„Saubere Umwelt – sauberes Herz“
Deutschlandweite Aktion: Muslime beseitigen Silvester-Müll

Die Initiative geht zurück auf die 1990er Jahre, als muslimische Gemeinden in Städten wie Berlin, Köln und Hamburg begannen, nach Silvester aktiv zu werden.

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Hamburg – Auch in diesem Jahr haben Muslime in zahlreichen deutschen Städten den Silvester-Müll aufgeräumt.

Unter dem Motto „Saubere Umwelt – sauberes Herz“ oder „Clean Up After New Year“ sammelten Hunderte Freiwillige in Parks, auf Plätzen und an Straßen Böllerreste, Flaschen und Konfetti. Die Aktion, die seit Jahrzehnten besteht, soll ein Zeichen für Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement setzen.

Tradition seit den 1990er Jahren

Die Initiative geht zurück auf die 1990er Jahre, als muslimische Gemeinden in Städten wie Berlin, Köln und Hamburg begannen, nach Silvester aktiv zu werden. Was als lokale Idee begann, hat sich bundesweit etabliert.

Die DITIB (Türkisch-Islamische Union) und der Zentralrat der Muslime koordinieren oft die Aktionen. „Es ist eine Tradition, die zeigt: Wir kümmern uns um unsere Stadt und unsere Umwelt“, sagte ein Sprecher der DITIB gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

In Berlin sammelten rund 300 Freiwillige in Neukölln und Kreuzberg, in Köln waren es über 200 Teilnehmer am Rheinufer. Auch in Hamburg, München, Frankfurt und Stuttgart fanden Aufräumaktionen statt. Viele Teilnehmer betonten, dass der Umweltschutz ein zentraler Bestandteil des islamischen Glaubens sei – „die Erde ist eine Leihgabe Gottes“.

Besonders hervorgehoben wird in Medienberichten die Ahmadiyya Muslim Jamaat: Die Gemeinschaft organisiert seit über 20 Jahren flächendeckend Aufräumaktionen und war auch 2026 in vielen Städten aktiv. „Es ist eine Tradition, die zeigt: Wir kümmern uns um unsere Stadt und unsere Umwelt“, sagte ein Sprecher der DITIB gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Positive Resonanz und Vorbildfunktion

Medien berichteten positiv über die Aktionen. „Nach Silvester: Junge Muslime sammeln Müll an Neujahr ein“, titelte etwa ZDFheute. Der WDR zeigte in einem Beitrag, wie Familien mit Kindern mitmachten, um ein Vorbild zu sein. Besonders die Ahmadiyya-Gemeinde wurde für ihre langjährige und bundesweite Organisation gelobt.

Die Initiativen finden seit über 30 Jahren statt und haben sich zu einem festen Ritual entwickelt. Sie werden von Kommunen gelobt, da sie die städtischen Reinigungsdienste entlasten. In Zeiten von Klimawandel und Umweltbewusstsein gewinnen sie zusätzlich an Bedeutung. Die Aktionen zeigen: Muslimisches Engagement für die Gesellschaft ist vielfältig – und längst Tradition in Deutschland.

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