Freizeit
Warum wir unsere liebsten Serien immer wieder ansehen

Wir können einfach nicht anders – und schon schauen wir uns unseren liebsten Film oder unsere Serie ein weiteres Mal an. Wer kennt es nicht, man wartet auf die neue Staffel und beginnt einfach noch einmal von vorne. Und wenn die Auswahl eines Films mal wieder schwerfällt, greift man auf die gängigen Favoriten zurück, denn diese enttäuschen nie. Aber warum tun wir das und was führt uns dazu, Dinge erneut anzusehen, obwohl wir sie bereits kennen und eine breite Auswahl an neuem Entertainment zur Verfügung haben?

Die Psychologie dahinter 

Die Frage, warum Menschen immer wieder dasselbe machen oder sich ansehen, hat Philosophen, Anthropologen, Ökonomen und Psychologen seit Jahrhunderten in seinen Bann gezogen. Wir wiederholen lieber Handlungen, anstatt uns an etwas Neues zu wagen. Hier geht es unter anderem um Gewohnheiten, Rituale und eine starke Faszination für diese Geschichten. Wir kennen die Handlung, wir können uns mit den Hauptfiguren identifizieren und in irgendeiner Weise bieten uns diese Geschichten eine Möglichkeit, der realen Welt zu entfliehen. Und wenn wir die Handlung bereits kennen, fühlen wir uns direkt wohl und sind wie in einer vertrauten Umgebung innerhalb unserer Komfortzone.

Zuneigung und unsere Komfortzone 

Etwas immer wieder anzusehen, scheint, als würde es Spaß machen. Aber verliert sich hier nicht der eigentliche Reiz? Auf der einen Seite stimmt das, aber es wird etwas viel Interessanteres und Größeres erzeugt: Zuneigung und Komfort. Wiederholung erzeugt genau dies. Gewohnte Geschichten, wie in Serien, erfordern weniger mentale Energie, um sie zu verarbeiten, und wenn etwas leicht zu bedenken ist, halten wir es für gut. Ein Film, den wir schon sieben Mal gesehen haben, ist wunderbar einfach zu verarbeiten.

Ein gutes Beispiel für Wiederholungsentertainment bieten zum Beispiel die tief verzweigten und interessanten Familienbaumstämme aus der Serie Game of Thrones. Fans der populären Fantasyshow schauen sich die alten Staffeln gerne immer wieder an und tauchen so stets aufs Neue in die Fantasiewelt im Mittelalter an. Sie entwickelt sich zu einer Komfortzone, ein Safe Space.

Der nostalgische Grund 

So wie es schön ist, bekannte Filme anzusehen, nur weil sie bekannt sind, kann es schön sein, sich an die Vergangenheit zu erinnern, nur weil es die Vergangenheit ist. Manchmal sehen wir uns einen alten Film an, um eine Vorliebe dafür zu entwickeln, wie die Dinge waren. Oft sind wir selbstsüchtiger als das. Oder wir verbinden gewisse Gefühle und Emotionen damit. Wenn wir es also immer wieder ansehen, können wir genau diese Gefühlslagen aufs Neue erleben. So kann es als Zeitmaschine gesehen werden, um eine verlorene Erinnerung wiederzubeleben.

Ein Gefühl von Vertrautheit 

Und letztendlich fühlen wir uns einfach vertraut. Wir kennen die Handlung, die Aktionen und können eine noch stärkere Bindung aufbauen. Das stärkt die Faszination und beispielseise bei Game of Thrones, eine Serie mit so unglaublich viel Detail, können wir auf genau diese Kleinigkeiten nun achten. Wir kommen immer wieder zurück in diese Welt, die uns so fasziniert und der wir immer vertrauter werden, je öfter wir die Serie sehen.

Fitness
Wie Nahrungsergänzungsmittel Ihre Gesundheit und Fitness verbessern können

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Nahrungsergänzungen, auch als Supplements bekannt, können für Gesundheit und Fitness eine großartige Möglichkeit sein, den Muskelaufbau und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen. Superfoods, Nootropika  und Nahrungsergänzungsmittel sind bei Rawpowders.de in Pulverform erhältlich und wurden entwickelt, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen und unterstützend zu wirken. Einige der beliebtesten Arten sind Ergänzungen vor dem Training, Aminosäuren und Proteinpulver, andere haben Vitamine, Mineralien, Kräuter und Pflanzenstoffe.

Superfoods

Superfoods sind nährstoffreiche Produkte, die Gesundheit und Fitness verbessern können. Diese sind reich an Antioxidantien, Vitaminen, Mineralien und anderen Nährstoffen, die dem Körper helfen können, Krankheiten zu bekämpfen und seinen Stoffwechsel zu verbessern. Sie können auch bei der Gewichtsabnahme helfen und die Gesundheit des Herzens unterstützen. Superfoods sind eine großartige Ergänzung und in Kombination mit regelmäßiger Bewegung können diese ein hervorragender Zusatz zu einer ausgewogenen Ernährung sein.

Superfoods können die treibende Kraft für ein Training sein, bei Erholung helfen und auch das Risiko chronischer Krankheiten verringern. Diese nährstoffreichen Produkte sind ideal für Sportler und diejenigen, die ihre Muskelmasse stärken sowie die körperliche und geistige Gesundheit verbessern möchten.

Nootropika

Das Ziel eines jeden Trainings ist es, das gewünschte Ziele zu erreichen. Nootropika kann helfen, sich schneller von anstrengenden Trainingseinheiten zu erholen. Sie werden normalerweise eingenommen, um die geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern, aber viele Fitnessfans haben erkannt, dass Nootropika die körperliche Leistung steigern kann.

Die besten dieses Produktes können die Motivation, Konzentration und Energie während des Trainings stärken. Um die geistige Leistungsfähigkeit zu bessern, sollte man auf eine gesunde Ernährung, Bewegung und ausreichend Ruhe achten. Die beste Leistung des Gehirns kann mit der richtigen Kombination aus Nootropika und einem ausgewogenen Lebensstil möglich sein. Indem man sich gesund ernährt und aktiv trainiert, kann man die Fähigkeit des Gehirns steigern.

Supplements im allgemeinen

Nahrungsergänzungsmittel (Supplements) sollen eine gesunde Ernährung und regelmäßige körperliche Aktivität ergänzen. Es gibt jedoch eine Reihe wichtiger Dinge, die bei der Auswahl der richtigen Ergänzungsmittel zu beachten sind. Ein hochwertiges Protein ist ein wesentlicher Bestandteil jedes Gesundheits- und Fitnessplans. Ebenso empfehlen viele Experten die Einnahme von Nährstoff-Präparaten, um die Muskelgesundheit zu erhalten.

Viele Spitzensportler in der Leichtathletik verwenden Supplements, dazu gehören Vitamine,  Mineralien, Kreatin, Koffein und Aminosäuren. Die Athleten sagen, der Grund ist, die  Muskelkraft zu stärken, die Ausdauer zu erhöhen und die Leistung zu verbessern. Viele Supplements vor dem Training enthalten Beta-Alanin, was gezeigt hat, dass es die Ausdauer verbessert und Müdigkeit reduziert.

Obwohl es ein Kribbeln hervorrufen kann, ist Beta-Alanin im Allgemeinen sicher für die Anwendung. Beta-Alanin ist eine Aminosäure, die in Fisch, Geflügel und anderen Fleischsorten vorkommt, und somit spielt es eine wichtige Rolle bei der Glukoseaufnahme in die Zellen und dem allgemeinen Muskelaufbau.

Online-Shopping
Warum haben Online-Shops einen so großen Erfolg in den letzten Jahren?

Online-Shopping ist die Zukunft – das sagen nicht nur Experten, sondern auch die Zahlen. In den letzten Jahren ist der Umsatz von Online-Shops explodiert und es scheint, als würde dieser Trend noch weiter anhalten. Doch warum ist Online-Shopping so beliebt? Wir haben uns die Gründe genauer angeschaut und kommen zu einem überraschenden Ergebnis!

Remarketing als treibende Kraft hinter dem Erfolg des Online-Shoppings

In den vergangenen Jahren hat das Online-Shopping einen unglaublichen Boom erlebt. Dies ist vor allem dem Remarketing zuzuschreiben. Viele Online-Shops setzen auf diese effektive Strategie, um Kunden an sich zu binden und neue Kunden zu gewinnen. Remarketing ist die perfekte Möglichkeit, um mit personalisierten Werbemitteln gezielt auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen.

Remarketing-Anzeigen bieten gegenüber herkömmlichen Werbemitteln den entscheidenden Vorteil, dass sie potenzielle Kunden mehrfach ansprechen und auf diese Weise für Vertrauen sorgen und letztendlich zum Kauf führen. Durch diese individuelle Ansprache wird das Interesse am Produkt geweckt und die Hemmschwelle für einen Kauf sinkt enorm. Somit ist Remarketing eine treibende Kraft hinter dem Erfolg des Online-Shoppings und mit einer seriösen Remarketing-Agentur können Sie auch dazu beitragen, den Erfolg Ihres Online-Shops weiter auszubauen.

Online-Shopping: Ein Erfolgsmodell

Online-Shopping hat in den letzten Jahren einen enormen Boom erlebt. Immer mehr Menschen shoppen online, weil es einfacher und bequemer ist als das Einkaufen im stationären Handel. Auch die Auswahl an Produkten ist online viel größer. Doch warum ist Online-Shopping so erfolgreich?

Zum einen sind die Preise online oft günstiger als in den Geschäften. Denn die Händler sparen sich die Miete für ein Geschäft und die Lagerhaltung kostet auch weniger. Zudem können sie durch den Direktvertrieb an den Kunden die Zwischenhändler weglassen. All diese Faktoren sparen Kosten, die sie an den Kunden weitergeben können.

Zum anderen ist Online-Shopping einfach bequem. Man muss nicht mehr das Haus verlassen und durch die Stadt laufen, um etwas zu kaufen. Man kann ganz entspannt von zu Hause aus die Angebote der verschiedenen Online-Shops vergleichen und das beste Angebot wählen. Viele Shops bieten zudem einen kostenlosen Versand an, sodass man keine zusätzlichen Kosten für den Transport hat.

All diese Faktoren tragen zum enormen Erfolg bei, den der Online-Handel in den letzten Jahren verzeichnet hat.

Wird Online-Shopping den stationären Handel ablösen?

Viele Menschen sehen in Online-Shops eine große Gefahr für den stationären Handel. In der Tat könnte es sein, dass Online-Shopping den stationären Handel irgendwann ablöst. Allerdings gibt es auch einige Argumente dafür, dass dies in naher Zukunft nicht der Fall sein wird.

Zunächst einmal ist es wichtig zu beachten, dass der stationäre Handel immer noch einen großen Anteil am Gesamthandel ausmacht. In Deutschland belief sich der Anteil des Online-Handels am Gesamthandel im Jahr 2018 lediglich auf 10,9 Prozent. Dies bedeutet, dass der Großteil des Handels immer noch offline stattfindet. Zudem gibt es einige Bereiche, in denen der stationäre Handel einfach besser geeignet ist als Online-Shopping. Dazu gehören zum Beispiel Produkte, bei denen man sich vor dem Kauf beraten lassen möchte oder Produkte, die man vor dem Kauf testen möchte.

Allerdings gibt es auch einige Trends, die darauf hindeuten, dass E-Commerce den stationären Handel irgendwann ablösen könnte. So wächst der Online-Handel in den letzten Jahren deutlich schneller als der stationäre Handel. Während der Online-Handel im Jahr 2018 um 15,5 Prozent gewachsen ist, lag das Wachstum des stationären Handels lediglich bei 2,5 Prozent. Auch die Zahl der Menschen, die online einkaufen, steigt stetig an. Im Jahr 2018 gab es in Deutschland bereits 43 Millionen Online-Käufer – das sind rund 55 Prozent der Bevölkerung – Tendenz steigend.

Fazit

Online-Shops sind in den letzten Jahren sehr erfolgreich gewesen. Dies liegt vor allem an den vielen Vorteilen, die sie bieten. So können beispielsweise Kunden bequem von zu Hause aus einkaufen und die Produkte werden oft innerhalb eines Tages geliefert. Auch die Preise in Online-Shops sind oft günstiger als in stationären Geschäften. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Online-Shops immer beliebter werden.

Kommentar
Was steckt hinter der griechischen Aufrüstung von Inseln im Ägäischen Meer?

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Immer wieder kommt es in der Ägäis (Adalar Denizi) zu Spannungen zwischen Griechenland und Türkiye über 23 Inseln, die nach dem Vertrag von Lausanne (1923) und Paris (1947) unter der Auflage eines Militarisierungsverbots Athen überlassen wurden. Darüber hinaus geht es um Hoheitsansprüche zur See, in der Luft und um den Festlandssockel, aus dem sich Ansprüche zur Erforschung und Ausbeutung des Meeresbodens (Ausschließliche Wirtschaftszone) ergeben, die sich außerhalb der nationalen Gewässer beider Staaten befindet.

Athen tritt internationales Recht mit Füßen

Diesmal sorgte die Lieferung von 40 taktisch gepanzerten Radfahrzeugen auf die griechischen Inseln Lesbos (Midilli) und Samos (Sisam) für Wirbel. Aufnahmen von Aufklärungsdrohnen der türkischen Marine zeigen, wie die erwähnten Militärfahrzeuge an den Häfen ausgeschifft wurden. Mit der Stationierung von gepanzerten Fahrzeugen, militärischen Gerätschaften und größeren Truppenkontingenten auf diesen Inseln tritt die griechische Regierung seit Jahrzehnten internationales Recht mit Füßen.

Wegen Aufrüstung griechischen und amerikanischen Botschafter einbestellt

Die Vereinigten Staaten haben nach Medienberichten die Militärfahrzeuge der griechischen Armee kostenlos überlassen. Das türkische Außenministerium hatte wegen der Vorkommnisse den Botschafter Griechenlands und der USA einbestellt und übergab diesen eine Protestnote, in dem Athen aufgefordert wird, sich an die Verpflichtungen aus dem Vertrag von Lausanne und Paris zu halten. Der Regierung des US-Botschafters wurde aufgefordert, „Waffen nicht unter Verletzung“ des vereinbarten Status der Inseln zu liefern.

Die Remilitarisierung dieser Inseln begann bereits in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts, aber Athen ignoriert konsequent beide internationalen Verträge und weigert sich seinen rechtlichen Verpflichtungen sowie Verantwortung nachzukommen. An Ausreden scheint es Griechenland nicht zu fehlen, denn es argumentiert, dass die zu demilitarisierenden Inseln aus „Selbstverteidigung“ aufgerüstet würden, und verweist auf angebliche Landungsflotten der türkischen Marine.

Der Lausanner Vertrag von 1923 schuf zwischen beiden Ländern ein politisches Gleichgewicht, das allerdings am 17. September 1936 mit der einseitigen Ausweitung der Territorialgewässer Athens von 3 auf 6 Seemeilen aus dem Lot geraten ist. Vor der Ausweitung auf 6 Seemeilen betrug der Anteil des Mare Liberum (Offene See) im Ägäischen Meer 71 Prozent und mit der Extension konnte die griechische Regierung die nationalen Gewässer um 25 Prozent steigern. Türkiye hatte zunächst auf eine Ausweitung der nationalen Gewässer verzichtet, aber 1964 ebenfalls nachgezogen.

In Anlehnung an die internationale Seerechtskonvention, dem Türkiye nicht beigetreten ist, hat Griechenland angekündigt seine nationalen Gewässer auf 12 Seemeilen auszudehnen. Tatsächlich erlaubt Artikel 3 der Konvention die eigenen Territorialgewässer auf maximal 12 Seemeilen auszudehnen, allerdings schreibt Artikel 123 eine „Zusammenarbeit der Anliegerstaaten von umschlossenen und halbumschlossenen Meeren bei der Ausübung ihrer Rechte und der Erfüllung ihrer Pflichten aus dieser Konvention“ vor.

Die Bezeichnung halbumschlossenes Meer trifft auf das Ägäische Meer zu. Anders ausgedrückt benötigt Athen die Zustimmung von Türkiye, wenn es, wie in der Seerechtskonvention hinsichtlich der Kooperation der Anliegerstaaten vorgeschrieben, seine Gewässer ausweiten möchte. Der griechische Außenminister Dendias bezeichnete den Anspruch Griechenlands auf 12 Seemeilen als „souveränes Recht“ Athens und man sei nicht verpflichtet, darüber mit irgendeinem Staat Verhandlungen zu führen.

Genau hier liegt das eigentliche Problem der Thematik, weil Athen mit der Ankündigung zur Ausweitung versucht die geltenden Grenzen der territorialen Hoheitszonen zu verschieben. In einer Entscheidung des griechischen Parlaments hatte diese am 1. Juni 1995 die Ausweitung der Hoheitsgewässer auf 12 Seemeilen beschlossen, das Recht zur Anwendung jedoch offengelassen. Das türkische Parlament hatte ebenfalls 1995 im Falle einer Ausweitung der griechischen Hoheitsgewässer in der Ägäis auf 12 Seemeilen die türkische Regierung dazu ermächtigt, alle notwendigen Maßnahmen einschließlich militärischer Art zu ergreifen.

Ausweitung griechischer Hoheitsgewässer in der Ägäis hätte weitreichende Folgen

Der Anteil der internationalen Gewässer in der Ägäis beträgt zurzeit 48,4 Prozent, der griechische 39,3 Prozent, der türkische 7,4 Prozent und 0,5 Prozent sind unbewohnte Eilande und Felsen, die Griechenland in den Verträgen von Lausanne und Paris nicht überlassen wurden, aber von Athen zum Teil besetzt hat. Wenn Griechenland seine Hoheitsgewässer in der Ägäis auf 12 Seemeilen ausweitet, würde der griechische Anteil der nationalen Gewässer auf 70 Prozent steigen und der Anteil der freien Gewässer auf unter 20 Prozent fallen.

Internationale Seerechtskonvention: Recht darf nicht zum Nachteil eines anderen Staates angewandt werden

Im Januar 2021 hatte das griechische Parlament die Ausweitung seiner nationalen Gewässer im ionischen Meer von 6 auf 12 Seemeilen beschlossen und nach den Worten von Ministerpräsident Mitsotakis die Ausweitung auch in anderen Regionen angekündigt. Nach Artikel 300 der internationalen Seerechtskonvention dürfen Staaten die durch die „Konvention hergeleiteten Rechte, Hoheitsbefugnisse und Freiheiten nicht in einer Weise ausüben, die einen Rechtsmissbrauch“ darstellt.

Hier geht es vor allem um die Anwendbarkeit der Seerechtsübereinkunft in der Ägäis, die aus mehr als 3.000 großen und kleinen Inseln besteht und vor der türkischen Festlandsküste vorgelagert sind. Aus der Seerechtskonvention geht nicht hervor, dass Griechenland seine Hoheitsgewässer in der Ägäis per se auf 12 Seemeilen ausdehnen darf, da es nach Artikel 123 verpflichtet ist, mit den Anliegerstaaten – in diesem Fall Türkiye – in Verhandlungen zu treten. Ferner darf es die Rechte aus dem Vertrag nicht in der Weise interpretieren, die zum Nachteil eines Nachbarstaates werden kann.

Türkische Position zum nationalen Luftraum stimmt mit der Chicagoer Konvention überein

Ein weiterer Streitpunkt zwischen beiden Ländern ist der nationale Luftraum, wobei Griechenland durch einen 1931 erlassenes Präsidialdekret für sich einen Luftraum mit einer Breite von 16 Kilometern (10 Seemeilen) jenseits der eigenen Küstenlinien beansprucht. Ankara erkennt einen Luftraum mit einer Breite von 10 Kilometern (6 Seemeilen) an, was der Breite des nationalen Seegebiets entspricht.

Nach dem Chicagoer Abkommen über die Zivilluftfahrt von 1944 hat der Luftraum die gleiche Längsausdehnung wie die Summe des Land- und Seeraums, das staatlicher Souveränität unterliegt. Immer wieder beschuldigt Athen Ankara, türkische Kampfflugzeuge hätten griechischen Luftraum überflogen, was von türkischer Seite dementiert wird, weil Türkiye nur 10 Kilometer Luftraum als Hoheitsgebiet anerkennt. Die türkische Position hinsichtlich des Luftraums orientiert sich an dem Chicagoer Abkommen über die Zivilluftfahrt.

Aufgerüstete Inseln stellen für die Türkiye eine militärische Bedrohung dar

Mit der Remilitarisierung der ostägäischen Inseln begeht Griechenland eindeutig Rechtsbruch, weil es die Souveränität über die zu entmilitarisierenden Inseln unter diesem Vorbehalt erhalten hatte. Diese aufgerüsteten 23 Inseln stellen für die Türkei eine militärische Bedrohung dar. Eine durch Griechenland einseitig vorgenommene Ausweitung der Territorialgewässer versteht die Türkei als einen Angriff in ihre Souveränitätsrechte. Athen beansprucht für seinen Luftraum 10 Seemeilen, obwohl in der Ägäis die nationalen Gewässer 6 Seemeilen betragen. Die Diskrepanz zwischen Luftraum und Territorialgewässern ist ein Novum und als griechisches Paradoxon zu betrachten.

Ausdehnung der griechischen Territorialgewässer im Ägäischen Meer hätte schwere Folgen für die unbeschränkte internationale Schifffahrtsfreiheit

Eine Ausweitung der griechischen Hoheitsgewässer auf 12 Seemeilen hätte für die internationale Schifffahrt dramatische Folgen, denn mit einer Ausweitung wäre die unbeschränkte internationale Schifffahrtsfreiheit auf hoher See („Freiheiten der Hohen See“), wie in der Seerechtskonvention geregelt, nicht mehr gewährleistet.

Ein Schiff müsste beispielsweise bei den griechischen Behörden eine Erlaubnis einholen, bevor es durch griechische Gewässer fahren dürfte. Die Position Türkiyes zu den Hoheitsgewässern in der Ägäis setzt sich für eine unbeschränkte internationale Nutzung der Schifffahrtsfreiheit aus, das es als Transportroute für den internationalen Handel genutzt wird.

Hinter der Ankündigung von Ministerpräsident Mitsotakis, die eigenen Hoheitsgewässer in der Ägäis zu gegebener Zeit auf 12 Seemeilen ausweiten zu wollten, steckt das Kalkül, Türkiye in einer Ausnahmesituation – zum Beispiel in einem Zweifrontenkrieg – vor vollendete Tatsachen zu stellen. Die Äußerung des griechischen Ministerpräsidenten Mitsotakis stimmen mit der von Ex-Außenminister Nikos Kotzias überein, der während seiner Amtszeit von einer Ausweitung in drei Schritten sprach.

Parteinahme der EU für Griechenland und amerikanische Waffenlieferungen an Athen tragen zur Verschärfung der Spannungen bei

Aus historischer Perspektive betrachtet gelang es Griechenland seit seiner Gründung 1830 mit Unterstützung der damaligen Großmächte Großbritannien, Russland und Frankreich sein Hoheitsgebiet um ein Vielfaches, zum Nachteil des Osmanischen Reiches, zu erweitern. Während der Fokus von EU und der Vereinigten Staaten zurzeit auf dem Russland-Ukraine-Krieg liegt, tragen Äußerungen von EU-Verantwortlichen, die zugunsten Griechenlands Partei ergreifen, nicht zu einer Deeskalation der Spannungen zwischen beiden Nachbarstaaten bei, und auch der Ausbau von amerikanischen Militärstützpunkten Griechenland sowie die Lieferung von modernen Waffensystemen an Athen haben den Effekt, die Krise weiter zu verschärfen.

Die derzeitigen Spannungen haben nicht nur mit dem Anspruch Griechenlands zu tun, seine nationalen Gewässer in der Ägäis auf 12 Seemeilen ausweiten zu wollen, sondern auch mit Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer, um die es seit einigen Jahren Streit unter den Anrainerstaaten gibt. Durch Provokationen im Ägäischen Meer versucht Athen die Aufmerksamkeit der Türkei von der Levante zu nehmen.

Eine kriegerische Auseinandersetzung an der Südostflanke der NATO hätte weitreichende Folgen. Es käme wahrscheinlich zu einer Schwächung des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses, die sich auch in der Eskalation von regionalen Konflikten niederschlagen könnte. Es kann nicht im Interesse der EU und seiner Mitgliedsstaaten sein, wenn Griechenland ankündigt seine Gewässer auf 12 Seemeilen auszudehnen und dabei die Freiheit der Meere, also die internationale Schifffahrt, massiv beeinträchtigt wird. Hinter der Ankündigung der griechischen Regierung zur Ausweitung der nationalen Gewässer im Ägäischen Meer stecken expansionistische Pläne zur Erweiterung des eigenen Territoriums.

Erschienen auf TRT Deutsch


Kemal Bölge, studierter Politologe und Historiker. Ressortleiter Balkan bei der Forschungseinrichtung für Mezalim. Er schreibt zudem als freier Autor für verschiedene Online-Publikationen. Seine Schwerpunkte sind die Außen- und Sicherheitspolitik, insbesondere die Beziehungen EU-Türkei, die zukünftige Struktur der NATO und die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei.

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Dubai
Ex-Kickbox-Weltmeister Andrew Tate zum Islam konvertiert

Dubai – Der vierfache Kickbox-Weltmeister und internationale Influencer Andrew Tate ist zum Islam konvertiert. Der ehemalige Kickboxer und umstrittene Influencer Andrew Tate hat seinen Übertritt zum Islam bekannt gegeben. Der Influencer hatte zuvor den Islam als die letzte wahre Religion der Welt bezeichnet und hat nun bestätigt, dass er selbst Muslim ist. Tate ermutigte Christen, die „an das Gute glauben“, ebenfalls zum Islam zu konvertieren. „Der Islam ist die Zukunft“, sagte Tate bereits im März in einem Interview auf Youtube.
„Deshalb bin ich Muslim. Jeder Christ, der an das Gute glaubt und den wahren Kampf gegen das Böse versteht, muss konvertieren.“
Kürzlich wurde Tate angeblich in Dubai mit dem ehemaligen MMA-Kämpfer Tam Khan gesichtet. In einem Video, das in den sozialen Medien aufgetaucht ist, scheint Khan Tate über Salah oder das Gebet, eine der fünf Hauptsäulen des Islam, zu unterrichten. Das Video wurde von Tam Khan, einem verifizierten Facebook-Nutzer, geteilt, der in der Bildunterschrift angab, dass er das Video gefilmt habe und anscheinend bestätigte, dass Tate die Schahada – den Eid, der für die Annahme des Islam erforderlich ist – abgelegt habe. „Wir waren uns einig, dass seine Schahada nicht in einem Podcast oder ähnlichem gezeigt werden sollte, weil die Leute behaupten würden, es ginge um Einfluss oder um eine falsche Anhängerschaft. Niemand ist perfekt, aber Alhamdhulillah, der Typ hat ein gutes Herz und reine Absichten“, schrieb Khan. Am Montag teilte auch Tate das Video auf Twitter.  
„Ich denke, es ist die letzte Religion… Sie ist die letzte, denn keine andere Religion hat Grenzen, die sie durchsetzt. Wenn man alles toleriert, dann steht man für nichts… 99% der Christen ignorieren jede einzelne Regel der Bibel, jeden Tag. Sie werden versuchen zu sagen, dass sie sie anders auslegen… Nur die Muslime halten sich an ihr Buch, also sind sie die letzte Religion.“
Die Popularität von Andrew Tate, einem ehemaligen Kickboxer und Big-Brother-Kandidaten aus Luton, Großbritannien, explodierte im Jahr 2022 in den sozialen Medien. Seitdem wurde er wegen seiner Äußerungen über Frauen weithin als Frauenfeind bezeichnet, was dazu führte, dass er von den meisten großen Social-Media-Plattformen, darunter Facebook, Instagram, YouTube und Twitch, verbannt wurde. Vor seinem Verbot hatten Tates Videos im Internet Millionen von Aufrufen verzeichnet. Mehrere Nutzer haben behauptet, dass seine Konvertierung zum Islam lediglich ein Werbegag sei und betonten, dass Tate kein Vorbild für Muslime sei. Ein User mit dem Namen Nameless, twitterte: „Andrew Tate versucht aktiv und aus Unwissenheit, Probleme zwischen Islam und Christentum zu schüren. Diese Religionen haben Frieden miteinander gefunden. Lasst uns nicht von einem Typen, der sich selbst gerne reden hört, rückwärts gehen“. Auch der Journalist Tarek Bae äußerte sich wenig lobend über die Neuigkeit:
„Tate verbreitete – auf angeblich witzig – billigste Ansichten über Frauen. Er propagierte ein Verhalten, das für Muslime bis ins letzte Detail abzulehnen ist. Und der ganze Quatsch, mit dem er Geld machte, wurde irgendwann von allen Sozialen Medien verbannt. Gut. Und danach?“
Im Jahr 2016 geriet Tate während seiner Teilnahme an der siebzehnten Staffel von Big Brother wegen seiner homophoben und rassistischen Äußerungen auf Twitter in die Kritik. Nach der Veröffentlichung eines Videos, in dem Tate eine Frau mit einem Gürtel zu schlagen scheint, wurde er nach nur sechs Tagen aus der Show entfernt. Sowohl Tate als auch die Frau sagten, dass sie befreundet waren und dass die Handlungen in dem Video einvernehmlich waren. Auf seiner Website bietet Tate Schulungskurse über die Anhäufung von Reichtum und „männlich-weibliche Interaktionen“ an. Laut der Website betreibt er auch ein Webcam-Studio, in dem er Freundinnen als Angestellte einsetzt. Tate und sein Bruder gründeten das Webcam-Geschäft und beschäftigten bis zu 75 Webcam-Modelle, die männlichen Anrufern „gefälschte rührselige Geschichten“ verkauften, und behaupteten, damit Millionen von Dollar verdient zu haben. Tate erklärte, das Geschäftsmodell sei ein „totaler Betrug“. Am 11. April 2022 führte die rumänische Polizei eine Razzia in Tates Haus durch, nachdem die US-Botschaft sie darüber informiert hatte, dass eine Amerikanerin dort festgehalten werden könnte. Die Ermittlungen wurden später von der rumänischen Direktion für die Untersuchung von organisierter Kriminalität und Terrorismus übernommen und auf den Vorwurf des Menschenhandels und der Vergewaltigung ausgeweitet. Am 27. April teilte die rumänische Polizei mit, dass in diesem Fall keine Person angeklagt oder verhaftet worden sei. Die Ermittlungen dauern seit Mitte 2022 an. Tate hat jegliches Fehlverhalten bestritten.

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Der österreichische Profi MMA-Kämpfer  Wilhelm Ott ist zum Islam konvertiert. Die Corona-Krise und die Ausgangssperren hätten ihm die Ruhe gegeben, um zum Glauben zu finden.

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Türkei
Yusuf Islam dankt Erdogan für seine Bemühungen

Ankara – Der griechischstämmige britische Sänger Yusuf Islam, auch bekannt als Cat Stevens, gab am Montag im Präsidentschaftskomplex in der türkischen Hauptstadt Ankara ein Konzert. An dem Konzert nahmen auch die First Lady Emine Erdogan, Vizepräsident Fuat Oktay und Mitglieder des Kabinetts teil. Islams Frau Fauzia Mubarak Ali und sein Sohn Mohammed Islam waren ebenfalls im Publikum. Bevor er das Lied „Peace Train“ sang, dankte Yusuf dem türkischen Präsidenten für seine Bemühungen, die Blockaden zwischen Russland und der Ukraine zu lösen, und plädierte dafür, die Suche nach einer friedlichen Lösung für sein Vaterland Zypern nicht aufzugeben und den Frieden für alle im Heiligen Land zu unterstützen. Islam dankte dem türkischen Präsidenten zudem für dessen Unterstützung britischer Muslime.
„Ich möchte Ihnen nochmals für Ihre fantastische und großzügige Unterstützung für die britischen Muslime und den Bau der Cambridge Moschee im Vereinigten Königreich danken“
Auch Emine Erdogan hat das Konzert des Musikers herzlich begrüßt. „Wir freuen uns sehr, den weltberühmten Musiker Yusuf Islam und seine Familie in unserem Land zu Gast zu haben. Er hat unsere Herzen mit seinem Kunstwerk berührt, das sich in der universellen Sprache der Musik widerspiegelt“, erklärte Emine Erdogan auf Twitter. Sie sagte auch, sie seien fasziniert von Islams Lied, das von dem türkischen Volksdichter Yunus Emre inspiriert wurde Islam ging mit den Konzerten in der Türkei, die letzte Woche in Istanbul und diese Woche in Ankara stattfinden, wieder auf Tournee. Es waren die ersten Konzerte nach fünf Jahren. Unter dem Künstlernamen Cat Stevens hinterließ Islam in den 1960er und 70er Jahren mit einer Reihe von Hits einen unauslöschlichen Eindruck in der Musik. Nachdem er 1977 zum Islam konvertierte, änderte er seinen Namen in Yusuf Islam. Islam – mit bürgerlichem Namen Steven Demetre Georgiou – wurde am 21. Juli 1948 im Londoner Stadtteil Marylebone als jüngstes Kind eines zypriotischen Vaters, Stavros Georgiou (1900-1978), und einer schwedischen Mutter, Ingrid Wickman (1915-1989), geboren. Er hat eine ältere Schwester, Anita (geb. 1937), und einen Bruder, David Gordon.

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Der griechischstämmige britische Sänger, Songwriter und Philanthrop Yusuf Islam hat sich lobend über die Rolle der Türkei bei der Unterstützung der syrischen Flüchtlinge geäußert. Der Westen komme noch nicht einmal in die Nähe der von dem Land erbrachten Leistungen, so Islam.

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Energiekrise
SPD will auch Betreiber von Öl- und Pelletheizungen entlasten

Köln – Die SPD will auch die Entlastungen bei den Energiepreisen ausweiten. „Wir müssen parallel zum parlamentarischen Verfahren für die Gaspreisbremse auch eine Lösung für diejenigen finden, die mit Pellets und Öl heizen und von ähnlich extremen Preissteigerungen betroffen sind“, sagte die parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Bundestag, Katja Mast, dem „Kölner Stadt-Anzeiger„. Es gehe darum, Härten abzufedern, unter denen gerade Menschen im ländlichen Raum litten. Da Pellet- und Ölkunden ihre Lager auf Vorrat füllen, müsse es einen anderen Mechanismus für den Preisausgleich geben als beim Gas, erläuterte Mast. Die Finanzierung solle aus dem 200-Milliarden-Paket erfolgen, das die Koalition auf den Weg gebracht hat. Die Bürgerinnen und Bürger sollten noch vor Weihnachten wissen, womit sie ab Januar rechnen können, betonte die SPD-Politikerin. Neben den Hilfen bei den Energiekosten verwies Mast auch auf das neue Bürgergeld, das zum 1. Januar kommen soll. „Unser Plan zielt neben einem um 50 Euro erhöhten Regelsatz vor allem auf eine bessere Vermittlung in dauerhafte, gut bezahlte Arbeit“, sagte Mast. Das Bürgergeld sei „eine der größten Weiterbildungsreformen, die diese Republik jemals gesehen hat. Der Vorrang einer abschlussorientierten Weiterbildung vor der Vermittlung in Arbeit stellt sicher, dass Menschen für eine zukunftssichere Beschäftigung qualifiziert werden und nicht nach einer befristeten Anstellung in einem schlechter qualifizierten Job wieder ins Arbeitslosengeld II rutschen.“ Nach ersten Beratungen im Bundestag würden die zweite und dritte Lesung gerade zwischen den Koalitionspartnern verhandelt, so Mast weiter. „Ich gehe davon aus, dass wir die Schlussabstimmung bereits im November haben werden, so dass die Neuregelung zum 1. Januar in Kraft treten kann.“

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– Energiepolitik – EU und Athen verurteilen türkisch-libysches Gas-Abkommen

Am Montag unterzeichneten die Türkei und Libyen eine Absichtserklärung, die es beiden Ländern erlaubt, in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) im Mittelmeer nach Erdgasvorkommen zu suchen.

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Türkisches E-Auto
TOGG: Nur noch wenige Tage bis zur Fabrik-Eröffnung

Bursa – In weniger als einer Woche feiert die Türkei die Eröffnung des langerwarteten Mega-Produktionswerks in der die erste einheimische Automarke des Landes gebaut werden soll. Bei der Eröffnungsfeier in der nordwestlichen Provinz Bursa am 29. Oktober, die mit dem 99. Jahrestag der türkischen Republik zusammenfällt, wird voraussichtlich auch der erste vollelektrische SUV von TOGG vom Band laufen und die auf zunächst 125.000 Autos im Jahr ausgelegte Produktion beginnen. Der Bau der Konstruktions-, Design- und Produktionsanlagen von TOGG begann Mitte 2020, nachdem Präsident Erdoğan das Konsortium, das vom ehemaligen Geschäftsführer des Technologieriesen Bosch, Mehmet Gürcan Karakaş, geleitet wird, vorgestellt hatte. Türkisches E-Auto Am 27. Dezember 2019 stellte die Türkei ihren ersten einheimischen Automobilprototypen vor, der innerhalb von 18 Monaten von der türkischen Automobil-Joint-Venture-Gruppe (TOGG), einem Konglomerat von Industriegiganten wie der Anadolu-Gruppe, BMC, Kök-Gruppe, Turkcell und Zorlu Holding sowie einer Dachorganisation, der Union der Kammern und Warenbörsen der Türkei, entworfen und hergestellt wurde. TOGG-Fabrik Im Juli 2020 legte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan  den Grundstein für das erste einheimische Autowerk des Landes.

„Wir planen, den [Bau des] Werks in 18 Monaten abzuschließen und unser [erstes] Fahrzeug im letzten Quartal 2022 vom Band laufen zu lassen“, sagte Erdogan bei der Grundsteinlegung in der nordwestlichen Provinz Bursa.

Insgesamt sollen drei verschiedene Modelle entstehen, die fünf unterschiedliche Plattformen umfassen: Sedan (Limousine), Hatchback (Kombilimousine), Station Wagon (Kombi), Sports (Roadster) und Crossover (SUV). Der elektrische Antriebsstrang soll rund 400 PS leisten und je nach Version Heck- oder Allradantrieb ermöglichen, berichtet Focus. 

TOGG gewinnt internationalen Designpreis

Für ihr C-SUV-Modell erhielt die türkische Automarke im April vergangenen Jahres einen der weltweit renommiertesten Designpreise, den iF Design Award. Der C-SUV, der das Ergebnis von 150.000 Arbeitsstunden des TOGG-Designteams in Zusammenarbeit mit Pininfarina als strategischem Partner und unter der Leitung des weltbekannten Designers Murat Günak ist, wurde laut einer Mitteilung von TOGG in der Kategorie „Professional Concept“ ausgezeichnet. „TOGG ist die erste türkische Marke, die eine solche Auszeichnung erhält und hat mit seinem C-SUV-Modell bei den iF Design Awards 2021 einen bedeutenden Erfolg im Bereich Mobilität erzielt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan unternahm am Montag eine Probefahrt im ersten in der Türkei entworfenen und hergestellten fahrerlosen E-Bus, dem Atak Electric.

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Hofreiter fordert Luftabwehrwaffen für Ukraine

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Bonn – Der Grünen-Politiker und Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag Anton Hofreiter hat Forderungen nach einer Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen als „populistisch und unverantwortlich“ zurückgewiesen. Hofreiter sagte im Interview mit dem Fernsehsender phoenix, wer dies fordere, müsse dann auch sagen, dass er „Lust habe, Russland Geld zu geben, damit es noch mehr Drohnen im Iran einkaufen kann, um noch mehr in der Ukraine zu zerstören“ und dass der Westen in dem Land dann noch mehr wieder aufbauen müsse. „Ich halte diese Vorschläge für populistisch und unverantwortlich“, so Hofreiter. Wenn die Union es ernst meine, dass sie an der Seite der Ukraine stehe, müsse der CDU-Partei- und Fraktionschef Friedrich Merz den sächsischen Ministerpräsidenten „zur Verantwortung rufen“ und ihn auffordern, mit seinen unverantwortlichen Äußerungen Schluss zu machen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte sich am Wochenende für neuerliche Gaslieferungen durch Russland nach Ende des Krieges ausgesprochen. Hofreiter forderte erneut, der Ukraine mehr Luftabwehrwaffen zu liefern und das Land „verteidigungsfähiger“ zu machen. Das heute in Berlin beginnende Deutsch-Ukrainische Wirtschaftsforum, das sich mit dem Wiederaufbau der Ukraine befassen wird, nannte der Grünen-Außenpolitiker ein wichtiges „Signal, um den Menschen Hoffnung zu geben“. Die Ukraine habe in den letzten Jahren viel gegen die Korruption getan. Dies sehe man unter anderem daran, wie viel besser die ukrainische Armee geworden sei. 2014 sei das Land extrem korrupt gewesen und „die Armee hat überhaupt nicht funktioniert“, so dass Russland die Krim habe einfach besetzen und viel Unfrieden im Osten der Ukraine stiften können. „Jetzt ist die Ukraine in der Lage, sich erfolgreich zu wehren. Dies ist auch ein guter Indikator dafür, dass die Korruption teilweise erfolgreich bekämpft worden ist“, so Hofreiter. Es sei aber immer noch sehr viel zu tun, um die Gesetze anzupassen und zu verschärfen, insbesondere bei der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft müsse sich noch viel tun.

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NATO-Beitritt
PKK: Schweden will gegen „kurdische Militante“ vorgehen

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Stockholm – Schweden hat „konkrete Maßnahmen“ ergriffen, um den Bedenken der Türkei bezüglich ihres NATO-Beitrittsantrags Rechnung zu tragen. Dazu gehört auch die „Verstärkung der Terrorismusbekämpfung gegen kurdische Militante“, teilte Stockholm Ankara in einem Schreiben mit, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. In dem zweiseitigen Schreiben werden 14 Beispiele für Maßnahmen genannt, mit denen Schweden zeigen will, dass es sich „voll und ganz der Umsetzung“ eines im Juni mit der Türkei und Finnland unterzeichneten Memorandums verschrieben hat, das dazu führte, dass das NATO-Mitglied Türkei sein Veto gegen die Beitrittsanträge dieser Länder zum transatlantischen Sicherheitsbündnis aufhob. Schweden und Finnland haben im Mai als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine den Beitritt zur NATO beantragt, stießen jedoch auf die Einwände der Türkei, die die beiden nordischen Länder beschuldigt, Kämpfer der Terrororganisation PKK und anderer Gruppen zu beherbergen. Stockholm und Helsinki bestreiten, Terroristen zu beherbergen, haben aber zugesagt, mit Ankara zusammenzuarbeiten, um dessen Sicherheitsbedenken umfassend zu zerstreuen, und Waffenembargos aufzuheben. Bereits Ende September hatte Schweden angekündigt, die Embargos aufgehoben zu haben. In seinem Schreiben an die Türkei erklärte Schweden, dass „in Bezug auf alle Kernelemente des trilateralen Abkommens konkrete Maßnahmen ergriffen worden sind“. Die schwedische Sicherheits- und Anti-Terror-Polizei Sapo habe „ihre Arbeit gegen die PKK intensiviert“ und sei im September zu einem „hochrangigen Besuch“ in die Türkei gereist, um sich mit dem türkischen Geheimdienst MIT zu treffen, heißt es in dem Schreiben. Dem Schreiben zufolge haben die schwedischen Behörden „neue Analysen über die Rolle der PKK bei der Bedrohung der nationalen Sicherheit Schwedens und der organisierten Kriminalität durchgeführt (und) dies wird wahrscheinlich zu konkreten Ergebnissen führen“. Die PKK, die 1984 gegen den türkischen Staat zu den Waffen griff, wird von der Türkei, der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten als terroristische Vereinigung betrachtet. Im Rahmen der Gespräche über das Memorandum vom Juni hat die Türkei die Auslieferung von 73 Personen aus Schweden und einem Dutzend weiterer Personen aus Finnland beantragt. In dem Schreiben heißt es, dass Stockholm am 31. August auf Antrag Ankaras einen türkischen Staatsbürger ausgeliefert hat, nachdem am 11. August eine Entscheidung getroffen wurde, und dass seit 2019 insgesamt vier Auslieferungen an die Türkei erfolgt sind. Erdogan kündigt ein mögliches Treffen mit Ulf Kristersson Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan will bei einem Besuch des neuen schwedischen Regierungschefs Ulf Kristersson in der Türkei über den NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands sprechen. Der schwedische Außenminister Tobias Billstrom begrüßte am Freitag diese Entscheidung des türkischen Präsidenten. „Diese Nachricht ist sehr, sehr positiv. Wir glauben, dass der enge Dialog und die engen Konsultationen mit allen drei Parteien seines trilateralen Memorandums der Weg nach vorne ist, und natürlich ist ein Treffen mit unseren Partnern und ein Gespräch zwischen unserem Premierminister und Präsident (Recep Tayyip Erdogan) ein natürlicher Teil davon“, sagte Billstrom auf einer Pressekonferenz mit seinem finnischen Amtskollegen Pekka Haavisto in Helsinki. Erdogan sagte am Donnerstag: „In der Zwischenzeit hat der neue schwedische Premierminister um einen Termin gebeten. Ich habe unseren Freunden gesagt: ‚Gebt ihm einen Termin.‘ Wir werden diese Fragen auch in unserem Land mit ihm besprechen. Unsere Haltung in diesem Punkt hat sich nicht geändert. Sie müssen die verurteilten Terroristen fangen und an uns ausliefern.“