Kryptowährungen
Kaufen oder nicht kaufen? Alles, was Sie über den Einstieg in die Welt der Kryptowährung wissen müssen

Was sind Kryptowährungen?

Kryptowährungen sind digitale oder virtuelle Währungen, die als Tauschmittel eingesetzt werden können. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen werden Kryptowährungen nicht von einer zentralen Behörde wie einer Regierung oder Bank kontrolliert, sondern basieren auf dezentraler Technologie wie der Blockchain.

Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin, aber es gibt auch viele andere wie Ethereum, Litecoin und Ripple. Es gibt auch immer wieder neue Kryptowährungen, die auf den Markt kommen. Der Wert von Kryptowährungen schwankt stark und kann innerhalb kurzer Zeit erheblich steigen oder fallen. Bevor Sie in Kryptowährungen investieren, sollten Sie sich über die Risiken und Chancen im Klaren sein und sich gründlich informieren.

Wie kommen neue Kryptowährungen auf den Markt?

Der Prozess des Einführens neuer Kryptowährungen beginnt mit einer Idee oder Vision, die dann in einem Whitepaper beschrieben wird. Dieser Whitepaper umfasst die Grundlagen der neuen Kryptowährung, ihre Funktionsweise und Zwecke sowie alle notwendigen Informationen für Investoren, damit sie informierte Entscheidungen treffen können. Sobald der Whitepaper vorliegt, findet ein Initial Coin Offering (ICO) statt, bei dem Investoren die Möglichkeit haben, in die neue Kryptowährung zu investieren.

Im Anschluss an den ICO müssen Investoren warten, bis die neue Kryptowährung auf einer öffentlichen Börse notiert wird. Sobald dies geschieht, können Investoren ihre Token gegen andere Kryptowährungen oder Fiat-Währung tauschen. Schließlich benötigen viele neue Kryptowährungen weitere Entwicklungsarbeit und Einsatz von Ressourcen wie Marketing und Promotion, um breite Akzeptanz zu erlangen und erfolgreich zu sein.

Neue Kryptowährungen müssen also mehrere Schritte durchlaufen, bevor sie erfolgreich auf den Markt kommen können. Von der Ideengenerierung über das ICO bis hin zur Marktführung ist es ein langer Weg vom ersten Brainstorming bis zum Listing in der Börse – aber es ist einer mit großem Potenzial!

Welche Arten von Kryptowährungen gibt es?

Es gibt eine Vielzahl von Kryptowährungen auf dem Markt, jede mit ihren eigenen Eigenschaften und Anwendungsbereichen. Bitcoin ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Kryptowährung, aber es gibt auch Alternativen wie Ethereum, Litecoin und Ripple. Einige Kryptowährungen sind auf schnelle Transaktionen ausgelegt, während andere für den Einsatz in speziellen Branchen wie der Gesundheitsbranche oder der Kunstindustrie entwickelt wurden.

Bevor Sie in eine Kryptowährung investieren, sollten Sie sich über ihre Merkmale und Verwendungszwecke informieren, um sicherzustellen, dass sie Ihren Bedürfnissen entspricht. Es ist auch wichtig zu beachten, dass die meisten Kryptowährungen noch relativ neu sind und ihre langfristige Stabilität noch nicht bewiesen wurde.

Sollten Sie in Kryptowährungen investieren?

Wenn Sie darüber nachdenken, in Kryptowährungen zu investieren, sollten Sie sich bewusst sein, dass es ein hochriskantes Unterfangen ist. Es gibt keine Garantie für Gewinne und die Preise können stark schwanken. Es ist wichtig, dass Sie sich gründlich über die verschiedenen Kryptowährungen und deren Risiken informieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, in Kryptowährungen zu investieren, sollten Sie nur einen Betrag investieren, den Sie bereit sind zu verlieren. Es ist auch ratsam, Ihre Investitionen regelmäßig zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Insgesamt kann der Einstieg in die Welt der Kryptowährungen sehr lohnend sein, aber es erfordert eine gründliche Vorbereitung und eine kluge Strategie.

Wie können Sie in Kryptowährungen investieren?

Wenn Sie sich dafür entscheiden, in Kryptowährungen zu investieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. Eine der einfachsten Optionen ist der Kauf von Kryptowährungen auf einer Handelsplattform. Hierbei können Sie zwischen verschiedenen Währungen wählen und den Kaufprozess schnell und einfach durchführen.

Bitcoin Robots

Bitcoin Robots sind automatisierte Handelsroboter, der Anleger beim Handel mit verschiedenen Kryptowährungen unterstützt. Er kann zum automatischen Handeln verwendet werden, um den Handel zu vereinfachen und Gewinne zu erzielen.

Investitionen gut planen

Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich vorher über die Risiken und Chancen informieren und Ihre Investitionen gut planen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, in Krypto-Fonds oder ETFs zu investieren, die eine breitere Streuung des Portfolios ermöglichen und das Risiko reduzieren können. Für den Einstieg in die Welt der Kryptowährungen ist es empfehlenswert, sich gut zu informieren und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen.

Fazit: Ist der Einstieg in die Welt der Kryptowährung sinnvoll?

Abschließend lässt sich sagen, dass der Einstieg in die Welt der Kryptowährung durchaus sinnvoll sein kann, wenn man sich im Vorfeld ausgiebig informiert und ein gewisses Verständnis für die Technologie mitbringt. Denn trotz der Volatilität des Marktes gibt es auch Chancen auf hohe Renditen. Allerdings sollten Anleger immer bedenken, dass es sich bei Kryptowährungen um hochspekulative Anlagen handelt und ein Totalverlust nicht ausgeschlossen werden kann.

Daher ist eine breite Diversifikation des Portfolios und ein langfristiger Anlagehorizont empfehlenswert. Wer bereit ist, das Risiko einzugehen und genügend Geduld mitbringt, kann mit dem Einstieg in die Welt der Kryptowährungen durchaus erfolgreich sein.


Die hier zur Verfügung gestellten Informationen sind keine Anlage- oder Finanzberatung. NEX24 gibt keine Kauf- und Verkaufsempfehlungen. Bitte betreiben Sie eigene Nachforschungen und suche professionellen finanziellen Rat bevor Sie eine Investmententscheidung treffen.


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Investition
Immobilie als Investment – im Jahr 2023 noch sinnvoll?

Die Investition in Immobilien war schon immer eine attraktive Möglichkeit, sein Geld gewinnbringend anzulegen. Doch wie sieht es im Jahr 2023 aus? Ist es immer noch sinnvoll, in Immobilien zu investieren? In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit den aktuellen Herausforderungen und Möglichkeiten, denen Immobilieninvestoren im Jahr 2023 gegenüberstehen.

Diese Herausforderungen müssen Immobilieninvestoren im Jahr 2023 bewältigen

Von Jahr zu Jahr stehen Investoren vor neuen Herausforderungen. Welche Investitionen sind überhaupt noch rentabel? In der Vergangenheit waren Immobilien eine zukunftssichere Kapitalanlage, doch nun müssen Kapitalanleger neuen Hürden auf dem Immobilienmarkt entgegentreten.

1. Steigende Immobilienpreise

Eine der größten Herausforderungen für Immobilieninvestoren im Jahr 2023 sind die kontinuierlich steigenden Immobilienpreise. Die Nachfrage nach Wohnraum ist derzeit extrem hoch, während das Angebot begrenzt ist. Insbesondere in Ballungsgebieten und attraktiven Städten sind die Preise in den letzten Jahren stark gestiegen. Dies kann dazu führen, dass es deutlich schwieriger wird, eine rentable Immobilie zu finden, die innerhalb des eigenen Budgets liegt.

Um ein optimales Angebot zu erhalten, lohnt es sich, einen Immobilienmakler mit der Suche nach einer geeigneten Immobilie zu beauftragen. Dieser kann Investoren aufgrund seiner Expertise und Marktkenntnisse mehr Informationen zur aktuellen Preisentwicklung und den verschiedenen Möglichkeiten bereitstellen.

2. Hohe Zinsen

Aufgrund der jüngsten Ereignisse haben viele Kapitalanleger auch Sorge um die Zinsen. Tatsächlich gibt es derzeit keine klaren Anzeichen dafür, dass sich diese Zinsentwicklung bald ändern wird, obwohl es bereits Signale von der Europäischen Zentralbank (EZB) gibt, dass die geplanten Zinserhöhungen möglicherweise langsamer kommen könnten.

Die zukünftige Zinsentwicklung ist also ein interessantes Thema, das jedoch von vielen Faktoren abhängt, auf die man nur begrenzten Einfluss hat. Angesichts der aktuellen unsicheren Stimmung am Immobilienmarkt stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch lohnenswert ist, im Jahr 2023 eine Immobilie als Wertanlage zu erwerben.

3. Regulatorische Veränderungen

Auch mit regulatorischen Veränderungen müssen sich Immobilieninvestoren im Jahr 2023 auseinandersetzen. Regierungen weltweit haben Maßnahmen ergriffen, um den Immobilienmarkt zu regulieren und Spekulationen einzudämmen. Neue Steuergesetze und Vorschriften können Auswirkungen auf die Rentabilität von Immobilieninvestitionen haben. Es ist wichtig, diese Veränderungen zu berücksichtigen und sich über die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen in den entsprechenden Märkten zu informieren.

4. Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Jahr 2023 ist die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein. So werden Immobilieneigentümer verstärkt dazu aufgefordert, in nachhaltige Projekte zu investieren und energieeffiziente Gebäude zu fördern. Diese Trends können sowohl Chancen als auch Herausforderungen bieten. Kapitalanleger, die frühzeitig in nachhaltige Immobilien investieren, könnten langfristig von steigenden Werten und einer wachsenden Nachfrage profitieren.

Darauf sollten Investoren beim Kauf einer Immobilie achten

Neben den aktuellen Herausforderungen, die das Jahr 2023 für Immobilieninvestoren bereithält, müssen Kapitalanleger jedoch auch weitere Dinge beim Kauf einer Immobilie beachten. So beeinflussen nicht nur die Lage und Substanz der Immobilie deren Wert, sondern auch eine kluge Kalkulation muss berücksichtigt werden.

Lage der Immobilie

Die Lage ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren beim Kauf einer Immobilie. Eine gute Lage kann die Attraktivität und den Wert einer Immobilie erheblich steigern. Investoren sollten auf Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Entwicklungspotenzial und die umgebende Nachbarschaft achten. Eine Immobilie in einer aufstrebenden Gegend mit positiven Zukunftsaussichten kann langfristig eine höhere Rendite erzielen.

Substanz der Immobilie

Die Substanz einer Immobilie ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Investoren sollten den baulichen Zustand, die Qualität der Materialien und die technischen Einrichtungen sorgfältig prüfen. Eine gründliche Inspektion durch einen Sachverständigen kann helfen, versteckte Mängel oder Reparaturbedarf frühzeitig zu erkennen. Die Substanz der Immobilie hat direkte Auswirkungen auf den Wert und die potenziellen Instandhaltungskosten.

Kalkulation der Renditen und Aussichten

Schließlich sollten Kapitalanleger vor dem Kauf einer Immobilie eine detaillierte Kalkulation der potenziellen Renditen durchführen. Hierbei sind Faktoren wie Mieteinnahmen, Instandhaltungskosten, Steuern und Finanzierungskosten zu berücksichtigen. Es ist wichtig, realistische Annahmen zu treffen und verschiedene Szenarien zu analysieren. Eine gründliche Marktanalyse und Prognose der zukünftigen Wertentwicklung kann ebenfalls helfen, die langfristigen Aussichten der Investition zu bewerten.

Fazit: Lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage im Jahr 2023?

Trotz der Herausforderungen und Veränderungen am Immobilienmarkt bleibt eine Immobilie als Kapitalanlage im Jahr 2023 eine durchaus attraktive Option. Durch eine gründliche Marktanalyse, die Berücksichtigung von regulatorischen Veränderungen und das Abwägen der langfristigen Aussichten können Investoren erfolgreich in Immobilien investieren.

Es ist ratsam, sich mit Fachleuten wie Immobilienmaklern, Finanzberatern und Sachverständigen zu beraten, um eine fundierte Entscheidung zu treffen. Immobilieninvestitionen erfordern eine sorgfältige Planung, Analyse und Überwachung, um langfristig erfolgreich zu sein. Mit einer klugen Strategie und einer umfassenden Kenntnis des Marktes können Investoren auch im Jahr 2023 von Immobilien als Kapitalanlage profitieren.

Transfer-News
Jude Bellingham wechselt vom BVB zu Real Madrid

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Dortmund – Bellingham hat seinen Wechsel von Borussia Dortmund nach Madrid endgültig vollzogen. Der englische Nationalspieler hat einen Vertrag unterschrieben. Real Madrid bestätigt die Verpflichtung. Madrid kündigte seine Ankunft auf Twitter mit einem Bild an, das ihn im neuen Trikot des Vereins zeigt, mit der Bildunterschrift „Hey Jude“ in Anlehnung an den berühmten Beatles-Song. Der Engländer erhält einen Sechs-Jahres-Vertrag in Madrid und wird am Donnerstag vorgestellt. „Jude hat bei uns in jungen Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen. Er hat sich nun dazu entschieden, den Schritt zu Real Madrid jetzt schon gehen zu wollen“, zitiert WDR-Sport Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl am Mittwoch. Real zahlt für den 19-Jährigen eine fixe Ablösesumme in Höhe von 103 Millionen Euro. Somit ist Bellingham der teuerste britische Spieler aller Zeiten. Das Datum und die Uhrzeit stehen bereits fest. Bellingham wird am Donnerstag, 15. Juni, um 12 Uhr Ortszeit (6:00 Uhr ET) in Real Madrid City, dem Trainingszentrum des Vereins, als Madrids neueste Sommerverpflichtung vorgestellt. Die Mitglieder mehrerer Fanclubs sind eingeladen, der Vorstellung des 19-Jährigen beizuwohnen, nachdem er sich im Hospital Universitario Sanitas La Moraleja im Norden der Stadt einer medizinischen Untersuchung unterzogen hat. Bei der Vorstellung Bellinghams soll auch seine Kadernummer für die kommende Saison 2023/24 bekannt gegeben werden. Der Mittelfeldspieler ist nach Fran García von Rayo Vallecano und Brahím Díaz von Milan der dritte Sommerneuzugang des Vereins.

Rüstungsdeal
Türkei: 367 Millionen Dollar Drohnen-Deal mit Kuwait

Ankara – Ein internationaler Exporterfolg: Weltweite Nachfrage nach Bayraktar-Drohnen erreicht Allzeithoch. Der türkische Drohnenhersteller Baykar hat mit der kuwaitischen Regierung einen Exportvertrag über Kampfdrohnen des Typs Bayraktar TB2 im Wert von 367 Millionen Dollar abgeschlossen, wie das Unternehmen und die kuwaitische Armee am Dienstag mitteilten. „Wir haben das Vertragsverfahren mit der kuwaitischen Regierung über den Export von im Inland hergestellten Bayraktar TB2 UCAVs erfolgreich abgeschlossen“, so Baykar in einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung. Die Erklärung fügte hinzu, dass die Drohne, die einen Rekord gebrochen hat, indem sie 27 Stunden und drei Minuten lang unter schwierigen geografischen und klimatischen Bedingungen wie hohen Temperaturen und Sandstürmen ununterbrochen geflogen ist, im kuwaitischen Luftraum zum Einsatz kommen wird. Das Ansehen und die internationale Nachfrage nach den türkischen Kampfdrohnen Bayraktar TB2 und Bayraktar Akinci sind seit dem Beginn der russischen „militärischen Sonderoperation“ gegen die Ukraine auf der ganzen Welt gestiegen.

Es kommt nicht oft vor, dass ein Waffensystem so beliebt ist, dass die Länder Schlange stehen, um es zu kaufen. Ironischerweise scheint dies derzeit bei der Kampfdrohne Bayraktar TB2 der Fall zu sein. Der kommerzielle Erfolg der TB2, die bereits von 29 anderen Ländern außer der Türkei eingesetzt oder bestellt wurde – hierunter auch EU-Länder wie etwa Polen -, scheint derzeit grenzenlos zu sein

Der Erfolg der TB2 dürfte diejenigen, die das System im Kampfeinsatz untersucht haben, kaum überraschen, denn die TB2 ist wohl die erste Kampfdrohne, der es gelingt, Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit mit verheerenden Ergebnissen auf dem Schlachtfeld zu verbinden: eine Fähigkeit, die im 21. Jahrhundert sehr gefragt ist.  

2. Weltkrieg
1,6 Billionen: Polen und Griechenland fordern Reparationszahlungen von Deutschland

Athen – Hochrangige polnische Beamte erklärten am Dienstag, dass sie eine Kampagne zur Forderung nach massiven Reparationszahlungen aus dem Zweiten Weltkrieg von Deutschland ausweiten wollen und sich an Griechenland und andere europäische Länder als potenzielle Verbündete wenden. Polen hat im vergangenen Jahr offiziell eine Entschädigung von 1,3 Billionen Dollar gefordert – ein Betrag, der in etwa der Größe seines jährlichen Bruttoinlandsprodukts entspricht -, während Griechenland mehr als 300 Milliarden Dollar für die von den deutschen Besatzern während des Zweiten Weltkriegs verursachten Schäden fordert. Deutschland sagt, dass die Schadensersatzansprüche nach dem Krieg geregelt wurden, aber Arkadiusz Mularczyk, ein stellvertretender polnischer Außenminister, sagte am Dienstag, dass seine Regierung in Warschau mit anderen Ländern zusammenarbeiten würde, die unter der Nazi-Besatzung gelitten haben. „Der Schaden und die Verluste sind unbestreitbar“, sagte er. „Die Daten sind unbestreitbar. … 5,2 Millionen Polen wurden getötet. Nach dem Krieg verringerte sich die Bevölkerung Polens um 11,4 Millionen Menschen, und 2,1 Millionen polnische Bürger wurden als Sklavenarbeiter eingesetzt“, sagte Mularczyk auf einer vom polnischen Außenministerium mitorganisierten Konferenz über Wiedergutmachung in Athen. Deutschland muss den Ländern, die es während des Zweiten Weltkriegs zerstört hat, wie Polen und Griechenland, Entschädigungen zahlen, da Entschuldigungen nicht ausreichen, so auch der ehemalige griechische Staatspräsident Prokopios Pavlopoulos. Er wies darauf hin, dass sowohl sein Land als auch Polen offiziell Reparationen von Deutschland für den Zweiten Weltkrieg gefordert hätten. Er fügte hinzu, dass Griechenland auch darauf dränge, dass Deutschland einen Kredit zurückzahle, den es während des Krieges von der griechischen Zentralbank erzwungen habe, sowie die Ansprüche einzelner Opfer zu befriedigen. Pavlopoulos, der von 2015 bis 2020 griechischer Staatspräsident war, sagte: „Deutschland hat seine Verpflichtungen bestätigt, indem es die ersten Raten des Darlehens vor Ende des Zweiten Weltkriegs gezahlt hat. Doch nach der Kapitulation Deutschlands im Jahr 1945 wurde ein großer Teil des Darlehens nie zurückgezahlt.“

Migration
Mehr Tote auf Migrationsrouten im Nahen Osten und Nordafrika

Genf – Fast 3.800 Menschen starben im vergangenen Jahr auf den Migrationsrouten innerhalb und aus dem Nahen Osten und Nordafrika. Das ist die höchste Zahl seit 2017, wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) mitteilte. Das Missing Migrants Project (MMP) der Migrationsbehörde der Vereinten Nationen verzeichnete im Jahr 2022 3.789 Todesfälle entlang der See- und Landrouten in der Region, einschließlich der Überquerung der Sahara und des Mittelmeeres. Die Zahl der registrierten Todesopfer – 11 Prozent höher als im Jahr 2021 und die höchste seit 2017 – sei in Wirklichkeit wahrscheinlich viel höher, da es kaum offizielle Daten gebe und die Zivilgesellschaft und internationale Organisationen nur begrenzten Zugang zu den Migrationsrouten hätten. „Diese alarmierende Zahl von Todesopfern auf den Migrationsrouten innerhalb und aus der MENA-Region erfordert sofortige Aufmerksamkeit und konzertierte Anstrengungen zur Verbesserung der Sicherheit und des Schutzes von Migranten„, sagte Othman Belbeisi, IOM-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika. Laut IOM wurde die höchste Zahl an Todesfällen auf den Landrouten in der Region im vergangenen Jahr im kriegsgebeutelten Jemen verzeichnet, wo nach Angaben der Organisation die gezielte Gewalt gegen Migranten zugenommen hat. Auf den Seewegen von der Region nach Europa verzeichnete die IOM einen Anstieg der tödlichen Zwischenfälle auf Booten, die vom Libanon nach Griechenland und Italien fuhren. „Nicht weniger als 84 Prozent der Toten auf den Seewegen sind noch immer nicht identifiziert und lassen verzweifelte Familien auf der Suche nach Antworten zurück“, heißt es im IOM-Bericht.

Wohnungssituation
Wohnungsleerstand: Birger Dehne setzt auf innovative Konzepte

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Die Wohnungssituation in Deutschland ist angespannt. Mieten steigen ins Unermessliche und bezahlbarer Wohnraum wird somit immer knapper. Dabei stehen circa 1,4 Millionen Wohnungen deutschlandweit leer – Platz ist also mehr als genug da, nur sind diese leerstehenden Wohnungen oft nicht bewohnbar.

Immobilienexperte Birger Dehne hat das Problem erkannt und haucht leerstehenden Wohnkomplexen neues Leben ein. Dabei setzt der langjährig erfahrene Immobilienmagnat auf innovative Konzepte, um neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und sogar ganzen Stadtvierteln frisches Leben einzuhauchen. Birger Dehne hat dabei nicht nur ein Gespür für Trends im Immobilienmarkt, sondern auch, wie man Mieter langfristig zufriedenstellt und so ein positives Image als Vermieter aufbaut.

Wohnungsnot trotz Leerstand in Deutschland

In Deutschland mangelt es an bezahlbarem Wohnraum – und das, obwohl im gesamten Bundesgebiet ganze Wohnquartiere und teilweise komplette Stadtviertel leer stehen. Eigentümer sind oft kommunale Wohnungsgesellschaften, institutionelle Investoren und börsennotierte Wohnungsunternehmen, die nicht über die nötigen Ressourcen und Fachkenntnisse verfügen, um die Wohnungen instand zu halten oder zu renovieren. Infolgedessen werden Wohnungen für die Mieter teilweise unbewohnbar, weil sich niemand um die Instandhaltung kümmert. Der ohnehin schon angespannte Wohnungsmarkt in Deutschland erfährt dadurch noch mehr Druck.

Genau hier setzt die Strategie von Immobilienunternehmer Birger Dehne an. Er kauft leer stehende Wohnquartiere auf, modernisiert sie und schafft dadurch neuen bezahlbaren Wohnraum für Familien und Geringverdiener. Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich der Selfmade-Unternehmer so zu einem echten Spezialisten in Sachen Revitalisierungskonzepte für leerstehende Wohnviertel entwickelt.

Wohnen auf dem Land ist wieder angesagt

Schon früh hat Birger Dehne dabei auch das Potenzial von Wohnungen in ländlicher Lage erkannt. Andere Immobilienfirmen sahen aufgrund der vermeintlich schlechten Lage darin eher ein Verlustgeschäft. Nicht aber Birger Dehne, und er sollte Recht behalten. Nach Jahren der Urbanisierung, in der es die Menschen in die Innenstädte zog, kehrt sich diese Entwicklung nun wieder um.

Wohnungen in ländlichen Gegenden sind beliebter denn je. Grund dafür sind unter anderem die immer weiter steigenden Mietpreise in den Innenstädten. Aber auch die Pandemie hat ländliches Wohnen beliebter gemacht. Menschen streben wieder nach mehr Ruhe und Naturverbundenheit und wollen raus aus der Stadt.

Auch die fortschreitende Digitalisierung spielt eine Rolle: Dezentralisierte Home-Office Lösungen, die Möglichkeit eines Fernstudiums, ein stetig wachsendes Online-Shopping Angebot usw. machen es attraktiv, günstig auf dem Land zu leben, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen. Birger Dehne hat diesen Trend vorhergesehen und ist sich sicher, dass die Bewegung von der Stadt aufs Land weiter anhalten wird.

Sein frühes Handeln bescherte Birger Dehne zahlreiche Immobilien zu günstigen Preisen, die er aufwendig modernisieren ließ. Heute vermietet er diese Wohnungen zu fairen Preisen und entlastet damit Familien und Geringverdiener in Deutschland finanziell.

Birger Dehne setzt auf sozialverträglichen Wohnungsbau statt Luxusapartments

Die Investmentstrategie von Birger Dehne ist klar definiert und auf Expansion ausgelegt. Jährlich kommen circa 3.000 bis 6.000 Wohnungen in seinen Bestand hinzu. Im Gegensatz zu vielen anderen Immobilienunternehmen fokussiert er sich bei seinen Investitionen weniger auf Luxusapartments, sondern auf Wohnungen, die dem Wohnraumproblem entgegenwirken sollen. Damit gilt er als echter Vorzeige-Wohnungsunternehmer in der Immobilienbranche und als Experte für sozialverträglichen Wohnungsbau.

Das soziale Engagement liegt dem Unternehmer sehr am Herzen. Mit seiner eigens gegründeten Birger Dehne Foundation engagiert er sich beispielsweise für zahlreiche Projekte im Umweltschutz sowie in der Forschung und Wissenschaft.

Bei der Modernisierung seiner gekauften Wohnkomplexe setzt Birger Dehne auf ein standardisiertes Konzept, mit dem sich die Immobilien in kürzester Zeit zu neuem Leben erwecken lassen. Dabei legt er auch viel Wert auf die Verwendung von nachhaltigen Ressourcen, auch wenn dies höhere Investitionskosten bedeutet. Der Immobilienexperte behält dadurch vor allem den Werterhalt der Gebäude und die Zukunftsfähigkeit seiner Projekte im Blick.

Zufriedene Mieter sind das Ziel des Immobilienunternehmers

Birger Dehne blickt auf eine Unternehmensgeschichte von 25 Jahren zurück. Bereits tausende Immobilien sind seitdem in seinen Bestand gekommen. Eine Sache war dem Unternehmer dabei immer besonders wichtig: die Zufriedenheit seiner Mieter. Diese schätzen nicht nur die verträglichen Mieten, die Dehne für die Wohnungen aufruft, sondern auch den hervorragenden Zustand der Immobilien.

Alle Häuser inklusive der Wohnungen sind umfangreich renoviert und modernisiert. Birger Dehne sorgt oftmals sogar für eine Aufwertung des kompletten Wohnviertels, um die Lebensqualität der Mieter zu steigern. Im Gegensatz zu anderen Vermietern hält Dehne die Mieten für seine Wohnungen stabil. Viele zufriedene und langjährige Mieter sind das Ergebnis dieser Strategie. Zudem hat Dehne immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen. Gibt es ein Problem im Haus, sorgen er und sein Team umgehend für eine Lösung.

Wer steckt hinter dem Immobilienunternehmen

Schon frühzeitig entwickelte Birger Dehne einen Sinn fürs Unternehmertum und war von Beginn an erfolgreich in seinem Tun. Bereits im Studium gründete er sein erstes Unternehmen, das sich auf die Vermietung von Eventlocations spezialisierte. In der Zeit kaufte er auch schon erste Immobilien. Nach kürzester Zeit hatte er so bereits 100 Arbeitsplätze geschaffen und den Grundstein für seine weitere Karriere im Immobilienbereich gelegt.

Mit seinem zweiten Unternehmen fokussierte er sich komplett auf den Kauf und Verkauf von Immobilien und konnte sich nach und nach auf immer größere Projekte fokussieren. Birger Dehne gilt heute als einer der größten privaten Wohnungseigentümer Deutschlands. Seine geschäftlichen Prozesse leitet er aus seinem Single Family Office in Liechtenstein.

Der Erfolg im Immobilienbereich, der ihm schon in jungen Jahren wohlgesonnen war, sowie sein sozialverträgliches Engagement brachten ihm einen hervorragenden Ruf in seiner Branche ein. Auch in Zukunft möchte sich Birger Dehne der Wohnraumproblematik in Deutschland stellen. Gemeinsam mit seinem Team arbeitet er weiter daran, modernen, aber bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Durch seine bisher umgesetzten Wohnprojekte und sein geschicktes unternehmerisches Denken zeigt er, dass Lösungen für die Wohnungsnot in Deutschland vorhanden sind.

NSU-Morde
Nürnberg benennt Park nach NSU-Mordopfer Özüdoǧru

Nürnberg – Am 13. Juni 2001 wurde Abdurrahim Özüdoğru in seiner Schneiderwerkstatt mit zwei Kopfschüssen ermordet. Heute vor 22 Jahren wurde der türkischstämmige Özüdoğru von NSU-Terroristen ermordet. Er war nach Enver Şimşek, der am 11. September 2000 an seinen Verletzungen verstarb, das zweite Opfer er Terrorgruppe. Die Stadt Nürnberg benennt nun einen Park nach Özüdogru. Wie der Bayerische Rundfunk (BR24) berichtet soll die Grünanlage südlich der Sperberstraße zwischen Burgundenstraße und Huldstraße zukünftig Abdurrahim-Özüdoru-Park heißen. Oberbürgermeister Marcus König und Wirtschaftsreferent Michael Fraas (beide CSU) wollen den Park am heutigen 13. Juni, dem Todestag des Schneiders, einweihen. Der Stadtrat hatte in seiner Sitzung am 26. April 2023 entschieden, auch das Gedenken an das zweite Mordopfer des NSU mit der Benennung eines Parks im Stadtbild zu verankern, berichten die Nürnberger Nachrichten. Bereits im Juni 2021 war vor seiner einstigen Wohnung und Werkstatt in der Gyulaer Straße eine Gedenktafel errichtet worden. Im selben Jahr wurde in der Stadt auch ein Platz nach Enver Şimşek benannt. Der Blumenhändler wurde im Jahr 2000 in Nürnberg erschossen. Damit will die Stadt an die Mordserie der NSU erinnern, der zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen zum Opfer fielen. Drei der Verbrechen geschahen in Nürnberg.

Der NSU hatte von 2000 bis zu seiner Selbstenttarnung 2011 quer durch Deutschland neun gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin ermordet. Hinzu kommen drei Sprengstoffanschläge mit Dutzenden verletzten und 15 Raubüberfälle, ohne dass die Polizei trotz intensiver Ermittlungen auf ihre Spur gekommen wäre. Der bayerische Kriminalbeamte und Profiler Alexander Horn ging in einer operativen Fallanalyse bereits 2006 von Ausländerhass als Tatmotiv aus.

Das Bundeskriminalamt (BKA) glaubte der Fallanalyse nicht und ließ weiter in Richtung Organisierte Kriminalität ermitteln. Statt nach den wahren Tätern zu suchen, wurden die Opferfamilien von der Polizei jahrelang beschuldigt und kriminalisiert. Die Bundesanwaltschaft und auch das Oberlandesgericht in München gingen während und nach dem NSU-Prozess von einem isoliert agierenden NSU-Trio aus. Nachforschungen der Nebenklageanwälte zum NSU-Komplex investigativer Journalisten und parlamentarischer Untersuchungsausschüsse in Bund und Ländern lassen berechtigte Zweifel an einem isoliert handelnden NSU zu, zumal sich der NSU selbst als ein „Netzwerk von Kameraden“ sah. Terrororganisation NSU war durchsetzt mit V-Leuten des Verfassungsschutzes Zahlreiche Personen, die zum Unterstützerkreis des NSU gehörten, waren Spitzel bzw. V-Leute unterschiedlicher Verfassungsschutzämter. Nachdem der NSU 2011 aufgeflogen war, wurden bei verschiedenen VS-Ämtern beim Bund und in den Ländern Akten zu V-Männern in der rechtsextremistischen Szene geschreddert.

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Die Opposition in der Türkei hatte sich damals gegen den Bau des neuen Flughafens in Istanbul  gestellt und ihre Ablehnung damit begründet, dass ein neuer Flughafen unnötig sei.

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Reisenews
UEFA-Finale: Flughafen Istanbul bricht Weltrekord

Istanbul – Die Opposition in der Türkei hatte sich damals gegen den Bau des neuen Flughafens in Istanbul gestellt und ihre Ablehnung damit begründet, dass ein neuer Flughafen unnötig sei und nicht ein Flugzeug von diesem Flughafen starten würde Mittlerweile ist der im Oktober 2018 eröffnete Flughafen jedoch in kürzester Zeit nicht nur zum verkehrsreichsten Flughafen Europas aufgestiegen, sondern brach während des Championsleague-Finales in Istanbul nun sogar einen Weltrekord. Wie die Generaldirektion für Zivilluftfahrt der Türkei mitteilte, brach der Istanbuler Flughafen dank des Endspiels der UEFA Champions League zwischen Inter Mailand und Manchester City am Samstag mit 1.594 Starts und Landungen einen Weltrekord im Luftverkehr. Während die Ankunft der Fans mit Linienflügen weiterging, landeten auch viele Nichtlinienflugzeuge aus Italien und dem Vereinigten Königreich auf dem Istanbuler Flughafen. Auch Privatjets brachten Passagiere aus verschiedenen Ländern nach Istanbul, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. UEFA-Finale gibt Istanbul enormen Auftrieb Das UEFA-Champions-League-Finale, das am Wochenende in Istanbul stattfand, hat den Hotels der Stadt einen enormen Aufschwung beschert und stellt einen „Meilenstein“ für die lokale Tourismusindustrie dar, so Müberra Eresin, die Vorsitzende des Hotelverbands der Türkei (TÜROB). Die Auslastung der Istanbuler Hotels sei dank des Spiels um über 90 Prozent gestiegen, so Eresin. „Vor allem hat Istanbul der Welt bewiesen, dass es ein erstklassiges [Urlaubs-]Reiseziel ist. Wir sehen das in Istanbul organisierte Endspiel als einen Meilenstein für die lokale Tourismusindustrie. Das [UEFA]-Finale ist der Beginn lebendiger und guter Tage für Istanbul“, sagte sie und fügte hinzu, dass das Champions-League-Finale eine unschätzbare Marketingmöglichkeit für die Stadt sei. Einige Fußballfans blieben nur eine Nacht, während andere zwei bis drei Tage in Istanbul verbrachten, und sie leisteten einen großen Beitrag zur lokalen Wirtschaft der Stadt, so Eresin. Diejenigen, die wegen des Spiels nach Istanbul gereist sind, geben auch mehr Geld aus, sagte sie gegenüber der Hürriyet. Letztes Jahr gab ein Tourist während seines Besuchs in Istanbul im Durchschnitt 950 Dollar aus, aber die Fußballfans gaben zwischen 1.200 und 2.000 Dollar aus, so Eresin weiter.  
 
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Reise
Immer weniger Türken erhalten Schengen-Visum

Ankara – Statistiken über die Beantragung von Schengen-Visa zeigen, dass türkische Staatsbürger immer häufiger abgelehnt werden, wenn sie nach Europa reisen wollen, eine Situation, die von Präsident Erdoğan als „Erpressung“ bezeichnet wurde. Die Ablehnungsquote von Anträgen auf Schengen-Visa aus der Türkei nimmt weiter zu, wobei Estland, Finnland und Belgien die Ablehnungsquote im Jahr 2022 anführen, wie Daten zeigen. Obwohl die EU wegen des Angriffskrieges gegen die Ukraine Sanktionen gegen Russland verhängt hat, habe es weniger Ablehnung für russische Staatsbürger gegeben, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu. Erdoğan hat das Visaproblem mit einigen westlichen Ländern als „politische Erpressung“ bezeichnet und gesagt, dass das Problem bald gelöst werden wird. Im Jahr 2019 wurden etwa 906.000 Schengen-Visumanträge aus der Türkei gestellt, von denen 9,7 % abgelehnt wurden. Die Ablehnungsquote stieg auf 15 % im Jahr 2022. Bei der estnischen Botschaft in Ankara stieg die Ablehnungsquote demnach auf 52,1 Prozent, was bedeutet, dass Estland jedem zweiten Antragsteller kein Visum erteilt hat. 2019 habe die Quote noch bei 16,95 Prozent gelegen. Nach Estland wies Finnland im vergangenen Jahr die zweithöchste Ablehnungsquote bei Schengen-Visumanträgen aus der Türkei auf. Die Ablehnungsquote stieg von 23,2 auf 40,6 Prozent. Auch die Ablehnungsquote des belgischen Konsulats in Istanbul ist gestiegen und zwar auf 37,7 Prozent. Die EU-Länder, in denen Türken im vergangenen Jahr die meisten Visa beantragten, sind Deutschland, Griechenland, Frankreich und Italien. Im Jahr 2022 beantragten 223.699 Personen aus der Türkei bei den deutschen diplomatischen Vertretungen in Ankara, Istanbul und Izmir Schengenvisa. Mehr als 48.000 dieser Anträge wurden jedoch abgelehnt, und die Ablehnungsquote lag bei über 21 Prozent, fast doppelt so hoch wie 2019. Firuz Bağlıkaya, Vorsitzender des Verbands der türkischen Reisebüros (TÜRSAB), spricht von einer „bedauerlichen, systematischen Blockade“. „Zusammen mit der Verzögerung der Anträge ist die Rate der abgelehnten Bürger sehr hoch. Die Quote der abgelehnten Visa lag im Jahr 2022 bei mehr als 15 Prozent und ist in diesem Jahr auf rund 50Prozent gestiegen“, sagte er gegenüber Anadolu. Die Website Schengen Visa Info zitiert den EU-Botschafter in der Türkei, Nikolaus Meyer-Landrut, mit der Aussage, dass die Behörden keine Maßnahmen ergreifen, um die Ausstellung von Visa für türkische Bürger zu verhindern. In Bezug auf die langen Wartezeiten und die Verzögerungen bei der Visabearbeitung sagte der Botschafter, dass man daran arbeite, das Problem zu lösen, wobei er andeutete, dass dies hauptsächlich auf die hohe Nachfrage zurückzuführen sei. „Wir tun unser Bestes, um dieses Problem zu lösen, aber zunächst einmal sollte bekannt sein, dass die EU keine Politik verfolgt, die die Ausstellung von Visa für türkische Bürger verhindert“, heißt es in der Erklärung des Botschafters.

Am 16. Dezember 2013 wurde der Dialog über die Visaliberalisierung zwischen der EU und der Türkei im Anschluss an das Rückübernahmeabkommen zwischen der EU und der Türkei eingeleitet. Der Prozess der Visaliberalisierung zielt darauf ab, die Visumspflicht für türkische Staatsbürger abzuschaffen und ihnen die Einreise in die Länder der Schengen-Zone für kurze Aufenthalte zu ermöglichen, insbesondere für bis zu 90 Tage innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen. Um diesen Prozess abzuschließen, haben die türkischen Behörden kontinuierlich versucht, die von der Europäischen Kommission geforderten Bedingungen zu erfüllen, aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

2020 sagte der damalige türkische Außenminister Mevlut Çavuşoğlu, dass die EU die Visumspflicht für türkische Staatsbürger, die EU-Länder besuchen wollen, abschaffen müsse, wenn sie die Flüchtlings- und Migrantensituation an der türkisch-griechischen Grenze lösen wolle. Zuvor hatte Erdoğan betont, dass die Visaliberalisierung mit den Ländern der Schengen-Zone zu den obersten Prioritäten des Landes gehöre. Çavuşoğlu hatte erklärt, dass die Regierung das 2016 mit der EU beschlossene Migrationsabkommen aussetzen werde, wenn die EU türkischen Bürgern keinen visafreien Zugang zu den Ländern der Schengen-Zone gewähre.