Währungspolitik
Bulgarien führt als 21. Land den Euro ein

Die Umstellung verlief reibungslos, wobei seit Mitte 2025 zur Erleichterung der Umstellung eine doppelte Preisauszeichnung in Lew und Euro eingeführt wurde.

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Sofia – Bulgarien ist am 1. Januar 2026 offiziell der Eurozone beigetreten und damit der 21. Mitgliedstaat, der den Euro als Währung eingeführt hat.

Der Übergang vom bulgarischen Lew zum Euro ist ein wichtiger Meilenstein für das Balkanland, das sich seit seinem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2007 auf diesen Schritt vorbereitet hat. Der Euro werde dem Tourismus helfen sowie bulgarischen Herstellern den Handel mit Europa und der Welt erleichtern, wie das bulgarische Finanzministerium und die Nationalbank BNB bereits zuvor erklärt hatten.

Reibungsloser Übergang und wirtschaftliche Auswirkungen

Die Umstellung verlief reibungslos, wobei seit Mitte 2025 zur Erleichterung der Umstellung eine doppelte Preisauszeichnung in Lew und Euro eingeführt wurde.

Seit Neujahr geben Geldautomaten Euro aus, und Geschäfte sind verpflichtet, während einer Übergangsphase bis zum 31. Januar 2026 beide Währungen anzunehmen. Danach verliert der Lew seine Gültigkeit als gesetzliches Zahlungsmittel. Der bulgarische Ministerpräsident Nikolai Denkov lobte die Einführung als „historischen Moment, der unsere Position im Herzen Europas stärkt”.

Der Schritt soll die wirtschaftliche Stabilität fördern, mehr ausländische Investitionen anziehen und den Handel innerhalb der EU vereinfachen. Dank der strengen Konvergenzkriterien, die Sofia in den letzten Jahren erfüllt hat, sind die Inflationssorgen minimal.

Der Weg zum Euro

Bulgarien erfüllte die Maastricht-Kriterien – darunter niedrige Inflation, stabile öffentliche Finanzen und Wechselkursstabilität – nach dem Beitritt zum Europäischen Wechselkursmechanismus (WKM II) im Jahr 2020.

Das Land profitierte auch von der engen Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank (EZB). EZB-Präsidentin Christine Lagarde begrüßte Bulgarien mit den Worten: „Dies ist ein Beweis für Bulgariens Engagement für eine solide Wirtschaftspolitik und die europäische Integration.“

Mit dem Beitritt Bulgariens umfasst die Eurozone nun 21 Länder und über 350 Millionen Menschen. Kroatien war 2023 das letzte Land, das beigetreten ist. Reaktionen und Ausblick Die Staats- und Regierungschefs der EU gratulierten Bulgarien und betonten die verbesserte regionale Kohäsion.

Analysten prognostizieren einen moderaten Wachstumsschub aufgrund niedrigerer Transaktionskosten und eines geringeren Währungsrisikos. Die Bürger äußerten gemischte Gefühle – Stolz auf die EU-Integration, aber auch eine gewisse Nostalgie für den Lew. Mit dem Beitritt Bulgariens ist Rumänien das einzige EU-Mitglied außerhalb der Eurozone, das sich fest dazu verpflichtet hat, in den kommenden Jahren beizutreten.

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