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Bargeld, Karte, E-Wallet? Die Zahlungsmittel der Deutschen

Die Deutschen gelten in mancherlei Hinsicht als konservative Nation. Dies gilt nicht zuletzt bei den Zahlungs-Gewohnheiten. Vor 10 Jahren hatte sich in den meisten Industriestaaten die Kreditkarte durchgesetzt. An deutschen Supermarktkassen galt währenddessen weiterhin die Devise Bargeld lacht.

(Symbolfoto: pixa)
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Die Deutschen gelten in mancherlei Hinsicht als konservative Nation. Dies gilt nicht zuletzt bei den Zahlungs-Gewohnheiten. Vor 10 Jahren hatte sich in den meisten Industriestaaten die Kreditkarte durchgesetzt. An deutschen Supermarktkassen galt währenddessen weiterhin die Devise Bargeld lacht. Wie verhält es sich im heutzutage bei online getätigten Käufen? Gilt Deutschland noch immer als Entwicklungsland im Anwenden moderner Zahlungsmittel?

Deutsche halten am Kauf auf Rechnung fest

Der Kauf auf Rechnung ist bei den Deutschen noch immer beliebt. Die Seite musikmedia.de berichtet von einer für das Jahr 2018 durchgeführten Studie. Dernach entfielen knapp 28 % aller Online-Käufe auf das Rechnungsverfahren. Von Platz 2 verdrängt wurde die Bezahlung per Lastschrift. Mit 20,6 % aller Käufe ist nun die E-Wallet Paypal am zweitbeliebtesten.

Paypal rückt vor auf Platz 2

Paypal ist ein Online-Zahlungsanbieter, der lange Zeit ausschließlich mit eBay in Verbindung gebracht wurde. Erst im Jahr 2015 spaltete sich Paypal vom Internet-Auktionshaus eBay ab, um eigenständig zu werden. Während bei eBay selbst die Zahlungen weiterhin vom einstigen Tochterunternehmen dominiert werden, setzen sich in anderen Branchen inzwischen andere Online-Wallets durch. Bezahldienste wie Paysafecard, Neteller und Skrill erfreuen sich immer stärkerer Beliebtheit. Im Einzelhandel wächst dieses Segment nur langsam an. Doch gerade bei international operierenden Shops sind sie mittlerweile weit verbreitet.

Eine Branche, die E-Wallets wie selbstverständlich nutzt, ist das Online-Glücksspiel. Schaut man sich zum Beispiel die Online Casinos auf bonus.com.de an, wo die besten Boni gelistet werden, sticht die Beliebtheit der Online-Bezahldienste ins Auge. Darunter befinden sich auch neue E-Wallets wie Zimpler. Der Zahlungsdienstleister Zimpler kommt aus Schweden. Das skandinavische Land ist ein gutes Beispiel für die Anwendung des technischen Fortschritts im Alltag. So ist Bargeld in Schweden kaum noch vorhanden. Wer als Urlauber eine Woche in Stockholm verbringt, ist inzwischen auf bargeldloses Bezahlen angewiesen.

In Schweden wird geswisht

Die Schweden selbst tätigen ihre Käufe bevorzugt mit einer mobilen App. Direkt mit dem Handy zu bezahlen – das ist in Deutschland noch immer die absolute Ausnahme. Die App Swish wurde in der Zusammenarbeit mehrerer schwedischer Großbanken entwickelt und von der Bevölkerung bereitwillig angenommen. Die Bezahlung per Swish ist sogar in den schwedischen Sprachgebrauch eingegangen. Das Verb swisha bezeichnet das Bezahlen per Handy-App, wie die Seite management-circle.de berichtet.

Wie die Zahlung der Zukunft in Deutschland aussieht, ist schwer vorauszusagen. Die Nachteile des Zahlens auf Rechnung liegen auf der Hand. Man muss stets den Überblick behalten, was noch zu begleichen ist. Es kann schon passieren, dass man einen offenen Posten vergisst. Das kann zu Verzögerungen im Versand führen und im schlimmsten Fall zu Mahnungen der Verkäufer.

Die Angst vor Betrügern 

Was vielen Kunden hingegen wichtig ist: die Kontrolle über Buchungsvorgänge zu behalten. Wenn man jede Bezahlung eigenhändig ausführt, geraten nur wenige persönliche Informationen in den Umlauf. Man hat das Gefühl, weniger anfällig für die Fallen von potenziellen Betrügern zu sein, die sich zum Beispiel Kreditkarten-Informationen besorgen.

Auch bezüglich der Login-Informationen von Online-Bezahldiensten bleibt bei manchem Käufer eine gewisse Skepsis.
Dass Einkaufen im Supermarkt irgendwann ganz ohne Schlangestehen an der Kasse funktionieren kann, zeigt ein Pilotprojekt von Amazon.

Wie auf tagesspiegel.de berichtet wird, kann man sich in den USA in sogenannten Amazon Go-Läden einfach die Waren greifen, die man kaufen möchte. Anschließend geht man ohne Bezahlung hinaus. Der käufliche Erwerb wird nämlich automatisch über eine App abgewickelt.

Ob das auch im konservativen Deutschland die Zukunft ist, wird sich zeigen.

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