NATO-Beitritt
PKK: Schweden will gegen „kurdische Militante“ vorgehen

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Stockholm – Schweden hat „konkrete Maßnahmen“ ergriffen, um den Bedenken der Türkei bezüglich ihres NATO-Beitrittsantrags Rechnung zu tragen. Dazu gehört auch die „Verstärkung der Terrorismusbekämpfung gegen kurdische Militante“, teilte Stockholm Ankara in einem Schreiben mit, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. In dem zweiseitigen Schreiben werden 14 Beispiele für Maßnahmen genannt, mit denen Schweden zeigen will, dass es sich „voll und ganz der Umsetzung“ eines im Juni mit der Türkei und Finnland unterzeichneten Memorandums verschrieben hat, das dazu führte, dass das NATO-Mitglied Türkei sein Veto gegen die Beitrittsanträge dieser Länder zum transatlantischen Sicherheitsbündnis aufhob. Schweden und Finnland haben im Mai als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine den Beitritt zur NATO beantragt, stießen jedoch auf die Einwände der Türkei, die die beiden nordischen Länder beschuldigt, Kämpfer der Terrororganisation PKK und anderer Gruppen zu beherbergen. Stockholm und Helsinki bestreiten, Terroristen zu beherbergen, haben aber zugesagt, mit Ankara zusammenzuarbeiten, um dessen Sicherheitsbedenken umfassend zu zerstreuen, und Waffenembargos aufzuheben. Bereits Ende September hatte Schweden angekündigt, die Embargos aufgehoben zu haben. In seinem Schreiben an die Türkei erklärte Schweden, dass „in Bezug auf alle Kernelemente des trilateralen Abkommens konkrete Maßnahmen ergriffen worden sind“. Die schwedische Sicherheits- und Anti-Terror-Polizei Sapo habe „ihre Arbeit gegen die PKK intensiviert“ und sei im September zu einem „hochrangigen Besuch“ in die Türkei gereist, um sich mit dem türkischen Geheimdienst MIT zu treffen, heißt es in dem Schreiben. Dem Schreiben zufolge haben die schwedischen Behörden „neue Analysen über die Rolle der PKK bei der Bedrohung der nationalen Sicherheit Schwedens und der organisierten Kriminalität durchgeführt (und) dies wird wahrscheinlich zu konkreten Ergebnissen führen“. Die PKK, die 1984 gegen den türkischen Staat zu den Waffen griff, wird von der Türkei, der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten als terroristische Vereinigung betrachtet. Im Rahmen der Gespräche über das Memorandum vom Juni hat die Türkei die Auslieferung von 73 Personen aus Schweden und einem Dutzend weiterer Personen aus Finnland beantragt. In dem Schreiben heißt es, dass Stockholm am 31. August auf Antrag Ankaras einen türkischen Staatsbürger ausgeliefert hat, nachdem am 11. August eine Entscheidung getroffen wurde, und dass seit 2019 insgesamt vier Auslieferungen an die Türkei erfolgt sind. Erdogan kündigt ein mögliches Treffen mit Ulf Kristersson Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan will bei einem Besuch des neuen schwedischen Regierungschefs Ulf Kristersson in der Türkei über den NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands sprechen. Der schwedische Außenminister Tobias Billstrom begrüßte am Freitag diese Entscheidung des türkischen Präsidenten. „Diese Nachricht ist sehr, sehr positiv. Wir glauben, dass der enge Dialog und die engen Konsultationen mit allen drei Parteien seines trilateralen Memorandums der Weg nach vorne ist, und natürlich ist ein Treffen mit unseren Partnern und ein Gespräch zwischen unserem Premierminister und Präsident (Recep Tayyip Erdogan) ein natürlicher Teil davon“, sagte Billstrom auf einer Pressekonferenz mit seinem finnischen Amtskollegen Pekka Haavisto in Helsinki. Erdogan sagte am Donnerstag: „In der Zwischenzeit hat der neue schwedische Premierminister um einen Termin gebeten. Ich habe unseren Freunden gesagt: ‚Gebt ihm einen Termin.‘ Wir werden diese Fragen auch in unserem Land mit ihm besprechen. Unsere Haltung in diesem Punkt hat sich nicht geändert. Sie müssen die verurteilten Terroristen fangen und an uns ausliefern.“

Türkisch-israelische Beziehungen
Türkei und Israel wollen Beziehungen weiter stärken

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Ankara – Israel will seine Beziehungen zur Türkei intensivieren und die beiden führenden Länder der Region wieder auf den Platz bringen, der ihnen gebührt, sagte die israelische Wirtschaftsministerin Orna Barbivai der türkischen Tageszeitung Milliyet. „In einer Zeit, in der die Lieferketten aus dem Osten eingeschränkt sind und in Europa ein Krieg ausbricht, kann die Kombination der israelischen und türkischen Fähigkeiten das Potenzial für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit maximieren“, zitiert Hürriyet Daily News die israelische Ministerin. Langfristig würde die strategische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern die Klimakrise, die Bekämpfung von Krankheiten und Lösungen für die medizinischen Probleme der Zukunft, die Effizienz und die Steigerung der Produktivität in der Industrie betreffen, so Barbivai weiter. „Die aktuellen globalen Herausforderungen, die regionalen und globalen Veränderungen und die derzeitige Situation der Türkei und Israels in der Region bieten eine Gelegenheit, die komplementären Fähigkeiten der beiden Länder in der Praxis zu demonstrieren“, so die israelische Ministerin. Israel möchte die Forschungs- und Entwicklungspraktiken und die technologische Zusammenarbeit stärken, um auf künftige industrielle Herausforderungen zu reagieren, da es sich der Industrie- und Produktionskapazitäten der Türkei in verschiedenen Bereichen bewusst ist, fügte sie hinzu. „Die Tatsache, dass die Türkei in vielen Bereichen wie Industrie und Produktion eine regionale Wirtschaftsmacht ist, dass Israel ein Innovations-, Technologie- und Informationszentrum ist und dass die kulturelle Nähe und die herzlichen Beziehungen, die sich im Laufe der Jahre zwischen den Bürgern entwickelt haben, eine starke Wirtschaftsinfrastruktur geschaffen haben, die ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber vergangenen Krisen bewiesen hat.“ Politische und wirtschaftliche Beziehungen seien zwar miteinander verflochten, aber nicht voneinander abhängig, so Barbivai. „Da die Wirtschaft eine Brücke für die Entwicklung der politischen Beziehungen ist, sollte die eine nicht der anderen vorgezogen werden. Israel möchte seine Beziehungen zur Türkei intensivieren und die beiden führenden Länder der Region wieder auf den Platz in der Region bringen, der ihnen gebührt“. „Die Wirtschaftsbeziehungen sind zweifellos ein wichtiger Pfeiler unserer Beziehungen“, fügte sie hinzu. Auf die Frage, ob die Dynamik in den Beziehungen auf die Politik der Regierung oder des Staates zurückzuführen sei und ob sich diese Politik bei einem Regierungswechsel ändern werde, sagte Barbivai: „Ich bin sicher, dass die bilateralen Beziehungen, die für beide Länder von strategischer Bedeutung sind, unabhängig von den Regierungen fortbestehen werden. Wir beabsichtigen, die Beziehungen weiterhin zu stärken, egal welche Regierung an der Macht ist, da nationale Interessen auf dem Spiel stehen.“

Türkei und Israel wollen gemeinsam Frieden schaffen

Im März dieses Jahres traf Staatspräsident Isaac Herzog mit Erdogan zusammen, dem ersten Besuch eines israelischen Staatsoberhaupts in der Türkei seit 2008. „Als Politiker sind wir nicht dazu da, um zu kämpfen, sondern um Frieden zu schaffen“, so Erdogan damals.

Herzog nannte das Treffen einen „Wendepunkt in den israelisch-türkischen Beziehungen“. Man werde nicht immer einer Meinung sein, aber er erwarte, dass sich Israel und die Türkei zum Wohle aller Völker gemeinsam für die „Stabilität, den Wohlstand, den Frieden und die Sicherheit“ in der Region einsetzen. „Gute nachbarschaftliche Beziehungen im östlichen Mittelmeerraum sind für uns alle wichtig“, erklärte Herzog.

„Ich danke Präsident Erdogan für diesen herzlichen Empfang im Präsidialkomplex. Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Völker, Religionen und Staaten in unserer Region in Frieden leben können und sollten, und dass Partnerschaften Segen und Wohlstand für uns alle bringen werden“, so der israelische Staatschef in einem Tweet. Erdogan erklärte, dass das gemeinsame Ziel der Türkei und Israels die Wiederbelebung des bilateralen politischen Dialogs auf der Grundlage gemeinsamer Interessen sei. Der historische Besuch werde einen „neuen Wendepunkt“ in den Beziehungen darstellen, sagte Erdogan auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Unser gemeinsames Ziel mit Israel ist die Wiederbelebung des politischen Dialogs zwischen unseren Ländern auf der Grundlage gemeinsamer Interessen und der Achtung der gegenseitigen Empfindlichkeiten“, sagte er. Erdogan:
„Es liegt in unserer Hand, in unserer Region eine Friedenskultur, Wohlstand und ein gemeinsames Zusammenleben zu schaffen“.

Es liege an beiden Seiten, damit in der Region eine Friedenskultur, Wohlstand und ein gemeinsames Zusammenleben gelinge. Erdogan bedankte sich für den Besuch seines israelischen Amtskollegen in der Türkei und erklärte, die Stärkung der Beziehungen zu Israel sei von großer Bedeutung für die regionale Stabilität und den Frieden sowie für die beiden Länder. Der türkische Staatschef wies seinen israelischen Amtskollegen auch darauf hin, wie wichtig es ist, die Spannungen in der Region abzubauen und die Vision einer Zwei-Staaten-Lösung zu bewahren.

Wiedereinsetzung der Botschafter Im August vereinbarten der israelische Premierminister Yair Lapid und Erdogan die Wiedereinsetzung ihrer jeweiligen Botschafter und Generalkonsuln und damit die Wiederherstellung uneingeschränkter diplomatischer Beziehungen, nachdem sie diese nach der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch die USA im Jahr 2018 abgezogen hatten.

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel erreichten 2010 ihren Tiefpunkt, als die israelische Marine ein türkisches Hilfsschiff, die Mavi Marmara, überfiel, das auf dem Weg war, humanitäre Hilfe in den blockierten Gaza-Streifen zu liefern. Bei dem Überfall wurden 10 Aktivisten getötet. Das Ereignis löste eine beispiellose Krise in den türkisch-israelischen Beziehungen aus, die seit Jahrzehnten friedlich verlaufen waren. Beide Länder riefen nach dem Vorfall sogar ihre diplomatischen Gesandten zurück.

"Ukraine-Appell"
SPD-Abgeordnete lehnen zusätzliche Waffenlieferungen an Ukraine ab

Bielefeld – SPD-Bundestagsabgeordnete haben Forderungen aus den Fraktionen von FDP und Grünen nach zusätzlichen Waffenlieferungen an die Ukraine abgelehnt. „Als Mitglied des Deutschen Bundestags sollte man nicht außerparlamentarische Opposition spielen“, sagte die SPD-Haushaltspolitikerin Wiebke Esdar der in Bielefeld ansässigen Neuen Westfälischen. „Ich finde, das ist eine Stilfrage.“ Verfasst hatte den Aufruf nach einer deutschen Führungsrolle bei weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine der Grünen-Außenpolitiker Robin Wagener. Insgesamt appellieren rund zwei Dutzend grüne und liberale Abgeordnete „an die Bundesregierung und unsere Partner in der Europäischen Union und NATO, gemeinsam und im Verbund die jeweiligen nationalen militärischen Fähigkeiten und Planungen zu evaluieren und gegebenenfalls zu restrukturieren, um der Ukraine qualitativ weitergehende Ausrüstungs- und Waffenlieferungen zur Befreiung der durch Russland völkerrechtswidrig besetzten Gebiet zu ermöglichen“. Der Aufruf trägt den Titel „Gemeinsam für den Frieden in der Ukraine und Europa“ und stehe allen Abgeordneten der Ampelregierung offen, sagte Wagener. Abgeordnete der SPD suche man unter dem Appell allerdings auch deshalb vergeblich, weil „es doch unsere Verantwortung ist, dass wir gemeinsam diskutieren und gemeinsam Lösungen finden“, sagte Esdar, Sprecherin der Parlamentarischen Linken in der SPD-Fraktion. Der SPD-Fraktionsvize und Außenpolitiker Achim Post verwies gegenüber der Neuen Westfälischen auf den Beschluss des Bundestags „Frieden und Freiheit in Europa verteidigen – Umfassende Unterstützung für die Ukraine“, der bereits eine „entscheidende und umfassende parlamentarische Grundlage für die praktischen Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine“ liefere. Darin seien – in einem auch überparteilichen Konsens – die „Grundlinien des deutschen Engagements festgehalten“, erklärte der SPD-Politiker. „Darüber hinaus Appelle an die eigene Bundesregierung zu unterzeichnen oder eben nicht, ist die persönliche Entscheidung der Abgeordneten des Bundestags.“

Geschichte
Die griechische Besetzung Westanatoliens 1919-1922

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von Kemal Bölge

An jenem Donnerstagmorgen des 15. Mai 1919 zogen über dem Himmel der Hafenstadt Izmir dunkle Wolken auf. Unter dem Geleitschutz von Kriegsschiffen Großbritanniens, Frankreichs, der USA und Italiens landeten 12.000 Soldaten der griechischen Okkupationsarmee am Hafen der westtürkischen Handelsmetropole. In den Landungsschiffen befanden sich nicht nur Soldaten Griechenlands, sondern auch britische, französische und amerikanische Einheiten.

Vor allem die griechischstämmigen Einwohner Izmirs waren gekommen, um die griechische Streitmacht willkommen zu heißen. Der frühere griechisch-orthodoxe Erzbischof von Izmir, Chrysostomos Kalafatis, der für seine Türkenfeindlichkeit bekannt war, sprach vor einer fahnenschwingenden Menschenmenge in Richtung der griechischen Soldaten. Er sagte: „Seid herzlich willkommen! Oh, die Eroberer Anatoliens! Als ihr mit euren heiligen Kampfstiefeln einen Fuß auf Smyrna gesetzt habt, hat die dreitausend Jahre andauernde Sehnsucht des griechischen Volkes ein Ende gefunden.“ 1

Was der umtriebige Chrysostomos mit diesem Satz aussprach, hatte für die türkisch-muslimische Bevölkerung traumatische Folgen, die bis heute andauern. Die Besetzung Izmirs war nach der Niederlage des Osmanischen Reiches während des Ersten Weltkriegs und dem Waffenstillstandsabkommen von Mudros am 30. Oktober 1918 2 das Fanal zur Invasion Westanatoliens, bei der das griechische Heer ganze Landstriche, Städte und Dörfer niederbrannte sowie durch breit angelegte Massaker an der türkisch-muslimischen Zivilbevölkerung ethnische Säuberungen durchführte.

Bereits am 13. November 1918 hatten Kriegsschiffe der Sieger des Ersten Weltkriegs die frühere Hauptstadt Istanbul besetzt. In den schriftlichen Zeugnissen türkisch-muslimischer Zivilisten, die die Massaker von griechischen Freischärlern und regulären Truppen im 19. und 20. Jahrhundert überlebt hatten, findet sich oft der Ausdruck „Yunan bzw. Rum Mezalimi“ („Griechische Gräueltaten“). In der türkischen und aserbaidschanischen Geschichtswissenschaft hat sich der Terminus technicus Mezalim für massenhafte Gewaltverbrechen an der muslimischen Zivilbevölkerung etabliert.

Ungereimtheiten bei den Bevölkerungszahlen der Griechen in Izmir

Der britische Premierminister und Philhellene David Lloyd George3 hatte im Februar 1919 den Alliierten den Vorschlag unterbreitet, Izmir von den Griechen besetzen zu lassen, was von US-Präsident Woodrow Wilson 4 zunächst abgelehnt wurde. Insbesondere der britische Premierminister war es, der den amerikanischen Präsidenten unter Druck setzte, damit dieser seine Zustimmung zur Besetzung erteilte. Um die Okkupation Izmirs zu legitimieren, hatte der griechische Ministerpräsident Venizelos den Alliierten auf der Pariser Friedenskonferenz 1919 übertrieben hohe Zahlen zur demografischen Entwicklung der griechischstämmigen Bevölkerung in Izmir vorgelegt. Die griechische Delegation stützte sich dabei auf Zahlenangaben des griechisch-orthodoxen Patriarchats in Istanbul.5

Die Ungereimtheiten bei der Bevölkerungszahl von Izmir fielen auch dem damaligen italienischen Journalisten Ernesto Vassalo auf, der sich seit April 1919 dort aufhielt und seine Eindrücke in der italienischen Tageszeitung „Il Tempo“ veröffentlichte. Der Historiker Mevlüt Çelebi weist in seinem Aufsatz „Die Besetzung Izmirs aus der Feder eines italienischen Journalisten“ (Titel des türkischen Ausgangstextes: „Bir İtalyan Gazetecinin Kaleminden İzmir’in İşgali“) in der Zeitschrift Journal Of Modern Turkish History Studies auf die Inkonsistenz der griechischen Statistiken hin.

Nach griechischen Angaben hatte Izmir eine Gesamtbevölkerungszahl von 416.494, wovon 243.879 Griechen, 96.250 Türken und die übrigen 76.365 waren demzufolge Juden, Armenier und andere ethnische Gruppen. Wegen seiner Zweifel an der Richtigkeit der griechischen Statistik stellte Vassalo diese mit der türkischen Statistik gegenüber.

Nach einem türkischen Zensus von 1917 hatte Izmir eine Gesamtbevölkerung von 238.179 Personen. Davon waren 111.486 Muslime, 87.497 Griechen, 24.403 Juden, 12.857 Armenier und die übrigen 1.936 Katholiken und Protestanten. Vassalo hegte auch Zweifel an der Richtigkeit türkischer Statistiken. Nach seiner Auffassung waren in Izmir die türkischen Bewohner in der Mehrzahl. In der damaligen Provinz Aydın bilden Vassalos Informationen zufolge die Türken gegenüber den Griechen die Bevölkerungsmehrheit, was auch griechische Statistiken bestätigen würden. Der italienische Journalist ermittelte in der Provinz Aydın eine Bevölkerungszahl von 586.000 Griechen und 827.000 Türken.6

Türkische Statistiken weisen für die gesamte Provinz 1.293.000 türkische und 234.000 griechische Einwohner aus. Der Wirtschaftswissenschaftler und Statistiker Servet Mutlu gibt die Bevölkerungszahlen des Sandschaks Izmir (einschließlich der Stadt Izmir) von 1914 wie folgt an: 378.883 Muslime, 214.686 Griechen, 14.273 Armenier und andere 32.915. Der griechische Historiker George Soteriadis ermittelte in seinem 1918 veröffentlichten Buch „An Ethnological Map Illustrating Hellenism in the Balkan Peninsula and Asia Minor“ im Sandschak Izmir 219.494 Muslime, 449.044 Griechen, 11.395 Armenier und 74.113 Andere.

Die osmanische Bevölkerungsstatistik von 1914 hat nach Erkan Serçe für den Sandschak Izmir eine Einwohnerzahl von 639.657 errechnet, während die französischsprachige Gesellschaft „Annuaire Oriental Limited“ von 500.000 Einwohnern ausgeht. Serçe verweist auch auf die Unterschiede bei den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, wo es Abweichungen gibt.

Offizielle osmanische Bevölkerungsstatistiken geben die muslimisch-türkische Bevölkerungszahl des Sandschaks Izmir mit 378.894 Einwohnern und die Zahl der griechischen Bewohner mit 217.686 wieder. „Annuire Oriental“ zählte 120.000 türkisch-muslimische Zivilisten sowie 320.000 griechische Einwohner. Das US-Konsulat in Izmir ging von einer Gesamtbevölkerungszahl Izmirs von 400.000 Einwohnern aus, wovon 165.000 Türken und 155.000 Griechen seien. Von 155.000 Griechen in Izmir hatten Erkan Serçe zufolge 40.000 die griechische Staatsangehörigkeit. (Serçe S. 163).

Hinter Ernesto Vassalos Skepsis gegenüber griechischen Statistiken steckten politische und wirtschaftliche Interessen Italiens in Anatolien. Der Journalist befand sich im Auftrag der italienischen Regierung in Izmir, denn Italien hatte selbst die Absicht, Izmir und die umliegende Region zu besetzen. Als Italien während des Ersten Weltkriegs an der Seite Großbritanniens und Frankreichs in den Krieg zog, vereinbarte Rom mit den Verbündeten am 26. April 1915 (London) und am 8. August 1917 (San Giovanni di Moriana) in zwei geheimen Verträgen nach dem Ende des Krieges die heutige kroatische Stadt Rijeka und die türkische Stadt Izmir zu besetzen.

Zumindest wurde es von London und Paris in Aussicht gestellt (Çelebi S. 132), aber nach der amerikanisch-britisch-französischen Übereinkunft über die griechische Besetzung von Izmir konnte Italien seine Pläne nicht umsetzen und verließ aus Protest die Versailler Konferenz. Die Alliierten erhofften sich mit diesem Schritt, die Landgewinne Italiens bei der Besetzung Anatoliens in gewissem Maße zu begrenzen.

Die griechischstämmige Bevölkerung Anatoliens lebte vor allem an den Küstengebieten, insbesondere in Izmir. Während des Ersten Weltkriegs wurden Griechen, die in den Küstengebieten und in Izmir lebten, als Vorsichtsmaßnahme von den Behörden ins Landesinnere umgesiedelt. Nach der Unterzeichnung der Vereinbarung von Mudros kehrten die einheimischen Griechen zurück in ihre Siedlungsgebiete an der Küste.

Griechischer Irredentismus und der Plan zur Besiedlung Westanatoliens

Im 19. und 20. Jahrhundert propagierte die Ideologie des griechischen Nationalismus die „Megali Idea“ („Die große Idee“), die die Vereinigung aller von Griechen besiedelten Gebiete vorsah und als „griechischer Irredentismus“ bezeichnet wird. Dieser Plan sah die Besetzung von Teilen Anatoliens zulasten des früheren Osmanischen Reiches vor.

Mit der Niederlage des Osmanischen Reiches während des Ersten Weltkriegs sah die griechische Regierung unter Ministerpräsident Eleftherios Venizelos, der als „größter Verfechter“ des irredentistischen Plans zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt, die Gelegenheit gekommen, um die „Megali Idea“ zu verwirklichen. Mit der Realisierung der „Megali Idea“ sollte das alte „Byzanz“ wiederauferstehen, Kleinasien hellenisiert und die türkische Herrschaft über den Balkan und in Anatolien beendet werden.

Unabhängig von den Aussagen des italienischen Journalisten Ernesto Vassalo über widersprüchliche griechische Angaben zur Bevölkerungszahl der griechischstämmigen Einwohner in Izmir hatte die griechische Seite Gründe, die Zahlen zur griechischen Population in Izmir während der Verhandlungen in Versailles als unverhältnismäßig hoch darzustellen, um ein Argument zur gewaltsamen Inbesitznahme Anatoliens in der Hand zu haben. Die „Megali Idea“ war Bestandteil der griechischen Außenpolitik, die einen Zusammenschluss aller griechischen Einwohner auf dem Balkan und in Anatolien vorsah.

Eine der ersten Maßnahmen Athens bei der Okkupation Westanatoliens bestand darin, die demografischen Strukturen zugunsten der griechischen Bevölkerung zu ändern. Die Zielsetzung zur Ansiedlung von Griechen in Kleinasien begann bereits vor der Besetzung Westanatoliens. Griechen, die während der Balkankriege und des Ersten Weltkriegs aus Izmir und der Region wegzogen und sich in anderen Regionen niederließen, kehrten nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Mudros wieder zurück. Die griechische Regierung warb für die Ansiedlung von Griechen nach Anatolien und verabschiedete dazu ein Programm, das finanzielle Anreize für eine Rückkehr vorsah.

Über eine Niederlassung der griechischen Zentralbank in Izmir wurde hierfür pro Person ein Kredit in Höhe von 20 Millionen griechischen Drachmen bei einer Laufzeit von drei Jahren mit einem jährlichen Zinssatz von 6 Prozent angekündigt. Ferner wurden für die griechische Besiedlung Grundstücke und Landgüter in Aussicht gestellt. Mit dem Subventionsprogramm der griechischen Regierung ließen sich zwischen 20. Oktober 1919 und 31. Dezember 1920 insgesamt 126.000 griechische Aussiedler in Westanatolien nieder.

Die osmanische Regierung unter Ministerpräsident Damat Ferit Pascha versuchte zwar durch Appelle, Parlamentsbeschlüsse und Weisungen an das Innen- und Kriegsministerium die Abwanderung der türkischen Bevölkerung in Westanatolien zu verhindern, da aber die Hoheitsgewalt des besetzten Gebietes unter alliierter Kontrolle stand, waren diese Schritte von geringem Wert.

Massaker und Kriegsverbrechen an türkischer Zivilbevölkerung

Nachdem die griechische Armee Izmir und die Umgebung besetzte, wurden in den darauffolgenden Wochen auch Manisa, Turgutlu, Aydın, Nazilli, Ayvalık und weitere Städte Westanatoliens eingenommen. Die griechische Armee ging dabei mit grausamer Härte gegen die türkisch-muslimische Zivilbevölkerung vor. Unter den in Anatolien lebenden Griechen wurden örtliche Milizverbände rekrutiert, die gemeinsam mit der griechischen Armee blutige Massaker an Muslimen verübten.

Die Vertreibungen, Folterungen und massenhaften Gewaltverbrechen der griechischen Okkupationsarmee gegen die muslimische Zivilbevölkerung hatten System. Einen Tag nach der Besetzung Izmirs begannen einheimische Griechen in Westanatolien Milizverbände zu gründen, insbesondere in der Region Söke und Kuşadası.

Meldungen über die Besetzung Izmirs und die von den griechischen Streitkräften begangenen Massaker an türkischen Zivilisten hatten die Bevölkerung im Umland verängstigt und zur Flucht veranlasst. Einige Tage vor Ankunft der Invasionstruppen in Izmir herrschte unter der türkischen Bevölkerung der Region Izmir Unruhe, weil ortsansässige und fremde, bewaffnete griechische Milizionäre, die zuvor wegen verschiedener Straftaten von den türkischen Behörden ausgewiesen oder geflohen waren, die Gegend unsicher machten. Diese griechischen Milizen kamen ab Januar 1919 von den Inseln Lesbos (Midilli), Chios (Sakız) und Samos (Sisam).

Nach einem Bericht des Gendarmerie-Regimentskommandos von Izmir beläuft sich die Zahl der am 15. Mai 1919 in Izmir und in den Dörfern der Halbinsel Urla durch die griechische Armee getöteten türkischen Zivilisten auf über 2.000. Das Regimentskommando in Izmir übermittelte der Generalkommandantur nach Istanbul einen Lagebericht über die massenhaften Gewaltverbrechen der griechischen Truppen gegen die türkisch-muslimische Zivilbevölkerung. Hier ein Auszug aus dem Gendarmeriebericht:

„Während der Besetzung der Stadt Izmir durch griechische Soldaten am 15. Mai wurden beispiellose Morde an der türkisch-islamischen [muslimischen] Bevölkerung begangen. Hunderte von Einwohnern, Offiziere, Polizisten, Frauen und Kinder wurden getötet sowie das Eigentum der meisten geplündert und zerstört. Die Regierungsgebäude und Kasernen wurden belagert und lagen stundenlang unter Gewehr- und Maschinengewehrfeuer.

Nach Einstellung des Feuers wurden alle Regierungsbeamten und Gendarmerie-Delegationen, die sich in Anwesenheit des Gouverneurs versammelt hatten, mit aufgepflanztem Bajonett heruntergebracht und von den grausamen griechischen Soldaten sowie der einheimischen griechischen Bevölkerung, bei der sogar die Kinder bewaffnet waren, unter Beleidigungen, Drohungen, Schlägen und Flüchen gezwungen ʻZito Venizelosʼ [ʻLang lebe Venizelosʼ], zu rufen. Die griechischen Soldaten und bewaffnete Milizen zwangen die Menschen der Reihe nach sich zu entkleiden, raubten ihnen das Bargeld und sogar die schmutzigen Taschentücher. Vielen wurden die Jacken und Schuhe abgenommen […].“7

Soldaten des griechischen Heeres verhöhnten in der Stadt Aydın Muezzine, die vom Minarett der Moschee zum Gebet aufriefen, von denen einige willkürlich getötet wurden. Der Muezzin des Cuma-Viertels, Mehmet Efendi, wurde am 23. Juni 1919 von einer griechischen Armee-Patrouille während der Ausrufung des Gebets mit Waffengewalt vom Minarett geholt und mit einem Bajonett erstochen. Das gleiche Schicksal ereilte auch den Muezzin der Ramazan-Pascha-Moschee, der während der Gebetsausrufung erschossen wurde.

Ferner wurden die Moscheen und die Minarette der muslimischen Gebetshäuser mit Artilleriegranaten und Maschinengewehrfeuer beschossen. Während des heiligen Fastenmonats Ramadan, setzte die griechische Armee Gewalt gegen Muslime ein, um den Zugang zur Moschee bzw. zum traditionellen Gebet zu verhindern. Wer ins Gebetshaus wollte, wurde von Soldaten bedroht und zusammengeschlagen.

Am 29. Juni 1919 attackierte die griechische Armee in der westtürkischen Stadt Aydın das Viertel Cuma. Ein Bewohner des Viertels, Hafız Mustafa Ağa, schildert, wie griechische Soldaten begannen, an mehreren Stellen des Stadtbezirks Feuer zu legten. Die hilflosen Einwohner versuchten aus ihren brennenden Häusern zu fliehen und wurden dabei von den an den Straßen- und Gasseneinmündungen postierten Soldaten der Besatzungsarmee erschossen. Während das Flammen-Inferno wütete, wurde das Viertel mit Artilleriefeuer der griechischen Armee beschossen. Die Zeitzeugenaussage von Hafız Mustafa Ağa ist vom 1. August 1919:

„In unserem Viertel wurden an der Çavuş-Brücke, der Seifenfabrik des Kreters İbrahim Badorakin, an der Teestube und im Stall von Yalabukoğlu Ahmet, am Haus des Canbazoğlu Ali Efendi, vor der Moschee Dükkânönü Cami-i Şerifi, am Haus von Hacı Yahya Efendi und am Haus von Hacı Ibrahim Petroleum ausgegossen, sie warfen Brandbeschleuniger, wodurch Brände an fünf Stellen des Bezirks ausbrachen.

An den Straßeneinmündungen warteten griechische Soldaten. Die Gebäude waren von den Flammen umschlossen, während die um ihr Leben kämpfenden Menschen sich auf die Straße warfen, eröffneten die griechischen Soldaten ohne Rücksicht das Feuer auf Kind und Kegel. Manche kamen dabei um, wiederum manche wurden verletzt und andere überlebten.

Andere Bewohner sahen das Gewehrfeuer in den Straßen, konnten aber aus Angst nicht nach draußen fliehen und verbrannten in den Häusern. Unser Viertel bestand aus 580 Häusern und 30 Geschäften. Davon blieben nur 35 Häuser (Haushalte) übrig. Wir wissen von mehr als 50 Opfern, aber es gibt noch Hunderte Weitere, von denen wir nicht wissen, ob sie tot oder am Leben sind. Da die Bewohner unserer Nachbarschaft in den Dörfern und an anderen Unglücksorten verstreut sind, ist es derzeit nicht möglich, die tatsächliche Zahl der Opfer zu ermitteln. Während das Feuer-Inferno mit voller Kraft wütete, feuerten die Griechen mit Artilleriegranaten auf unser Viertel.

Die griechischen Soldaten zerstörten einerseits die Häuser, schlugen die hilflosen Menschen in den Häusern und verschleppten einige junge Mädchen. Wir haben keine Kenntnis über ihr Schicksal. Diejenigen, die überlebten, flohen in die Städte und Ortschaften wie Nazilli, Çine, Yenipazar und Denizli sowie in Ortschaften und Dörfer, wo sie sich in einem erbärmlichen Zustand befanden.“ 8

Die Vertriebenen flohen in Gebiete, die noch nicht von den Invasoren besetzt waren. Die Gesamtzahl der Geflohenen, die ihre angestammte Heimat wegen der skrupellosen Vorgehensweise des griechischen Heeres gegen die türkische Zivilbevölkerung verließen, wird auf zirka 1,5 Millionen Menschen geschätzt. Zivilisten, denen es nicht gelang zu fliehen, wurden Informationen des Historikers Erol Kaya zufolge von den Besatzern entweder getötet oder gefangen genommen und in Internierungslager gesteckt. Die Gefangenenlager befanden sich entweder in den okkupierten Gebieten in Westanatolien oder in Griechenland selbst.

Für Kaya hatte die Gefangennahme und Internierung von türkisch-muslimischen Zivilisten mehrere Gründe:

  1. Die demografischen Strukturen zugunsten der griechischen Bevölkerung zu ändern. Kaya untermauert seine These mit einem Zensus zu Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. Demzufolge zählte die Provinz Aydın eine Gesamtbevölkerung von 1.608.742 Einwohnern. Davon waren 1.248.067 Einwohner Muslime, 299.096 Griechen, 19.395 Armenier und 35.041 Juden.
  2. Als weiteren Grund führt Kaya die Internierung von türkischen Intellektuellen und Menschen, die in der Lage sind, Widerstand gegen die griechische Besatzung zu organisieren. Mit der Verschickung sollte der Widerstand gebrochen werden.
  3. Nach Kaya gab es für die griechischen Besatzer ein weiteres Argument zur Inhaftierung von türkisch-muslimischen Zivilisten, denn nach der griechischen Besetzung am 15. Mai 1919 hatte sich eine türkische Unabhängigkeitsbewegung formiert, die weiteren Zulauf erhielt. 9

Weitere Gewaltverbrechen der griechischen Armee in Westanatolien

Während der Besetzung der westtürkischen Stadt Manisa verübten griechische Verbände in den Dörfern und Kleinstädten Massaker, Vergewaltigungen und Plünderungen gegen die muslimische Zivilbevölkerung. In den Dörfern Hacı Rahmanlı und Kapaklı sowie weiteren Gemeinden, die sich an der Eisenbahntrasse Manisa-Akhisar befanden, begingen griechische Soldaten Gewalttaten gegen die muslimischen Einwohner, bei denen sämtliche Bewohner getötet und das Eigentum geplündert wurde.

Hunderte von Zivilisten wurden in ihren Obstgärten von griechischen Einheiten festgenommen und über Izmir nach Athen verschleppt. Etwa 160 muslimische Kriegsgefangene, die von den Briten zuvor in Ägypten freigelassen wurden, gerieten in erneute Gefangenschaft und mussten unter schweren Bedingungen Zwangsarbeit verrichten.

Laut des örtlichen Polizeiberichts überlebten die meisten Gefangenen die Internierungsbedingungen nicht: sie starben überwiegend wegen Nahrungsmangels oder an der Folter. Die griechische Armee beschlagnahmte Reit- und Tragetiere der Landbevölkerung und wenn die Gräueltaten (Mezalim) nicht aufhörten, so der Bericht, würden alle Muslime vernichtet, falls keine Vorkehrungen getroffen werden sollten.

Griechische Armee setzte bei ihrem Rückzug auf die Politik der verbrannten Erde

In der Schlacht von Sakarya (22. August – 13. September 1922) gelang es der türkischen Armee unter Oberbefehlshaber General Mustafa Kemal Pascha (der spätere Atatürk) den Vormarsch der griechischen Armee aufzuhalten und diese in einem Stellungskrieg zu besiegen. Bei ihrem erzwungenen Rückzug setzte die griechische Armee auf die Taktik der verbrannten Erde. Dabei wurden ganze Städte, Dörfer, Gemeinden, Gebäude, Häuser, Lager, landwirtschaftlich genutzte Flächen und die Infrastruktur niedergebrannt und die Bewohner getötet.

Auch die westanatolische Stadt Afyonkarahisar war davon betroffen, bei dem diese in Schutt und Asche gelegt wurde. Bei der Evakuierung der Stadt Eskişehir legten Soldaten der griechischen Invasionsarmee Brände. Laut einem Bericht eines Aufklärungsfliegers wurden in Eskişehir am Bahnhof drei, auf dem Markt eines und im Süden der Stadt ein weiterer Brand gelegt. Zu Beginn erfolgten dort Plünderungen und im Anschluss wurde die Stadt am Porsuk-Fluss in Brand gesteckt. Wer sich aus dem Feuer retten wollte, wurde erschossen. Die Zahl der getöteten Zivilisten beläuft sich auf etwa 250.

Die meisten Viertel der Stadt, Gebäude, Kaufhäuser, Geschäfte, Schulen, Hamams, Moscheen wurden ein vollständiger Raub der Flammen. Während des Dumlupınar-Stellungskriegs zerstörten griechische Armee-Einheiten die Dörfer Hamurköy und Çal. Eine weitere Stadt, die vollkommen zerstört wurde, ist Uşak, die ebenfalls durch Brände dem Erdboden gleichgemacht wurde. Bevor die türkische Armee in Uşak einrückte, legten griechische Soldaten in der Stadt und in der Umgebung Feuer, verübten Grausamkeiten an der Bevölkerung, bei denen 322 muslimische Opfer durch Feuer ums Leben kamen.

Resümee

Im Zuge der Pariser Friedenskonferenzen bestimmten die Siegermächte des Ersten Weltkriegs, dass Griechenland Izmir und die umliegende Region annektieren sollte. Nach der Einnahme von Manisa am 25. Mai 1919, besetzten griechische Streitkräfte entgegen den Pariser Bestimmungen am 27. Mai 1919 Aydın und danach weitere Städte in Westanatolien. Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Venizelos verfolgte im Kontext des griechischen Nationalismus einen irredentistischen Plan, Megali Idea genannt, der die Besiedlung Westanatoliens durch griechische Aussiedler vorsah, zu Lasten der türkisch-muslimischen Mehrheitsbevölkerung.

Um die demografischen Strukturen Westanatoliens zu ändern, führten die griechischen Streitkräfte einen rücksichtslosen Feldzug gegen die muslimische Zivilbevölkerung. Der US-Amerikanische Historiker Justin McCarthy beziffert in seinem Buch „Death and Exile“ die Zahl der durch die griechische Armee während der Okkupation Westanatoliens getöteten Muslime auf 640.000 Menschen, die der Überlebenden auf 860.000 Flüchtlinge sowie 1,2 Millionen türkisch-muslimische Vertriebene.10

Hinter der Landung alliierter Kriegsschiffe und der anschließenden Besetzung Izmirs am 15. Mai 1919 sowie weiterer Städte und Ortschaften Westanatoliens steckte ein konkreter Plan der Siegermächte des Ersten Weltkriegs zur Aufteilung Anatoliens. Die griechische Regierung unter dem damaligen Ministerpräsidenten Venizelos verfolgte ein expansionistisches Ziel zur Erweiterung des eigenen Territoriums, um die irredentistische „Megali Idea“ umzusetzen. Die gegen die türkisch-muslimische Bevölkerung gerichteten ethnischen Säuberungen, Zwangsvertreibungen, Internierungen, sexuellen Gewaltverbrechen, Plünderungen, Unterdrückungen und Verfolgungen in der Zeit der griechischen Besetzung Westanatoliens (1919-1922) haben sich tief im kollektiven Gedächtnis der türkischen Gesellschaft eingeprägt, und sind noch heute präsent.

Erschienen auf Forschungseinrichtung für Mezalim


Kemal Bölge, studierter Politologe und Historiker. Ressortleiter Balkan bei der Forschungseinrichtung für Mezalim. Er schreibt zudem als freier Autor für verschiedene Online-Publikationen. Seine Schwerpunkte sind die Außen- und Sicherheitspolitik, insbesondere die Beziehungen EU-Türkei, die zukünftige Struktur der NATO und die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei.    

1 Vgl. Burhan, Sabahattin, Ege´nin Kurtuluş Destanı: Yörük Ali Efe, Yeni Asya Yayınları, Istanbul 1998, S. 276, Übersetzung des Verfassers.

2 Aus dem Blickwinkel der Siegermächte des Ersten Weltkriegs war die Vereinbarung von Mudros ein Triumph, weil die Alliierten dem Osmanischen Reich die Kapitulation diktiert hatten, aber aus türkischer Sicht stellte dieser Vertrag neben dem Abkommen von Sèvres eine schwere Demütigung dar und wie es der türkische Historiker Ilber Ortaylı in seiner exzellenten Atatürk-Biografie konstatiert als „Todesurteil gegen die Türkei“ aufgefasst. Vgl. hierzu Ortaylı, Ilber: Gazi Mustafa Kemal Atatürk, Kronik Kitap, Istanbul 2018, S. 140.

3 David Lloyd George war von 1916-1922 britischer Premierminister und zuvor Abgeordneter, Handelsminister, Schatzkanzler und Kriegsminister.
4 Thomas Woodrow Wilson gehörte der Demokratischen Partei an und war in seiner Amtszeit von 1913-1921 der 28. Präsident der Vereinigten Staaten.
5 Wie die Historikerin Emine Pancar in ihrer Dissertation erläutert, waren die manipulierten Statistiken des griechisch-orthodoxen Patriarchats zur Bevölkerungszahl der griechischstämmigen Bevölkerung in Anatolien entscheidend bei der Zustimmung der Alliierten zur Besetzung Westanatoliens. Nach den Statistiken des griechisch-orthodoxen Patriarchats betrug die griechischstämmige Gesamtbevölkerung in Anatolien 1,7 Millionen, während hingegen in Aydın und Bursa 1.080.000 Griechen lebten. Mit der griechischen Bevölkerung auf den Inseln waren es demnach zusammen 1.450.000 Einwohner. Beim Zensus der muslimischen Bevölkerung in Anatolien errechnete das Patriarchat 943.000 Personen, vgl. Pancar, Emine: Aydın ve Muğla Kuva-yi Milliyesi, Doktora Tezi, 9 Eylül Üniversitesi, Izmir 2010, S. 82.
6 Die ehemalige Provinz Aydın setzte sich aus den osmanischen Sandschaks Izmir, Aydın, Saruhan und Denizli zusammen, dessen Zentrum Izmir war.
7 Vgl. Askeri Tarih Belgeleri Dergisi, Umum Jandarma Komutanlığı’na, Belge No: 2365 (20. Mai 1919), Erscheinungsjahr 1992, Heft 93, Genelkurmay Basımevi, Ankara 1992, S. 12, Übersetzung des Verfassers.
8 Vgl. ebd., Belge No: 2375, S. 48-49, Übersetzung des Verfassers.
9 Vgl. Kaya, Erol: Milli Mücadele Döneminde Hilal-i Ahmer Cemiyetiˈnin Anadolu ve Yunanistan`daki Türk ve Yunan Esirlerine Yaptığı Yardımlar, Turkish Studies, Skopje/Ankara, Volume 3/2 Winter 2008, S. 469-472.
10 McCarthy, Justin: Death and Exile, The Ethnic Cleansing of Ottoman Muslims 1821-1922, Princeton 1995, S. 304.

Glücksspiel
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Rüstung
Türkei testet erfolgreich Kurzstreckenrakete „Tayfun“

Rize – Medienberichten zufolge hat die Türkei am Dienstag eine lokal hergestellte ballistische Kurzstreckenrakete über dem Schwarzen Meer abgefeuert, die nach einem Bericht von Bloomberg eine Reichweite von mindestens 560 km (350 Meilen) hat. Nach Ansicht des Sicherheitsexperten Mete Yarar hat die Tayfun-Rakete eine größere Reichweite als bisher bekannt ist. Die 560 km sind nach Yarars Ansicht nur für den Raketentest anvisiert worden. Eine mobile Plattform wurde verwendet, um die Rakete von einem Flughafen in der Nähe der Hafenstadt Rize gegen 7 Uhr morgens Ortszeit abzufeuern. Das geheime Raketenprojekt mit dem Namen Tayfun (Taifun), ist seit mehreren Jahren in Arbeit, so anonyme Quellen gegenüber Bloomberg, ohne nähere Angaben zu machen. Das Präsidium für die Verteidigungsindustrie, das die Entwicklung von lokal hergestellten Waffen beaufsichtigt, lehnte es ab, Informationen über das Projekt preiszugeben. Das Raketensystem mit der größten Reichweite, das die Türkei bisher besitzt, ist die Bora, eine taktische ballistische Rakete, die vom türkischen Rüstungsunternehmen Roketsan entwickelt wurde. Seine Exportversion heißt Khan, die eine Mindestreichweite von 80 km sowie eine Höchstreichweite von 280 km hat. Sie wurde getestet und im Mai 2017 in Dienst gestellt. Die Version Bora-2 mit einer größeren Reichweite befindet sich in der Entwicklung. Die wachsende Verteidigungsindustrie der Türkei ist ein Eckpfeiler der selbstbewussten Außenpolitik von Präsident Recep Tayyip Erdogan in den letzten Jahren. Erdogan erklärte im Januar, die Türkei wolle bei der Entwicklung und Herstellung von militärischer Ausrüstung und Systemen völlig autark werde. Die Türkei hat ihre Abhängigkeit von Waffenimporten verringert und diese im Fünfjahreszeitraum 2016-2020 im Vergleich zu 2011-2015 um 59 Prozent gesenkt. Laut der SIPRI-Datenbank für Waffentransfers war die Türkei im Zeitraum 2017-21 weltweit der zwölftgrößte Exporteur größerer konventioneller Waffen, was einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zu 2012-16 entspricht.

Zum Thema

– Rüstungsindustrie – „Die Türkei hat der griechischen Lobby viel zu verdanken“

Nicht nur die griechische Lobby, sondern auch die armenische, die kurdische und bis zur letzten Wiederannäherung auch israelische Gruppen, hätten immer wieder Waffendeals mit der Türkei blockiert.

„Die Türkei hat der griechischen Lobby viel zu verdanken“

Ukraine-Krieg
Ukraine: Russische Luftangriffe erschweren auch die Arbeit der SOS-Kinderdörfer

Die verstärkten russischen Luftangriffe in der Ukraine erschweren auch die Arbeit der SOS-Kinderdörfer massiv. „Kinder, Familien und unsere Mitarbeiter geraten durch die andauernden Attacken erneut in Angst und Schrecken. Immer wieder ertönen Sirenen und zwingen uns, unsere Arbeit zu unterbrechen und gemeinsam mit den Kindern und Familien in Kellern oder Schutzräumen Zuflucht zu suchen“, sagt Serhii Lukashov, Leiter der Hilfsorganisation in der Ukraine. Durch die erneuten Angriffe seien auch die Strom- und Heizsysteme in vielen Städten beschädigt worden, was es noch schwieriger mache, die Menschen gut durch den Winter zu bringen. „Aber ’schwierig‘ heißt nicht ‚unmöglich‘! Wir werden zusätzliche Maßnahmen ergreifen und unsere Sozialzentren mit Dingen wie Stromgeneratoren, Decken und Kerzen ausstatten“, sagt Lukashov. In 19 Sozialzentren unterstützen die SOS-Kinderdörfer und lokale Partner monatlich 20.000 Menschen im ganzen Land – vom Westen bis zum schwer kriegsbeschädigten Osten. Insgesamt habe man seit Ausbruch des Krieges bereits über 110.000 Menschen helfen können, unter anderem mit psychologischer Unterstützung und Grundversorgung. Dabei hat die Sicherheit der Betreuten sowie der Mitarbeiter höchste Priorität. Lukashov sagt: „Wir überwachen die Lage ständig und versuchen, die Risiken so gut es geht zu minimieren. Unser gesamtes Personal ist geschult und weiß, was im Falle eines Raketenangriffs zu tun ist. Unsere Büros und Fahrzeuge sind mit Erste-Hilfe-Kästen, Feuerlöschern, Warnwesten und anderen Dingen ausgestattet. Derzeit laufen außerdem Maßnahmen, um längere Stromausfälle überbrücken zu können.“ Falls sich die Situation in bestimmten Regionen zuspitze, sei man auch darauf vorbereitet, Kinder, Familien und Mitarbeiter zu evakuieren. Lukashov sagt: „Wir werden unsere Arbeit fortsetzen, wann immer dies die Sicherheitslage zulässt. In dieser schlimmen Zeit ist unsere Hilfe für Kinder und Familien wichtiger denn je!“

Terrorismus
Saarbrücken: Razzien gegen mutmaßliche PKK-Mitglieder

Saarbrücken – Die deutsche Polizei geht weiterhin mit voller Härte gegen mutmaßliche Mitglieder der verbotenen Terrororganisation PKK vor. Im Rahmen von jahrelangen Ermittlungen gegen die Terrororganisation hat die Polizei im Südwesten Deutschlands am frühen Dienstagmorgen mehrere Häuser durchsucht. Wie die Behörden gestern mitteilten, wurden dabei in den Häusern von vier Verdächtigen und einem Gemeindezentrum in Saarbrücken „umfangreiche Beweise für illegale Aktivitäten“ sichergestellt. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz in einer Erklärung mit. Fahnder durchsuchten vier Wohnungen in Lebach, Völklingen, Losheim und Beckingen. Nach Angaben eines Sprechers der Generalstaatsanwaltschaft in Koblenz, sollen die Beschuldigten wichtige Mitglieder der PKK-Terrororganisation in der Region sein, und es wird vermutet, dass sie an der Beschaffung von Geldmitteln, Propaganda und Rekrutierungsaktivitäten beteiligt waren, so die Staatsanwaltschaft. Wie die Saarbrücker Zeitung berichtet, handelt es sich bei den vier Beschuldigten (21, 54, 55, 56 Jahre) um drei türkische Staatsbürger und einen Mann sowohl mit deutschem als auch türkischem Ausweis. Da keine Fluchtgefahr bestehe, blieben die Männer jedoch auf freiem Fuß. Die PKK wird von der EU-Strafverfolgungsbehörde EUROPOL als „ethnisch-nationalistische“ und „separatistische“ terroristische Organisation eingestuft und ist in Deutschland seit 1993 verboten. Mit fast 14 500 Anhängern ist sie jedoch weiterhin in Deutschland aktiv. Laut dem Jahresbericht des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) hat die Terrorgruppe im vergangenen Jahr schätzungsweise 16,7 Millionen Euro (16,4 Millionen Euro) in Deutschland und mehr als 30 Millionen Euro in Europa durch verschiedene Spendenaktionen gesammelt.

Zum Thema

– Terrorismus – Menschenrechtsorganisation: PKK zwangsrekrutiert Kinder

Die Meldungen darüber, dass die Terrororganisation PKK, ihre bewaffnete syrische Schwesterorganisation YPG und die vom Pentagon daraus formierte SDF Kindersoldaten rekrutieren, Zivilisten verhaften, Oppositionelle ermorden, reißen nicht ab.

Menschenrechtsorganisation: PKK zwangsrekrutiert Kinder

Iran-Proteste
AfD fordert Kopftuchverbot in Deutschland

München – Mahsa Amini wurde im September von der iranischen Sittenpolizei festgenommen, weil sie angeblich ihr Haar nicht ordnungsgemäß mit dem vorgeschriebenen Hidschab bedeckt hatte. Nach Angaben ihrer Verwandten und Zeugen wurde sie auf einer Polizeistation in Teheran geschlagen und drei Tage später für tot erklärt. Der Tod der 22-Jährigen löste Proteste in Dutzenden von Städten im ganzen Land aus. Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Andreas Winhart, fordert nun Solidarität mit den Protesten im Iran. Hierbei gelte es auch in Deutschland jetzt zu handeln und das islamische Kopftuch als „Symbol der Unterdrückung der Frau“ aus der Öffentlichkeit zu verbannen. Hierzu nimmt Andreas Winhart MdL wie folgt Stellung: „Die Bilder aus dem Iran infolge des Todes der jungen Kurdin Mahsa Amini nach der Festnahme durch die Sittenpolizei mahnen uns. Frauen und auch Männer kämpfen im Iran gegen das Kopftuch als Symbol der Unterdrückung. Entgegen den falschen politischen Annahmen zahlreicher Vertreter der etablierten Parteien in Deutschland, ist das islamische Kopftuch nicht nur Glaubenssymbol, sondern auch in zahlreichen Fällen ein Symbol für die Unterdrückung der Frau. Dies ist mit den Werten des Grundgesetzes nicht vereinbar. Daher fordere ich die politischen Mitbewerber auf, ihre Haltung zu ändern und das islamische Kopftuch, in allen Varianten, aus der Öffentlichkeit in Deutschland zu verbannen. Dies gilt insbesondere für staatliche Einrichtungen wie Gerichte und Schulen, welche absolute Neutralität vorweisen müssen. Hierzu braucht es endlich gerichtsfeste Gesetze gegen das islamische Kopftuch, welche bislang an den Multikulti-Fantasien der linken Parteien in Deutschland gescheitert sind. Das Tragen im Rahmen der Religionsausübung sowie im privaten Umfeld ist selbstverständlich zu gestatten.“

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– Türkei – Konya: Katholischer US-Priester zum Islam konvertiert

Ismail Fenter war sein ganzes Leben lang auf der Suche nach einem Glauben, an den er sich halten kann. Seine Leidenschaft führte ihn nach Konya, der türkischen Provinz, in der der weltberühmte muslimische Mystiker Mevlana Jalaladdin Rumi lebte. Beeindruckt von den jahrhundertealten Lehren Rumis konvertierte Fenter, der als Craig Victor Fenter in North Carolina, USA, geboren wurde, zum Islam und zog vor kurzem nach Konya.

Konya: Katholischer US-Priester zum Islam konvertiert

Glücksspiel
2022: Die besten Strategien für Sportwetten

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Mit Sportwetten Geld zu verdienen, kann schwierig sein, aber es gibt eine Menge Sportwetten Anbieter, die ständig gewinnen. Es gibt sogar viele professionelle Wettanbieter, die mit Sportwetten ihren Lebensunterhalt verdienen, wenn sie bei einem der Wettanbieter auf https://wettanbieteroesterreich.at/neu/ Wetten platzieren. Um wie die Profis dauerhaft erfolgreich zu sein, brauchen Sie eine erfolgreiche Strategie für Sportwetten.

Sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Spieler gibt es mehrere grundlegende Sportwettstrategien und Tipps, die Ihnen helfen, mit Sportwetten Geld zu verdienen. Sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass nicht jede Wette, die Sie abschließen, zu einem Gewinn führt, aber wenn Sie diese Wetttipps anwenden, können Sie zumindest den begehrten Wettvorteil erzielen.

Machen Sie Ihre Hausaufgaben

Bevor Sie Ihre Wetten platzieren, sollten Sie immer Ihre Hausaufgaben machen. Ihrem Instinkt zu folgen, kann zwar gelegentlich zum Erfolg führen, ist aber keine Garantie für langfristigen Erfolg. Sie müssen für jede Wette ausreichend recherchieren und sich vorbereiten, wenn Sie mit Sportwetten Geld verdienen wollen. Schauen Sie sich die Daten an, erkennen Sie Trends, entwickeln Sie Sportwetten-Systeme und werten Sie frühere Spiele aus.

Gutes Geldmanagement

Wenn Sie eine Sportwette platzieren, sollten Sie immer einen bestimmten Geldbetrag für das Glücksspiel beiseite legen. Dieser Geldbetrag wird als „Bankroll“ bezeichnet und ist in der Regel der Betrag, den Sie sich leisten können zu verlieren. Wie bei allen anderen Glücksspielen sollten Sie auch bei Sportwetten nie mit Geld spielen, das Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Legen Sie etwas Geld beiseite, das Sie für die nächste Woche, den nächsten Monat oder die nächste Saison als Bankroll verwenden können. Ein allgemeiner Ansatz für das Geldmanagement bei Sportwetten ist es, Wetten mit 1 % bis 5 % oder weniger Ihres Guthabens abzuschließen.

Wetten Sie nüchtern und seien Sie nicht emotional

Wetten unter Alkoholeinfluss beeinträchtigen Ihr Urteilsvermögen und sollten vermieden werden, wenn Sie ein erfolgreicher Sportwetten Anbieter werden wollen. Vermeiden Sie es außerdem, sich beim Wetten von Ihren Emotionen leiten zu lassen, da dies häufig dazu führt, dass Spieler schlechte Entscheidungen treffen. Wenn Sie sich über etwas aufregen, z. B. über eine Pechsträhne, sollten Sie keine Wetten mehr abschließen. Bevor Sie weitere Sportwetten abschließen, sollten Sie eine Pause einlegen, einen Spaziergang machen und Ihren Kopf frei bekommen.

Suchen Sie nach den besten Linien

Die einzige Möglichkeit, die Quoten der einzelnen Sportwetten zu überprüfen, um herauszufinden, welche den größten Vorteil bietet, bevor Sie eine Wette platzieren, besteht darin, ein Konto bei mehreren verschiedenen Online-Sportwetten zu haben. Line-Shopping ist eine der besten Sportwetten-Taktiken, die von erfolgreichen Sportwetten Anbietern auf der ganzen Welt angewendet wird.

Verfolgen Sie Wetttrends

Ein Wetttrend gibt Aufschluss über die Strategien, die von anderen Wettenden in einem bestimmten Wettmarkt verwendet werden. Basierend auf den Wetttrends für eine bestimmte Wette ändern die Sportwetten Anbieter die Quoten für diese Wette. Wenn Sie die Wetttrends kennen, können Sie besser entscheiden, wo und wann Sie Ihre Wette platzieren.

Wetten mit oder gegen die Öffentlichkeit

Vielleicht kennen Sie die Idee, einen Spieler oder eine Mannschaft zu „verblassen“. Damit geben Sie an, dass Sie eine Wette gegen das platzieren, was die Mehrheit der Menschen glaubt, dass es passieren wird. Sie können also eine Mannschaft ausblenden, wenn viel Geld auf ihren Gegner gesetzt wird.

Man kann eine Wette gegen die Öffentlichkeit auch als Wette auf den Außenseiter betrachten. Theoretisch wetten Sie mit den Zuschauern, wenn Sie auf den Favoriten setzen. Obwohl eine Wette auf den Außenseiter zu hohen Auszahlungen führen kann, ist der Favorit nicht ohne Grund der Favorit.

Spezialisierung auf eine Sportart

Wenn Sie neu in der Welt des Glücksspiels sind, sollten Sie sich auf eine einzige Sportart konzentrieren. Da Sie nicht jedes Spiel analysieren und darauf wetten werden, kann Ihnen die Konzentration auf eine bestimmte Sportart einen Wettvorteil verschaffen. Selbst Quotenmacher wissen, dass es praktisch schwierig ist, bei jedem Wettversuch erfolgreich zu sein. Bleiben Sie also bei Ihren Stärken und informieren Sie sich über jeden Spieler einer bestimmten Mannschaft, um zu vermeiden, dass Sie irrational auf Ereignisse wetten, über die Sie nicht ausreichend Bescheid wissen.