Prof. Dr. Fatih Ömer İlday
Laser: Forschungspreis geht an türkischen Wissenschaftler

Bochum – Der türkische Wissenschaftler Prof. Dr. Fatih Ömer İlday, ein führender Forscher auf dem Gebiet der Laserstrahlen, wurde in Deutschland mit der mit 5 Millionen Euro dotierten „Alexander von Humboldt-Professur“ ausgezeichnet. Prof. İlday hat sich durch seine bahnbrechenden Arbeiten im Bereich der Ultrakurzpulslaser und der nichtlinearen Optik einen Namen gemacht. Seine Forschung hat bedeutende Auswirkungen auf zahlreiche Anwendungen, von der Materialbearbeitung bis zur biomedizinischen Bildgebung. Die Alexander von Humboldt-Professur ermöglicht es ihm, seine Forschung an einer deutschen Universität fortzusetzen und weiter auszubauen, berichtet WDR Cosmo. Die Alexander von Humboldt-Professur wird jährlich an herausragende Forscher aus dem Ausland vergeben, die sich durch ihre wissenschaftliche Exzellenz und Innovationskraft auszeichnen. Der Preis zielt darauf ab, die deutschen Hochschulen durch die Integration von Spitzenforschung zu stärken und internationale Kooperationen zu fördern. Die Auszeichnung von İlday ist ein bedeutender Erfolg und unterstreicht seine herausragende Stellung in der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft. Seine zukünftige Arbeit in Deutschland wird sicherlich wichtige Impulse für die Forschung und Entwicklung in der Laserphysik und darüber hinaus geben. İlday studierte an der Bilkent University in Ankara, Türkei, wo er seinen Bachelor-Abschluss in Physik erhielt.Er setzte seine Ausbildung in den USA fort und erwarb seinen Ph.D. in Physik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer der weltweit renommiertesten Institutionen im Bereich der Naturwissenschaften und Technik. Nach seiner Promotion arbeitete der türkische Wissenschaftler in verschiedenen Forschungseinrichtungen und Universitäten, wo er sich auf die Entwicklung und Anwendung von Ultrakurzpulslasern spezialisierte. Er kehrte an die Bilkent Universität in Istanbul zurück und trat dort als Fakultätsmitglied bei. An der Bilkent University leitet er das Labor für nichtlineare und ultrafast Optik.

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Glücksspiel
Der EM 2024 Guide für Zocker: Wetten, Quoten und Geheimtipps

Die Vorfreude auf die EM 2024 in Deutschland hat mittlerweile den Siedepunkt erreicht, die Teams wie auch die Fans warten gespannt auf die ersten Begegnungen und den offiziellen Auftakt am 14. Juni.

Dann befindet sich ganz Europa, aber vor allem das Gastgeberland einen Monat lang im Fußballtaumel, mit Public Viewing Events, Partys und, wer Tickets ergattern konnte, dem ein oder anderen Stadionbesuch. Doch nicht nur die Zuschauer sind euphorisch, der Euro Cup ist zudem ein Highlight für Sportwetten Fans, mit großartigen Gewinnchancen, spannenden Tipps und schon jetzt aussagekräftigen Quoten der Buchmacher, die bei der Tippentscheidung helfen. Wir präsentieren die wichtigsten Wetten, die aktuellen Favoriten und weniger bekannte Tipps, die die Gewinnchancen erhöhen.

Die populärste Wette ist stets die auf den Sieger des Turniers, und für die anstehende Europameisterschaft haben sich bereits die stärksten Favoriten hervorgetan, wobei es überraschend ist, dass der Gastgeber selbst in den Quoten nur auf Platz drei gehandelt wird. Wenngleich sich diese Quoten von Anbieter zu Anbieter unterscheiden und ein Vergleich hierbei immer lohnt, um sich die besten Konditionen zu sichern, sind sich die Buchmacher dennoch einig: England wird derzeit auf Platz eins gehandelt, mit Quoten um 4,0 und 4,5, und dass, obwohl die Mannschaft den Titel noch nie heimtragen konnte.

Grund dafür ist nicht zuletzt die derzeit starke Besetzung es Teams unter Nationaltrainer Gareth Southgate, mit Stars wie Phil Foden on Manchester City sowie Harry Kane, aktueller Starkicker beim FC Bayern, der somit mit den deutschen Stadien bereits vertraut ist. Beim Euro Cup 2020 schafften es die Engländer zudem ins Finale, mussten dann gegen Italien jedoch eine Schlappe wegstecken. Ein weiterer Grund, warum man an einen guten Verlauf für die Mannschaft vermutet, ist die Aufstellung der Gruppenphase: gegen Slowenien, Serbien und Dänemark kann England eigentlich nur als Gruppensieger hervorgehen.

Frankreich wird bei den EM Wetten derzeit ebenfalls hoch gehandelt, denn immerhin holte die Mannschaft den EM-Pokal bereits zweimal heim und steht bei internationalen Turnieren immer gut da. Zweimal gewannen die Franzosen die WM, 1998 und 2018, die EM 1984 und 2000, bei der Austragung 2021 im eigenen Land schied Frankreich jedoch sogar früh aus. Momentan ist das Team gut aufgestellt, mit den beiden Superstars Kylian Mbappé und Kingsley Coman, um sich sowohl offensiv wie auch defensiv zu behaupten. Derzeit liegen die Wettquoten für Frankreich zwischen 4,5 und 5,0.

Deutschland liegt mit aktuellen Quoten um die 6,0 und 7,0 hinter den Favoriten, obwohl man Gastgeber ist und die Mannschaft auf beachtliche Erfolgsbilanz zurückblicken kann. Aktuell bezweifelt man im Land das Potenzial des Teams rund um Julian Nagelsman jedoch, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass man in den Europa- wie auch Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre nicht überzeugen konnte. 2014 holte man zuletzt den WM-Titel heim, 2016 schaffte es die Nationalelf wenigstens ins Halbfinale der EM, nun mag auch der Heimvorteil nichts wettmachen.

Neben Spanien ist Deutschland jedoch die einzige Nationalmannschaft, die den Titel dreimal für sich verbuchen konnte, Frankreich und Italien siegten im Vergleich nur zweimal. Aktuell hat das deutsche Kader mit Jamal Musiala und Florian Wirtz zwei starke Stürmer und könnte damit im Angriff stark dastehen.

Wer beim Wetten lieber ein Risiko eingeht und auf einen Außenseiter tippt, mag auf Spanien oder Portugal setzen wollen, die beide mit Quoten um die 9,0 und 10,0 gehandelt werden. Je höher die Quote, umso größer ist der Gewinnmultiplikator und die Chancen auf einen besseren Geldgewinn, weshalb es durchaus zu empfehlen sein könnte, schon jetzt auf die einstig starken Mannschaften aus dem Süden zu tippen.

Nach Beginn der EU und mit Bestreiten der Gruppenphase können sich diese Quote schlagartig ändern. Portugal ging aus allen zehn Qualifikationen als Sieger hervor, weshalb die Mannschaft mit Star Ronaldo nicht unterschätzt werden sollte. In der Gruppenphase trifft Portugal auf die Türkei, Tschechien und Georgien und sollte es damit definitiv in die K.O.-Phase schaffen.

Neben Wetten auf den Sieger des Euro Cup 2024 kann man selbstverständlich zahlreiche andere Tipps abgeben, wie beispielsweise auf den Torschützenkönig, wo derzeit Kylian Mbappé wie auch Harry Kane hoch gehandelt werden, und auch Cristiano Ronaldo sowie der Engländer Jude Bellingham gelten als Titelanwärter. Erfahrene Zocker verstehen es nicht nur auf die offensichtlichen Favoriten zu tippen, sondern im Gegensatz, die Buchmacher in Kenntnissen und Recherche zu übertreffen und genau die Wetten zu finden, bei denen sich hervorragende Gewinnchancen auftun.

Wetten kann man auf die Gewinner der Gruppenphase ebenso abgeben wie auf deren Verlierer, darauf, wer es ins Achtel- und Viertelfinale schafft oder auch speziell wie weit Deutschland im Turnier kommt. Zudem wird es auch die Gelegenheit zu Live-Wetten geben, die besonders spannend sind und schnelles Reagieren auf den Spielverlauf erfordern. Diese sind noch weniger verbreitet, besitzen jedoch großes Gewinnpotenzial, sofern man es versteht einen kühlen Kopf zu bewahren.

Hier gibt es beispielsweise Wetten auf die Torzahl beim Endstand, Über/Unter bei Toren und Eckbällen, auf den Halbzeitstand oder man gibt eine konkrete Ergebniswette ab. Ein echter Geheimtipp ist auch die Asian-Handicap Wette, bei denen man im Falle eines Unentschiedens seinen Einsatz zurückbekommt.

Arbeitsmarkt
Immer mehr Auszubildende aus dem Ausland

Immer mehr Menschen aus dem Ausland absolvieren in Deutschland eine Ausbildung. Ihr Anteil an den sozialversicherungspflichtig beschäftigten Auszubildenden wächst seit Jahren kontinuierlich an. Hatten im Oktober 2013 noch 6,3 Prozent eine ausländische Nationalität, waren es 10 Jahre später, also im Oktober 2023, bereits 13,2 Prozent. Kontinuierlich weniger deutsche sozialversicherungspflichtig beschäftigte Auszubildende Die Zahl der deutschen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Auszubildenden sinkt seit Jahren kontinuierlich. Im Oktober 2023 gab es 1,4 Millionen deutsche sozialversicherungspflichtig angestellte Auszubildende und 212.000 aus dem Ausland. Zehn Jahre zuvor waren es noch 1,5 Millionen deutsche Azubis und 103.000 ausländische. Die wachsende Zahl an ausländischen sozialversicherungspflichtig beschäftigten Auszubildenden federt also die Gesamteinwicklung ab. Ohne sie würde die Zahl der Auszubildenden insgesamt und damit auch die Anzahl potenzieller baldiger Fachkräfte immer weiter sinken. Der Großteil stammt aus Drittstaaten Etwa ein Viertel der 213.000 ausländischen Azubis, also 49.000, stammten aus einem EU-Staat, 164.000 aus einem Drittstaat außerhalb der EU. Vor 10 Jahren waren von insgesamt 1,6 Millionen Auszubildenden noch 32.000 aus der EU und 71.000 aus einem Drittstaat. Die Auszubildenden aus Drittstaaten haben sich also in den zehn Jahren mehr als verdoppelt. In Pandemiejahren weniger Zuwächse von Azubis aus dem Ausland In den Jahren von 2013 bis 2019 gab es bei den ausländischen Azubis große Zuwächse, teilweise um über 20.000 Personen. Von 2020 bis 2022 fielen die Zuwächse aufgrund der Pandemie geringer aus. Zuletzt hat die Entwicklung aber wieder Fahrt aufgenommen, von Oktober 2022 bis Oktober 2023 gab es ein Plus von 14.000 Personen. Ausländische sozialversicherungspflichtig beschäftigte Auszubildende oft in Gesundheits- und Pflegeberufen Von den zuletzt 213.000 ausländischen Azubis wählte mehr als ein Viertel eine Berufsausbildung in einem Gesundheits- oder Pflegeberuf. 68.000 waren Auszubildende in der Gesundheits- und Krankenpflege, in der Altenpflege oder als medizinische oder zahnmedizinische Fachangestellte. Ausbildung ist ein wichtiger Hebel zur Fachkräftesicherung Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Um Ausbildung zu stärken werben mit dem „Sommer der Berufsausbildung“ Ministerien, Behörden, Wirtschaft, Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit alljährlich gemeinsam für die berufliche Ausbildung in Deutschland. Bundeskanzler Olaf Scholz unterstützt den „Sommer der Berufsausbildung“ mit einer Videobotschaft.

Gaza-Konflikt
Israel verliert den Gaza-Krieg: Ex-Mossad-Vizechef

Tel-Aviv – Der israelische Knessetabgeordnete und ehemalige stellvertretende Mossad-Chef Ram Ben-Barak bezeichnete den laufenden Krieg im Gazastreifen als „sinnlos“ und behauptete, Israel sei auf verlorenem Posten und stehe vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch. „Diesem Krieg fehlt ein klares Ziel, und es ist offensichtlich, dass wir ihn eindeutig verlieren“, sagte Ben-Barak dem öffentlichen israelischen Rundfunk. „Wir sind gezwungen, in denselben Gebieten zu kämpfen, und verlieren am Ende noch mehr Soldaten. Auch auf der internationalen Bühne müssen wir Rückschläge hinnehmen, unsere Beziehungen zu den USA verschlechtern sich erheblich, und die israelische Wirtschaft befindet sich im Niedergang“, zitiert der The Guardian Ben-Barak. Die Washington Post berichtet, dass hochrangige US-Geheimdienstmitarbeiter die Zweifel des Weißen Hauses an der Möglichkeit einer vollständigen Zerschlagung der Hamas teilen, und fügt hinzu, dass die Regierung Biden der Ansicht ist, dass die derzeitige Strategie Israels den Preis an Menschenleben und Zerstörung nicht wert ist, ihr Ziel nicht erreichen kann und letztlich die umfassenderen Ziele der USA und Israels im Nahen Osten untergraben wird.

Gesundheit
Check: Diese Tricks helfen gegen Blutzuckerspitzen

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Blutzucker, Insulin und Übergewicht hängen eng zusammen: Das Hormon Insulin schleust den Zucker aus dem Blut in die Zellen. Es bewirkt aber auch, dass überschüssiger Zucker als Fett eingelagert wird. Ist der Insulinspiegel oft erhöht, beispielsweise durch Snacken, fällt das Abnehmen schwer. Die Lösung: Blutzuckerspitzen vermeiden. Tipps dazu kursieren im Internet viele, doch nicht alle sind ausreichend belegt. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau hat die häufigsten genau geprüft.

Kleiner Spaziergang nach dem Essen

Salat als Vorspeise zu essen ist ein Tipp, der immer wieder zu lesen ist. Tatsächlich gelangen durch die Ballaststoffe die Kohlenhydrate langsamer ins Blut. Außerdem stillt die Vorspeise den ersten Hunger, die Hauptspeise könnte kleiner ausfallen. Dr. Matthias Riedl, Ernährungsmediziner in Hamburg, sagt: „Eine gute Gewohnheit, durch die verhindert werden kann, dass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt.“ Allerdings ist es beim Dressing wichtig, dass es nicht zu viel Zucker oder ungesunde Fette enthält. Auch ein kleiner Spaziergang nach dem Essen ist ein guter Trick, um Blutzuckerspitzen vorzubeugen. Denn die Bewegung führt zu einem erhöhten Glukoseverbrauch in den Muskeln. „Jeder Schritt zählt“, ermutigt Experte Matthias Riedl. „Schon fünf bis zehn Minuten können bewirken, dass der Blutzucker leicht sinkt.“ Sinnvoll ist es auch, Kohlenhydrate schlau zu kombinieren. Vor allem weißer Reis oder Nudeln sollten mit Ballaststoffen aus zuckerarmem Gemüse wie Spinat oder Karotten, sowie Eiweiß und Fetten gegessen werden. Durch diese Mischung werden die Kohlenhydrate langsamer verdaut.

Süße Snacks gleich nach der Hauptmahlzeit

Absehen sollte man davon, viel mit Zimt zu würzen, auch wenn dies im Internet oft als Tipp genannt wird. Zwar verfeinert Zimt den Geschmack von Speisen und wirkt sich durchaus auch auf den Blutzucker aus, das zeigen mehrere Studien. Diabetologe Riedl rät in der „Apotheken Umschau“ dennoch davon ab, Zimt gezielt als Blutdrucksenker einzusetzen. „Dafür ist der genaue Effekt auf den Blutzucker bei Menschen mit Diabetes und Stoffwechselgesunden einfach zu unklar.“ Vorsicht ist auch bei Zimt-Präparaten geboten. Denn die enthalten manchmal Kumarin, das in größeren Mengen leberschädigend sein kann. Oft ist als Tipp auch zu lesen, dass man auf Snacks verzichten sollte. So pauschal lässt sich das aber nicht sagen. Fürs Abnehmen sind drei Mahlzeiten am Tag ideal. Wenn dazwischen vier bis fünf Stunden vergehen, sinkt der Insulinspiegel. Nur dann kann der Körper Fett abbauen. Wer sich etwas Süßes gönnen möchte, sollte dies besser direkt nach einer gesunden Hauptmahlzeit tun. So empfiehlt es auch Diplom-Ökotrophologin Dr. Astrid Tombek aus Bad Mergentheim und erklärt: „Der Zucker gelangt dann nicht so rasant ins Blut.“

Fall Ayhan Bora Kaplan
Yücel: „Hat Deutschland hier erneut seine Finger im Spiel?“

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel

In Ankara stolpern gleich mehrere Polizeibeamte des höheren Dienstes ausgerechnet über den eigenen Kronzeugen eines Mafia-Prozesses, der nicht nur die Mafiastruktur selbst, sondern auch die Regierungskoalition belasten soll. Das Komplott der Beamten gleicht dabei den Komplotts zwischen 2006 bis 2013, bei der Hunderte Politiker, Journalisten und Militärs in Massenprozessen verurteilt wurden. Zwischen 2013 bis 2016 stellte sich schließlich langsam heraus, dass die FETÖ (Organisation des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen) die gesamte Staatsstruktur infiltrieren ließ, um einen Regierungsumsturz zu erzwingen.

Nur ein Jahrzehnt später nach den letzten Rehabilitationen der Verurteilten der Massenprozesse: Erk Acarer, ehemaliger Journalist der linksoppositionellen Tageszeitung Birgün und seit April 2017 im „Exil“ in Berlin lebend, erklärt Anfang Mai, „alle Nachrichten, die ich mache, wollen insbesondere das LKA und das Bundesinnenministerium. Und die höhere Ebene will es auch!“

Ist nichts neues, aber vielsagend, dass die deutschen Sicherheitsbehörden ein großes Interesse gegenüber Strukturen zeigen, die in der Türkei negativ aufgefallen, ja sogar am letzten Putschversuch beteiligt oder in Komplotts verwickelt waren. Insbesondere aber jene aufnehmen, hegen und pflegen, die die türkische Regierung ständig im negativen Rampenlicht halten.

Da wäre z. B. die Aussage von Bruno Kahl, dem Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, der die Fethullah Gülen-Bewegung nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei in einem Interview 2017 wie einen Gartenverein repräsentierte. Oder wie das LKA in Berlin 2018 noch rechtzeitig die Blackbox der Gülen-Sekte, Adil Öksüz, vor der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı in Sicherheit brachte, die nach langer Recherchearbeit in Deutschland auf die Nummer zwei der Gülen-Sekte in Berlin Neukölln stieß; ein Haupttatverdächtiger, der während des gescheiterten Putschversuchs auf dem türkischen Luftwaffenstützpunkt Akıncı die Befehle für die Angriffe, u. a. auf das türkische Parlament, austeilte.

Aber zurück zum Anfang dessen, das gegenwärtig in Ankara für Furore sorgt. Vor 8 Monaten wurde auf spektakuläre Weise der Kopf einer mafiösen Struktur namens Ayhan Bora Kaplan nach Ankunft in der Türkei irgendwo auf einer Landstraße zwischen dem Flughafen Esenboga und der Hauptstadt Ankara verhaftet. Bei der Verhaftung anwesend: Murat Çelik, stellvertretender Polizeichef von Ankara, dann der Direktor der Abteilung für organisierte Kriminalität, Kerem Öner und vermutlich auch Şevket Demircan, ein Oberkommissar im gehobenen Dienst in derselben Abteilung.

Überaus kurios, denn seit wann stellen sich Polizeichefs oder deren Stellvertreter und Assistenten des höheren Dienstes sich mitten auf die Straße, ziehen die Waffe und richten es auf ein herannahendes Fahrzeug, um einen Schwerstkriminellen festzunehmen? Aber es kommt noch besser! Nicht das schwerbewaffnete Einsatzkommando der Polizei zieht den Mafiosi aus dem Fahrzeug, sondern der stellvertretende Polizeichef höchstpersönlich packt Ayhan Bora Kaplan am Genick und zerrt ihn aus dem Sitz hinaus und drückt ihn auf den Boden, der sich geradezu erkenntlich zeigt und keine Gegenwehr gegen einen Bürokraten leistet.

Angesichts der rigorosen Verfolgung von Mafiabanden in der Türkei durch den türkischen Innenminister Ali Yerlikaya und dem ständigen Einsatz entsprechender schwerbewaffneter Kräfte, sticht das Verhaftungs-Szenario in Ankara erst im Mai dieses Jahres geradezu hervor; wie all die anderen gestellten Szenarien, die zu den Massenverhaftungen in den Ergenekon- und Vorschlaghammer-Prozessen zwischen 2009 bis 2013 führten und erst im nachhinein in ausgiebigen neu aufgerollten Ermittlungs- und Prozessverfahren aufgedeckt werden konnten.

Das Ende vom Lied damals: All die vorgelegten Beweise und Lasten zu Ungunsten der inhaftierten und verurteilten Politiker, Journalisten, Militärangehörigen in den Massenprozessen waren entweder fingiert oder unter Androhung von Kronzeugen erpresst worden. Erst jetzt begriff man, was allen widerfahren war und alle richteten ihre Blicke auf die Fethullah Gülen Sekte und sein Machtapparat in Medien, Politik und Staat. Seither wird die Sekte juristisch verfolgt; wenn die türkische Justiz denn derer habhaft werden kann. Die Köpfe dieser Sekte setzten sich rechtzeitig ins Ausland ab und leben seither unter dem Schutz westlicher Länder.

Kommen wir wieder zur Gegenwart. Die große Frage, die sich derzeit Land auf Land ab viele namhafte Journalisten stellen ist:  wer ist noch in diesen jüngst aufgedeckten Komplott involviert und ist das Ausland darin verwickelt?

Kurz nach der spektakulären Verhaftungsszene in Ankara und für wenige Wochen, leistete Erk Acarer wie gewohnt die Vor- und Nacharbeit dazu, welche Kontakte Ayhan Bora Kaplan womöglich über Dritte oder Vierte mit ehemaligen oder noch im Amt befindlichen Kabinettsmitgliedern gepflegt haben soll. Das Thema ebbte jedoch ab; auch weil es diesmal niemanden in der Türkei wirklich bewegte und vor allem, auch wachsame Journalisten zugegen sind, die Acarer genau auf die Finger schauen.

Anfang Mai dieses Jahres betrat Erk Acarer auf YouTube wieder mit dem Namen Ayhan Bora Kaplan die Weltbühne; oder sollen wir lieber von einer deutschen Leinwand sprechen? Acarer hatte Serdar Sertçelik auf YouTube eingeladen, einem Kronzeugen, der innerhalb der mafiösen Struktur von Ayhan Bora Kaplan beheimatet sein soll. Sertçelik sprach dabei von einem Komplott gegen Kabinettsmitglieder, auch ehemalige, wie dem Innenminister Süleyman Soylu, von einem abgetakelten Spiel gegen die Koalitionsregierung. Als Hebel sollen Ayhan Bora Kaplan und er dienen, hätten unter Zwang als Kronzeugen gegen namhafte Politiker aussagen und belasten sollen, seien ihm hierzu vorgedruckte Geständnisse vorgelegt worden, die er unterschreiben sollte.

Nach dem Korruptionsskandal von 2013 und dem Skandal um den türkischen Nachrichtendienst MIT, der 2013 angeblich Waffen an die IS geliefert haben soll – Can Dündar hatte das zwar in die europäischen Gazetten getragen, sich aber nach Jahren von dieser Aussage wieder notgedrungen und klammheimlich während einer ZDF Talkshow mit Markus Lanz distanziert – nun ein weiterer Skandal, der die Regierung diesmal mit Mafia-Verbindungen zu Fall bringen soll?

Nicht überraschend, wenn man seit mehr als einem Jahrzehnt die erhobenen Korruptionsvorwürfe – u. a. von Erk Acarer, Cevheri Güven oder Can Dündar – verfolgt und nüchtern feststellen muss, dass die Vorwürfe inhaltlich bislang nicht bekräftigt werden konnten.

Das Ergebnis nach bekanntwerden der Details von Sertçelik: seit dem 9. Mai wurden 8 Polizeibeamte im höheren Dienst des Polizeipräsidiums in Ankara, darunter Murat Çelik, Kerem Öner und Şevket Demircan erst vom Dienst suspendiert, dann festgenommen. Sie stehen seither unter Verdacht, ein Komplott organisiert und dabei u. a. Beweise fingiert, „Kronzeugen“ rechtswidrig außer Landes gebracht und bedroht haben.

Die Blicke haben sich von den suspendierten und verhafteten Polizeibeamten abgewendet und richten sich seitdem u. a. auf Engin Dinç, dem Polizeidirektor von Ankara, der schon als Polizeipräsident von Trabzon beim Mordfall Hrant Dink keine rühmliche Figur abgab und auch sonst in diesem Zusammenhang mit ganz anderen Verfahren zu kämpfen hat, die stets in Richtung Fethullah Gülen zeigen – auch der Mordfall Hrant Dink.

Das Problem besteht darin, dass diese Beamten nicht allein gehandelt haben könnten – so die Mutmaßungen -, ohne dass die Vorgesetzten oder der Polizeipräsident Wind davon bekommen hätten. Es handelt sich nämlich u. a. um eine Verhaftung eines tatverdächtigen Mafiabosses, der in elektronischen Fußschellen kurze Zeit später unter Mitwirkung der beschuldigten Beamten die europäische Grenze überschreitet, um nach kurzer Zeit dann zurückgepfiffen und unmittelbar nach der Landung in Esenboga von selbigen verhaftet zu werden. In einer Zeit, in der nicht einmal mehr türkische Industrielle ohne weiteres ein EU-Visum erhalten, um mit ihren Produkten einer Messe in Europa beizuwohnen, werfen solche Schlagzeilen einen langen dunklen Schatten bis nach Europa.

Das es sich dabei um eine Vorbereitung eines Komplotts handelt, wird durch die bisherigen Untersuchungsergebnisse des Innenministeriums bestärkt, die langsam durchsickern. So sollen die Beamten Kontakt mit den Kronzeugen gepflegt haben, in dem sie die Handys von Mitbeschuldigten der Kronzeugen benutzten und nie die eigenen Dienst- oder Privathandys. Und dann diese Theatralik um die Verhaftung von Ayhan Bora Kaplan, bei der die Polizeibeamten selbst Hand anlegten. Mittlerweile lacht die halbe Türkei über dieses gestellte Szenario in Ankara.

Nichtsdestotrotz lobt sich Erk Acarer selbst für die offensichtliche Erst-Enthüllung, die er aber in einer anderen ihm genehmen Konstellation vorstellt. Er sei es, der diesen Skandal in Ankara eigentlich aufgedeckt habe; versucht dabei jedoch weiterhin, politische Persönlichkeiten in die negativen Schlagzeilen zu ziehen. Hat Acarer wirklich Recherchearbeit geleistet oder bekam er wie alle anderen den Brandbrief zu Gesicht und verwertete es sofort, ohne nachzuforschen und es bestätigen zu lassen – vielleicht um sich aus dem Schussfeld zu begeben?

Nur zwei Wochen nach Acarer trat Parteichef Devlet Bahceli vor die MHP-Fraktion, warnte eindringlich vor einem Komplott, die der Regierung, der Koalitionspartei MHP, der Rechtstaatlichkeit und Mitgliedern der großen Nationalversammlung schaden solle.

Bahceli und viele andere Parteichefs des türkischen Parlaments, die Ministerien wie auch die Polizeibehörden und Medien, hatten jedoch von Serdar Sertçelik dieselbe Hiobsbotschaft als Brandbrief erhalten. Wann dieser Brief an die Adressaten verschickt wurde, ist nicht bekannt. Man geht aber davon aus, dass die Angeschriebenen sich erst vergewissern wollten, wer der Verfasser ist, ob der Inhalt für bare Münze genommen werden kann und ob die Vorwürfe stimmig sind, um damit an die Öffentlichkeit zu treten.

Bahceli trat also genau 10 Tage nach Erk Acarer vor die MHP-Fraktion und sprach erstmals über diesen „Komplott“ gegen seine Partei wie auch die Regierung. Offensichtlich waren die Erläuterungen im Brandbrief bis dahin gegengecheckt worden und man hielt es schließlich für wichtig, damit an die Öffentlichkeit zu treten. Aber wieviel Zeit hatte Acarer, die Angaben aus Deutschland heraus zu überprüfen und beinahe zeitnah die Hiobsbotschaft loszuwerden? Kurios dabei: in seiner YouTube-Folge mit Serdar Sertçelik, flippte Acarer geradezu aus, als Serdar Sertçelik immer wieder betonte, dass das Ziel die Türkei, die Regierung und Kabinettsmitglieder seien.

Es gab in diesem YouTube-Video für Acarer nur eine richtige Antwort, die von ihm akzeptiert werden konnte, um seine Vorwürfe gegenüber der türkischen Regierung weiterhin aufrechtzuerhalten. Nur eine Antwort die Serdar Sertçelik bei ihm geltend machen konnte, sich jedoch nicht beugte und bei seiner Feststellung blieb. Sertçelik musste ja schon einmal als Kronzeuge den Polizeibeamten unfreiwillig die vorgegebene Antwort geben, und jetzt sollte er danach auch einem aus Deutschland nachgeben, dass zu sagen, was man von ihm verlangt. Er tat es jedoch nicht.

Die große Frage lautet derzeit in der Türkei: Hat Deutschland, hat der Westen hier erneut seine Finger im Spiel und sind Erk Acarer, Can Dündar oder Cevheri Güven nur Marionetten eines großangelegten Komplotts gegen die türkische Regierung? Bei den Letzteren ist man sich sicher! Beweggründe gibt es zuhauf, was Europa bzw. den Westen anbelangt: Der Konflikt der Türkei mit der PKK in Nordsyrien und Nordirak; die Haltung zu Israel; die Haltung zu Libyen und in diesem Zusammenhang das Seerechtsabkommen, die den Transport von Gas aus dem Erdgasfeld Leviathan nach Europa verkompliziert; und natürlich die Zypern-Frage.

Die Geschichte des Nahen Ostens hat gezeigt, dass genehme Regierungen länger an der Macht bleiben als unangenehme und im Widerspruch zu den westlichen Interessen stehende Regierungen. Dabei hat auch Deutschland seinen Stempel aufgedrückt, wenn auch nur als williger Helfer.

Das muss nicht meine Meinung widerspiegeln, dass ist nur meine Beobachtung dazu, denn dies ist derzeit das Gesprächsthema in sehr vielen politischen Talkshows in der Türkei. Gründe gibt es genug: Die „Operation Rubikon“, bei der Deutschland half, das Verbündete wie die Türkei abgehört werden, oder der Lauschangriff auf die Türkei, die 2014 publik wurde…

Die Türkei hat sich nach der Aufdeckung der FETÖ, vor allem nach dem gescheiterten Putschversuch gesamtgesellschaftlich verändert; das sagt auch der ehemalige Oberst Gürsel Tokmakoglu. Als Opfer der Fethullah Gülen-Sekte standen ihm vor einem Jahrzehnt weder Medien, noch die Politik beiseite, so Tokmakoglu in einem Beitrag auf X. Laut eigenen Angaben hätten alle mit der Begründung abgewiegelt, ebenfalls bedroht zu werden.

Das Ergebnis sei gewesen, dass Personen wie Adil Öksüz, Ramazan Akyürek und weitere, ihre Plätze eingenommen und sich 10 Jahre lang auf den Putsch vorbereitet hätten. Tokmakoglu zufolge gebe es dahingehend wieder Aktivitäten im Land, deren Ziel es sei die Regierung zu stürzen. Er sei aber zuversichtlich, dass man es diesmal ohne Märtyrer wie in der Nacht vom 15. auf den 16. Juli 2016 diese schwere Zeit meistern werde. Diesmal würden die Medien und die Politik zuhören und entsprechend handeln, seien wachsamer als zuvor, so Tokmakoglu.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.
 

Algerien
Französischer Fußballtrainer Patrice Beaumelle zum Islam konvertiert

Algier – Zahlreiche Prominente sind seit Beginn des Gaza-Krieges zum Islam konvertiert. Nach dem Rapper Lil Jon und der brasilianischen Kampfsportlegende Royce Gracie, hat nun auch der Trainer des renommierten algerischen Fußballklubs Mouloudia Club d’Alger (MC Alger), Patrice Beaumelle, seinen Übertritt zum Islam bekannt gegeben. Ein viral gegangenes Video zeigt Beaumelle in einer algerischen Moschee, wie er mithilfe eines Imams die Schahada, das islamische Glaubensbekenntnis, ausspricht. Beaumelle habe nun den Namen Amir angenommen. In einem Video erklärte Beaumelle, seine Konversion sei von den Ereignissen in Gaza beeinflusst und von der Widerstandsfähigkeit des palästinensischen Volkes inspiriert worden. Beaumelle hat sowohl als Spieler als auch als Trainer Karriere gemacht. Als Spieler war er Verteidiger, vor allem in den Jugendmannschaften von Stade Beaucairois und Nîmes. Seine Bekanntheit beruht jedoch auf seiner Trainerkarriere. Er war vor allem als Assistenztrainer an der Seite von Herve Renard für verschiedene Mannschaften tätig, darunter die Nationalmannschaft von Angola, USM Alger, Sambia und die Elfenbeinküste. Beaumelle hat auch Führungsaufgaben übernommen, wie z. B. seine Zeit als Cheftrainer der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste und seine derzeitige Position als Cheftrainer des algerischen Vereins.

Fall Ayhan Bora Kaplan
Bütün: „Unterwanderung türkischer Behörden noch nicht vorbei?“

Ein Gastkommentar von Marina Bütün

Das türkische Wort für „Putsch“ lässt aktuell jeden hellhörig werden, der den Putsch am 15. Juli 2016 in der Türkei miterlebt hat. Dieser Tag ging an keinem Bürger der Türkei spurlos vorüber. Verschiedenen türkischen Medien zufolge, seien kürzlich die Häuser von drei Polizeibeamten, die in den Ermittlungen gegen die kriminelle Organisation Ayhan Bora Kaplan erwähnt und vom Innenministerium suspendiert worden waren, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchsucht worden.

Im Rahmen der Ermittlungen gegen die kriminelle Vereinigung Ayhan Bora Kaplan soll es sich um die Häuser des vom Dienst suspendierten stellvertretenden Polizeichef von Ankara, Murat Çelik, des Direktors der Abteilung für organisierte Kriminalität, Kerem Öner, und seines Assistenten Şevket Demircan, sowie um das Haus einer Person , die von dem Geheimzeugen Serdar Sertçelik als „Ufuk-Kommissar“ bezeichnet wurde, handeln.

Der Prozess gegen Ayhan Bora Kaplan und seine Bande, die im Rahmen der von Innenminister Ali Yerlikaya seit seinem Amtsantritt angestrebten Operationen gegen kriminelle Organisationen verhaftet wurden, ist aktuell in vollem Gange.

Kaplan weigerte sich, über ein Foto auszusagen, das er während des Putschversuchs am 15. Juli 2016 mit einer Pistole vor dem TRT-Gebäude aufgenommen hatte. Er sperrte sein Telefon, das nicht untersucht werden konnte, und akzeptierte keine Anklage.

Am 6. Mai wurde eine Untersuchung aufgrund von Vorwürfen eingeleitet, die von Nummer 2 des Verbrechersyndikats Ayhan Bora Kaplan, dem flüchtigen Serdar Sertçelik, erhoben wurden, einem geheimen Zeugen in diesem Fall. Die Vorwürfe richten sich gegen die Sicherheitsdirektion der Provinz Ankara. In einem Gespräch mit dem Journalisten Erk Acarer behauptete Sertçelik, dass er unter dem Druck von Polizeibeamten der Polizeidirektion Ankara zu einem „geheimen Zeugen“ geworden sei und dass er hinsichtlich des Inhalts seiner Aussage unter Druck gesetzt und manipuliert worden sei.

Nach dieser Entwicklung betonte der Vorsitzende der Regierungskoalitionspartei MHP, Devlet Bahçeli, in seiner Erklärung vor ein paar Tagen, dass es sich um eine Verschwörung handele, die nicht mit der Suspendierung einiger Polizeichefs abgetan werden könne.

Bahçeli:

„Wenn wir uns jenen beugen, die in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Justiz die Wiederholung des Putschversuchs vom 17. bis 25. Dezember planen, möge man uns den Hals umdrehen“.

Nach Bahçelis Äußerungen traf Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Abend im Präsidialkomplex mit Justizminister Yılmaz Tunç und dem Chef des Inlandsgeheimdienstes İbrahim Kalın zusammen. Nach diesem kritischen Gipfel, über den man in der Türkei durch das Nachrichtenmedium A Haber erfuhr, richteten sich alle Augen auf die Fraktionssitzung der AK-Partei, die kurz darauf von Präsident Recep Tayyip Erdoğan abgehalten wurde.

Bei dieser Korruptions- und Bestechungsoperation vom 17. bis 25. Dezember handelt es sich um Ermittlungen, die 2013 und 2014 durchgeführt wurden und bei denen einige öffentliche Einrichtungen und Organisationen sowie Beamte, darunter vier Minister, des Fehlverhaltens und der Bestechung beschuldigt wurden. 89 Personen wurden damals verhaftet!

Bei der von der stellvertretenden Istanbuler Generalstaatsanwältin Zekeriya Öz damals koordinierten Operation wurden 89 Personen festgenommen, darunter Barış Güler, der Sohn des damaligen Innenministers Muammer Güler, Salih Kaan Çağlayan, der Sohn des damaligen Wirtschaftsministers Zafer Çağlayan, Abdullah Oğuz Bayraktar, der Sohn des damaligen Umwelt- und Urbanisierungsministers Erdoğan Bayraktar, der Generaldirektor der Halkbank Süleyman Aslan, die Geschäftsleute Ali Ağaoğlu und Reza Zarrab sowie der Bürgermeister von Fatih Mustafa Demir.

Das Zwischenurteil und die nächste Anhörung finden jetzt am 20. Mai 2024 statt.

Das Zwischenurteil wurde im Prozess gegen 61 Angeklagte verkündet, davon wurden 28 festgenommen, die im Rahmen der Ermittlungen gegen die kriminelle Vereinigung angeklagt waren. 8 der 28 verhafteten Angeklagten wurden unter Auflagen der Justizkontrolle freigelassen. Die nächste Anhörung wurde auf den 20. Mai vertagt.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.

Quellen:

https://www.ahaber.com.tr/gundem/2024/05/15/kulliyede-gece-saatlerinde-kritik-toplanti-baskan-erdogan-mit-baskani-kalin-ve-adalet-bakani-tuncu-cagirdi-tum-gozler-ak-parti-grup-toplantisinda/amp?fbclid=iwzxh0bgnhzw0cmtaaar3pokph3v6ozu3bc_nxoo8y39dqtn74tid6thnctpy5elbua6swnkfrk_c_aem_acfudpsmsuercybissolklu8ed9kw1f7lrjtapffwodyfjwfro-cc10oeydveysw3zw7rkfz7th-za25iggpdvdq

https://gazeteoksijen.com/turkiye/ayhan-bora-kaplan-sorusturmasi-gorevden-uzaklastirilan-polis-mudurlerinin-evinde-arama-211221

https://tr.euronews.com/my-europe/2021/12/17/17-aralikin-17-aktoru-bugun-nerede

https://medyascope.tv/2024/04/19/15-temmuzda-trt-onundeki-silahli-fotograf-telefonunu-kilitlemesi-ve-daha-fazlasi-iste-ayhan-bora-kaplan-davasinda-yasananlar/

Die Kunst des Marmorierens
Ebru-Malerei: Kunstausstellung in Frankfurt am Main

Von Kemal Bölge

Die Ursprünge der Ebru-Kunst, also der Technik des Malens auf Wasser, reichen bis ins 8. und 9. Jahrhundert. In Asien, genauer gesagt in Turkestan, aber auch in Japan ist diese uralte Kunst des Marmorpapiers bekannt. Über die berühmte Seidenstraße und Persien gelangte sie nach Anatolien, wo Scheich Sadık Efendi als einer der Wegbereiter dieser Kunst gilt. Im Osmanischen Reich wurde die Bewegung der Farben auf dem Wasser hoch geschätzt, denn sie galt nicht nur als Kunst, sondern hatte auch eine meditative Wirkung. Nach Europa gelangte die türkische Maltechnik im 17. Jahrhundert unter dem Namen „Marmoriertes Papier“ oder „Türkisches Papier“. Von dem russischen Maler Wassily Kandinsky stammt der Satz: „Farbe ist eine Kraft, die direkt auf die Seele wirkt“.

Es sind besondere Farben, die auf das Wasser aufgetragen werden, sich nicht vermischen und es zu einem Kunstwerk werden lassen. Grundlage ist eine mit Carrageen angereicherte Flüssigkeit, die dafür sorgt, dass das Wasser dickflüssig bleibt. Denn die Beschaffenheit des Wassers spielt in der Ebru-Kunst eine große Rolle. Eine weitere wichtige Substanz ist das sogenannte „Öd“, die Gallenflüssigkeit des Rindes. Gemalt wird mit Pinsel und speziellen Farben in einem speziellen Becken. Mit dem Pinsel wird die Farbe aufgenommen und ins Wasser getupft. Dann werden die Metallstäbe geformt. Anschließend wird ein Blatt Papier auf die Wasseroberfläche gelegt. Nachdem das Muster auf der Wasseroberfläche haftet, wird es langsam abgezogen und zum Trocknen beiseitegelegt.

Eine Kunstausstellung im Türkischen Kulturzentrum in Frankfurt am Main widmet sich dieser traditionellen türkischen Kunst. Veranstalter sind das türkische Bildungsministerium und der Kulturattaché des Generalkonsulats Frankfurt. Die Besucher können sich einen ersten Eindruck von den Arbeiten des Ebru-Kurses verschaffen. Musikalisch umrahmt wird der Abend mit einem Konzert auf der Längsflöte (Ney).

Türkisches Kulturzentrum, 25. Mai 2024 Beginn 18 Uhr, Eintritt frei Adresse Höhenstraße 44 60385 Frankfurt am Main  

Gkücksspiel
Die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Glücksspiel: Hierauf kommt es beim Spielen an

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Die ein oder andere Runde im Online-Casino gehört mittlerweile zur festen Routine vieler Spieler. Grundsätzlich verwundert das nicht, da die Anbieter nicht nur eine Chance auf Gewinne lassen, sondern auch mit ihrem Sortiment überzeugen. Das bringt eine große Menge an Spielspaß, der sich sogar ohne große Einsätze leicht erreichen lässt. Doch für Neulinge wirkt das Thema häufig noch etwas abstrakt, weshalb wir gerne über die wichtigsten Begriffe in der Welt der Online-Casinos aufklären möchten.

Die Lizenz schafft die Basis

Während Online-Casinos früher einen zweifelhaften Ruf genossen, hat sich die Reputation im Laufe der Zeit verbessert. Das liegt daran, dass der Gesetzgeber die rechtlichen Aspekte in einen klaren Rahmen überführt hat und Spieler damit mehr Gewissheit über die Betreiber erlangen. Das entscheidende Kriterium bildet dabei die deutsche Lizenz, welche ein klares Signal für legales und vertrauenswürdiges Glücksspiel im Internet darstellt. Solche Anbieter müssen festgelegte Anforderungen erfüllen und nachweisen, dass sie die Sicherheit ihrer Spieler ernst nehmen. Das ist ein großer Unterschied zu unlizenzierten Anbietern, bei denen aufgrund der rechtlichen Unsicherheit Vorsicht geboten ist. Ob ein Betreiber alle Vorgaben erfüllt, sehen Spieler durch einen genauen Blick auf die Startseite der jeweiligen Plattform. Ist dort eine andere Lizenz als die deutsche angegeben, besteht Grund zur Skepsis.

Provider und RTP: Auf der Suche nach den besten Gewinnchancen

Der passende Anbieter ist gefunden? Dann kann es endlich mit dem Spielen losgehen, oder? Noch nicht so ganz, denn vor den ersten Einsätzen lohnt sich ein Blick auf den Provider. Damit sind die Hersteller der unterschiedlichen Spiele gemeint, da es hierbei mitunter zu größeren Unterschieden kommt. Vertrauenswürdige Plattformen arbeiten nämlich nur mit bewährten Providern zusammen, die beispielsweise die besten Merkur Slots anbieten. Das ist deshalb so wichtig, weil namhafte Provider faire Gewinnchancen bieten. Dadurch ist es wahrscheinlicher, tatsächlich den ein oder anderen Gewinn einzufahren und nicht permanent mit Verlusten aus der virtuellen Spielhalle herauszugehen. Dafür relevant: die sogenannte RTP. Dieser Wert gibt an, welchen Anteil eines Einsatzes ein Spieler auf lange Sicht zurückerhält. Ideal sind deshalb Werte möglichst nahe der Marke von 100 Prozent.

Umsatzanforderungen, Zahlungslimits und Co.

Nahezu jeder Anbieter wirbt im Kampf um neue Spieler mit Bonusangeboten, die als Lockmittel für die eigene Spielhalle dienen. In der Werbung liegt der Fokus immer auf extrem hoch wirkenden Summen oder Gutschriften, die häufig aber nur auf den ersten Blick attraktiv scheinen. Denn es gibt eine Einschränkung: Die Wettanforderungen oder auch Rollover-Bedingungen genannt. Diese sagen, wie oft ein erhaltener Bonusbetrag für weitere Spiele einzusetzen ist, bevor ein Gewinn zur Auszahlung qualifiziert ist. Ja, das klingt nicht nur kompliziert, sondern ist es auch, weshalb wir vor Einsätzen einen Blick in die AGB empfehlen. Gute Betreiber erklären dort eindeutig, wie ein Bonusbetrag richtig genutzt wird und liefern idealerweise Beispiele mit. Das Gleiche gilt für Zahlungslimits, die aussagen, welche Summen auf einen Schlag den Weg aufs eigene Konto finden können und wo die Grenze liegt. Haben Sie diese Begriffe im Hinterkopf abgespeichert, sind zumindest die wesentlichen Voraussetzungen für spannende Spielrunden gegeben – der Rest ergibt sich dann durch gesammelte Erfahrungen.