Gastbeitrag
Kommentar: Lambrechts Sohn wurde nicht nach Sylt eingeflogen

Ein Gastkommentar von Sahin Karanlik Wenn man nur die Schlagzeilen liest, da denkt man doch auch, na, die lassen es sich aber gutgehen. Der Pöbel freut sich auf das 9-Euro-Ticket, um mal einen Blick auf die Reichen und Schönen werfen zu können und Sohnemann fliegt VIP-mäßig mit dem Heli auf die Insel Sylt. Wenn Mama Chefin der Bundeswehr ist, warum sich mit weniger zufrieden geben? Wir unten Flixbus, die oben Hubschrauber. Normal. Wegen der ganzen Aufregung und Rücktrittsforderungen, konnte man ja fast annehmen, der junge Mann setzt keinen Fuß auf die Erde. Nach Sylt mit dem Eurocopter, zum Edeka mit dem Leopard und mit dem Eurofighter nach Malle. Kein Wunder, dass wir der Ukraine nichts abgeben können. Ich finde es gut, dass genauer hingesehen wird, aber man muss den Panzer mal in der Kaserne lassen. Die Wahrheit ist dann etwas weniger spektakulär. Der Sohn wurde gar nicht nach Sylt eingeflogen. Die Verteidigungsministerin wollte einer Bundeswehrtruppe in Stadum einen Besuch abstatten und er flog einfach mit. Wäre sowieso bescheuert gewesen, wenn der einen normalen Linienflug gebucht hätte oder gleich mit dem Wagen hingefahren wäre. Dann hätten wir den exakten CO2-Schaden berechnet und dem Klimaschänder vorgeworfen, warum er nicht bei Mutti im Heli sitzt, da sie doch sowieso hinfliegt. Nach einer Hotelübernachtung ging es dann mit dem Auto nach Sylt. Der Mitflug wurde angemeldet, die Kosten von 150 Euro trägt die Ministerin privat. Das könnte sogar ich Osman-Normalverbraucher mir leisten. Also immer locker bleiben. Erschienen auf facebook Hintergrund: Business Insider hatte berichtet, dass der Sohn von Bundesverteidigungsministerium Christine Lambrecht (SPD) „mit einem Regierungshubschrauber in den Urlaub“ mitgeflogen sei. Das Verteidigungsministerium hat die Beschuldigungen am Montag zurückgewiesen. Mitflug und eine Kostenerstattung hätten „in voller Übereinstimmung mit den Richtlinien für den Einsatz von Luftfahrzeugen der Flugbereitschaft“ des Ministeriums stattgefunden. Lambrecht habe die Kosten „gemäß der Richtlinie zu 100 Prozent übernommen“, teilte ein Sprecher am Montag mit.
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– Gastbeitrag – Kommentar: Nein, Prof. Dr. Lothar H. Wieler ist nicht nur Tierarzt

Tierarzt. So wird der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar H. Wieler oft in Kommentaren der Impfgegner genannt, gestern wieder von der ollen Alice. Damit wollen einige sagen, dass der nun gar keine Ahnung davon haben kann, was Corona betrifft und völlig fehl am Platz ist.

Kommentar: Nein, Prof. Dr. Lothar H. Wieler ist nicht nur Tierarzt

Gastkommentar
Schirin Abu Akle: „Im Bundestagmilieu herrscht Schweigen“

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Die langjährige Reporterin für den arabischsprachigen Kanal Al Jazeera, Schirin Abu Akle, wurde gestern bei einem Gefecht getötet – so titeln zumindest die bekanntesten westlichen Presseagenturen, die von europäischen Medienhäusern kommentarlos übernommen werden. Zunächst einmal muss man bei Gewalttaten alle Seiten anhören: Augenzeugen, die betroffene Pressecrew, sowie die israelische Regierung, die das Tun ihrer Verteidigungsstreitkräfte (IDF) zu verantworten hat. Danach folgen die Ermittlungen, die durch unabhängige Stellen erfolgen. Dann wird die Schuld festgestellt. Aber hier sind die Beweise erdrückend. Erdrückender als z.B. der Mord am US-Journalisten Brent Renaud, der zusammen mit Kollegen im schwer umkämpften Irpin (Ukraine) unterwegs war und das erste Medien-Opfer im Ukraine-Konflikt wurde. Seit 2010 wurden laut dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) bislang elf Journalisten bei ihrer Arbeit in Israel bzw. in den besetzten Gebieten sowie in Westjordanland getötet (Quelle). Im selben Zeitraum – nur um mal ein Gefühl dafür zu bekommen – wurden in der Türkei fünf Journalisten getötet; alle entweder während der gewaltsamen völkisch-kurdischen Unruhen zwischen 2015 und 2016, vor allem aber in Zusammenhang mit dem syrischen Bürgerkrieg (*1). Nun kommt ins Kerbholz Israels heute noch ein Medien-Opfer hinzu: die 51-jährige, aus Bethlehem stammende Schirin Abu Akle. Laut ihren Kollegen und Kolleginnen der Pressecrew, die zum Tatzeitpunkt unmittelbar neben Schirin standen oder in nächster Nähe den gewaltsamen Tod miterlebten, ist die Schuldfrage längst geklärt. Denn, alle Aussagen stimmen darüber ein, dass sich die Pressecrew kenntlich gemacht hatte, es in unmittelbarer Nähe keine Vorkommnisse gab, die die IDF hätte veranlassen können, unmittelbar zu schießen. Außerdem erfolgten die gezielten Schüsse auch nach dem, als der erste Reporter verletzt wurde und lauthals geschrien habe. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die herbeieilenden Sanitäter von den IDF aufgehalten worden seien. Die Tatsache, dass praktisch alle Menschenrechtsorganisationen Israel als Apartheidstaat bezeichnen; das nur mal nebenbei. Dass die US-Führung das ganze finanziert und deckelt, arabische Nationen sich klammheimlich von den Palästinensern abwenden, ist mal nebensächlich. Weshalb die israelische Regierung die aggressive Siedlungspolitik trotz allem vorantreibt, Gläubige mehrerer Religionsgemeinschaften schikaniert, ihre Meinungen unterdrückt, kann debattiert werden. Nicht debattiert werden kann aber der moralische Bankrott des deutschen Establishments, dass sich „Nie wieder!“ geschworen hatte und dabei auch jeden Keim darin ersticken wollte. Sie sind kläglich gescheitert oder haben – und das wäre sogar geradezu kriminell – einen verschwiegenen Deal mit der israelischen Regierung. Im Bundestagmilieu herrscht auch diesmal konsequentes Schweigen, während über den Tod von Brent Renaud der Bundestagsausschuss ausgiebig informiert wurde, um die russische Aggression entsprechend scharf zu verurteilen. In sozialen Netzwerken wird derzeit über die ach so gefährliche Bandenkriminalität in NRW fabuliert, während der Hashtag #ShireenAbuAkleh durch die Decke schießt. Manche haben offenbar einen starken Magen, um das bewusst auszublenden, so z.B. Lamya Kaddor. Wir erinnern uns: Cem Özdemir hatte von der Bundesregierung die Erwartungshaltung, den „Journalisten und Journalistinnen in der Türkei volle Rückendeckung“ zu geben und dabei die „Verschärfung der Reisewarnung, Bereitschaft zur Einschränkung der Hermesbürgschaften und Einbestellung des türkischen Botschafters“ als Mittel einzusetzen. Und was macht unser Deniz Yücel, aka Besser Deniz? Auch er übt sich im Schweigen, genauso wie sein elitärer Verein PEN Germany. Es gibt aber auch Ausreißer. Zum Beispiel hält es Eren Güvercin von der Alhambra Gesellschaft für amoralisch, wenn der Vorsitzende der türkischen DITIB, Kemal Ergün, den „schrecklichen Tod“ – wie es Eren Güvercin nennt – an Shireen der IDF anlastet, aber die Pressefreiheit der Türkei nicht anspricht oder ausspricht. So etwas würden jene machen, die den „schrecklichen Tod einer Journalistin nur ideologisch ausschlachten und Feindbilder bedienen“, so Güvercin weiter. Der Herr kennt nicht einmal mehr den Unterschied zwischen Mord und Verhaftung, um eine moralische Bewertung abzugeben, aber darum geht es ihm ja auch gar nicht. Er verfolgt, wie Besser Deniz, wahrscheinlich eine ganz andere Agenda. Lassen Sie mich eins klarstellen: man kann nicht allen Journalisten und Journalistinnen in Israel, im Westjordan oder in den Palästinensergebieten ins Gesicht schießen. Man kann auch nicht die ganze Welt mit Taschenspielertricks blind machen! Die Bundesregierung wird sich mit dieser schäbigen Politik noch selbst viel Kopfschmerzen bereiten, weil sie die Ohnmacht und den Zorn im Land nicht unter Kontrolle bringen wird; weder mit dem Netzwerkdurchsuchungsgesetz, noch mit Verboten von Demonstrationen.
*1) Der syrische Journalist Fares Hamadi wurde zusammen mit seinem Kollegen Ibrahim Abd al-Qader am 30. Oktober 2015 in einer Wohnung im türkischen Urfa im Südosten der Türkei getötet. Zwei Tage nach den Morden veröffentlichte der Islamische Staat (IS) ein Video, in der sie sich für die Tat bekannten. Naji Jeff wurde im türkischen Gaziantep ermordet. Wenige Tage später bekannte sich eine islamistische Gruppierung der IS zum Mord. Rohat Aktaş, Nachrichtenredakteur der kurdischsprachigen Tageszeitung Azadiya Welat, wurde zuletzt am 30. Januar 2016 in der südosttürkischen Stadt Cizre gesehen. Tage später wurde die Leiche aus einem ausgebrannten Gebäude mit anderen Leichen geborgen. Ein DNA-Test bestätigte daraufhin die Identität. Zum Zeitpunkt des Verschwindens kämpften im belagerten Cizre Sicherheitskräfte, unterstützt mit Panzern, mit der verbotenen völkisch-kurdischen PKK. Der syrische Journalist Zaher al-Shurqat starb im Krankenhaus, nachdem ihn ein maskierter Mann in einer Straße in der südtürkischen Stadt Gaziantep laut Nachrichtenberichten in den Kopf geschossen hatte. Die Gruppe Islamischer Staat übernahm die Verantwortung für den Mord und machte Al-Shurqat zum vierten syrischen Journalisten, den die Gruppe seit Oktober 2015 in der Türkei getötet haben soll.
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– New York – „Apartheid“: UN-Menschenrechtler verurteilen Israels Annexionspläne

Israels Regierung plant die Annexion weiter Teile des Westjordanlands und steht dafür international in der Kritik.

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Russland-Krise
Trotz Russland-Drohung: Finnland beschließt NATO-Beitritt

Helsinki – Nach dem Russland-Angriff auf die Ukraine erwägen immer mehr Länder dem Militärbündnis beizutreten. Heute haben der finnische Präsident Sauli Niinistö und Ministerpräsidentin Sanna Marin sich für einen NATO-Beitritt ihres Landes ausgesprochen. Niinisto und  Marin erklärten am Donnerstag, das Land solle „unverzüglich“ einen Antrag auf Beitritt zur NATO stellen. Die Ankündigung vom Donnerstag ist das bisher deutlichste Zeichen dafür, dass Finnland einen formellen Antrag auf Beitritt zur NATO stellen wird. Die Mitgliedschaft wäre für das Land, das seit Jahrzehnten eine Politik der militärischen Neutralität verfolgt, von historischer Bedeutung. Auch Schweden könnte sich dazu entschließen. Schweden und Finnland waren bisher zwar enge Partner der NATO, jedoch keine offiziellen Mitglieder. Da Russland „immer aggressiver und unberechenbarer“ werde, sei es für das Land der richtige Zeitpunkt für einen NATO-Beitritt, so die finnische Parlamentsabgeordnete Elina Valtonen gegenüber Sky News.

Gesundheit
Die Audiometrie

Die Audiometrie ist eine Technik zur Messung der Fähigkeit, Geräusche zu hören.

Das Verfahren der Audiometrie ist recht einfach und besteht aus drei Teilen:

  • Mechanische Schallübertragung (Mittelohrfunktion)
  • Neuronale Schallübertragung (Cochlea-Funktion)
  • Fähigkeit zur Sprachunterscheidung (zentrale Integration)

Bei einer audiometrischen Untersuchung wird Ihre Fähigkeit getestet, Töne zu hören. Töne variieren je nach Lautstärke (Intensität) und Geschwindigkeit der Schallwellenschwingungen (Ton).

Arten von Audiometrietests

Wenn Sie glauben, dass Sie einen Hörverlust haben, können Sie sich an Ihren Arzt wenden, um einen Hörtest durchführen zu lassen. Möglicherweise müssen Sie einen Spezialisten, einen Audiologen, aufsuchen, um umfassende Tests durchführen zu lassen.

In der Audiometrie werden Ihnen verschiedene Tests vorschlagen, um Ihr Gehör zu beurteilen und die Ursache für einen eventuellen Hörverlust zu ermitteln. Keiner dieser Tests ist schmerzhaft. Sie müssen sich im Vorfeld nicht besonders vorbereiten, und Sie brauchen sich danach nicht zu erholen.

Reinton-Audiometrie

Dieser Test ist Ihnen vielleicht schon bekannt, wenn Sie schon einmal an einem Standard-Screening Ihres Gehörs teilgenommen haben. Sie sitzen in einem ruhigen Raum und setzen sich einen Kopfhörer auf. Die Person, die den Test durchführt, spielt eine Reihe von Tönen in verschiedenen Tonhöhen und Lautstärken in jeweils einem Ohr ab.

Sie müssen Ihre Hand heben, um zu zeigen, auf welchem Ohr Sie den Ton hören können. Sie können auch einen Tontest machen, bei dem Sie hinter jedem Ohr ein Gerät tragen, das Knochenschwinger genannt wird. Das Gerät vibriert und sendet Töne direkt an das Innenohr. Jedes Mal, wenn Sie einen Ton hören, müssen Sie darauf reagieren.

Sprachaudiometrie

Ähnlich wie bei der Reintonprüfung sitzen Sie mit Kopfhörern in einem ruhigen Raum. Sie hören Wörter in unterschiedlicher Lautstärke und wiederholen jedes Wort oder zeigen auf ein Bild, das das Wort darstellt.

Impedanz-Audiometrie

Ihr Arzt führt eine Sonde in Ihr Ohr ein. Die Sonde drückt Luft gegen Ihr Trommelfell, was ein Geräusch erzeugt. Der Arzt misst, wie sich Ihr Trommelfell als Reaktion auf den Reiz bewegt. Selbstaufzeichnende Audiometrie: Die Self-Recording-Audiometrie wird auch als Bekesy-Audiometrie bezeichnet. Dieser Test wurde erstmals 1947 von George von Bekesy eingeführt. Bei diesem Verfahren werden Intensität und Frequenz automatisch mit Hilfe eines Motors verändert.

Die Frequenz kann vorwärts oder rückwärts verändert werden. Dieser Hörtest wird mit einem Aufzeichnungsdämpfungsgerät durchgeführt. Das Dämpfungsglied kann die Signalintensität mit einer festen Rate von so vielen Dezibel pro Sekunde entweder erhöhen oder verringern. Die Wirkung des Abschwächers kann vom Hörer gesteuert werden.

Computergestützte Audiometrie (Mikroprozessor-Audiometrie)

Das erste kommerzielle Mikroprozessor-Audiometer wurde 1975 eingeführt. Das typische Mikroprozessor-Audiometer verfügt über eine Multifunktionstastatur. Im Vergleich zu den manuellen und selbstaufzeichnenden Audiometern bieten die Mikroprozessor-Audiometer erhebliche Vorteile.

Subjektive Audiometrie

Bei diesem Test werden die Versuchspersonen gebeten, auf ein dargebotenes Geräusch zu reagieren. Bei diesem audiometrischen Test können den Versuchspersonen systematisch variierende akustische Reize dargeboten und ihre Reaktionen aufgezeichnet werden.

Objektive Audiometrie

Im Gegensatz zur subjektiven Audiometrie ist dieser Test nicht von den Antworten der Patienten abhängig. Allerdings werden die Probanden gebeten, beim Anbringen der Messelektroden oder Sonden zur Durchführung des objektiven Tests mitzuwirken.

Warum wird eine Audiometrie durchgeführt?

Ein Audiometrietest wird durchgeführt, um festzustellen, wie gut Sie hören können. Dies kann im Rahmen einer Routineuntersuchung oder als Reaktion auf einen spürbaren Hörverlust erfolgen.

Häufige Ursachen für einen Hörverlust sind:

  • Geburtsfehler
  • chronische Ohrinfektionen
  • vererbte Erkrankungen wie Otosklerose, bei der ein abnormales Knochenwachstum die Funktion der Strukturen im Ohr beeinträchtigt
  • eine Verletzung des Ohrs
  • Innenohrerkrankungen wie die Ménière-Krankheit oder eine Autoimmunerkrankung, die das Innenohr beeinträchtigen regelmäßige Exposition gegenüber lauten Geräuschen
  • ein gerissenes Trommelfell

Schallempfindungsschwerhörigkeit tritt auf, wenn die Haarzellen in der Cochlea nicht mehr richtig funktionieren. Die Cochlea ist der Teil des Ohrs, der Schallschwingungen in Nervenimpulse umwandelt, die an das Gehirn weitergeleitet werden.

Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit kann auch durch eine Schädigung des Nervs entstehen, der die Schallinformationen an das Gehirn weiterleitet, oder durch eine Schädigung eines Teils des Gehirns, der diese Informationen verarbeitet. Diese Art von Hörverlust ist in der Regel dauerhaft. Er kann leicht, mittelschwer oder schwerwiegend sein.

Was sind die Risiken?

Der Test birgt keine Risiken.

Wie erhalte ich die Testergebnisse?

Der Audiologe wird die Testergebnisse mit Ihnen besprechen. Ein Bericht wird an Ihren überweisenden Arzt geschickt, bei dem es sich um einen Neurochirurgen, einen HNO-Arzt oder einen Hausarzt handeln kann. Dort wird man mit Ihnen besprechen, was die Testergebnisse für Ihren Zustand und die Behandlungsmöglichkeiten bedeuten.

Was ist ein Audiogramm?

Die Ergebnisse eines Hörtests werden in einem Audiogramm dargestellt. Ein Audiogramm ist ein Diagramm, das die leisesten Töne zeigt, die eine Person bei verschiedenen Tonhöhen oder Frequenzen hören kann.

Je näher die Markierungen am oberen Rand des Diagramms liegen, desto leiser sind die Töne, die die Person hören kann. Wo die Ergebnisse des Patienten auf dem Audiogramm liegen, zeigt die verschiedenen Grade der Hörminderung an. Das unten abgebildete Audiogramm zeigt die verschiedenen Grade der Hörminderung.

Audiogramm-Symbole

Ein „O“ steht häufig für die Antworten des rechten Ohrs und ein „X“ für die Antworten des linken Ohrs. Eine Legende auf dem Audiogramm, ähnlich wie auf einer Landkarte, gibt Aufschluss über die Bedeutung der verschiedenen Symbole.

Die im Audiogramm dargestellten Tonhöhen sind für das Hören und Verstehen von Gesprächen am wichtigsten. Jeder Laut, den wir hören, wenn jemand spricht, hat eine andere Tonhöhe und Lautstärke. Das „s“ zum Beispiel hat eine hohe Tonhöhe und ist leise. Der „o“-Laut hat eine niedrige Tonhöhe und ist lauter.

Was sind die Vorteile der Audiometrie?

Die Audiometrie ist nicht nur äußerst genau und eine schnelle Methode zur Beurteilung der Hörfunktion, sondern bietet auch eine Reihe weiterer Vorteile. Dazu gehören:

Diagnostische Nützlichkeit

Die Bandbreite an Informationen, die nach einem audiometrischen Hörtest zur Verfügung stehen, ist für Audiologen und Hörgeräteakustiker äußerst wertvoll.

In vielen Fällen benötigen Patienten keine weiteren Hörfunktionstests und können nach einem nicht-invasiven Standard-Hörtest eine angemessene Behandlung und Symptomkontrolle erhalten.

Minimale Ausrüstung erforderlich

Für die Durchführung von Audiometrie –Test benötigen die Fachkräfte des Gesundheitswesens lediglich eine ruhige Umgebung, Kopfhörer, eine Aufnahme geeigneter Töne und Audiogramme zur Aufzeichnung der Ergebnisse.

Geringe Kosten

Da für die Durchführung der Audiometrie –Test nur eine minimale Ausrüstung erforderlich ist, stellt sie eine relativ kostengünstige Methode zur Beurteilung der Hörfunktion einer Person dar. Trotzdem liefern sie eine große Bandbreite an Daten und sehr genaue Ergebnisse.

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Prävention durch kontrollierte UV-Lichtbestrahlung mindert deutlich das Risiko Hautkrebs zu bekommen.

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Ukraine-Konflikt
Bundesinnenministerin Nancy Faeser: „Putin will unsere Gesellschaft destabilisieren“

Hamburg – Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) warnt, der russische Angriffskrieg und die damit verbundenen Preissteigerungen gefährdeten die deutsche Demokratie. „Menschen, die in wirtschaftliche Not geraten, können empfänglicher sein für radikale Erzählungen und Lügen. Putin weiß das genau. Er will Angst schüren, unsere Gesellschaft destabilisieren. Das ist Teil seiner Kriegsführung“, sagt Faeser in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern. Mit Desinformationskampagnen in sozialen Netzwerken versuche der russische Präsident Wladimir Putin das Vertrauen der Deutschen in den Staat und seine Institutionen zu zerstören. Faeser sagt, das Bundesinnenministerium gehe gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden konsequent gegen solche hybriden Bedrohungen vor:
„Direkt nach Kriegsbeginn haben wir eine Task-Force aufgebaut. Sie soll russische Falschinformationen im Netz erkennen und dafür sorgen, dass sie schnell widerlegt werden. Am besten nicht nur von uns, sondern auch von anderen glaubwürdigen Quellen, die wir auf gefälschte Bilder oder Videos hinweisen.“
Die Bundesinnenministerin sagt, der Staat müsse durchgreifen, wenn eine Plattform wie Telegram zum Brandbeschleuniger für eine radikalisierte Szene werde. Im Dezember hatte eine Gruppe bei Telegram geplant, den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zu ermorden, im April wurde auf Telegram die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach geplant. Faeser: „Jede Straftat im Netz muss so konsequent verfolgt werden wie in der analogen Welt. Ich dulde keine rechtsfreien Räume. Nirgendwo.“ Faeser ruft die deutschen Bürger dazu auf, Gewaltaufrufe, Beleidigungen und andere Straftaten in sozialen Netzwerken bei der Polizei anzuzeigen. „Melden Sie das, wenn Sie so etwas sehen. Die Sicherheitsbehörden greifen durch, aber wir sind hier auch auf die Mitwirkung der Bürger angewiesen“, so Faeser. Polizisten will die Innenministerin mit Schulungen „sensibilisieren für die Gefahr im virtuellen Raum.“ Im Interview mit dem stern spicht Faeser auch über ihre persönliche Sicherheitslage: „Morddrohungen gehören zur Jobbeschreibung einer Innenministerin dazu.“ Sie versuche, Drohbriefe und Mordaufrufe nicht persönlich zu nehmen und sich zu sagen: „Die meinen ja nicht mich, die meinen mein Amt. Aber natürlich macht das etwas mit einem, vor allem, wenn man Familie hat.“ Als Mutter habe sie ihrer Familie gegenüber manchmal ein schlechtes Gewissen. Aber dann denke sie sich: „Jetzt erst recht. Ich lasse mich nicht einschüchtern. Wenn ich zurückweiche, ist das ein Sieg für die Feinde unserer Demokratie. Das gönne ich denen nicht. Wir dürfen nicht zurückweichen. Nicht einen Millimeter.“

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Kommentar
Habeck – Auf der Latrine mit Erdogan und Katar

Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel Im römischen Reich wurden auf der Latrine doppelte Geschäfte gemacht. Das natürliche sowie das politische. Derzeit sitzt Wirtschaftsminister Robert Habeck zwischen Erdogan und Katar. Es geht um die kurzfristige Aufrechterhaltung der Energiesicherheit Deutschlands. Das Private hat Habeck noch nicht im Griff, aber bald! Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck steckt in seiner dringlichen Mission, die Abhängigkeit vom russischen Gas gegen null zu drücken, in einem Dilemma. Noch immer ist ein Deal mit Katar über einen Liefervertrag für Flüssiggas nicht unter Dach und Fach. Katar hat einige Bedingungen und sitzt am längeren Hebel. Habeck hat es aber in vielerlei Hinsicht nicht einfach. Die Moralkeule, die man in den früheren Jahren gegen sogenannte illiberale Nationen wie Katar geschwungen hat, gerät aus dem Gleichgewicht und droht auf die eigene Wirtschaft wie auch die neu erkämpfte Regierungsbeteiligung zu fallen. Katar weiß das, Erdogan auch. Das Erdgasfeld Leviathan Erst kürzlich besuchte der israelische Staatspräsident Jitzchak Herzog nach über 15 Jahren Eiszeit als erster israelischer Offizieller Ankara, um mit dem türkischen Staatspräsidenten auch über die gemeinsamen Interessen bei der Gasversorgung zu sprechen. Dabei geht es vor allem um das Erdgasfeld Leviathan im östlichen Mittelmeer. Ankara würde sich gern unabhängiger von Russland, aber auch vom Iran machen, setzt dabei unter anderem auf Leviathan. Gasfelder Khor Mor und Chemchemal Ankara setzt aber auch auf die kurdische Autonomieregion im Nordirak sowie auf deren Gasfelder Khor Mor und Chemchemal. Der Deal mit der Autonomiebehörde im Nordirak zeigt sich auch in den Gegenleistungen, wovon Ankara doppelt profitiert: Ankara sorgt dafür, dass die völkisch-kurdische PKK im Nordirak keine Gefahr mehr für die Autonomieregierung darstellt, in dem sie sich tief im Nordirak festsetzt und Operationen durchführt. Andererseits sorgt Ankara damit auch für mehr innere Sicherheit gegenüber dieser Terrororganisation.
(Grafik: TRT)
Katar und Erdogan Erdogan verfügt bis heute über ausgezeichnete Beziehungen zu Katar, als andere noch die Nase rümpften, das Emirat als Quell des Terrorismus bezeichneten oder auf einen Boykott gegen die WM 2022 setzten. Katar hat Gas, jedoch nicht in dem Umfang, wie Russland sie derzeit liefert. Die Steigerung der Produktion seitens Katar, begründet auch die Forderung nach einer längeren Vertragsbindung als einer kurzen, die Habeck gern hätte, um die Klimaziele nicht zu gefährden. Aber Katar würde von kürzeren Laufzeiten, wie sie Habeck durchsetzen will, nicht profitieren, weil das Emirat erst einmal viel investieren müsste. Die Türkei würde investieren, um auch die eigene Grundversorgung aufzustocken, weil der Mehrbedarf jährlich steigt. Aber auch Ankara, insbesondere Erdogan, hat unausgesprochene Bedingungen, die Berlin sehr wohlbekannt sind und deshalb Kopfzerbrechen bereiten. Und so sitzt Habeck zwischen zwei möglichen Grundversorgern, die untereinander einerseits privates bereden und andererseits Geschäfte treiben. Die Welt da draußen ist gegenüber Habeck unerbittlich Die Welt ist unerbittlich und hart. Hart waren die Vorwürfe Berlins gegenüber Ankara. Ankara saß das bislang aus, um die Gunst der Stunde abzuwarten. Inzwischen haben sich die Verhältnisse grundlegend gewandelt. Ankara steht wieder als Gesprächspartner an vorderster Front. Ankara reagiert auf die neuen Bedürfnisse Deutschlands und winkt bereits als Retter in der Not – noch viel mehr als Katar. Ankara ist aber genauso unerbittlich wie Katar. Ankara sitzt am weitaus längeren Hebel, zumal die Türkei als Transitland, als Energiehub alle Voraussetzungen erfüllt, um Europa schnell und günstig mit Gas von israelischen Gasfeldern, mit Gas aus aserbaidschanischen oder nordirakischen Gasfeldern zu versorgen. Eins steht fest: Was auch Habeck tut, es wird teuer! Wie teuer, liegt an Habeck und der Bundesregierung. Vor allem daran, wie man sich nach dem viel Porzellan zerschlagen gegenüber der türkischen Regierung, explizit Erdogan verhält. Noch sträubt sich Habeck, offen auf Erdogan einzugehen, aber die Zeit verrinnt und der Durchhaltewillen in Deutschland schwindet. Wie wird Habeck das dem Wahlvolk verkaufen?
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– Herzog-Besuch – Erdogan: Türkei und Israel können Gas nach Europa liefern

Der türkische Präsident wird im nächsten Monat bei Gesprächen mit seinem israelischen Amtskollegen die Zusammenarbeit im Energiebereich erörtern.

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Tourismus
Großbritannien warnt vor Gesundheitsreisen in die Türkei

London – Wettbewerbsfähige Preise, innovative Technologien und gut ausgebildete Fachkräfte haben den Medizintourismus in der Türkei weltweit bekannt gemacht und der türkischen Wirtschaft Milliarden von Dollar eingebracht. Medizinische Behandlungen können schon wenige Wochen im Voraus gebucht werden, wobei Eingriffe wie Haartransplantationen und Brustimplantate in der Türkei deutlich günstiger sind als in Europa. Die Patienten sind mit den Behandlungen zum größten Teil sehr zufrieden, in wenigen Fällen kam es durch unseriöse Anbieter jedoch auch zu Tragödien. Das britische Außenministerium hat nun eine Reisewarnung für medizinische Behandlungen in der Türkei herausgegeben. Dort seien seit Januar 2019 bei Operationen 17 Briten gestorben. „Der Standard der medizinischen Einrichtungen und der verfügbaren Behandlungen variiert stark auf der ganzen Welt. Daher sollten britische Staatsangehörige, die eine medizinische Behandlung in der Türkei in Erwägung ziehen, ihre eigenen Nachforschungen anstellen. Es ist unklug, sich auf private Unternehmen zu verlassen, die ein finanzielles Interesse an der Organisation Ihrer medizinischen Behandlung im Ausland haben“, so das Ministerium in einer Mitteilung. Das Ministerium rät Briten, die einen medizinischen Eingriff in der Türkei in Erwägung ziehen, sicherzustellen, dass die gewählte Einrichtung bei den türkischen Behörden akkreditiert ist. „Eine Liste der Einrichtungen, die über eine Akkreditierung verfügen, finden Sie auf der Website der Generaldirektion für Gesundheitsdienste“, so das Ministerium weiter. Das National Travel Health Network and Centre rät Personen, die eine Reise für eine Behandlung in Erwägung ziehen, ihre Pläne sorgfältig mit ihrem britischen Arzt, Zahnarzt oder Krankenhausspezialisten besprechen, bevor sie sich auf einen Eingriff im Ausland festlegen.
„Reisende sollten vor der Reise direkt mit der medizinischen Fachkraft sprechen, die die geplante Behandlung durchführt, und deren Qualifikationen und Referenzen unabhängig überprüfen. Medizinische Beratung durch ein Reisebüro oder einen Verwalter ist inakzeptabel. Eine angemessene Reisekrankenversicherung ist unerlässlich“

Zum Thema

– Gesundheitstourismus – Türkei: 1500 Haartransplantationen täglich

Laut der Türkischen Gesellschaft für Plastische und Ästhetische Chirurgie steht die Türkei weltweit an dritter Stelle für Haartransplantationen. Täglich würden fast 1500 Behandlungen durchgeführt. Nicht nur die erschwinglichen Preise seien der Grund für die Beliebtheit der Türkei, sondern auch die Professionalität und Erfahrung der Ärzte.

Türkei: 1500 Haartransplantationen täglich
   

Immobilien
Mieten: Bis zu 51 Quadratmeter weniger als vor 10 Jahren

NürnbergEin 10-Jahresvergleich von immowelt zur Veränderung der für 1.000 Euro Kaltmiete erhältlichen Wohnfläche in den 14 größten deutschen Städten zeigt:
  • In allen Städten gibt es 2021 für das gleiche Geld deutlich weniger Wohnraum als 2011 – in der Spitze Rückgang von 51 Quadratmetern
  • In München sinkt der für 1.000 Euro Miete erhältliche Wohnraum von 83 auf 48 Quadratmeter, in Berlin von 114 auf 70 Quadratmeter
  • Deutlichste Rückgänge in Dortmund (-51 Quadratmeter) und Leipzig (-46 Quadratmeter)
Wer vor 10 Jahren nach einer Wohnung in der Großstadt suchte, hatte gute Chancen für 1.000 Euro Miete eine geräumige Bleibe zu finden. In München bekamen Mieter im Median 83 Quadratmeter Wohnraum, in Berlin gab es für das Budget sogar 114 Quadratmeter. 10 Jahre später bekommen Mieter für die gleiche Summe deutlich weniger Fläche, wenn sie eine Wohnung neu anmieten: In München reichen 1.000 Euro Miete gerade noch für 48 Quadratmeter (-42 Prozent), in Berlin lediglich für 70 Quadratmeter (-39 Prozent). Das ist das Ergebnis eines 10-Jahresvergleichs von immowelt, in dem die angebotenen Mietwohnungen in den 14 deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern untersucht wurden. Am stärksten fällt der absolute Rückgang in Dortmund aus: Vor 10 Jahren fand man für 1.000 Euro Kaltmiete noch eine Wohnung mit 150 Quadratmetern. Heute erhalten Wohnungssuchende in Dortmund für das gleiche Budget nur noch 99 Quadratmeter – ein Minus von 51 Quadratmetern. Zwar hatten 1.000 Euro 2011 inflationsbedingt noch eine höhere Kaufkraft – damit allein lässt sich jedoch nicht erklären, warum die heute für diesen Betrag angebotenen Wohnungen deutlich kleiner ausfallen. So haben vor allem die enormen Mietpreisanstiege der vergangenen 10 Jahre dafür gesorgt, dass Mieter, die heute nach einer Wohnung suchen, für dasselbe Budget deutlich weniger Wohnraum erhalten als noch 2011. Starker Rückgang in Leipzig, geringstes Minus in Hamburg Nach Dortmund ist in Leipzig die Verringerung bei der Wohnfläche am stärksten. Für 1.000 Euro Kaltmiete bekamen Leipziger Mieter 2011 noch eine Wohnung mit 143 Quadratmetern. Wer 10 Jahre später eine Wohnung in Leipzig neu anmieten will, erhält für das gleiche Budget 46 Quadratmeter weniger Wohnraum. Auch in Dresden bekommen Mieter für ihr Geld heute deutlich kleinere Wohnungen: Während es 2011 für 1.000 Euro Kaltmiete noch 130 Quadratmeter Wohnfläche gab, bekommen neue Mieter heute für denselben Betrag nur noch 92 Quadratmeter – ein Rückgang von 38 Quadratmetern. Allerdings erhalten Wohnungssuchende in günstigen Großstädten wie Dresden, Leipzig oder Dortmund trotz der starken absoluten Rückgänge für 1.000 Euro Miete immer noch vergleichsweise geräumige Wohnungen. Am geringsten ist das Minus bei der Wohnfläche in Hamburg. Für 1.000 Euro bekommen Mieter in der Hansestadt heute 18 Quadratmeter weniger Wohnraum als 2011. Auch in Hannover ist die Verringerung mit 20 Quadratmetern eher moderat. In beiden Städten sind die Mietpreise weniger stark gestiegen als in anderen Großstädten – die Rückgänge beim Wohnraum fallen dementsprechend geringer aus. Der enorme Anstieg der Angebotsmieten in vielen Großstädten hat eine verstärkte Immobilität auf dem Wohnungsmarkt zur Folge: Selbst Umzugswillige verbleiben in ihren großen Mietwohnungen, da ein Wechsel in eine kleinere Immobilie nicht mit einer Kostenersparnis verbunden wäre. Im Gegenteil: Oftmals müssten Mieter beim Umzug sogar mehr Geld für eine kleinere Wohnung ausgeben. Vor allem ältere Menschen bleiben daher häufig in ihrer preiswerten, geräumigen Wohnung – auch wenn sie den Platz eigentlich nicht mehr benötigen.

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– Türkei – Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent

Die Miet- und Immobilienpreise in der türkischen Provinz Antalya sind seit Beginn des russisch-ukrainischen Krieges in die Höhe geschnellt, da Russen und Ukrainer, die aus ihren Ländern fliehen mussten, dort Immobilien erwerben.

Ukraine-Krieg: Mieten steigen in Antalya um bis zu 300 Prozent

Digital Services Act
Hass, Hetze, Fake News: EU beschließt Regeln für digitale Dienste

Was offline illegal ist, soll auch online illegal sein. Das gilt für Hassrede und Terrorpropaganda, aber auch für gefälschte Produkte, die auf Online-Marktplätzen verkauft werden. Ende April 2022 haben sich die EU-Staaten und das Europaparlament auf ein Gesetz über digitale Dienste ( Digital Services Act, DSA) geeinigt, das die dringendsten Probleme des Internet-Zeitalters angeht. Die Plattformen sollen damit mehr Verantwortung übernehmen. Es ist ein Meilenstein in der Geschichte der Europäischen Union.

Der DSA ist Teil eines Digital-Pakets, das die EU-Kommission Ende 2020 vorgeschlagen hat. Der zweite Teil des Digital-Pakets ist das Gesetz über digitale Märkte ( Digital Markets Act, DMA), bei dem es schon Ende März 2022 eine Einigung gab. Der DMA hat das Ziel, die Marktmacht von Tech-Giganten wie Google und Facebook mit strengeren Regeln zu beschränken.

Für wen gelten die neuen Regeln?

Grundsätzlich werden die neuen Regeln für digitale Vermittler gelten, die Verbraucherinnen und Verbrauchern Zugang zu Waren und Inhalten ermöglichen. Das betrifft Online-Marktplätze wie Amazon, soziale Medien wie Facebook und die Video-Plattform Youtube oder Suchmaschinen wie Google. Dabei gilt: Je größer der Dienst, desto strenger die Regeln. Kleine Unternehmen mit weniger als 45 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern im Monat können mit Ausnahmen rechnen.

Was umfasst der DSA?

Illegale Inhalte wie Hassrede, Gewaltaufrufe oder Terrorpropaganda zügig entfernen – das sind die Ziele des DSA. Nutzerinnen und Nutzer sollen derlei Inhalte einfach melden können, Unternehmen die Inhalte nach Hinweis zeitnah löschen. Außerdem soll es die Möglichkeit geben, die Lösch-Entscheidungen der Plattformen anzufechten und Entschädigung zu fordern.

Unterschieden wird zwischen illegalen Inhalten und solchen, die zwar schädlich sind, aber unter die Meinungsfreiheit fallen – etwa Lügen über die Wirksamkeit von Impfstoffen. Die Verbreitung solcher Fake News kann die Gesundheit von Menschen gefährden. Ein anderes Beispiel sind Falschbehauptungen zu Essstörungen, die Jugendliche in die Magersucht treiben können.

Wie ist der Online-Handel von Inhalten und Waren künftig geregelt?

  • Marktplätze im Internet werden dazu verpflichtet, Anbieter vor einer möglichen Zusammenarbeit genau zu überprüfen. Dadurch sollen weniger gefälschte Produkte im Netz landen.
  • Sensible Daten wie religiöse Überzeugungen, sexuelle Vorlieben oder politische Ansichten dürfen nur begrenzt für gezielte Werbung genutzt werden.
  • Grundsätzlich wird Minderjährigen keine personalisierte Werbung mehr angezeigt.
  • Soziale Netzwerke müssen ihre Empfehlungsalgorithmen transparenter machen.

Bei Verstößen drohen Strafen in Höhe von sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes

Neu ist ein Krisenmechanismus, den die EU-Kommission wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine nachträglich ergänzt hat. Der Vorschlag zielt darauf ab, in Fällen wie Krieg, Pandemie oder Terror die Auswirkungen von Manipulation im Internet zu begrenzen. Die EU-Kommission kann den Mechanismus auf Empfehlung des Gremiums der nationalen DSA-Koordinatorinnen und -Koordinatoren auslösen und danach über die Anwendung entscheiden.

Was ändert sich für große Dienste?

Als groß gelten Plattformen und Suchmaschinen ab 45 Millionen Nutzerinnen und Nutzern. Mit Blick auf schädliche Inhalte müssen diese Unternehmen künftig einmal jährlich eine Risikobewertung vorlegen und notwendige Lösungen vorschlagen. Diese Berichte werden unter anderem von der EU-Kommission geprüft. Die Forschung soll ebenfalls Zugang zu relevanten Daten erhalten, um zu analysieren, wie die Plattformen funktionieren und wie sich die Risiken im Internet entwickeln.

Das Europaparlament und die EU-Staaten müssen die neuen Regeln für digitale Dienste noch bestätigen, was als Formsache gilt. Nach Inkrafttreten ist eine Übergangsfrist vorgesehen, sodass die neuen Regeln voraussichtlich ab 1. Januar 2024 gelten. Für große digitale Dienste dürfte es bereits Mitte 2023 so weit sein.

Hier gibt es weitere Informationen zum Konferenzthema „Digitaler Wandel“. Lesen Sie im FuturEU-Hintergrund wie Datenschutz in der EU geregelt wird.

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Ernährung
Fleischersatz: Produktion um 17 % gestiegen

Ob Tofuwurst, Seitanschnitzel oder Veggie-Burger – der Markt mit den vegetarischen oder veganen Alternativen zum Fleisch boomt. Im Jahr 2021 produzierten die Unternehmen hierzulande im Vergleich zum Vorjahr knapp 17,0 % mehr Fleischersatzprodukte, im Vergleich zum Jahr 2019 erhöhte sich die Produktion sogar um 62,2 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Im Jahr 2021 wurden 97 900 Tonnen Fleischersatzprodukte produziert, im Vorjahr waren es rund 83 700 Tonnen und zwei Jahre zuvor noch 60 400 Tonnen. Der Wert dieser Produkte erhöhte sich im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 22,2 % auf 458,2 Millionen Euro (2020: 374,9 Millionen Euro). Im Vergleich zum Jahr 2019 stieg der Wert um 68,0 %. Damals lag er bei 272,8 Millionen Euro. Auch die Zahl der Unternehmen, die in Deutschland produzieren, erhöhte sich von 34 in den Jahren 2019 und 2020 auf 44 im Jahr 2021. Wert des produzierten Fleisches rund 80 Mal so hoch wie der von Fleischersatzprodukten Trotz dieses Anstiegs fällt der Wert von Fleischersatzprodukten im Vergleich zu Fleischprodukten verhältnismäßig gering aus. Im Jahr 2021 betrug der Wert von in Deutschland produziertem Fleisch und Fleischerzeugnissen 35,6 Milliarden Euro – und damit rund das 80-fache des Wertes der Fleischersatzprodukte. Seit dem Jahr 2019 ist jedoch – das zweite Jahr in Folge – beim Wert der Fleischprodukte ein Rückgang zu beobachten: Im Jahr 2021 ging er gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % zurück, gegenüber dem Jahr 2019 um 11,3 %. Im Jahr 2019 hatte der Wert der Fleischproduktion in Deutschland mit 40,1 Milliarden Euro den höchsten Wert seit zehn Jahren erreicht. Fleischkonsum in Deutschland auf Tiefstand In Deutschland wurde zuletzt immer weniger Fleisch verzehrt: Der Pro-Kopf-Verzehr lag nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Jahr 2021 bei 55,0 Kilogramm pro Kopf. Das war ein Rückgang um 12 % gegenüber dem Jahr 2011 (62,8 Kilo pro Kopf) und der niedrigste Wert seit Beginn der Berechnung im Jahr 1989.

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Wie immer mehr Studien beweisen, ist der Verzehr von weniger tierischen Produkten nicht nur gut für den Planeten, sondern auch gut für die Gesundheit. Insbesondere zeigen immer mehr Beweise, dass eine pflanzliche Ernährung die kardiovaskuläre Gesundheit fördern könnte.

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