanjahu nimmt nicht an Treffen in Ägypen teil

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Kairo – Der Flug von Präsident Recep Tayyip Erdogan nach Ägypten zum Gaza-Friedensgipfel am Montag wurde mitten in der Luft verzögert, nachdem Berichte aufgetaucht waren, dass der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu möglicherweise teilnehmen würde. Der Leiter des Ankara-Büros des türkischen Medienunternehmens TGRT Haber, Fatih Atik, behauptete, Erdogan habe sein Flugzeug angewiesen, „umzukehren“, als er von der möglichen Teilnahme Netanjahus erfahren habe. Das Präsidentenflugzeug blieb Berichten zufolge über dem Roten Meer, bis die Bestätigung kam, dass der israelische Staatschef nicht teilnehmen würde. Darüber hinaus teilte ein hochrangiger türkischer Beamter CNN Turk mit, Ankara habe Washington direkt darüber informiert, dass Netanjahu „nicht an dem Gipfel teilnehmen sollte“. Wie Times of Israel berichtet, hat Erdogan von seinem Flugzeug aus auch seinen ägyptischen Amtskollegen Abdel-Fattah el-Sissi von seinem Flugzeug angerufen, um ihm mitzuteilen, dass er nach Ankara zurückkehren würde, sollte Netanjahu an dem Treffen der Staats- und Regierungschefs teilnehmen dürfen. Kurz nach den Warnungen aus Ankara gab Netanjahus Büro eine Erklärung heraus, in der es hieß, er werde aufgrund des Simchat-Torah-Feiertags, der heute Abend beginnt, seine Teilnahme absagen. Unterdessen lieferte Hande Firat, Leiterin des Ankara-Büros der Zeitung Hürriyet, die sich an Bord des Präsidentenflugzeugs befand, weitere Details zum Durchstartmanöver vor der Landung. „Wir flogen über die Landebahn hinweg. Gerade als wir landen wollten, kam die Meldung, dass Netanjahu doch an dem Gipfeltreffen teilnehmen würde. Von diesem Moment an war zu erwarten, dass das Flugzeug jederzeit umkehren könnte“, sagte Firat.
„Sobald ich von meiner Quelle die Bestätigung erhielt, dass seine Teilnahme geklärt sein würde, begannen wir mit dem Sinkflug – dann stieg das Flugzeug wieder auf. Als das Büro des israelischen Premierministers bekannt gab, dass er nicht teilnehmen würde, führten wir den Durchstartvorgang durch.“
Firat fügte hinzu, dass es zwar anschließend keine offizielle Erklärung gab, „dies jedoch als Reaktion angesehen werden könnte“. Sie sagte, das Flugzeug habe einige Zeit über dem Roten Meer gekreist, und als sie eine hochrangige Quelle fragte, ob Washington darüber informiert worden sei, dass die Türkei reagieren würde, wenn Netanjahu teilnehmen würde, lautete die Antwort: „Ja, natürlich, das haben wir klargestellt.“ Erdogan traf schließlich zum „Friedensgipfel“ in Sharm el-Sheikh in Ägypten ein. Laut der Israelischen Zeitung Israel Hayom hatten bereits „mehrere arabische Staatschefs mit einem Boykott der Veranstaltung“ gedroht falls Netanyahu am Gipfel teilnehmen sollte. Israel Hayom berichtete, dass die Türken auch eine Botschaft an die Amerikaner übermittelten, in der sie ihre Verärgerung darüber zum Ausdruck brachten, dass die Maßnahme nicht mit ihnen abgestimmt worden war. Nach Konsultationen zwischen amerikanischen Beamten und später mit den Beratern von Premierminister Benjamin Netanjahu wurde beschlossen, den Besuch abzusagen. Netanjahus Büro suchte daraufhin nach einer Erklärung für seinen Rückzug vom Gipfeltreffen und entschied sich schließlich für „den Beginn der Feiertage” als Grund. In Wirklichkeit hatte es keine Gespräche über diese Angelegenheit mit den ultraorthodoxen Parteien oder den rechten Fraktionen in der Koalition gegeben. Eine in die Ereignisse involvierte diplomatische Quelle teilte Israel Hayom mit, dass mehrere Länder noch nicht bereit für die bahnbrechenden regionalen Initiativen von Präsident Donald Trump seien und dass mehr Zeit und Fortschritte in anderen Bereichen erforderlich seien, um ein breites Treffen der regionalen Führer mit Israel zu organisieren.

Gaza-Konflikt
Thomas: „Gaza – Das Leid endet nicht, es beginnt erst“

Ein Gastbeitrag von Michael Thomas Gaza. Das Leid endet nicht, es beginnt erst Wie ich darauf komme? Ich erzähle meine Geschichte: Vor vielen Jahren, ich war auf einem Rückflug von Kairo und eingeschlafen, wurde ich von einem ungeheuren Rütteln geweckt. Schlaftrunken blickte ich erst aus dem Fenster, vor dem die Erde seltsamerweise stand wie eine Tapete, dann an die Flugzeugdecke, an der eine Passagierin klebte und dann schräg hinter mir auf eine Stewardess auf dem Notsitz, die sich soeben erbrach. Wir stürzten ab. Wegen des Höhenflugmessers auf dem Monitor, der sich rasend zurückdrehte, erkannte ich, dass wir auf einem steilen, viel zu steilen Sinkflug waren. Momente später gelang es dem Piloten, die Maschine wenige hundert Meter über der Erde abzufangen und in einen kontrollierten Weiterflug zu versetzen. Wir donnerten auf Rom zu und waren so tief, ich schwöre es, dass wir die Ziegen auf den Hügeln grasen sehen konnten. Wir wurden sofort auf eine Notlandepiste beordert und rollten dort sicher, unverletzt und unbeschädigt aus. Man geleitete uns für eine Übernachtung in ein Hotel. Jetzt kommts: Alle insgesamt etwa 350 Passagiere waren während des Vorkommnisses unerwartet und überraschend still geblieben. Kontrolliert und gefasst hatten sie die Busse bestiegen, ihre Hotelschlüssel in Empfang genommen und sich in Speisesaal für ein Essen eingefunden. Aber dann brach die Hölle los. Einige begannen zu zittern, zu schluchzen, um sich zu schlagen, zu schreien. Das vervielfachte sich wie eine Welle und nur die wenigsten blieben gefasst. Der unterdrückte und aufgestaute, brutale Schock brach sich Bahn. Mancher soff wie ein Loch, andere wankten völlig aufgelöst auf ihr Zimmer und einige redeten miteinander durcheinander, wobei oftmals wirres Zeug dabei war. Ich zählte zu den sehr wenigen Gefassten und schluckte tief, als ich die Szene betrachtete. Ich erwarte in Gaza Schlimmeres. Viel Schlimmeres. Die Menschen sind einem unendlichen Leid ausgesetzt und schleppen die Erfahrungen aus endlosen Bombennächten mit sich herum. Sie wissen, dass jeder einzelne von ihnen Glück hatte, nicht von Schrapnells, Bomben, Raketen zerfetzt oder von Kugeln durchsiebt worden zu sein – und mit bloßen Händen graben sie jetzt nach ihren toten Familien. Und dies womöglich bleiben werden. All das im Wissen, dass die, die ihnen das alles angetan haben, nur sehr widerwillig mit dieser Vernichtung ausgesetzt haben und nur geil nach Gelegenheiten gieren, das Töten wieder fortzusetzen. Nein.
Sie finden sie in den von Hunden zerfressenen Leichen in den Straßen, in Massengräbern und vermuten sie tief unter Trümmerbergen, zu denen ihre Häuser geworden und wo sie schier unerreichbar sind. Auch mir ist es völlig unmöglich, das Leid der Menschen auch nur ansatzweise zu ermessen …. geschweige denn, es nachempfinden zu können.Dies schweigende Aufhören der Vernichtung, ohne jede Entschuldigung, ohne Trost, ohne die Nähe zu Menschen und Ländern, die wenigstens mitfühlen wollen, ist keine Beendigung der Vernichtung, kein Löschen der Hölle, in der sie stecken. Wie dumm müsste man sein, nicht zu sehen, dass sich ein tödlicher Hass vertausendfacht hat? Wie kann man nur glauben, dass aus diesem Waffenstillstand Friede werden könnte? Ich wüsste nicht, wie ich jemanden umfangen, trösten, halten könnte, der seine tote, zerrissene Mutter wiederfindet! Ich wüsste nicht, was ihm zu sagen wäre, wenn er tränenüberströmt die Faust hochreckt. Wie kann ein Kind erwachsen werden, dass sich von seinen toten Eltern lösen und wochenlang zwischen Bomben, Leichen, Hunger und Verwesung durch Ruinen stolpern musste? In dem Wissen, dass irgendwo einer lauert, der genau ihm in den Kopf schießen und Spaß dabei haben wollte? Wann wird das Schreien beginnen?

Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

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Thomas: „Nicht erst Merz, sondern auch Scholz, Merkel und Kohl wussten und wissen selbstverständlich schon immer von dem Desinteresse Israels an Verhandlungen.“

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Religionswissenschaft
Die universelle Sprache des islamischen Gebets

Ein Gastbeitrag von Çağıl Çayır Das islamische Gebet (arab. Salāt, pers./türk. namaz) gehört zu den ältesten und tiefsten Formen spiritueller Praxis. Seine Wurzeln reichen weit über die Entstehung des Islam hinaus – vermutlich bis zu den ersten Menschen, die den Himmel betrachteten, die Hände öffneten und in Staunen, Dank oder Bitte ihre Stirn zur Erde neigten. Fünfmal täglich wiederholt der gläubige Muslim eine Abfolge aus Waschung, Verbeugung, Niederwerfung und Meditation – eine körperlich-geistige Übung, die nicht nur religiöse, sondern auch anthropologische und gesundheitliche Dimensionen besitzt.
Ursprung und Struktur des islamischen Gebets
Nach islamischer Überlieferung erhielt der Prophet Muhammad das Gebot des Gebets während seiner Himmelsreise (Miʿrāǧ). Doch die äußere Form – Waschung, Richtung, Haltung – knüpft an ältere semitische und zentralasiatische Riten an. Schon Abraham, Moses und Jesus werden im Koran als Betende beschrieben, die sich vor Gott niederwarfen. Die Niederwerfung (sudschūd) symbolisiert die völlige Hingabe und Demut des Menschen vor dem Schöpfer – ein Augenblick, in dem Körper und Seele eins werden.
Bewegung als Gebet – Der Körper im Rhythmus
Die islamische Gebetsbewegung ist nicht nur symbolisch, sondern auch physiologisch durchdacht. Aufstehen, Verbeugen, Knien, Niederfallen, Sitzen – dieser natürliche Bewegungszyklus regt den Kreislauf an, verbessert die Durchblutung des Gehirns und bringt den Körper in rhythmische Balance. Dabei werden Muskeln, Sehnen und Gelenke gleichmäßig aktiviert und sanft gedehnt. Die Wirbelsäule bleibt elastisch, die Haltung aufrecht, die Gelenke beweglich – besonders Knie, Hüfte und Sprunggelenke profitieren von der stetigen Abfolge der Gebetshaltungen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass regelmäßiges Gebet Puls, Blutdruck und Atmung harmonisiert – ähnlich wie bei Yoga oder Qi-Gong. Das Gebet wird so zu einer bewegten Meditation, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt.
Die spirituelle Logik der Waschung
Vor jedem Gebet steht die Waschung (Wuduʾ) – ein Ritual, das Körper und Geist auf das Heilige vorbereitet. Der Gläubige wäscht Hände, Gesicht, Mund, Nase, Arme, Kopf und Füße. Diese Handlung reinigt nicht nur äußerlich, sondern erfrischt den gesamten Organismus. Das kalte Wasser regt die Durchblutung an, belebt die Haut, stimuliert die Nerven und stärkt das Immunsystem. Viele Gläubige empfinden nach der Waschung ein Gefühl von innerer Klarheit und geistiger Wachheit – eine physiologische und zugleich seelische Erneuerung. Auch in anderen Religionen spielt Wasser eine zentrale Rolle: Im Judentum erinnert das Händewaschen (Netilat Yadayim) an Reinheit und Bewusstheit; die Mikwe, das rituelle Bad, galt als Symbol der Wiedergeburt. Im Christentum wurde das Wasser zur sakralen Quelle des Neuanfangs – in der Taufe steht es für Reinigung von Sünde und Wiedergeburt in geistigem Leben. Das Weihwasser, das Gläubige beim Betreten einer Kirche berühren, erfüllt eine ähnliche Funktion: Es soll den Menschen innerlich reinigen, schützen und in die Gegenwart Gottes führen. Auch im Buddhismus und Shintoismus reinigen Gläubige Hände und Mund vor dem Betreten des Tempels (temizu) – Ausdruck von Respekt und Achtsamkeit. So bleibt Wasser in allen Kulturen das Tor zum Heiligen – Zeichen der Reinigung, des Neubeginns und der Lebenskraft.
Verbeugung im Tengrismus und Buddhismus
Lange vor dem Islam war in Zentralasien der Tengrismus verbreitet – der schamanische Glaube an Tengri, den Himmelsgott. Auch dort spielte die Verbeugung eine zentrale Rolle. Schamanen und Gläubige richteten ihren Blick zum Himmel, hoben die Hände und neigten sich dreimal – Ausdruck von Ehrfurcht und kosmischer Verbundenheit. Im Buddhismus hat die Niederwerfung (Namaskara oder Prostration) ebenfalls eine tiefe symbolische Bedeutung. Der Mensch beugt sich, um die Lehre, den Lehrer und die Gemeinschaft zu ehren – und zugleich das eigene Ego loszulassen. In Tibet werden 108 Niederwerfungen ausgeführt – jede steht für die Reinigung einer menschlichen Schwäche. Die Verbeugung ist in all diesen Systemen eine Brücke zwischen Himmel und Erde, zwischen Geist und Körper. Sie erinnert den Menschen daran, dass wahre Stärke in der Demut liegt.
Verbeugung im Judentum und Christentum
Auch im Judentum und Christentum hat die Verbeugung ihren festen Platz – als Geste der Ehrfurcht und Demut vor dem Heiligen. Im Judentum neigt sich der Gläubige beim Amida-Gebet leicht, besonders beim Sprechen des göttlichen Namens oder bei Formeln wie „Baruch Atah Adonai“ („Gelobt seist du, Herr“), um die Gegenwart Gottes zu ehren. Neben der Verbeugung kennt das Judentum auch das „Schokeln“ (Shuckeln) – das sanfte Vor- und Zurückwiegen des Körpers während des Gebets. Diese Bewegung symbolisiert innere Erregung, Lebendigkeit und Hingabe – ein rhythmisches Mitgehen mit der göttlichen Schwingung. Im Christentum beugt man sich beim Kreuzzeichen, beim Eintritt in die Kirche, beim Evangelium oder vor dem Altar – nicht als Unterwerfung, sondern als stilles Zeichen des Respekts und der Andacht. In der katholischen und orthodoxen Tradition treten zudem Kniebeuge und Verneigung auf, vor allem beim Empfang der Eucharistie oder bei der Anrufung Christi. Doch anders als im Islam, Tengrismus oder Buddhismus, wo die Verbeugung Teil des rituellen Gebetsrhythmus ist, erscheint sie im Judentum und Christentum meist gezielt und feierlich – ein Moment bewusster Ehrfurcht zwischen Mensch und Ewigkeit.
Gesundheit und Meditation – Die Einheit von Körper und Geist
Das islamische Gebet ist auch eine Meditation in Bewegung. Jede Haltung folgt einem bewussten Atemrhythmus: Der Puls verlangsamt sich, Stresshormone sinken, das Nervensystem beruhigt sich. Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass das Gebet ähnliche Effekte wie Achtsamkeitsübungen hat – es aktiviert den präfrontalen Cortex, fördert Empathie und stärkt die emotionale Balance. Physiologisch gesehen verbessert das Gebet die Durchblutung und fördert die Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers. Die rhythmischen Bewegungen wirken wie eine natürliche Massage für Herz, Muskeln und Gelenke. So verbindet das islamische Gebet Spiritualität mit nachhaltiger Gesundheitswirkung – ganz ohne Trennung von Körper und Seele.
Die universelle Sprache des islamischen Gebets
Ob im Tengrismus, im Buddhismus, im Judentum, im Christentum oder im Islam – die Geste der Verbeugung, die Waschung und das rhythmische Gebet folgen einem gemeinsamen Prinzip: Reinigung, Sammlung, Verbindung. Sie alle lehren, dass der Mensch im Einklang mit seinem Körper den Himmel berührt. Das islamische Gebet ist deshalb nicht nur ein religiöses Gebot, sondern eine uralte, ganzheitliche Form der Meditation – eine Erinnerung an die Einheit von Glauben, Körper und Kosmos.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor
Çağıl Çayır studierte Geschichte und Philosophie an der Universität zu Köln und ist als freier Forscher tätig. Çayır ist Autor von „Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der alttürkischen und ‚germanischen‘ Schrift‘“ und ist Gründer der Kultur-Akademie Çayır auf YouTube. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Fach- und Massenmedien veröffentlicht.
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In einer Zeit, in der religiöse Dogmen oft als Feinde der Wissenschaft dargestellt werden, wirkt der andalusisch-muslimische Philosoph Ibn Rushd wie eine leuchtende Ausnahmefigur.

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Gaza-Plan
Thomas: „Plan pfercht Palästinenser ein wie Vieh“

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Nicht nur Donald Trump, sondern vornehmlich auch westeuropäische Regierungen wollen uns verkaufen, dass der Frieden wegen des jetzt positiv verhandelten Plans unmittelbar bevorsteht. Aber wir sollten uns nichts vormachen und die Sache klaren Verstandes betrachten; unverstellten Blickes auf die Realität schauen und begreifen, dass nichts weniger bevorsteht als die Vernichtung Palästinas mit wesentlich subtileren Mitteln. Benjamin Netanyahu hat seine Klientel vor Tagen bereits mit mit der Ankündigung beruhigt, dass Israel natürlich niemals seine Truppen zurückziehen oder den Kontroll- bzw. Herrschaftsanspruch über den Gaza-Streifen und das Westjordanland jemals aufgeben wird. Die vorgeschobene Idee des Plans war bereits eine groteske Farce, bevor sie jemals hätte umgesetzt werden können. Der israelische Joker dafür heißt natürlich auch weiterhin „Hamas!“. Solange Israel einer palästinensischen Leiche im Gaza-Streifen auch nur heimlich ein Buttermesserchen zustecken, auf sie zeigen und „Hamas!“ kreischen kann, wird es seine Exekutionen, genannt „Militäroperationen“ weiterführen. Wir erinnern uns an zahllose Erklärungen, die selbst der israelische Präsident in aller Öffentlichkeit unwidersprochen und straflos machen konnte, nach welchen es keine unschuldige Bevölkerung in Gaza gäbe. Die Menschen dort sind für Israel halt alle „Hamas!“, ob ein drei Tage altes Baby oder ein gehbehinderter Neunzigjähriger, egal, sie sind alle „Hamas!“. Das behaupte nicht ich, das sagt der israelische Präsident. Sie sind eben alle nur „Tiermenschen“. Das sage nicht ich, das sagte der israelische Verteidigungsminister. Wörtlich. Und selbst für den extrem unwahrscheinlichen Fall, dass es künftig Monate mit weniger als Hunderten von Hinrichtungsopfern geben könnte, schreitet die Vernichtung Palästinas zügig voran. Denn ihnen ist jede Selbst- und sogar Mitbestimmung genommen; sie werden auf unbestimmte Zeit zur Manövriermasse ohne eigenen Willen gemacht, die von externen, landes- und sachfremden Entscheidern oktroyiert werden wird. Dieser Plan pfercht Palästinenser ein wie Vieh; die Zusicherung, sie könnten Gaza demnächst nach freiem Willen verlassen und auch wieder betreten, ist blanke Zynik. Sie bedeutet, dass man gerade so viele von ihnen wegekeln und vertreiben will, das gerade genug für die künftige Sklavenarbeit an den Megabaustellen ausländischer Hotelanlagen für Trumps „Riviera“ dableiben. Sie werden billig sein. Nach all den Hungermonaten arbeiten sie für ein wenig Brot, Wasser und hier und da ein Aspirin. Damit die Nachzucht von gut indoktrinierten und vollständig von Kindesbeinen an kontrollierten Sklaven klappt, dürfen neben Männern auch Frauen bleiben. So funktioniert der klassische Kolonialismus. Zunächst wird die indigene Bevölkerung gnadenlos zusammengeschossen, während man ihre eigene Kultur vernichtet, ihre Identität, ihre historischen Bauwerke einreißt, dann wird der Rest entrechtet und versklavt. Es mag und wird sicher vorübergehend ein wenig Ruhe einkehren. Man wird weniger Menschen in Gaza erschießen und vielleicht einige Gebäude oder Zelte hier und da gezielt mit Raketen vernichten. Das sieht der Plan so vor. Der Passus darin, dass die israelische Armee eigentlich irgendwann einmal abziehen soll, ist absichtsvoll extrem vage und dünn ausformuliert. Er dient winzig und allein nur dazu, die Weltöffentlichkeit darüber hinwegzutäuschen, dass wir tatsächlich über eine gewisse „Softannektierung“ reden. Die vorliegende Formulierung soll für westliche „Israelfreunde“ nur ein Textbaustein für Manipulation und Indoktrination des Inhalts sein, Israel habe angeblich ja eingelenkt und nun müsse man es wohlwollend auf seiner Suche nach Frieden unterstützen. Am besten mit Waffen. Denn immer, wenn sich die Lage für Israel vorübergehend suboptimal darstellt, wird es natürlich plötzlich „Hamas-Kämpfer“ vorfinden. Das ist ein beliebtes Muster, das u.a. in Jenin bereits hervorragende Dienste geleistet hatte. Man wird in Europa ganz schnell alle „Besorgnisse“ und „Beunruhigung“ rhetorisch zugunsten neuer Geschäfte fallen- und anhaltende Israelkritik umso härter verfolgen lassen. Während Palästina stirbt, werden Regierungen und vor allem Börsen und Konzerne über das „neue Gaza“ jubeln. Aber wenn wir darüber einmal genauer nachdenken, wird es uns schwerfallen, an anhaltenden Frieden glauben zu können, denn ohne jeden Zweifel entsteht daraus für nachfolgende Generationen neuer Hass, neue Vernichtung, neue Verfolgung.  
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Zum Autor 

Michael Thomas ist Privatier, Fotograf, leidenschaftlich an Ägyptologie und Literatur interessiert, mit der er vor vielen Jahren als Autor regional einige Beachtung fand. Er verfolgt interessiert das Weltgeschehen durch Beobachtung internationaler Presse. Seinen Fokus legt er insbesondere auf die Palästinafrage und auf die islamische Welt.

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Geschichtswissenschaft
Vom Balbal zum Friedensdenkmal – Wie die Türken ihre Feinde ehrten

Ein Gastbeitrag von Çağıl Çayır

Wenn die Geschichte eines Volkes an seinem Umgang mit dem Feind gemessen wird, dann verdienen die Türken einen besonderen Platz.

Denn während viele Reiche ihre Gegner demütigten oder auslöschten, haben die Türken – von den alten Steppenherrschern bis zur modernen Republik – eine Haltung der Würde und Menschlichkeit bewahrt, die sich in Stein, in Schrift und in Erinnerung niederschlug.

Die Balbal-Steine der Steppe

Lange bevor der Islam die Steppen Zentralasiens erreichte, errichteten die frühen Türken kleine Steinfiguren, sogenannte Balbals.

Jede dieser Figuren stand für einen besiegten Feind – doch nicht aus Hass, sondern als Begleiter ins Jenseits. Nach altem Glauben sollte der erschlagene Gegner dem Sieger im nächsten Leben dienen.

So verwandelte sich der Feind in einen Teil der kosmischen Ordnung, nicht in einen verachteten Fremden.

Vom Schwert zur Ehre

Mit dem Islam wandelte sich die Symbolik, doch der Geist blieb. Der Koran lehrt: „Die gute Tat und die schlechte sind nicht gleich. Wehre das Böse mit dem Besseren; siehe, dann wird dein Feind dir wie ein treuer Freund.“ (Sure 41:34)

Dieser Vers fand im türkischen Rittertum – von den Seldschuken bis zu den Osmanen – seine lebendige Entsprechung.

Nach der Schlacht von Varna (1444) ließ Sultan Murad II. den Leichnam des gefallenen polnischen Königs mit Respekt bestatten. Die Ritterlichkeit der Türken bewegte die fränkischen Kreuzritter sogar selbst zu anonymen Türkenlobpassagen in ihren Kreuzzugschroniken. [s. „Gute Ritter, böse Heiden. Das Türkenbild auf den Kreuzzügen (1095-1291)“ von Niels Brandt, Vandehoeck & Ruprecht: Köln 2016.]

Nach der Eroberung Konstantinopels (1453) schützte Sultan Mehmed II. die christlichen Kirchen und ehrte den letzten byzantinischen Kaiser Konstantin XI. als tapferen Gegner. Selbst auf dem Schlachtfeld blieb der Gedanke an Ehre und Menschlichkeit lebendig.

Gallipoli – Die Geburt eines neuen Humanismus

Fünf Jahrhunderte später, im Ersten Weltkrieg, trafen sich wieder Türken und Europäer auf den Schlachtfeldern von Gallipoli (Çanakkale). Doch aus dem Blutvergießen wuchs ein neues Bewusstsein: das der gemeinsamen Menschlichkeit.

Mustafa Kemal Atatürk, der Kommandant von Gallipoli und spätere Gründer der Republik Türkei, schrieb an die Mütter der gefallenen feindlichen Soldaten:

„Ihr Helden, die ihr euer Blut auf diesem Boden vergossen habt – ruht in Frieden. Ihr seid in diesem Land nicht mehr unsere Feinde, sondern unsere Söhne geworden.“

Diese Worte stehen heute in Stein gemeißelt – an den Küsten, an denen einst die Kanonen donnerten. Nie zuvor hatte ein Sieger so gesprochen.

Atatürks Worte als Inschrift ın der ANZAC-Bucht in Çanakkale, Türkei (Foto: Wikimedia)
Ein Beispiel für die Welt

Während in vielen Kulturen der Feind als Symbol der Schande galt, erhoben die Türken ihn – vom Balbal bis zum Friedensdenkmal – zu einem Teil der Erinnerung. Sie sahen im Gegner nicht das absolut Böse, sondern den Spiegel der eigenen Tapferkeit.

Und so entstand über Jahrhunderte hinweg eine Kultur des Respekts, die vom Schamanismus über den Islam bis in die Moderne reicht.

Vom Steinkrieger der Steppe bis zur weißen Marmorwand von Gallipoli:

Die Geschichte der Türken lehrt, dass wahre Größe nicht im Sieg liegt, sondern im Respekt vor dem Besiegten.

 

Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


Zum Autor
Çağıl Çayır studierte Geschichte und Philosophie an der Universität zu Köln und ist als freier Forscher tätig. Çayır ist Autor von „Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der alttürkischen und ‚germanischen‘ Schrift‘“ und ist Gründer der Kultur-Akademie Çayır auf YouTube. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Fach- und Massenmedien veröffentlicht.
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Gaza-Konflikt
Der 7. Oktober: Es begann bereits 1948

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Die Stadt Frankfurt hatte mal wieder eine geplante Pro-Palästina-Demonstration verboten. Das Verwaltungsgericht Frankfurt entschied nun: Die Kundgebung am 7. Oktober ist legal und das ist gut so!

Niemand hat einen Tag gepachtet, um auf Leid oder Terror hinzuweisen. Das sah auch das Gericht so. Allein das Datum der Versammlung könne ein Verbot nicht rechtfertigen, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts.

Da helfen auch die Hasstiraden nicht, die gerade vom Zaun gebrochen werden, um die Pro-Palästina-Demonstration amoralisch darzustellen.

Am zweiten Jahrestag des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober, starben durch den Terror nicht nur Menschen auf der Seite Israels. Es starben ab diesem selben Tag auch Palästinenser im Gazastreifen.

Allein das Datum der Versammlung könne ein Verbot nicht rechtfertigen, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Das Verwaltungsgericht rügte auch die Stadt, weil diese wesentliche Verfahrensrechte der Veranstalter verletze.

Es ist sprichwörtlich derselbe 7. Oktober, ab dem die atomare Macht Israel unter der Netanjahu-Regierung keinen Hehl daraus machte, wie sie die Menschen in Gaza ausmerzen will.

Besetzung, Besiedlung und Förderung der Auswanderung. Nur so können wir das Gaza-Problem lösen. Indem wir das gesamte Land besetzen. Indem wir das gesamte Land besiedeln. Und natürlich, indem wir die freiwillige Auswanderung möglichst vieler [palästinensischer] Menschen in andere Länder fördern. Itamar Ben-Gvir, Minister für nationale Sicherheit Israels, 06. Juni 2024 Keine Razzien oder Ein- und Aus-Operationen mehr – jetzt erobern wir, säubern und bleiben. Bis die Hamas vernichtet ist. Nebenbei wird auch der Rest des Gazastreifens ausgelöscht, einfach weil sich dort alles zu einer einzigen großen Terrorstadt entwickelt hat. Bezalel Yoel Smotrich, Finanzminister (Nationalreligiöse Partei – Religiöser Zionismus), 19. Mai 2025 Kein Strom, kein Essen, kein Wasser, kein Gas. Alles ist geschlossen. Wir kämpfen gegen Tiere und handeln entsprechend. Yoav Gallant, ehem. Israelischer Verteidigungsminister (Likud), 10. November 2023

Und wieso? Weil ein Netanjahu die Chance nutzt, in die israelischen Analen einzugehen und dabei auf seine religiös-fanatischen Kabinettsmitglieder setzt, die ihm dies ermöglichen. Netanjahus bezahlte Trollarmee im Ausland, seine politischen Günstlinge in Europa sowie die Staatsräson vereinzelter europäischer Wertedemokratien, ziehen hierbei bis zum bitteren Ende mit.

Die UN-Charta, das Völkerrecht und Seerecht, stehen dem entgegen. Das Grundgesetz Deutschlands steht über den politischen Bekenntnissen einer Staatsräson und die Demonstrationsfreiheit kann nicht aufgrund eines gepachteten Gedenktags ausgehebelt werden.

Eine atomare Macht mit demokratischem Antlitz, steht nicht über dem Völkerrecht oder Seerecht sowie die Hamas nicht das Völkerrecht verletzten kann, in dem es Terror verübt. Das eine rechtfertigt das andere nicht und umgekehrt.

Es kann und darf also nicht sein, dass die Hamas einen sogenannten Befreiungsschlag bzw. eine Strafexpedition durchführt und dabei willkürlich Menschen tötet. Es versteht sich von selbst, dass das auch für die Netanjahu-Regierung gilt.

Das Freipressen der getöteten oder noch überlebenden Geiseln in der Hand der Hamas, mit dem Ausradieren einer ganzen Landschaft und dabei willkürlich Menschen zu töten, ist genauso Terror, u. z. folgerichtig von einem Terrorstaat.

Nun spricht man von „Abschaum“, von „degenerierten Hamas-Verstehern“, die ausgerechnet am Gedenktag auf die Lage der Palästinenser in Gaza hinweisen wollen.

Der Widerspruch besteht darin, dass man vollkommen zurecht das „Leid“, ich nenne es den sich vollziehenden Völkermord, ansprechen will, gleichzeitig jeden Protest am Verhalten der rechtsradikalen Regierung zur Durchsetzung ihrer hegemonischen und territorialen Fantasien kritisiert, dabei diese Menschen in abschätziger Weise als „Abschaum“ bezeichnet.

Es scheint fast so, als würde man das Schwenken der palästinensischen Flaggen herbeisehnen, um einen Vorwand zu besitzen, diese sofort zu diskreditieren. Wofür? Ist man ein Wertedemokrat, gar ein Völkermord-Unterstützer, ein Rassist?

Übrigens, nur um den Gedenktag besinnlicher zu gestalten. Alles begann 1948, alle hatten ihre Chancen. Jedoch von Beginn an gab es den, mehr oder minder großen Terror der meisten israelischen Regierungen, der letztendlich zur Gründung der radikalen Hamas führte. Zuvoe gab es bereits andere Gruppen, wie etwa die PLO.

39 Jahre nach Gründung des Staates Israel, 39 Jahre der Demütigung, des Leids und des Terrors im Gazastreifen, wie auch im Westjordanland, kann man den 7. Oktober nicht auf ein einseitiges Leid reduzieren, mit der Staatsräson zurechtstutzen.

In Erinnerung an das viele Leid auf der israelischen wie palästinensischen Seite, sollte man seinen Wertekompass auch an universellen Normen, Werten und Gesetzen neu justieren. Selektive Empathie führt zur Erosion aller humanen Normen.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
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