rbb-exklusiv
Corona-Lockdown: Brandenburgs Bildungsministerin Ernst will Lernrückstände prüfen

In Brandenburg wird es an den Schulen auch in diesem Jahr wieder eine sogenannte Lernstandserhebung geben. Das hat die brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Inforadio vom rbb angekündigt. Bei der Erhebung soll untersucht werden, wie sich die Schulschließungen während des Corona-Lockdowns auf die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler ausgewirkt haben. Die SPD-Politikerin sagte, man wolle erkennen, wo welcher Unterstützungsbedarf besteht. „Wir haben im letzten Jahr ja gute Erfahrungen gemacht. Das ist ein Instrument, das wir seit vielen Jahren anwenden in bestimmten Jahrgängen, 1,3, 5 ergänzt um 7. Dann in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache. Und letztes Jahr hat sich bewährt, das nach den Sommerferien zu machen, weil wir dann mit Schuljahresstart einen genauen Überblick haben.“ Man müsse die Ergebnisse abwarten und dann über geeignete Unterstützungsmöglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler nachdenken. „Mir ist eines noch mal wichtig: Dass wir nicht nur auf Lernrückstände schauen. Die Schülerinnen und Schüler haben auch darunter gelitten, dass sie sozial sehr isoliert waren, dass sie ihre Freunde nicht treffen konnten. Das wissen wir inzwischen auch aus Berichten von Kinderpsychologen und ersten Studien. Auch das müssen wir im Blick haben, so dass es auch um gute Ferienangebote geht. Wir müssen den Jugendlichen jetzt ein bisschen beistehen.“

Corona-Pandemie
Kölns Oberbürgermeisterin Reker will härteren Lockdown

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich für einen härteren Lockdown ausgesprochen und die Corona-Politik der Landesregierung kritisiert. „In dieser Phase der Pandemie halte ich einen kurzen konsequenteren Lockdown für zielführend, wenn es darum geht, dass wir die Corona-bedingten Einschränkungen damit möglichst schnell und nachhaltig lockern können“, sagte Reker dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Es habe dem Land geschadet, „dass wir – damit meine ich Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen – oftmals zu zögerlich waren“. Die Politikerin warb für einen Strategiewechsel hin zu einer „No-Covid-Strategie“, die Lockerungen erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter zehn vorsieht. Es sei entscheidend, „dem Infektionsgeschehen einen Schritt voraus zu sein“. Auch nach zwei Monaten Lockdown sei die Zahl der Neuinfektionen nach wie vor hoch und der Inzidenzwert stagniere mitunter mehrere Tage lang auf hohem Niveau. Reker forderte für die Kommunen einen größeren Spielraum bei den Beschränkungen. Die Stadt habe gute Erfahrungen damit gemacht, kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren und „nicht erst auf Vorgaben von Bund oder Land zu warten“. Sie kritisierte, dass das Land manche Beschränkungen wie beispielsweise eine Ausgangssperre und ein stadtweites Alkoholkonsumverbot abgelehnt habe, „obwohl aus unserer Sicht beides wirksame Maßnahmen gewesen wären“. Um die Bürgerinnen und Bürger zu motivieren durchzuhalten, halte sie ein Belohnungssystem für „besonders geeignet“. „Wenn eine niedrige Inzidenz automatisch Lockerungen bedeutet und eine steigende Inzidenz ebenso automatisch zu harten Einschränkungen führt, ist das transparent und es ist damit für jeden verständlich, warum es lohnenswert ist, sich an bestimmte Maßnahmen zu halten.“

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Wenn die Schulen in Berlin wieder öffnen, könnten mobile Teams Lehrer direkt vor Ort in ihren Schulen impfen.

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Turkish Aerospace Industries
Türkei: Erster Raumfahrt-Export geht nach Argentinien

TAI-Tochterunternehmen baut Kommunikationssatelliten für Argentinien

Von Kemal Bölge

Der türkische Raumfahrtkonzern TAI (Turkish Aerospace Industries) wird mit einem auf Argentinien zugeschnittenen Satellitenprojekt den ersten Export des Landes im Bereich der Raumfahrt tätigen, so eine Erklärung des Präsidiums der Verteidigungsindustrie (SSB) vom Freitag.

Eine Tochtergesellschaft von TAI, GSATCOM, wird für das nationale argentinische Telekommunikationsunternehmen ARSAT S.A. einen HTS-Kommunikationssatelliten mit hoher Ausgangsleistung bauen.

GSATCOM wurde in Zusammenarbeit mit der argentinischen INVAP SE und TAI 2019 in der Middle East Technical University (METU) Teknopark in der Hauptstadt Ankara, gegründet. Die Ingenieure von GSATCAM, INVAP und TAI werden gemeinsam den Kommunikationssatelliten entwickeln und bauen, der 2024 an das argentinische Telekommunikationsunternehmen geliefert werden soll.

Bei der ARSAT-SG1 handelt es sich um einen Satelliten der neuen Generation für die Datenübertragung zur zivilen Nutzung, der mit einem vollelektrischen Antriebssystem ausgestattet ist und eine Kapazität von mehr als 50 Gbit/s im Ka-Band besitzt.

Testphase für unbemanntes bewaffnetes Überwasserfahrzeug ULAQ begonnen

In Antalya startete am 12. Februar die Testphase für das erste unbemannte bewaffnete Überwasserfahrzeug, das von den Unternehmen Meteksan Defense Systems und Ares Shipyard entwickelten Plattform ULAQ. Der Prototyp hat eine Länge von 11 Metern, es besitzt eine Reichweite von 400 km, eine Nutzlast von 2 Tonnen und soll eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 35 Knoten (65 km/h) erreichen.

Es kann sowohl von Kriegsschiffen als auch von mobilen Fahrzeugen, Stützpunkten oder schwimmenden Plattformen über dem Wasser gesteuert werden. Das Überwasserfahrzeug soll bei der türkischen Marine zur Aufklärung, Überwachung, Überwasserkriegsführung und zur Eskorte von Schiffen dienen.

Weitere Besonderheiten sind ein verschlüsseltes Kommunikationssystem sowie Tag- und Nachtsichtfunktion. Darüber hinaus hat es ein Abwehrsystem gegen elektronische Kriegsführung und ist mit einem GPS-Störsender ausgestattet. Die ULAQ soll mit lasergelenkten Cirit Raketen von Roketsan und L-UMTAS-Langstrecken-Panzerabwehrraketen (Roketsan) bewaffnet werden.

Die technologischen Fähigkeiten und Erfahrungen, die türkische Rüstungsunternehmen bei der Entwicklung von bewaffneten Drohnen gesammelt haben, könnten sich positiv auf unbemannte bewaffnete Schiffe auswirken. Ähnliche unbemannte bewaffnete Überwasserfahrzeuge besitzt die US-Navy und die israelische Marine.

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– Türkisches Weltraumprogramm – Türkei und Russland wollen in der Raumfahrt kooperieren

Nur einen Tag nachdem Präsident Recep Tayyip Erdogan die Pläne der Türkei für eine heimische Raumfahrtindustrie bekannt gab und sein Vorhaben ankündigte bis 2023 auch Raumfahrzeuge auf den Mond bringen zu wollen, stellte die russische Raumfahrtbehörde Roscosmos Absichten für eine Zusammenarbeit mit der Türkei in Aussicht.

Türkei und Russland wollen in der Raumfahrt kooperieren

Spanien
ETA-Sympathisant Rapper Pablo Hasel verhaftet

Madrid – Spanische Polizisten stürmten am Dienstag eine Universität der katalanischen Stadt Lleida und verhafteten den Rapper Pablo Hasél, der sich dort verbarrikadiert hatte, nachdem er zuvor zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden war, weil er in seinen Liedern den Terrorismus verherrlicht hatte. Bekannt für seine linksradikalen Ansichten wurde Hasél, der mit bürgerlichem Namen Pablo Rivadulla Duró heißt, wegen Texten und Tweets verurteilt, die Verweise auf die baskische separatistische paramilitärische Gruppe ETA enthielten, spanische Richter mit Nazis verglichen und den ehemaligen König Juan Carlos einen Mafiaboss und Parasit nannten, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.  „Der Sieg wird unser sein … Es wird kein Vergessen und kein Vergeben geben“, rief er mit erhobener Faust, als er von der Polizei umstellt und ins Gefängnis gebracht wurde, nachdem er einige Stunden zuvor die Texte, für die er verurteilt wurde, retweetet hatte. Der Rapper flüchtete am Montag mit einer Gruppe von Anhängern in die Universität von Lleida im Nordosten Spaniens. Sie gerieten am Dienstagmorgen kurz mit der Polizei aneinander, warfen Stühle und entleerten Feuerlöscher, bevor Beamte, die Waffen und Schutzhelme trugen, Hasél festnahmen.
(Screenshot/Twitter)
 

Türkische Wirtschaft
Handelsblatt: Türkei gelingt Comeback

Düsseldorf – Während die Wirtschaften vieler Länder im vergangenen Jahr im Zuge der Corona-Krise eingebrochen sind und Finanzexperten auch für 2021 keine Besserungen erwarten, hat der IWF seine Prognosen für die türkische Wirtschaft für dieses Jahr auf sechs Prozent angehoben. Die Türkei gehört zu den wenigen Ländern weltweit die im vergangenen Jahr trotz der Corona-Krise ein positives Gesamtwachstum aufweisen können. Auch die Lira erholt sich seit vergangenem November wieder und stieg am Montag zum ersten Mal seit Anfang August auf unter sieben Dollar und erreichte somit ein Sechs-Monate-Hoch gegenüber dem US-Dollar. Die neue Stärke der Lira überzeugt Investoren Lange haben Anleger den türkischen Finanzmarkt gemieden. Jetzt wollen viele Investoren an einem Aufschwung teilhaben, der seinesgleichen sucht. Die neue Stärke der Lira überzeugt zunehmend mehr Investoren, berichtet auch das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt am Montag. „Wir denken, jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um in die Türkei zu investieren. Die Politik, die wir gesehen haben, ging in die richtige Richtung, und solange die Türkei diese Politik weiter führt, kann sie von dem günstigen externen Umfeld für Schwellenländer profitieren“, zitiert Handelsblatt Pramol Dhawan, Leiter der Schwellenländerabteilung beim weltgrößten Vermögensverwalter Pimco. Ein weitreichender Kurswechsel in der türkischen Wirtschafts- und Finanzpolitik, habe das Comeback möglich gemacht, so Handelsblatt weiter. Die türkische Zentralbank hatte im November eine Trendwende in ihrer Geldpolitik eingeleitet und ihren Leitzins von 10,25 Prozent auf 17 Prozent deutlich angehoben. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte damals zudem überraschend den Chef der türkischen Zentralbank, Murat Uysal, nach kaum anderthalb Jahren im Amt gefeuert und den ehemaligen Finanzminister Naci Agbal zum neuen Notenbankchef ernannt. Als weiteren Grund für den Wertanstieg nennen Wirtschaftsanalysten auch eine Mitteilung der türkischen Bankenaufsicht. Ausländischen Investoren wird demnach erleichtert, Zugang zu Finanzierung in Lira zu erhalten.

Damit hebt man Beschränkungen schrittweise auf, die in den letzten Jahren eingeführt wurden. Die Bankenaufsicht erhöht den Umfang der Währungs-Swaps und Derivate-Geschäfte, die türkische Banken mit ausländischen Gegenparteien durchführen können. Dadurch wird es ausländischen Investoren ermöglicht mehr Lira durch Dollar-Swaps zu halten, nachdem ihre Möglichkeiten dazu bislang begrenzt waren, berichtet finanzmarktwelt.

Seit November flossen laut Handelsblatt 15 Milliarden Dollar an ausländischen Investorengeldern in die Türkei. Der Anteil der Ausländer, die türkische Anleihen halten, stieg demnach von 3,5 auf fünf Prozent.

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– Zeit nach Brexit – Nach Brexit: Großbritannien kündigt Freihandelsabkommen mit der Türkei an

Wie das britische Handelsministerium am Sonntag mitteilte, werden Großbritannien und die Türkei bereits am Dienstag ein Freihandelsabkommen unterzeichnen.

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Corona-Krise
Kinderschutzbund: Versäumnisse der Politik sind nicht mehr aufzuholen

Osnabrück – Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes Heinz Hilgers klagt an, dass vonseiten der Politik zu wenig getan werde, um Defizite von Kindern und Jugendlichen nach dem Lockdown auszugleichen. Das gesamte deutsche Bildungssystem habe sich nicht ausreichend auf den Herbst vorbereitet. „Das ist ein trauriges Ergebnis, und diese Versäumnisse sind nicht mehr aufzuholen“, sagte Hilgers gegenüber Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ). Besonders betroffen seien Kinder, die in Armut lebten, Kinder, die von ihren Eltern keine Hilfe erwarten könnten, sowie Kinder, die normalerweise Förderschulen besuchten. „Diese Kinder verlieren ein komplettes Jahr“, so Hilgers. Es sei außerdem zu befürchten, dass mehr Jugendliche entweder gar keinen Schulabschluss schaffen oder dass die erworbenen Schulabschlüsse nicht die Qualität haben werden, die die Wirtschaft fordere. „Eigentlich müsste jetzt genau für diese Probleme ein Maßnahmenpaket entwickelt werden. Aber es sind nicht mal Ansätze einer perspektivischen Planung zu erkennen“, betonte er. Er sei zwar zuversichtlich, dass die meisten Kinder in unserem Land diese Krise gut überstehen werden und Defizite aufholen können. Aber es werde eine Gruppe von Kindern geben, die nachhaltig unter den Beeinträchtigungen leiden werde – auch psychisch. Hilgers sagte: „Wir werden im nächsten Jahr große Defizite bei der psychologischen Betreuung von Kindern haben. Da wird erheblicher Nachholbedarf bestehen, und wieder erkenne ich nicht, dass sich darauf vorbereitet wird.“ Im Bereich der Gewaltprävention sieht Hilgers ebenfalls Versäumnisse. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Dunkelziffer von Gewalttaten gegen Kinder ganz erheblich gestiegen sei. Doch die Kinder würden einfach nicht mehr gesehen, so Hilgers. „Sie verschwinden buchstäblich im Dunkeln.“ Und auch in diesem Bereich gebe es keine flächendeckende Unterstützung vonseiten der Politik.

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Corona-Krise
Verband der Selbstständigen kritisiert Auszahlung der Corona-Hilfen

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Der Verband der Gründer und Selbstständigen hat die Auszahlung der Corona-Hilfen als völlig unzureichend kritisiert. Verbandschef Andreas Lutz sagte am Dienstag im Inforadio vom rbb, fast alle Selbstständigen und Gründer seien „verzweifelt, frustriert und zutiefst enttäuscht“. Sie fühlten sich mit dem Schaden des Lockdowns allein gelassen. „Es ist natürlich unfair, wenn die Kosten der Corona-Krise de facto diese Selbstständigen aus ihrer Altersvorsorge bezahlen müssen und das verlieren, was sie sich über Jahrzehnte aufgebaut haben. Und was uns alle wirklich sauer macht, ist, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt wird, man würde uns mit riesigen Milliardenbeträgen helfen. Nur ist es so, dass diese Beträge nur zu einem kleinen Teil und oft mit monatelanger Verzögerung fließen.“ Man habe Verständnis für den Lockdown. Es würde aber nicht einmal ansatzweise das bezahlt, was versprochen wurde, bemängelte Lutz weiter. „Von den versprochenen 25 Milliarden bei der Überbrückungshilfe sind 13 Prozent bisher geflossen in einem Zeitraum seit Juni letzten Jahres.“ So stehe man jetzt vor einem „Fiasko“, weil „die Städte und die Kultur an Vielfalt verlieren werden“

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TV-Interview
Maischberger: Bill Gates versteht die Verschwörungstheorien nicht

Köln Impfstoffe gegen das Corona-Virus, neue Nukleartechnologien gegen den Klimawandel: In diese Projekte investiert Bill Gates aktuell Milliarden. Den Klimawandel hält der Software-Pionier, Milliardär und Stiftungsgründer dabei für die schlimmere Bedrohung. Darüber spricht Sandra Maischberger mit Bill Gates in einem für den deutschsprachigen Raum exklusiven 45-minütigen TV-Interview. Das Interview ist in einer Kurzfassung am 17. Februar um 22:50 Uhr, in der ARD-Talksendung „maischberger. die woche“ zu sehen. In voller Länge sendet es tagesschau24 am Donnerstag, 18. Februar um 21:45 Uhr. Gates geht davon aus, dass die Impfstoffe auch gegen die Corona-Mutanten wirken und die reichen Länder Ende 2021 die Impfungen abgeschlossen haben werden. „Aber für den Rest der Welt wird es noch sehr viel Großzügigkeit erfordern“, sagte Gates in der ARD-Talksendung „maischberger. die woche“. „Wenn wir es schaffen, sollte bis 2022 die ganze Welt durchgeimpft sein.“ Über Verschwörungstheorien zu den Impfstoffen kann Gates nur staunen: „Es ist sehr schwer zu verstehen, warum ich den Wunsch haben sollte, Menschen zu überwachen. Und was überhaupt die Verbindung ist, zwischen Mikrochips und Impfstoffen. Ich verstehe das überhaupt nicht“, sagte Gates. „Einige sind so abgedreht, dass man sich fragen muss, ob man überhaupt darauf antworten soll.“ Vorwürfe, er profitiere von der Corona-Pandemie, wies er zurück. All seine Arbeit zu den Impfstoffen sei komplett ehrenamtlich. „Mein Reichtum verringert sich jedes Jahr wegen der Stiftung, die jetzt in diese Kampagnen investiert.“ Weitaus gefährlicher als die aktuelle Pandemie sind aus Gates Sicht die Folgen des Klimawandels. „Traurigerweise kann der Klimawandel nicht so schnell und nicht so einfach bekämpft werden wie durch Herstellung eines Impfstoffs“, sagte Gates bei „maischberger. die woche“ „Hier muss die ganze Wirtschaft berücksichtigt werden.“ Ein Riesenwandel sei erforderlich, doch noch fehle dafür ein Plan. Gates setzt im Kampf gegen den Klimawandel auf Atomkraft: „Ich habe ein Unternehmen, das wir nur aus Gründen des Klimaschutzes auf die Beine gestellt haben und das eine Konstruktion für supersichere Kernkrafttechnologie entwickelt hat“, sagte Gates bei „maischberger. die woche“. Deutschlands Atomausstieg kritisierte Gates nicht explizit, sondern appellierte an die Bundesregierung: „Ich bitte nur darum, dass man einen offenen Geist bewahrt und offen bleibt gegenüber Konstruktionen, die ganz andere Sicherheitsstandards bieten als alles, was wir bisher kannten. Oder man sollte wenigstens bereits sein, sich das anzuschauen“ Eine klare Meinung äußerte er als US-Bürger im Rückblick auf die Politik von Präsident Donald Trump: „Insgesamt hat das den USA sehr geschadet“, sagte Gates. „Sicher wird die neue Regierung auf Experten hören. Sie werden nicht, irgendwelche Trottel in die Corona-Task-Force berufen.“ In dem Interview mit Sandra Maischberger gab Gates auch einen kleinen Einblick in sein Privatleben. Vor der Hochzeit mit seiner Frau Melinda habe er die Vor- und Nachteile abgewogen. Jetzt sagt er: „Die Pros waren phänomenal – z.B. unsere drei Kinder. Es ist erstaunlich, dass ich erst gezögert habe. Ich war so darauf fixiert, zu arbeiten. Irgendwann wurde ich ein bisschen normaler, habe auch mal ein Wochenende frei gemacht, habe Urlaub genommen. Die Hochzeit mit Melinda hat mir geholfen, zu reifen.“ Anlass des Interviews ist das Buch von Bill Gates, „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern – Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind“, das am 16. Februar erscheint.

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– Verschwörungsmythen – Bill Gates und sein angeblicher Plan der Bevölkerungsreduktion

Gleichwie auch Weltkrisen der Vergangenheit – wie etwa die Spanische Grippe Anfang des vergangenen Jahrhunderts mit fast 50 Millionen Toten – hat auch die Corona-Pandemie die skurrilsten Fantastereien und Verschwörungstheorien zum Vorschein gebracht.

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Corona-Pandemie
Berlin erwägt Impfung von Lehrern direkt in den Schulen

Berlin – Wenn die Schulen in Berlin wieder öffnen, könnten mobile Teams Lehrer direkt vor Ort in ihren Schulen impfen. Nach Informationen des „Tagesspiegels“ erwägt der Berliner Senat, die Lehrkräfte durch Ärzte vor oder nach dem Unterricht in den Schulen impfen zu lassen. Darüber beraten Beamte aus Gesundheits- und Bildungsverwaltung derzeit mit den Kassenärzten. Die Abläufe könnten denen in den Berliner Pflegeheimen ähneln, die bereits seit sechs Wochen von mobilen Teams für Impfungen der Bewohner und Mitarbeiter besucht werden. Inzwischen sind dort die meisten Bewohner und Mitarbeiter gegen das auch Sars-Cov-2 genannte Coronavirus geimpft. In den Schulen soll nach „Tagesspiegel“-Informationen zunächst der Impfstoff von Astrazeneca eingesetzt werden. Dieser ist einfacher zu lagern und zu transportieren als das Mittel von Biontech. In Schulklassen gelten nach ersten Erkenntnissen einer Charité-Studie weniger die Kinder als vielmehr die Erwachsenen als Infektionstreiber. Die Verwaltung von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) bestätigte die Pläne am Montag zunächst nicht. Im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag, der Bund prüfe, ob Lehrkräfte „prioritär“ geimpft werden sollten. Der Berliner CDU-Gesundheitsexperte Tim Zeelen begrüßte die Idee für die Impfungen vor Ort und sagte dem „Tagesspiegel“: „Selbstverständlich sollte am besten vor Ort geimpft werden. Die Senatorin kann die guten Erfahrungen der mobilen Teams in den Pflegeheimen nutzen. Und ja, Lehrkräfte sollen in der Reihenfolge vorgezogen werden – schon weil dadurch mittelfristig die Schulen wieder öffnen können.“

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Donnerstag seine zweite Dosis der Corona-Impfung verabreicht bekommen.

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Bundesliga
Türkgücu München siegt gegen Magdeburg mit 2:1

Das Grünwalder Stadion und der Schnee – es gibt eine neue Folge aus dieser Reihe. Am Montagabend unterbrach Schiedsrichter Tom Bauer die Partie in der 82. Minute, weil er die Linien im Schneefall nicht mehr erkennen konnte. Nach einigen Minuten ging es weiter: Türkgücü hielt das 2:1 gegen den Vorletzten Magdeburg. Kein guter Einstand für Magdeburgs Trainer Christan Titz – auch wegen der schwierigen Umstände war nicht wirklich eine spielerische Besserung zu erkennen. Jürgen Gjasula durfte wieder mal von Beginn an ran, schürt die Hoffnung mit dem Neuen Titz: „Ich glaube, dass wir es auf jeden Fall erfolgreich gestalten.“ Erfolgreicher Einstand für Interimstrainer Andreas Pummer, der in 2 Spielen durch einen „Fußball-Lehrer“ abgelöst werden muss. Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny gab einen Ausblick auf die Trainersuche. Es gehe um eine Lösung „aktuell nur in Richtung halbes Jahr.“ Kothny gab ab, hierfür seien die noch unklaren sportlichen Ambitionen des Klubs zu klären. „Holen wir uns einen Trainer, der bis zum Sommer bleibt. Oder holen wir einen Trainer, der mindestens 1,5 Jahre an uns gebunden wird. Das hängt auch von der Ausrichtung im Sommer ab: wollen wir ganz weit oben mitspielen. Oder wollen wir nächste Saison nur die Klasse halten. Dementsprechend geht es vermutlich aktuell nur in Richtung halbes Jahr.“ Türkgücü München – 1. FC Magdeburg 2:1 Türkgücüs Interimstrainer Andreas Pummer: „Das war eine engagierte, beherzte Leistung. Aber wir haben zu viele Chancen liegengelassen. Und vorne viele Bälle nicht gut zu Ende gespielt.“ Doppeltorschütze Lucas Röser: „Nach der unruhigen Phase tut der Sieg natürlich gut. Wir wollen weiter so erfolgreich spielen. Den Rest sehen wir.“ Für den neuen Trainer Christian Titz ging es vor dem Spiel erst mal darum „den Abwehrverbund zu schließen.“ Mit Bertram und Gjasula hatte Titz zunächst mal „viel Erfahrung“ reinbringen wollen. Nach dem 0:2 in 13 Minuten ging die Idee nicht auf. Magdeburgs Jürgen Gjasula: „Wir sind sehr unglücklich ins Spiel gekommen mit dem 0:2 nach wenigen Minuten. Dann haben wir uns gewehrt. Den Anschluss gemacht. Es war dann ein offenes Spiel.“ Über den neuen Trainer Titz: „Er führt sehr viele Gespräche, sagt auch genau, was er von der Mannschaft erwartet. Offensiv und defensiv. Ich glaube, dass wir es auf jeden Fall erfolgreich gestalten.“ Türkgücüs Geschäftsführer Max Kothny zur Entlassung von Alexander Schmidt, der mit 33 Punkten und positivem Torverhältnis auf dem 7. Platz stehend gehen musste : „Die 3 Unentschieden und 2 Niederlagen waren für uns die Mahnung, dass der Trend nach unten geht. Die Tabelle lügt da auch ein bisschen, weil da einige Mannschaften dabei sind, die weniger Spiele haben. Wir haben gesagt, wir brauchen einen Richtungswechsel. Wir brauchen wieder Spaß auf dem Platz.“ Magdeburgs Sportdirektor Ottmar Schork zum Trainerwechsel: „Es lag ein extremer Druck auf Thomas Hoßmang. Von außen extrem. Jetzt speziell durch die Fan-Gemeinschaften und auch über die Medien.“ Christian Titz habe aus 3 Kandidaten herausgeragt, weil: „Ich hatte am Freitag das Gefühl, dass Christian die Aufgabe zu 100 Prozent annehmen will. Zu 100 Prozent – das hat schließlich den Ausschlag gegeben.“ Er habe beim HSV nachgewiesen, „dass er ein guter Motivator ist, dass er die Spieler erreichen wird.“ Die 3. Liga live bei MagentaSport Mittwoch, 16.02.2021 Nachholspiel Ab 18.45 Uhr: 1. FC Saarbrücken – FSV Zwickau

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– Fußball Bundesliga – Türkgücü München marschiert weiter Richtung 2. Bundesliga: 2:0 gegen Viktoria Köln

Türkgücü München ist nach dem 1-0 Überraschungserfolg gegen den großen Aufstiegsfavoriten Dynamo Dresden in der vergangenen Woche heute ein weiterer Sieg – der vierte in Folge – gelungen. Die Münchner bezwangen Viktoria Köln mit 2:0 und stiegen somit vom sechsten auf den vierten Platz auf.

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