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Gesundheit
Progesteronmangel bei Frauen: Häufig vernachlässigte Hormonstörung
Die beiden Gegenspieler Östrogen und Progesteron sind maßgeblich für den Zyklus der Frau verantwortlich. Befinden sie sich im Einklang, wird von einem gesunden Hormonspiegel gesprochen. Ein Progesteronmangel bedeutet, dass im Körper zu wenig Progesteron gebildet wird und es zu Zyklusstörungen kommen kann. Oft wird der eigentliche Auslöser übersehen, da ein Hormoncheck nicht rechtzeitig durchgeführt wird. Nachfolgend berichten wir, welche Symptome ein Progesteronmangel hat und wie Frauen ihn behandeln können.
Symptome des Progesteronmangels bei Frauen
Für die Produktion von Progesteron ist der Gelbkörper verantwortlich. Besteht eine Gelbkörperschwäche, kann nicht genug des Hormons hergestellt werden und es kommt zu einer Östrogendominanz. Je nach Ausprägung des Mangels zeigt der Progesteronmangel Symptome leichter Natur oder in stärkerer Ausprägung. Erkennen lässt er sich bei einer Blutuntersuchung, allerdings nur, wenn diese zum richtigen Zeitpunkt im Zyklus durchgeführt wird. Die typischen Symptome sind:
- Zyklusstörungen unterschiedlicher Ausprägung
- Prämenstruelles Syndrom
- Gewichtszunahme ohne Veränderung der Ernährung
- Schlafstörungen
- Wassereinlagerungen
- Haar- und Hautbeschwerden
Wichtig zu wissen: Zu Beginn der Menopause ist ein nachlassender Progesteronspiegel normal. Das führt unter anderem zu den gefürchteten Wechseljahrsbeschwerden.
Natürliche Behandlung bei Frauen ohne Kinderwunsch möglich
Durch regelmäßige Bewegung und Fitness können sich Frauen selbstständig behelfen und ihren Hormonstatus ein Einklang bringen. Das funktioniert aber nur dann, wenn der Mangel nicht stark ausgeprägt ist. Die endgültige Entscheidung über die richtige Therapie trifft der Gynäkologe. Besteht bei der betroffenen Frau ein Kinderwunsch, sind andere Maßnahmen nötig als zur reinen Symptomlinderung.
Natürliche Nährstoffe gegen Progesteronmangel
Bei schwachen Symptomen oder zur Linderung von Wechseljahrsbeschwerden gibt es eine Reihe natürlicher Wirkstoffe, die dem Progesteronmangel entgegenwirken können. Dazu gehört unter anderem die Yamswurzel, die als sogenannte Energiepflanze gilt. In ihr ist Diosgenin enthalten, ein Stoff, der dem natürlich vorkommenden Progesteron sehr ähnlich ist. Ebenfalls gilt Passionsblumenextrakt als wirksame Hilfe, wenngleich er den Progesteronspiegel nicht direkt anhebt. Stattdessen soll Passionsblume gegen verschiedene Wechseljahrsbeschwerden hilfreich sein , darunter Depressionen, Angstzustände, Hitzewallungen und wiederkehrende Kopfschmerzen. Ein dritter Ansatz ist die Nutzung von Mönchspfeffer, einem ebenfalls natürlichen Produkt, das unter anderem die Produktion von Progesteron anregen kann. Wichtig ist bei der Einnahme, dass auch hier zuvor mit dem Gynäkologen gesprochen wird. Es gibt selbst bei natürlichen Hilfsmitteln Kontraindikationen, so zum Beispiel die Einnahme der Antibaby-Pille oder anderer hormoneller Hilfsmittel.
Gesunde Ernährung, Sport und Gewichtsabbau
Frauen mit erhöhtem Körpergewicht leiden statistisch gesehen häufiger unter Hormonbeschwerden als schlanke Personen. Zwar lässt sich das nicht auf jede Frau übertragen, die Reduktion des schädlichen Bauchfetts kann sich aber positiv auf den Hormonhaushalt auswirken. Auch eine gesunde Lebensweise gilt als hormonfördern. Dazu gehören gesunde Ernährung, bestehend aus Proteinen, guten Fetten und Kohlenhydraten, sowie regelmäßiger Sport. Durch die Bewegung wird die Hormonproduktion angeregt und eine Dysbalance kann sich regulieren. Manchmal wird die Antibaby-Pille als Hilfsmittel gegen Hormonstörungen verordnet. Hier muss sich die betroffene Frau im Klaren sein, dass sie dann für die Zeit der Einnahme nicht schwanger werden kann. Für Frauen mit Kinderwunsch ist die Entscheidung daher kontraproduktiv.
Fußball International
Süper Lig: José Mourinho könnte zu Fenerbahçe wechseln
Warum also die Verbindung zu Fenerbahçe?
Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens ist Mourinhos Erfahrung als Trainer unbestreitbar. Trotz der jüngsten Schwierigkeiten ist seine Fähigkeit, Spieler zu motivieren und Trophäen zu gewinnen, ein verlockendes Angebot für jeden ambitionierten Verein. Zweitens könnte Fenerbahçe, das sich danach sehnt, wieder türkischer Meister zu werden, in Mourinhos Erfahrung den Schlüssel sehen, um den Erzrivalen Galatasaray endlich zu entthronen. Drittens ist da der finanzielle Aspekt. Mourinho ist zwar teuer, aber er könnte erhebliche Sponsorengelder und Aufmerksamkeit auf den Verein lenken, was die finanziellen Aufwendungen für seine Dienste kompensieren könnte. Doch es bleiben Zweifel. Mourinhos Fußball, der oft als pragmatisch und defensiv beschrieben wird, könnte bei Fenerbahçes leidenschaftlicher Fangemeinde, die an einen offensiveren Stil gewöhnt ist, keinen Anklang finden. Darüber hinaus werfen seine Schwierigkeiten, sich auf jüngere Spieler einzustellen, und seine gut dokumentierten Auseinandersetzungen mit Schiedsrichtern und Vereinsfunktionären die Frage auf, ob er für den derzeitigen Umbruch des Klubs der richtige Mann wäre. Es bleibt abzuwarten, ob Mourinho in der nächsten Saison in der Süper Lig auf dem Platz stehen wird. Eines ist jedoch sicher: Die Aussicht, dass der „Special One“ Fenerbahçe leiten wird, hat die türkische Fußballszene in Aufruhr versetzt und verspricht ein spannendes Kapitel, sollte es zustande kommen.💬“Mourinho ile yüz yüze görüştüm. Ona “Fenerbahçe’nin sana senin de Fenerbahçe’ye ihtiyacın var. Porto’daki çıkışını burada da yapabilirsin” dedim.
🗣️Fenerbahçe Başkan Adayı Aziz Yıldırım, adaylığıyla ilgili @trtspor’a konuştu. pic.twitter.com/3fBPrS91Nt — TRT Spor (@trtspor) May 13, 2024
Griechisch-türksiche Beziehungen
Türkei und Griechenland wollen Beziehungen weiter verbessern
Meinungsverschiedenheiten zu Hamas
Bei den Meinungen zur Hamas gab es jedoch Unterschiede. Mitsotakis bezeichnete die Hamas als Terrororganisation. Darauf entgegnete der türkische Präsident, er sehe das anders. „Ich sehe die Hamas nicht als Terrorgruppe“, so Erdogan. „Ich sehe sie als eine Gruppe von Menschen, die versucht, ihr eigenes Land zu schützen.“ Mitsotakis sagte daraufhin: „Einigen wir uns darauf, dass wir uns in dieser Frage nicht einig sind. Aber wir können uns darauf einigen, dass ein sofortiger Waffenstillstand notwendig ist, weil auch das palästinensische Volk Opfer dieser rücksichtslosen Politik ist.“Yunanistan Başbakanı Sayın Miçotakis ve heyetini Ankara’da misafir etmekten büyük memnuniyet duydum. 🇹🇷🇬🇷 Türkiye-Yunanistan arasındaki iş birliği ruhunun güçlenmesinin her iki ülke ve tüm bölgemiz için hayırlı olacağı inancındayız.… pic.twitter.com/O3Y3Y6iDj0
— Recep Tayyip Erdoğan (@RTErdogan) May 13, 2024
Bogen-EM Essen
Türkischer Bogenschütze Mete Gazoz wird Europameister
🇹🇷METE GAZOZ, KLASİK YAY ERKEKLER AVRUPA ŞAMPİYONU OLDU 🥇 🏹Milli okçumuz Mete Gazoz, klasik yay erkekler finalinde Sloven rakibi Malavasic’i 6-0 yenerek Avrupa şampiyonu oldu. pic.twitter.com/4Yei0whBRJ
— TRT Spor Yıldız (@trtsporyildiz) May 12, 2024
Gastkommentar
Thomas: Israel befindet sich in einer desaströsen Lage
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
Zum Autor

- https://www.middleeasteye.net/opinion/rafah-attack-defeat-sight-how-can-netanyahu-declare-victory
- https://www.aljazeera.com/news/2024/5/7/israel-takes-control-of-rafah-crossing-gazas-lifeline-whats-going-on
- https://www.timesofisrael.com/protesters-briefly-block-tel-aviv-highway-to-demand-deal-freeing-hostages-in-gaza/
- https://www.aa.com.tr/en/europe/israeli-arms-company-elbit-forced-to-sell-tamworth-factory-in-uk/3177877#
- https://www.fr.de/politik/israel-krieg-gaza-bodenoffensive-kosten-armee-nahost-konflikt-palaestinenser-zr-92754356.html
- https://www.moodys.com/credit-ratings/Israel-Government-of-credit-rating-423305
- https://diem25.org/yanis-varoufakis-sues-the-german-state/
- https://www.reuters.com/world/middle-east/more-civilians-will-be-killed-israels-rafah-offensive-whatever-they-say-eus-2024-05-07/
Aktienmarkt
Mögliche Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Aktienmärkte
Die US-Aktienmärkte haben seit der Einführung von künstlicher Intelligenz deutlich zugelegt, nicht nur der Technologieindex Nasdaq, sondern auch der S&P 500. Neben der hervorragenden Performance der Aktienmärkte hat sich auch die Zusammensetzung der Marktindizes deutlich verändert.
So macht der Technologiesektor 29 % des S&P500-Index aus. Hinzu kommt der Sektor Kommunikationsdienste, in dem die Internetunternehmen die traditionellen Unternehmen als Marktführer nach Marktkapitalisierung abgelöst haben. Auch im Konsumgütersektor sind Unternehmen vertreten, deren Kerngeschäft die technologische Innovation ist.
Der Finanzsektor schließlich umfasst Unternehmen, die bis vor kurzem noch zum Technologiesektor im engeren Sinne zählten. Man kann also sagen, dass der Technologiesektor heute über 40 % des wichtigsten amerikanischen Aktienindexes auf sich vereint und dass sich die Zusammensetzung und der Charakter des Technologiesektors in den letzten 35 Jahren dramatisch verändert haben: Software und Internet haben heute einen Anteil von 45 % an der Marktkapitalisierung des Technologiesektors, während es 1988 nur 5 % waren.
Nach einer Analyse von Bernstein stellt der Technologiesektor heute 18 % der Unternehmen und 34 % der Marktkapitalisierung der 1.500 größten Unternehmen in den USA. Schließlich zeigt diese Analyse, dass sich die Zusammensetzung des Technologiesektors radikal verändert hat: Heute stellen Hardware-Unternehmen 5 % aller Unternehmen im Technologieuniversum und 2 % der Marktkapitalisierung, während es 1988 noch 32 % der Unternehmen und 66 % der Marktkapitalisierung waren.
Fünf Sektoren im Fokus
Informationstechnologie, Industrie, Gesundheitswesen, Automobilindustrie und Internet für den E-Commerce stehen derzeit im Fokus. Produktions-, aber auch Dienstleistungsunternehmen, die KI-basierte Lösungen einsetzen, werden ihre betriebliche Effizienz steigern und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können.
Wir sind davon überzeugt, dass sich KI-Aktien in einem Szenario sinkender Zinsen positiv entwickeln werden, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen können Unternehmen, die diese Technologie entwickeln, zu günstigeren finanziellen Bedingungen Kapital aufnehmen und ihre Umsetzung beschleunigen, wodurch sich ihr Vermögensprofil und gegebenenfalls ihre Schuldenstruktur verbessern. Zum anderen könnten Investoren auf der Suche nach höheren Renditen als auf dem Anleihemarkt dazu veranlasst werden, in Sektoren zu investieren, die als wachstumsstärker angesehen werden, wie z. B. KI-Sektoren.
KI wird viele Branchen beeinflussen
Die durch KI vorangetriebene industrielle Revolution wird viele Branchen und weit mehr Länder als die USA betreffen. Auch in Asien und Europa gibt es entsprechende Entwicklungen. Staatliche Maßnahmen zur Förderung von technologischer Innovation und digitaler Infrastruktur werden daher dazu beitragen, ein günstiges Umfeld für Unternehmen zu schaffen, die im Bereich KI tätig sind.
Es gibt bereits europäische oder asiatische Unternehmen, die zum Beispiel im Halbleitersektor tätig sind, die unweigerlich von amerikanischen Unternehmen beeinflusst werden, die an der Spitze der Entwicklung stehen und ohne deren produktiven Beitrag es nicht möglich wäre, die globale industrielle Kapazität zu steigern.
Weltweit sind derzeit verschiedene Makrotrends zu beobachten. Darunter wird das Thema Cybersicherheit für die Verwaltung und Speicherung von Daten, die übertragen und aufbewahrt werden müssen, insbesondere bei der Implementierung von KI-Technologien, zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Mariolina Esposito, Fondsmanagerin des Eurizon Fund Equity Innovation bei Eurizon
Jerusalem Conference
Gastkommentar: Zionismus und Islamophobie
Ein Gastkommentar von Ahmet İnam – inam.ahmet@web.de
Die BILD-Zeitung hat dieser Tage wieder einmal gezeigt, was sie kann. Mit der Schlagzeile „Deutsche Kinder konvertieren aus Angst zum Islam“ hat sie wieder einmal gezeigt, welch wertvolle Arbeit sie im Namen des Zionismus leistet. Die BILD-Zeitung gehört zur Verlagsgruppe Axel Springer SE, einem der größten Medienkonzerne Deutschlands.
Sie unterhält nicht nur diese Zeitung, sondern auch andere Zeitungen wie die „Welt“. Beide genannten Zeitungen haben immer wieder deutlich gemacht, wie sie mit reißerischen, rassistischen oder pauschalisierenden Aufmachern zu Ausländern und insbesondere zu Muslimen stehen. Nicht ohne Grund.
In einem Interview mit TRT-World erklärt der Soziologieprofessor David Miller, der wegen seiner Forschungen und Äußerungen zum Zionismus mehrfach des Antisemitismus beschuldigt und von der Universität Bristol suspendiert wurde, sich aber vor dem Arbeitsgericht erfolgreich dagegen wehrte, dass der Zionismus die heutige Form der Islamophobie maßgeblich geprägt habe.
Obwohl ich wusste, dass der Zionismus eine islamfeindliche Ideologie ist, war mir nicht bewusst, dass die heutige Islamophobie durch zwei Konferenzen geprägt wurde, die der Zionist Benjamin Netanyahu 1979 und 1984 organisierte. Vielleicht liegt es an den wenigen Büchern, die ich zu diesem Thema besitze, denn es ist nicht unbedingt mein Spezialgebiet, aber ich habe diese Behauptung in deutschsprachigen Büchern nicht gefunden.
Ich habe dann in englischsprachigen Büchern gesucht und bin fündig geworden. Sie enthalten das, was Miller im Interview gesagt hat, nämlich dass vor allem diese beiden Konferenzen dazu beigetragen haben, dass seither in Wissenschaft, Politik und Medien immer wieder von „islamischem Terror“ die Rede ist.
Beide Konferenzen mit dem Titel „International Terrorism Conference“ wurden vom Jonathan Institute organisiert. „Jonathan“ ist der Name des Bruders des derzeitigen israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu. Benjamin und sein Vater gründeten das Institut im Gedenken an Jonathan, der als Soldat bei der Befreiung jüdischer Geiseln getötet wurde. Die Geiseln waren von kommunistischen (palästinensischen und deutschen) Terroristen entführt worden.
1979 fand in Jerusalem die erste Konferenz zu diesem Thema statt, zu der Politiker wie der damalige Präsidentschaftskandidat und CIA-Chef George Bush Sr. oder Akademiker wie Richard Pipes, Vater des islamophoben Daniel Pipes, der gerne über den „islamischen Terror“ schreibt, eingeladen waren. Die Gäste lauschten Netanyahus Definition von Terrorismus, die eher als Vorspiel zur Durchsetzung zionistischer Interessen gegen Palästinenser/Muslime verstanden werden kann. Dabei nahm er bestimmte Ereignisse wie die iranische Revolution oder Entführungsaktionen zum Anlass.
War der „islamische Terrorismus“ auf dieser ersten Konferenz noch nicht Hauptthema der Vorträge und Diskussionen, so sollte sich dies mit der zweiten Konferenz 1984 in Washington ändern. Auch an dieser Konferenz nahmen wieder bekannte Gesichter aus Politik, Wissenschaft und Medien teil.
Unter den Teilnehmern waren Politiker der Reagan-Administration wie Außenminister George Shultz, britische Politiker wie Lord Chalfont, Akademiker wie Bernard Lewis, Paul Johnson oder Elie Kedourie und mehrere Autoren und Journalisten wie Claire Sterling oder Arnaud de Borchgrave. (1)
Auch diese Konferenz fand in Politik und Medien große Beachtung. Der Inhalt der Vorträge wurde später von Benjamin Netanyahu in seinem Herausgeberwerk „Terrorism: How the West Can Win“ veröffentlicht. Über dieses Buch, das ein Bestseller werden sollte, sagte Edward Said, es enthalte mehrere Essays von akademischen Experten über den Islam, die „in jedem anderen Bereich als schlimmster Rassismus oder schlimmste Inkompetenz gelten würden“. (2)
In dieser zweiten Konferenz war die Sitzung zum Thema „Terrorism and the Islamic World“ besonders bemerkenswert, da in dieser Sitzung (und später im Buch) die Grundlagen für die rassistische Agenda vom „islamischen Terrorismus“ gelegt wurden.
Es war vor allem Bernard Lewis, der in dieser Sitzung mit seiner „Expertise“ den Islam als politische Ideologie zeichnete und für seine inkompetenten (und zionistischen) Behauptungen aus dem Leben des Propheten Muhammad fischte. Muhammad habe einen politischen Staat gegründet, daher sei der Islam eine politische Ideologie. Deshalb könne man von „islamischem Terrorismus“ sprechen, nicht aber von „christlichem“ oder „jüdischem Terrorismus“.
Dass einige biblische Propheten auch „Staatsmänner“ waren, wird dabei natürlich ausgeklammert. Seit dieser zweiten Konferenz wurden Publikationen, Dokumentationen, Berichte und Pressemeldungen über den angeblichen „islamischen Terrorismus“ programmatisch und systematisch gefördert und verbreitet. Insbesondere nach dem Anschlag vom 11. September, über den sich Netanjahu freute und dessen erste Äußerung „very good“ war, weil er damit die amerikanische Unterstützung im „Krieg gegen den Terror“ größer und uneingeschränkter hielt (3), überschlugen sich die „akademischen“ Publikationen aus aller Welt.
Eine Studie von Sarah Marusek von der Universität Leeds zeigt, wie stark der Zionismus bei der Verbreitung von Islamophobie vertreten ist. Von den 60 Wohltätigkeitsorganisationen, von denen bekannt ist, dass sie islamfeindliche Netzwerke finanziell unterstützen, sind 45 für ihre Unterstützung der israelischen Besatzungspolitik und der illegalen Siedlungen bekannt. Zwischen 2009 und 2013 sollen diese Organisationen 169 Millionen Dollar für diese illegalen Zwecke gespendet haben. (4)
Womit wir wieder bei Axel Springer wären. Während die Welt-Zeitung den Slogan „From the River to the Sea“ als einen antiisraelischen Slogan, als „einen Code für die Auslöschung des Staates Israel“ (5) deklariert, sehen die Springer-Medien kein Problem darin, ihr Werbeportal Yad2 zu nutzen, um mit eben diesem Slogan für illegale Siedlungen zu werben. (6)
So veröffentlichen sie einerseits islamfeindliche und antipalästinensische Nachrichten und Berichte in ihren Zeitungen WELT und BILD, beschäftigen sogenannte Islamexperten, die von morgens bis abends wie Chorknaben „Der Islam ist böse“ singen, schwärmen gerne vom „islamistischen Terror“ und tragen maßgeblich zur Verbreitung der Islamophobie in Deutschland bei, während sie andererseits die illegalen Siedlungen in Israel unterstützen.
Christlicher Zionismus
Der Zionismus ist nicht nur eine jüdisch-rassistische Ideologie, sondern vor allem eine christlich-rassistische und messianische Ideologie. (7)
Noch vor den jüdischen Zionisten haben ihre christlichen „Brüder“ diese Ideologie begründet und zum Blühen gebracht. Warum „Brüder“ in Anführungszeichen? Wenn man die verschiedenen evangelikalen und jüdischen Doktrinen des Zionismus durchdenkt, wird sofort klar, dass beide Gruppen sich gegenseitig ausnutzen und betrügen, um ihre ultimativen Ziele zu erreichen.
Amerikanische Präsidenten, ob Demokraten oder Republikaner, unterstützen Israel nicht für das Wohl der Juden, sondern für das christliche „Tausendjährige Reich“. Aber vorher muss Groß-Israel gegründet werden, alle Juden der Welt müssen dort sein und der Messias muss kommen. Je nachdem, welcher Messias kommt, werden entweder alle Nichtjuden oder alle Nichtchristen getötet.
Das mag für manche LeserInnen in Deutschland absurd klingen, doch es gibt nicht wenige mächtige Personen, die an solche Heils- (bzw. Vernichtungs-)Vorstellungen glauben. Dazu gehören Ronald Reagan, George W. Bush, aber auch der jetzige US-Präsident Joe Biden, der sich öffentlich als Zionist bezeichnet hat.
Ob es sich bei der Axel Springer SE um die gleichen Intentionen handelt, kann ich nicht sagen, auch wenn die gleichen Muster (Islam ist böse, Israel über alles) erkennbar sind. Axel Springer „ließ alle seine Mitarbeiter unterschreiben, dass sie sich für eine „Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen“ einsetzen sowie die „Lebensrechte des israelischen Volkes“ unterstützen.“
Ein Grundsatz, der noch heute im Verlag gilt“ (8)
Und wer eine pro-palästinensische Haltung einnehme, solle, so der heutige Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner, „kündigen“. (9)
Ob Springer, der im NS-Regime Karriere machte und für die NS-Propaganda mitverantwortlich war, wirklich in einen Gewissenskonflikt geriet und einseitig Israel als Mittel zur Versöhnung zwischen Deutschen und Juden unterstützte, lässt sich nicht sagen. Dass er aber in einer christlich-zionistischen Gemeinschaft, der Marienschwesternschaft, seine geistige Heimat fand, schon. (10)
Und auch der heutige Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns, Mathias Döpfner, hat mit seinem Bekenntnis „Ich bin ein nichtjüdischer Zionist“ (11) seine einseitige Parteinahme für Israel allzu deutlich gemacht als er von der Hamas und anschließend über den „islamistischen Fanatismus“ sprach.
Mit dem letzten Punkt meinte er undifferenziert alle Muslime, stilisierte gleichzeitig alle palästinensischen Mütter zu Brutstätten von Selbstmordattentätern und erwähnte mit keinem Wort, wofür der Zionismus steht. Kein Wort also über den Fanatismus der christlichen oder jüdischen Zionisten.
Döpfners Brief hätte auch von Benjamin Netanjahu stammen können, der auf seine beiden „International Terrorism Conference“ stolz sein kann, zumal die rassistische und zionistische Agenda dieser Konferenzen bis heute nachwirkt.
Ob diese Hassbotschaften auch in Zukunft wirksam sein werden, bis der nach zionistischer Vorstellung keineswegs friedliche, sondern blutrünstige Messias kommt, wird sich zeigen.
Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
1 Für die Liste aller Teilnehmer, siehe: Ronald Reagan Presidential Library Digital Library Collections.
Palästina-Resolution
Israel-Botschafter zerschreddert UN-Charta
Was für ein arroganter Flegel, der auf der Bühne der UN tobt, weil die Regierung seines Landes es diesmal nicht schafft, mit Hilfe der USA und anderer Veto-Stimmen die Weltgemeinschaft in Schach zu halten und ihr Israels Willen aufzuzwingen. Wohlgemerkt: das ist der Repräsentant… https://t.co/iKamQSrAD3
— Stephan Hallmann (@stephanhallmann) May 10, 2024
Rüstungsnews
Türkischer Kampfjet TFX Kaan absolviert zweiten Testflug
„Wir (die Ukraine) werden den KAAN-Kampfjet nicht nur kaufen, sondern auch einsetzen, und wir wissen, wo er zum Einsatz kommen wird“, so Wasyl Bodnar in einem Interview mit CNN Türk. Bodnar ist der Ansicht, dass KAAN das Potenzial hat, mit anderen Kampfjets der fünften Generation wie der F-35 und der F-22 aus amerikanischer Produktion zu konkurrieren.
https://youtu.be/fXiLcui2Hjk?t=63Tarihin içinde tarihi bir an daha…#KAAN’ımız bugün ikinci kez #GökVatan ile buluştu! 🇹🇷✈️ Heyecanlı ve gururluyuz. İlk uçuşunu 21 Şubat’ta başarı ile gerçekleştiren Milli Muharip Uçağımız, bu sabah 08.46’da pisten havalanarak 14 dakika havada kaldı ve 10 bin feet irtifaya… pic.twitter.com/aGNviQxyAX
— Prof. Dr. Haluk Görgün (@halukgorgun) May 6, 2024

