Corona-Pandemie
SPD-Fraktionsvize verteidigt verkürzten Genesenenstatus

Berlin – Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Dirk Wiese, hat die Entscheidung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verteidigt, den Genesenenstatus nach einer Corona-Infektion auf drei Monate zu verkürzen. Wiese sagte am Donnerstag im Inforadio vom rbb, die Entscheidung sei durch Wissenschaftler abgedeckt.
„Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen ja, dass (…) im Rahmen der jetzigen Infektionslage der Genesenenstatus nicht mehr so lange aufrechterhalten werden kann, weil ein höheres Risiko an Infektionen besteht. Das ist das, was (…) das Robert Koch-Institut, das Paul Ehrlich-Institut gesagt haben.“
Darauf müsse man sich dann auch verlassen, so Wiese. „Aber ich kann natürlich den Unmut des einen oder anderen nachvollziehen, aber nochmal: Es gibt gute Gründe, diese Entscheidung so getroffen zu haben.“ Wiese verwies darauf, dass auch andere Länder den Genesenenstatus verkürzt haben – wenn auch nicht so deutlich wie Deutschland. Weiter sagte Wiese, er sehe im Bundestag „eine Mehrheit für eine Impfpflicht“. Die sei auch sinnvoll, wenn das Impfregister noch nicht aufgebaut sei. Das brauche Zeit, die man nicht habe, denn Ziel sei jetzt „über den kommenden Herbst und Winter zu kommen“, so Wiese im Inforadio. Wiese: Impfpflicht muss erst mal ohne Register kommen Wiese sieht eine Mehrheit für eine Impfpflicht im Bundestag. Diese könne man aber nicht abhängig von der Einführung eines Registers machen, meint er. „Wer das Impfregister zur Bedingung für eine Impfpflicht macht, der wird im kommenden Herbst und Winter wieder Beschränkungsmaßnahmen haben“, sagte er nach der Debatte am Mittwoch im Bundestag. Er selbst spricht sich für eine Impfpflicht ab 18 Jahren aus. Im Februar werde es konkrete Entwürfe der Vorschläge geben.

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– Corona-Pandemie – Türkische Stadt führt Impfpflicht für Geschäftsinhaber ein

Aufgrund der steigenden Infektionszahlen haben die Behörden in Karamürsel, in der nordwesttürkischen Provinz Kocaeli, drastische Maßnahmen ergriffen.

Türkische Stadt führt Impfpflicht für Geschäftsinhaber ein
 

Holocaust
„Leugnung und Verharmlosung des Holocaust entschieden entgegentreten“

Berlin – Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte: „80 Jahre nach der Wannseekonferenz, mit der die systematische Ermordung jüdischer Männer, Frauen und Kinder, von Sinti* und Rom* und unzähligen weiteren Menschen organisiert wurde, wird immer noch der Holocaust verharmlost oder schlichtweg geleugnet. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat jetzt am 20. Januar, dem Tag, an dem vor 80 Jahren die Wannseekonferenz stattfand, eine Resolution gegen die Leugnung des Holocausts und die Verfälschung seiner Geschichte verabschiedet. Zu Recht betont sie: Die Leugnung und die Verharmlosung des Holocaust sind Formen von Antisemitismus. Die Erinnerung an die Shoah muss auch deshalb wachgehalten werden, um zu verhindern, dass ein solches Menschheitsverbrechen wieder begangen wird. Jeglicher Leugnung und Verharmlosung des Holocaust müssen Staat und Gesellschaft daher entschieden entgegentreten. Das gilt für alle derartigen Äußerungen, ob sie in den sozialen Medien oder auf Demonstrationen getätigt werden. Den Holocaust verharmlost auch, wer die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie, die demokratisch legitimierte Parlamente und Regierungen in Bund und Ländern ergriffen haben, mit der nationalsozialistischen Judenverfolgung gleichsetzt. Auch die Gleichsetzung der Politik Israels mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik und dem Völkermord an den Juden verharmlost den Holocaust und ist antisemitisch. Der Verharmlosung und Leugnung des Holocaust entgegenzutreten heißt, solche Äußerungen zurückzuweisen, zu sanktionieren und zu verhindern. Politikerinnen und Politiker, die Medien und zivilgesellschaftliche Akteure sind aufgerufen, Fälle von Verharmlosung und Leugnung des Holocaust anzuprangern und mit aller Schärfe zu verurteilen. Die Ordnungsbehörden müssen die Leugnung und Verharmlosung des Holocaust unterbinden, und die Gerichte müssen sie ahnden. Die Social Media-Unternehmen schließlich sollen – so die UN-Generalversammlung – die Leugnung oder -Verharmlosung des Holocaust aktiv bekämpfen und die Meldung solcher Inhalte erleichtern. Die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten, ist bleibende Verantwortung von Staat und Gesellschaft in Deutschland gegenüber den Ermordeten, den Überlebenden und ihren Nachfahren. Sie ist zugleich das Fundament unseres demokratischen Rechtsstaats.“

Internationale Küche
Veganes Essen in der türkischen Küche

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Die türkische Küche wird in Deutschland in erster Linie mit Döner und Kebab assoziiert. Doch tatsächlich gehört sie zu den vielfältigsten Küchen der Welt und hat auch Veganern eine Riesenpalette an köstlichen Suppen, Hauptgerichten, Beilagen, Salate und Mezes zu bieten, die nicht nur geschmacklich überzeugen, sondern auch oft sehr einfach zuzubereiten sind. Gericht, Mahlzeit, Lebensmittel, produzieren, Gemüse, Küche, asiatisches Essen, Oliven, vegetarisches Essen, Curry, Fenchel, Couscous, Kichererbsen, Zitrussaft, Kostenlose foto In PxHere Vegane Vielfalt Immer mehr Menschen interessieren sich nicht nur aus ethischen und ökologischen Gründen für die vegane Ernährung, sondern auch aus gesundheitlichen Bedenken. Sogar Sportler wie Lewis Hamilton, Serena Williams oder Lionel Messi, die sich für den Erfolg proteinreich ernähren müssen, haben laut Betway Sportwetten von der pflanzen-basierten Ernährung profitiert. Die Zahlen sprechen für sich. Seit einigen Jahren gehen sowohl die Fleischproduktion als auch der Fleischkonsum in Deutschland zurück. Viele internationale Küchen, die in Deutschland Fuß gefasst haben, bieten Veganern köstliche Alternativen an, weshalb Sorgen über ausreichend leckere Rezepte zum Kochen meist unbegründet bleiben. Unter ihnen befindet sich auch die türkische Küche, die jenseits vom Döner und Kebab eine große Auswahl an Speisen aus Gemüse und Hülsenfrüchte auftischt. Besonders beliebte Gemüsesorten sind Auberginen, Zucchini, Paprika und Tomaten. Häufig verwendete Hülsenfrüchte sind dagegen Bohnen, Linsen und Kichererbsen. Als Beilage wird oft Reis oder Bulgur serviert, die anders als in Deutschland vor dem Kochen oft in Öl angedünstet werden. Mezes, die ähnlich wie die spanischen Tapas serviert werden, sowie Salate sind traditionelle Begleiter einer Mahlzeit und bestehen oft aus pflanzlichen Zutaten.
(Foto: betway)
Simple, aber lecker Eine besonders beliebte vegane Suppe aus der türkischen Küche ist die Linsensuppe, die hauptsächlich aus roten Linsen und zerhackte Zwiebeln hergestellt wird. Je nach Rezept können auch Möhren, Kartoffel und Knoblauch hinzugefügt werden. Etwas aufwendiger ist die Ezogelin-Suppe, deren Hauptbestandteile neben roten Linsen, Bulgur und Reis sind. Wer etwas Spezielles ausprobieren möchte, sollte sich an die Schwarzkohlsuppe, eine typische Speise aus der Schwarzmeerregion der Türkei, wagen. Sie besteht hauptsächlich aus weißen Bohnen und dem Superfood Schwarzkohl, die zusammen die Vorspeise zum Eiweiß- und Vitamin-C-Lieferant verwandeln. Vegane Hauptgerichte, die häufig mit Reis oder Bulgur serviert werden, sind ebenfalls ein fester Bestandteil der türkischen Küche. Kichererbsen-, Bohnen- und Linseneintöpfe, die einfach mit Zwiebeln und Tomatenmark zubereitet werden, zählen zu den praktischsten Speisen der Küche. Auch Gemüsegerichte werden oft nach diesem Prinzip hergestellt. Ein köstliches Beispiel hierfür ist Türlü alias türkisches Allerlei. Es besteht einfach aus angedünstete Saisongemüse, die dann in einer Tomatensoße langsam gekocht wird, sodass alle Geschmäcker aus Gemüse und Gewürzen zusammen ein leichtes, aber köstlich warmes Gericht bilden. Für Veganer, die kalte und lauwarme Speisen bevorzugen, sind türkische Mezes und Salate eine großartige Option. Lecker ist der traditionelle Auberginensalat aus gegrillten Auberginen, Paprika, Tomaten und viel Knoblauch. Auch der Kisir sollte in der Speiseliste eines Veganers nicht fehlen. Der Bulgur-Salat beinhaltet hauptsächlich feinen Bulgur, Tomaten- und Paprikamark, Zwiebeln, Tomaten und Petersilie und wird oft mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Zitronensaft kräftig gewürzt. Zudem sind gefüllte Gemüse und halbwarme Gemüsespeisen in Olivenöl eine große weite Welt aus der türkischen Küche, die von fortgeschrittenen Köchen nicht unentdeckt bleiben sollten. Die türkische Küche ist allgemein bekannt für ihre Fleischgerichte. Daneben besitzt sich jedoch eine Riesenpalette aus veganen Speisen, die mit simplen Methoden aus Gemüse und Hülsenfrüchte hergestellt werden. Jeder Mensch, der einen Schritt in Richtung Veganismus wagen möchte, aber Bedenken hinsichtlich Rezeptalternativen hat, sollte einen Blick in die türkische Küche werfen. Mit Sicherheit wird jeder etwas für sich entdecken.

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– Internationale Küche – Türkei: Uşaks Tarhana-Suppe soll die Welt erobern

Die in der türkischen Küche sehr beliebte Tarhana-Suppe (Tarhana Çorbası) wird gebietsweise unterschiedlich zubereitet und ist ein urtürkisches Gericht, das auf die umherziehenden Nomadenstämme zurückgeht.

Türkei: Uşaks Tarhana-Suppe soll die Welt erobern

Handel im Netz
E-Commerce: Trends für 2022

E-Commerce wird in den letzten Jahren immer beliebter und das auf einer globalen Skala. Die weitgestreuten Fortschritte in Sachen Technologie machen den Handel im Netz immer zugänglicher für Käufer und Verkäufer. Die sich bietenden Möglichkeiten im Internet sind schier unendlich und das Umsteigen beziehungsweise Ergänzen eines Online-Shops ist unerlässlich, um weiterhin konkurrenzfähig zu sein. Auch in Deutschland steigt der Umsatz im Online-Handel seit einigen Jahren regelmäßig an. Vor allem die Ausnahmesituation der letzten Monate hat diese Entwicklung nochmals verstärkt. Für Unternehmen wird die Präsenz und der Handel im Internet folglich immer wichtiger. So betrug der Umsatz hierzulande im vergangenen Jahr knapp 110 Milliarden Euro. Prognosen vermuten 2022 das Knacken der 120-Milliarden-Euro-Marke und sehen das Wachstum bis 2025 auf fast 168 Milliarden Euro ansteigen – Zahlen, welche die Wichtigkeit des E-Commerce eindrucksvoll unterstreichen. Doch wie alles in unserer heutigen, digitalen Zeit und vor allem im Internet, wandelt sich die Umgebung rasant. Trends kommen und gehen teilweise im Monatsrhythmus und wer sie frühzeitig erkennt, hat einen enormen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. Auch in diesem Jahr müssen sich Online-Händler auf einiges einstellen. Die wichtigsten Trends, haben wir herausgesucht. Mobile Geräte im Fokus Die Verknüpfung der Gesellschaft mit dem Internet wächst stetig. Eine Entwicklung, die besonders in der jüngeren Vergangenheit zu beobachten ist, ist die steigende Präferenz für mobile Geräte. In den verschiedensten Branchen fällt dieser Trend auf und Unternehmen reagieren mit breiteren Angeboten für den mobilen Markt. Besonders die Gaming-Industrie ist von diesem Wandel betroffen und Smartphone und Tablet stellen in vielen Altersgruppen die beliebteste Plattform dar. Games, die vorwiegend im Browser gespielt werden, kommen per App und mit einer optimierten Website auf mobile Endgeräte. Seriöse Online Casinos haben diesen Aspekt früh erkannt und bieten ihr Repertoire vermehrt für tragbare Geräte an. Neben dieser Branche sind es häufig auch alltägliche Angelegenheiten wie der Gang zur Bank oder zum Amt, die mittlerweile per Smartphone und Co. durchgeführt werden können. Dementsprechend ist auch der Online-Handel auf mobilen Geräten populärer als je zuvor. Über 70% des globalen E-Commerce-Umsatzes wurden im letzten Jahr mobil umgesetzt. Eine gute Handhabung und User-Experience auf mobilen Geräten sind also auch in diesem Jahr wichtiger denn je. Online-Verkäufe steigen weiter an Wie bereits erwähnt, befindet sich der E-Commerce seit einiger Zeit im Aufschwung. Auch in diesem Jahr wird es nicht anders sein und die Umsätze und getätigten Transaktionen werden weiter zunehmen. Vor allem während der besonderen Umstände der vergangenen Monate, haben mehr Menschen die Vorteile des Online-Shoppings erkannt. Große Auswahl, schnelle Lieferungen und meist gute Preise machen es für viele zu bevorzugten Art des Einkaufens. Bei einer Befragung 2020 gaben über 80% der Befragten an, auch weiterhin im Internet shoppen zu wollen. Das Potenzial und die Chancen, die sich damit für Händler bieten, sind enorm. Ein wichtiger Aspekt, der bei dieser Entwicklung jedoch nicht vergessen werden sollte, ist das wachsende Angebot im Netz. Wer erfolgreich einen Online-Handel betreiben möchte, muss sich von der Masse absetzen. Schließlich konnten Online-Marktplätze wie Ebay oder Amazon in den vergangenen zwei Jahren zehntausende neue Händler registrieren. Um bei diesen Dimensionen konkurrenzfähig zu bleiben, muss das eigene Geschäft stets in Bewegung sein und auf Einflüsse reagieren. Einfluss von Social Media Soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram gehören inzwischen zum absoluten Alltag. Allein 2021 waren es weltweit fast 4,5 Milliarden aktive Nutzer und damit mehr als die Hälfte aller Menschen auf dem Planeten. Social Media ist bereits seit Längerem unerlässlich, um nicht den Anschluss an die Spitze der Wettbewerber zu verlieren. Wer das unglaubliche Potenzial der Plattformen nicht nutzt, büßt teils enorme finanzielle Vorteile ein. Neben der Omnipräsent der sozialen Medien hat sich aber auch ihr Einfluss auf die heutige Kultur geändert. So werden die Netzwerke immer wichtiger und prägen maßgeblich die Kaufentscheidung der Verbraucher. Laut GlobalWebIndex (GWI) ist es für 71 % der Verbraucher wahrscheinlicher, dass sie Produkte und Dienstleistungen allein aufgrund von Empfehlungen in den sozialen Medien kaufen. Des Weiteren zeigen Studien, dass Kunden, die soziale Medien während ihres Einkaufsprozesses nutzen, mit viermal höherer Wahrscheinlichkeit mehr für ihre Einkäufe ausgeben als diejenigen, die dies nicht tun. Dementsprechend wichtig ist die effektive Nutzung von Social Media, als ergänzendes Element zum E-Commerce. Umweltfaktoren Glücklicherweise steigt das Bewusstsein für Umweltangelegenheiten und Nachhaltigkeit in letzter Zeit stark an. Personen, Unternehmen und Regierungen erkennen die Notwendigkeit zu handeln und einen Teil dazu beizutragen, der Umwelt weniger Schaden zuzufügen. Gipfeltreffen und Konferenzen der größten Politiker weltweit zeigen, dass es offenkundig einer der Hauptpunkte ist, wenn es um die Zukunft des Planeten geht. Auch für die Kunden selbst gewinnt dieses Kriterium an Wichtigkeit und nachhaltige Ansätze sind eines der Hauptargumente für die Kaufentscheidung. Dabei spielen Dinge wie recycelte Verpackungen, umweltschonender Versand und der CO2-Fußabdruck des Unternehmens eine wichtige Rolle. Umfragen ergaben, dass Kunden die regelmäßig im Netz shoppen ihre Einkaufsgewohnheiten häufiger überdenken und hinterfragen als vor der Ausnahmesituation. Dementsprechend ist es nicht nur sinnvoll, den eigenen Shop nachhaltig zu gestalten, auch die transparente Kommunikation dieser Ansätze ist wichtig. Kunden schätzen die Bemühungen und neigen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einem wiederholten Einkauf. Regionales Einkaufen Mit dem unaufhaltsamen Voranschreiten des E-Commerce, wird es für den stationären Einzelhandel zunehmend schwieriger. Das gilt nicht nur für kleine örtliche Läden, sondern auch für gut gelegene größere Geschäfte auf Einkaufsmeilen und Fußgängerzonen. Eine nicht unbedeutende Anzahl an Läden musste deshalb ihre Pforten schließen. Folglich riefen die lokalen Unternehmer zum vermehrten regionalen Shoppen auf, eine Kampagne, die Erfolg zeigt. So steigt die Bereitschaft der Kunden an, lokale Händler zu unterstützen und bei eigenständigen Geschäften einzukaufen, anstatt bei großen Konzernen. So wird aus der Gefahr als stationärer Laden einzugehen die Möglichkeit, das riesige Potenzial des E-Commerce zu nutzen und damit wachsen zu können. Immerhin hat in der heutigen, onlineaffinen Welt jeder die Chance, online zu handeln. Die Digitalisierung und der E-Commerce sollten daher als Gelegenheit für den Einzelhandel gesehen werden und nicht als Bedrohung.

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– Gaming – Rekord-Deal: US-Unternehmen übernimmt türkischen Spieleentwickler Peak für 1,8 Milliarden

Der aus San Francisco stammende Online-Spiele-Anbieter Zynga („Farmville“) hat für 1,8 Milliarden US-Dollar den türkischen Handyspiele-Entwickler Peak aus Istanbul übernommen.

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Treffen in Athen
Türkei und Griechenland möchten Handelsbeziehungen stärken

Athen – Während Politiker und zahlreiche Medien auf beiden Seiten auf Spannung setzen, möchte die Wirtschaft die Beziehungen stärken. Besonders der Tourismussektor bietet zahlreiche Möglichkeiten. Die fünfte Sitzung des griechisch-türkischen Gemischten Wirtschaftsausschusses (Joint Economic Committee)  fand nach elfjähriger Unterbrechung am Montag in Athen statt. Die Delegationsleiter drückten ihre Zufriedenheit über die Reaktivierung des JEC aus, dessen letzte Sitzung vor mehr als 11 Jahren, 2010 in Ankara, stattfand. Die türkische Delegation wurde vom stellvertretenden Handelsminister Mustafa Tuzcu geleitet, die griechische Delegation vom stellvertretenden Außenminister für Wirtschaftsdiplomatie Kostas Frangogiannis, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Laut einer gemeinsamen Erklärung, die im Anschluss an das Treffen veröffentlicht wurde, begrüßten die Parteien die Reaktivierung der Kommission, deren letzte Sitzung vor mehr als 11 Jahren im Oktober 2010 in Ankara stattfand. Die Delegationen erörterten zahlreiche Themen, die die beiden Nachbarländer betreffen, darunter die Verbesserung des bilateralen Handelsvolumens, die Ermutigung von Unternehmen zur Entwicklung von Joint Ventures in Griechenland und der Türkei, die Stärkung der Zusammenarbeit im Energiebereich und die Kooperation im Transportsektor. Auch die Verbesserung der Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel, der Umweltschutz und die Wiederaufnahme der bilateralen Zusammenarbeit in Forschung und Technologie gehörten zu den Themen, die die Parteien erörterten. Insbesondere im Bereich des Tourismus äußerten sich beide Seiten zufrieden mit den Fortschritten, die in der bilateralen Zusammenarbeit in diesem Bereich während der vierten Sitzung des Gemeinsamen Türkisch-Griechischen Tourismusausschusses am 18. November 2021 und dem 9. griechisch-türkischen Tourismusforum am 17. November 2021 in der türkischen Ägäisprovinz Izmir erzielt wurden. Die Erklärung unterstreicht, dass die Parteien ihre Entschlossenheit bekräftigt haben, Wege zur Stärkung der touristischen Zusammenarbeit und zur Steigerung der Touristenströme zwischen den Ländern zu finden.

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– Griechenland – Treffen in Athen: Griechenland und Türkei wollen Handelsbeziehungen stärken

Bei seinem Besuch in Athen will der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu mit seinem griechischen Amtskollegen Nikos Dendias die Probleme zwischen Griechenland und der Türkei, die Entwicklungen in der Region, die Zypernfrage sowie die Stärkung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen erörtern.

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Corona-Krise
Städte fürchten Impfpflicht-Bürokratie

Essen – Sieben Wochen vor Einführung der einrichtungsbezogenen Corona-Impfpflicht in medizinisch-pflegerischen Betrieben gibt es in den nordrhein-westfälischen Kommunen erhebliche Zweifel an Umsetzung und Kontrollierbarkeit. „Die Bundesregierung muss schnell alle offenen Fragen klären. Es kann nicht sein, dass uns in den Städten wieder ein irrer Verwaltungsaufwand auf die Füße fällt“, warnte Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU), der zugleich Vize des NRW-Städtetages ist, gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Bislang sei völlig ungeklärt, wie sich der Bund das Zusammenspiel von Arbeitgebern und Gesundheitsämtern im Umgang mit personenbezogenen Daten vorstelle und wie Beschäftigungsverbote durchgesetzt werden sollen, so Kufen. Mit der Reform des Infektionsschutzgesetzes hat die Ampel-Koalition im Dezember beschlossen, dass ab 15. März alle Beschäftigten in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen, Arztpraxen, Pflegedienstleistern, Rettungsdiensten oder Geburtshäusern vollständig geimpft sein müssen. Das gilt nicht nur für Beschäftigte in medizinisch-pflegerischen Berufen, sondern auch für Reinigungs- und Küchenpersonal oder Verwaltungsjobs. Wird der Impfnachweis nicht erbracht, soll der Arbeitgeber dies dem zuständigen Gesundheitsamt melden, das daraufhin ein Beschäftigungsverbot aussprechen müsste. Trotz der vergleichsweise hohen Impfquote wartet auf die 53 Gesundheitsämter in NRW womöglich eine Bürokratie-Lawine. Allein bei der Stadt Essen wird davon ausgegangen, dass man es bei insgesamt 50.000 Beschäftigten in diesem Bereich mit 2500 bis 3000 Ungeimpften zu tun bekommen könnte. Die Zeit drängt: Nur wer bis zum 28. Januar eine Erstimpfung erhält, kann zum Geltungsbeginn der Impfpflicht vollständig geimpft sein. Unklar ist, wie die Gesundheitsämter bei Rechtsstreitigkeiten um medizinische Atteste, sozialen Härten wegen wegfallender Entgeltfortzahlung oder Versorgungsengpässen in einzelnen Pflegeheimen verfahren sollen. Kritiker aus der Pflegebranche hatten bereits Befürchtungen geäußert, dass die Impfpflicht den Fachkräftemangel weiter verschärfen werde.

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– Corona-Pandemie – Türkei: Gesundheitsminister Koca ruft erneut zur Booster-Impfung auf

Der türkische Gesundheitsminister hat die Bevölkerung erneut aufgerufen, sich impfen zu lassen.

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NRW
Corona-Zahlen bei NRW-Schülern explodieren

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Düsseldorf  – Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die Corona-bedingt nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, hat sich in NRW im Wochenvergleich offenbar verdoppelt. Das NRW-Schulministerium erklärte auf Nachfrage der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), dass zum Stichtag 19. Januar 2022 insgesamt 42.830 Corona-Fälle unter Schülern gezählt wurden. Das entspreche einem Anteil von 2,1 Prozent. In der Vorwoche gab es 20.232 bekannte Fälle (0,99 Prozent). In Quarantäne befanden sich demnach zum Stichtag 19. Januar insgesamt 65.389 Schulkinder (3,2 Prozent), in der Vorwoche waren es rund 38.000. Darüber hinaus wurden von den Schulen im Rahmen der wöchentlichen Abfrage des NRW-Schulministeriums insgesamt 2.462 bestätigte Corona- Fälle unter den Lehrkräften gemeldet (Vorwoche: 1.709), in Quarantäne befanden sich am 19. Januar 2022 weitere 1.592 Lehrkräfte (Vorwoche: 1.046). Keine Schule war in der vergangenen Woche pandemiebedingt geschlossen, hieß es aus dem Ministerium. „Trotz der gestiegenen Zahlen bleibt das Infektionsgeschehen landesweit unter Kontrolle. Durch die engmaschigen Testungen werden Infektionen frühzeitig erkannt und Infektionsketten unterbrochen“, so das Ministerium. Die NRW-Vorsitzende der Grünen, Mona Neubaur, sagte, NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) trage die Verantwortung für die zunehmend schwierige Lage an den Schulen: „Sie schafft es seit zwei Jahren nicht, die Schulen auf dem Weg durch die Pandemie vernünftig auszustatten, adäquat zu begleiten und angemessen mit ihnen zu kommunizieren. Kaum Luftfilter in den Klassenräumen, keine umfassenden Konzepte für digitale Unterrichtsformate, Zick-Zack bei der Maskenpflicht – die Bilanz der Schulministerin ist mehr als unglücklich.“ Die Bildungsinstitutionen benötigten jetzt „Flexibilität und Klarheit, um eigenverantwortlich auf die konkrete Situation vor Ort reagieren zu können. Dazu gehört beispielsweise, auf feste, möglichst kleine Lerngruppen ohne häufige Wechsel des Lehrpersonals zu setzen“, so Neubaur gegenüber der WAZ.

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Nordzypern-Wahlen
Nationale Einheitspartei (UBP) Sieger der Parlamentswahlen in Nordzypern

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Lefkoşa – Bei den Parlamentswahlen in Nordzypern hat die regierende Nationale Einheitspartei (Ulusal Birlik Partisi, UBP) von Präsident Ersin Tatar mit 39,53 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Zweitstärkste Kraft im Abgeordnetenhaus in Lefkoşa wurde die Republikanische Türkische Partei (Cumhuriyetçi Türk Partisi, CTP) von Parteichef Tufan Erhürman mit 32,04 Prozent. Die Demokratische Partei (DP) unter ihrem Vorsitzenden Fikri Ataoğlu erhielt 7,41 Prozent. Die Partei der Wiedergeburt (Yeniden Doğuş Partisi, YDP) 6,39 Prozent und die Partei des Volkes (Halkın Partisi, HP) 6,68 Prozent. Da bei den Parlamentswahlen in Nordzypern eine Fünf-Prozent-Hürde gilt, schafften es die übrigen Parteien nicht ins Parlament. Die Wahlamtsvorsitzende Nordzyperns, Narin Ferdi Şefik, erklärte, dass zum endgültigen Wahlergebnis noch neun Wahlurnen fehlten, da die Auszählung dieser Urnen noch laufe. Nach der Auszählung würden diese ins elektronische Wahlsystem übertragen.

Film
Türkei: Schauspielerin Fatma Girik an Corona gestorben

von Kemal Bölge Ihre schönen blauen Augen zogen so manchen Zuschauer in ihren Bann und galten zeit ihres Lebens als Markenzeichen. Wie kaum eine andere Schauspielerin vor ihr prägte Fatma Girik das türkische Kino. Sie wirkte stets authentisch und ohne Starallüren, denn die am 12 Dezember 1942 in Istanbul geborene Grande Dame des türkischen Films brachte vor und hinter der Kamera eigene Ideen mit. Den endgültigen Durchbruch schaffte sie mit dem 1960 gedrehten Film „Ölüm Peşimizdeydi“ (Der Tod hat uns verfolgt), bei dem ihr späterer Lebenspartner Memduh Ün Regie führte. Die Schauspielerin Perihan Savaş erzählte einmal, dass Girik bei den Vorbereitungen zum Film „Namus“ (Die Ehrbarkeit) sie zu ihrem Schneider mitgenommen habe und die Filmkostüme der beiden dort eigens habe anfertigen lassen. Sie soll vor dem Dreh auch das Make-up von Savaş aufgetragen haben. Während ihrer Schauspielkarriere wirkte Girik in mehr als 180 Filmen mit. Als in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland Videorekorder in türkischen Haushalten Einzug hielten, durften wir als Kinder die geliehenen türkischen Videokassetten uns anschauen. Ich schaute mir mit meinen Geschwistern gerne Action-Filme mit Cüneyt Arkın an und Fatma Girik hatte in diesen Filmen eine Aura, die ihresgleichen suchte. Für mich waren beide im Film das Traumpaar schlechthin, auch wenn sie im wirklichen Leben getrennte Wege gingen. Wir schauten uns gerne die Yeşilçam-Filme, also die türkischen Mainstreamfilme, an. Bereits mit 14 Jahren spielte Girik in ihrem ersten Film und das Glück sollte ihr lange hold bleiben. Im Alter von 79 Jahren ist Fatma Girik am frühen Montagmorgen in einem Krankenhaus in Istanbul verstorben. Das behandelnde Krankenhaus teilte mit, dass die Schauspielerin infolge einer Covid-19 Infektion an „mehrfachem Organversagen“ gestorben sei. Seit 10 Tagen befand sich Girik in der Intensivstation eines Privatkrankenhauses. Die türkische Filmindustrie verliert mit ihrem Tod nicht nur eine großartige Schauspielerin, sondern auch eine starke Persönlichkeit.

Griechenland
Sprengstoffanschlag auf Moschee in Athen

Athen – Unbekannte Täter haben einen Sprengstoffanschlag auf eine Moschee in der griechischen Hauptstadt Athen verübt. Zum Zeitpunkt der Sprengstoffdetonation befand sich niemand in der Moschee, sodass keine Menschen verletzt wurden. Wie die Zeitung Birlik berichtet, entstand durch die Wucht der Explosion im Eingangsbereich des muslimischen Gotteshauses und an parkenden Autos Sachschäden. Der Anschlag ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen etwa 3 Uhr morgens im Athener Stadtteil Patisia Agios Panteleimonas in der Stefanu-Vizantiu-Straße. Der oder die Täter sollen den Sprengstoff in den Eingangsbereich der Moschee abgelegt haben. Durch die Detonation gingen Schaufenster im Eingangsbereich sowie an parkenden Autos zu Bruch. Die Moschee befindet sich im Keller des Gebäudes und wird von Moslems aus dem Stadtteil und der Umgebung besucht.