London
Bericht: USA verweigern Englands First Lady Carrie Symonds Einreise

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Carrie Symonds, Freundin des englischen Premierministers Boris Johnson, wurde Berichten zufolge das Visum für die USA verweigert. Laut der britischen Boulevardzeitung Daily Mail beantragte Symonds (31) ein Visum um im Rahmen ihrer Tätigkeit bei einer US-amerikanischen Umweltgruppe in die USA zu reisen. Dies sei von den amerikanischen Behörden jedoch abgelehnt worden. Es wird angenommen, dass die Entscheidung auf einen fünftägigen Besuch Somalias im vergangenen Jahr zurückzuführen ist. Auch diese Reise der englischen Firstlady, die aktuell noch die First-Girlfriend ist, habe ebenfalls im Rahemn ihrer Tätigkeit bei der Umweltorganisation stattgefunden, berichtet Daily Mail weiter. „Wir hoffen, dass dies rechtzeitig geklärt werden kann, damit Frau Symonds wie geplant in die USA reisen kann“, wurde eine diplomatische Quelle zitiert. Symonds‘ Partner, Premierminister Boris Johnson, muss noch das Scheidungsverfahren mit seiner Frau Marina Wheeler, mit der er 25 Jahre verheiratet war und vier Kinder hat, abschließen. Im vergangenen Monat zog Symonds zusammen mit Johnson in die Downing Street und wurden somit das erste unverheiratete Paar, das in Nr. 10 lebte. Die beiden trafen sich 2012, als Symonds sich Johnsons Wiederwahlkampagne für den Londoner Bürgermeister anschloss, nachdem sie zwei Jahre lang als Pressesprecherin für die Conservative Partei tätig war.  

Türkei
Made in Turkey: „Weltbestes Sturmgewehr“ MPT-76 entwickelt sich zum Renner

Ankara (nex) – Das in der Türkei entwickelte Sturmgewehr MPT-76 gilt aktuell als das beste der Welt. Als bisher einziges Sturmgewehr hat sie insgesamt 42 Nato- und weitere acht Tests bestanden. Dabei seien laut Militärkreisen 1,1 Millionen Patronen verschossen worden. Das Gewehr zeichnet sich durch eine effektive Schussreichweite von bis zu 600 Metern aus. Es kann 700 Schuss pro Minute mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 800 Metern pro Sekunde abfeuern. Es hat das Kaliber 7,62 Millimeter für NATO-Munition. Mit dem Ziel das Standardgewehr der türkischen Armee, das vom deutschen Hersteller Heckler & Koch (HK) entwickelte Modell G-3, zu ersetzen, begann die staatliche Waffenschmiede MKEK in Kooperation mit dem Waffenhersteller Sarsilmaz Sanayi 2015 mit der Produktion des MPT-76 in der zentralanatolischen Stadt Kirikkale. Sarsilmaz Silah Sanayi ist offizieller Pistolenlieferant der Polizei und Streitkräfte des Landes und ist ebenfalls als Subunternehmer in der Flugzeugindustrie tätig. MPT bedeutet auf Türkisch (Millî Piyade Tüfeği) „Nationales Infanteriegewehr“. Die erste Lieferung von 10.000 Einheiten ging 2017 an die türkische Armee. Wie die türkischen Streitkräfte am Mittwoch mitteilten,  seien bisher 40.000 MPT-76 in den Bestand aufgenommen worden. Auch der türkische Geheimdienst MIT sei Medienberichten zufolge bereits umgestiegen. Nach einer Anordnung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ersetzte die Leibgarde des Staatschefs ebenso ihre bisherigen Waffen mit dem beliebten heimisch hergestellten Modell. Auch im Ausland findet das türkische Gewehr immer mehr Käufer. Die somalische Regierung, die sich derzeit im Kampf gegen die Terrormiliz al-Shabaab befindet und Nordzypern, gehören nach Angaben des Unternehmens zu den ausländischen Abnehmern.

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– Nationales Infanteriegewehr MPT76 – Leiter türkischer Waffenschmiede nach Weitergabe von Geheimplänen an US-Fima festgenommen

Der Geschäftsführer der größten Waffenproduktionsstätte der Türkei MKEK in Kirikkale soll für den Deal 1,2 Millionen US-Dollar bekommen haben – die Forschungs- und Entwicklungskosten des Projekts liegen nach Angaben des Verteidigungsministeriums bei 22 Millionen Dollar.

         

Medien
Ranking: Deutschlands meist gefürchtete Investigativredaktionen

Das ZDF-Politmagazin Frontal 21, der Rechercheverbund aus NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung sowie das Nachrichtenmagazin Der Spiegel sind die drei meist gefürchteten Investigativredaktionen bei deutschen PR-Profis. Das ergab der aktuelle PR-Trendmonitor von news aktuell und Faktenkontor. An der Umfrage haben 510 Fach- und Führungskräfte der PR teilgenommen. Demnach haben die Befragten am meisten Respekt vor dem Rechercheteam des TV-Politformats Frontal 21 (33 Prozent). Fast genauso viele Kommunikationsprofis fürchten den Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung (32 Prozent). Der Spiegel landet mit 29 Prozent auf Platz drei. Auf Platz vier folgt die Bild. Jeder vierte PR-Experte sorgt sich um eine kritische Berichterstattung durch das Boulevardblatt (25 Prozent). Weniger gefürchtet ist hingegen das Rechercheteam um den Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff. Nur jeder sechste Befragte nennt die Redaktion des auf RTL ausgestrahlten Formats „Team Wallraff – Reporter Undercover“ (16 Prozent). Wenig Sorge bereiten den PR-Profis auch die Recherchen der überregionalen Tageszeitung Frankfurter Allgemeine (fünf Prozent) sowie des vom Bayerischen Rundfunk produzierten TV-Magazins Report München (vier Prozent). Deutschlands meist gefürchtete Investigativredaktionen:
1. Frontal 21 (33%)
2. Rechercheverbund NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung (32%)
3. Spiegel (29%)
4. Bild (25%)
5. RTL Team Wallraff (16%)
6. Monitor (13%)
7. Süddeutsche Zeitung (13%)
8. Panorama (10%)
9. Plusminus (8%)
10. Report Mainz (7%)
11. Handelsblatt (5%)
12. Stern (5%)
13. Kontraste (5%)
14. Frankfurter Allgemeine (5%)
15. Report München (4%)

Rüstungsindustrie
Ukraine und Türkei entwickeln Kampfdrohne neuer Generation

Die Ukraine hat eine Kooperation mit der Türkei in militärtechnischem Bereich aufgenommen. Derzeit wird unter Beteiligung der türkischen Firma Baykar Defence eine neuartige Kampfdrohne neuer Generation – Akinci – entwickelt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Sputnik, unter Bezugnahme auf eine Mitteilung des staatlich geführten ukrainischen Rüstungskonzerns Ukroboronprom vom Dienstag. „Die Angriffsdrohne Akinci neuer Generation wird gemäß Anforderungen bewaffneter Konflikte im 21. Jahrhundert konstruiert und ist vor allem für die türkischen und die ukrainischen Streitkräfte bestimmt“, zitiert Sputnik Ukroboronprom-Generaldirektor Pawel Bukin. Wie Sputnik weiter berichtet zählt die Drohne zur neuen, schweren Klasse unbemannter Flugapparate. Sie wird mit zwei Triebwerken aus ukrainischer Produktion ausgestattet. Die Drohne werde eine Spannweite von bis zu 20 Metern und eine maximale Flughöhe von rund zwölf Kilometer haben. Der Flugapparat werde etwas mehr als eine Tonne Munition tragen und bis zu 24 Stunden autonom fliegen können, berichtet Sputnik. Die Kampfdrohne werde zudem mit lenkbaren Raketen und Bomben bestückt sein.

Türkei und Ukraine gründen gemeinsames Unternehmen für High-Tech-Waffen

Die Ukraine und die Türkei haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet. Dies wurde vom Pressedienst des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSDC) der Ukraine gemeldet.

„Das staatliche Unternehmen Ukrspetsexport, das Teil von Ukroboronprom ist, einem Verband von Multiproduktunternehmen (Konglomerat oder Konzern) in verschiedenen Sektoren der Verteidigungsindustrie, und das türkische Unternehmen Baykar Defense, das einer der führenden Hersteller von Drohnen ist, haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet“, heißt es in der Erklärung.

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– Kiew – Türkei und Ukraine gründen gemeinsames Unternehmen für High-Tech-Waffen

Die Ukraine und die Türkei haben ein Joint Venture im Bereich Präzisionswaffen und Luft- und Raumfahrttechnologien gegründet.

Türkei und Ukraine gründen gemeinsames Unternehmen für High-Tech-Waffen
   

Kosovo
Abschiebung türkischer Staatsangehöriger: Opposition fordert Ausdehnung der Ermittlungen auf hochrangige Staatsbeamte

Die Abgeordneten der Opposition im Kosovo fordern, dass die laufenden Ermittlungen über die umstrittene Abschiebung türkischer Staatsangehöriger im vergangenen Jahr in die Türkei nicht bei niederrangigen Polizisten enden sollten und auf hochrangige Polizei- und Staatsbeamte ausgedehnt werden müssen. „Wir erwarten, dass die Staatsanwaltschaft diejenigen anklagt, die die Befehle zur Deportation erteilt haben. Sie sind die Machthaber staatlicher Sicherheitsbehörden wie der Polizei und des Kosovo-Geheimdienstes sowie den Präsidenten und ehemaligen Innenminister“, sagte Driton Selmanaj von der Demokratischen Liga des Kosovo, LDK, gegenüber dem Recherchenetzwerk BIRN. „Wir haben monatelang an dem Fall gearbeitet…. und die Staatsanwaltschaft hat genügend Beweise, so dass es keinen Grund mehr gibt, weiter zu warten“, fügte der Abgeordnete hinzu. Wie BIRN weiter berichtet, ergab eine parlamentarische Untersuchung, dass der Kosovo-Geheimdienst, der mutmaßlich die Operation leitete, sechs türkische Staatsangehörige „illegal“ ausgewiesen hat – fünf Mitarbeiter türkischer Hochschulen im Kosovo und einen Arzt. „Es ist gut, dass Verfahren eingeleitet wurden, um die Verantwortlichen für verschiedene Gesetzesverstöße vor Gericht zu bringen, aber es ist äußerst enttäuschend und inakzeptabel, dass nur einige schwache Akteure ins Visier genommen wurden und die Hauptverantwortlichen gemieden und begnadigt werden“, sagte Selmanajs Ko-Vorsitzender im parlamentarischen Ausschuss für diesen Fall, Xhelal Svecla, von der oppositionellen Vetevendosje Partei, am Donnerstag auf Facebook. „Ich fordere alle 22 Polizeibeamten [im Bericht] auf, diejenigen, die die Befehle zur Abschiebung gegeben haben, nicht zu schützen, und ich fordere alle Staatsbeamten auf, keine rechtswidrigen Befehle auszuführen, egal woher sie kommen“, so Svecla weiter. Die Polizei „ist nicht schuld“, sagt Haradinaj

Im November 2018 nannte der scheidende kosovarische Premierminister Ramush Haradinaj die Aktion, die zur Abschiebung von sechs türkischen Staatsangehörigen mit Aufenthaltserlaubnis führte, „übereilt und überraschend“, sagte aber auch, dass die Polizei des Kosovo nicht für den Vorfall verantwortlich sei.

„Die Polizei hat die Tat vollstreckt, die Polizei glaubte, dass sie eine patriotische und heroische Tat zum Wohle des Landes begangen hat. Wir können nicht zur Polizei gehen und ihnen sagen, dass es ihre Schuld ist“, sagte Haradinaj. Wie BIRN weiter berichtet, unterzeichnete Haradinaj am Tag nach der Abschiebung eine Entscheidung über die sofortige Entlassung von Driton Gashi, dem Leiter des Kosovo-Geheimdienstes AKI und dem Innenminister Flamur Sefaj. Am 30. März 2018 gab Haradinaj eine Erklärung ab, in der er erklärte, dass er von der Aktion, die von der kosovarischen Polizei auf der Grundlage von Informationen des Geheimdienstes durchgeführt wurde, nicht informiert worden sei. Die sechs im März letzten Jahres abgeschobenen Türken wurden von Ankara wegen mutmaßlichen Verbindungen zum in den USA lebenden Prediger Fethullah Gulen gesucht. Ankara macht Gülen für Putschversuch verantwortlich Die türkische Regierung beschuldigt den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich zu sein, im Zuge dessen die am Staatsstreich beteiligten Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht haben, den türkischen Staatspräsidenten zu entführen oder zu töten.

248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Des Weiteren wird dem Prediger vorgeworfen, seit Jahren durch die Gründung eines Parallelstaates mithilfe seiner Unterstützer, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, für den Sturz der Regierung zu kämpfen.

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– Balkan – Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt

16 Monate nach der umstrittenen Abschiebung von sechs türkischen Staatsangehörigen aus dem Kosovo in die Türkei im März 2018 sollen 22 Mitglieder der kosovarischen Polizei in einem Bericht genannt worden sein, der sie mit dem vom Polizeiinspektorat des Kosovo, IPK, veröffentlichten Fall verbindet.

Kosovo: 22 Polizisten wegen Abschiebung türkischer Staatsangehöriger angeklagt
   

Selfie-Trend
259 Opfer: Selfies tödlicher als Hai-Angriffe

Fünfmal so viele Menschen kamen in den vergangenen Jahren beim Schießen von Selbstporträts ums Leben wie durch Angriffe von Haien. Nach einer Meldung der Fachzeitschrift „Journal of Family Medicine and Primary Care“ starben zwischen Oktober 2011 und November 2017 weltweit mindestens 259 Menschen bei Selfie-Aufnahmen. 50 Menschen wurden im selben Zeitraum durch Haie getötet. Die meisten Selfie-Opfer stammen aus Indien mit 159 Toten, gefolgt von Russland, das mit 16 Todesfällen den zweiten Platz in der Statistik der Todesfälle einnimmt. Auf Platz drei stehen die USA mit 14 Toten – die meisten erschossen sich, als sie mit der Waffe vor der Kamera posierten. Mehrere Menschen stürzten im Grand Canyon zu Tode. Im Durchschnitt machten Frauen mehr Selfies als Männer. Doch die Todesopfer waren zu drei Viertel Männer.  
     

Umwelt
Türkei: 2017 über 51.000 Tote infolge der Luftverschmutzung

Mehr als die Hälfte der 81 Provinzen in der Türkei – 56 Prozent – hatte im vergangenen Jahr eine schlechte Luftqualität, so ein Bericht der Right to Clean Air Platform. Die Provinz, die 2018 die schlechteste Luftqualität aufweist, war die südöstliche Provinz Kahramanmaraş, so der Bericht. Auf diese Provinz folgten die östliche Provinz Iğdır und die südliche Provinz Mersin in Bezug auf die schlechteste Luftqualität. Die einzige Provinz, die im vergangenen Jahr saubere Luft gemäß den Standards der Weltgesundheitsorganisation hatte, war die nordöstliche Provinz Ardahan, so der Bericht weiter. 2017 seien in der Türkei demnach 51.574 Menschen an durch Luftverschmutzung verursachten Erkrankungen gestorben. Dem Bericht zufolge ist diese Zahl siebenmal so hoch wie die, die im selben Jahr bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen. Die Provinzen mit der höchsten Zahl solcher Todesfälle waren Istanbul, die westliche Provinz Bursa und die Hauptstadt Ankara. Wenn der Grad der Luftverschmutzung auf die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Zahlen reduziert worden wäre, hätten 13 Prozent der durch Luftverschmutzung verursachten Todesfälle im Jahr 2017 verhindert werden können, berichtet Hurriyet Daily News unter Berufung auf den Bericht. Die Right to Clean Air Plattform besteht aus 16 Organisationen und NGOs, die seit 2015 an Luftverschmutzung und deren Gesundheitsauswirkungen auf Menschen in der Türkei arbeiten. Zu den Mitgliedern gehören viele renommierte Organisationen wie die Türkische Stiftung zur Bekämpfung der Bodenerosion, besser bekannt in Kurzform als TEMA, der World Wild Fund for Nature (WWF), die Association of Public Health Specialists (HASUDER) und die Türkische Neurologische Gesellschaft. Prof. Dr. Çiğdem Çağlayan, HASUDERs Vertreterin für die Plattform, sagte, dass verunreinigte Luft genauso gefährlich sei wie das Rauchen. „Wir wissen, dass die Luftverschmutzung eine sehr wichtige Rolle bei Lungen- und Herzerkrankungen spielt. Die in der Luft befindlichen Stoffe sollten an einem bestimmten Grenzwert liegen. In der Luft befinden sich einige gelöste Stoffe und Stäube. Ihre Menge ist sehr wichtig“, so Çağlayan der Hurriyet. „Die Vorschriften zur Luftreinhaltung in der Türkei ermöglichen eine höhere Luftverschmutzung als die von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Kriterien. Für Verschmutzungsindikatoren sollten die Grenzen der WHO die Grundlage sein“, fügte sie hinzu. Das Ziel der Right to Clean Air Plattform bestehe darin, „sich für das Recht auf ein Leben in einer Umwelt mit sauberer Luft einzusetzen und die öffentliche Gesundheit vor der Luftverschmutzung zu schützen, insbesondere durch die bestehenden und geplanten Kohlekraftwerke in der Türkei“, so die Organisation auf ihrer Webseite. Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sterben jede Jahr etwa sieben Millionen Menschen jedes Jahr an durch Luftverschmutzung verursachten Krankheiten, die meisten von ihnen aus Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Laut einem Forscher-Team des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz und der Mainzer Universität sind es sogar 8,8 Millionen.    

Bloomberg-Meldung
Ankara: Türkei steht weiterhin hinter Regierung Venezuelas

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Ankara – Die Türkei ist gegen eine ausländische Intervention, um legitime und verfassungsmäßige Regierungen zu stürzen, auch in Venezuela, wie Ankara bekräftigte. Der Sprecher des türkischen Außenministeriums widersprach damit Medienmeldungen, in denen berichtet wurde, dass die Türkei unter dem Druck Washingtons Venezuela sanktioniere. Die Entscheidungen des Privatsektors und der Institutionen seien unabhängig von den offiziellen, bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Venezuela, betonte der Sprecher des Außenministeriums, Hami Aksoy, in einer Erklärung. „Die Beziehungen der Türkei zu Venezuela basieren auf den Prinzipien der Nichteinmischung in innere Angelegenheiten, der Achtung der souveränen Rechte der Staaten, des Volkswillens und der Demokratie sowie der gegenseitigen Interessen“, so Aksoy. Eine Änderung der prinzipientreuen Position der Türkei gegenüber Venezuela komme nicht in Frage, heißt es in der Erklärung. Er forderte alle Parteien auf, den politischen Dialog in Venezuela zu unterstützen. „Es ist sehr wichtig, dass alle Parteien, die bereit sind, eine dauerhafte Lösung für die derzeitigen Meinungsverschiedenheiten in Venezuela zu finden, den Prozess des politischen Dialogs weiterhin unterstützen. Diese Bemühungen sollten nicht um der innenpolitischen Diskussionen und der täglichen Interessen willen verschwendet werden“, sagte er. Venezuela wurde Anfang des Jahres von Protesten erschüttert, als Nicolas Maduro nach einer von der Opposition boykottierten Abstimmung für eine zweite Amtszeit vereidigt wurde. Die Spannungen eskalierten, als am 23. Januar Oppositionsführer Juan Guaido sich selbst zum Staatspräsidenten erklärte – ein Schritt, der von den USA und vielen europäischen und lateinamerikanischen Ländern unterstützt wurde.

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– Erdogan in Südamerika – Trotz Sanktionen: Türkischer Goldimport entlastet Venezuela

Die krisengebeutelte Wirtschaft Venezuelas hatte dieses Jahr sehr von den Goldexporten in die Türkei profitiert. Gold im Wert von 900 Mio. US-Dollar wurden in die Türkei verkauft. Die Einnahmen halfen dem südamerikanischen Land, den Einbruch im Ölgeschäft abzumildern.

Trotz Sanktionen: Türkischer Goldimport entlastet Venezuela
 

Berlin
Sklavenhandel: Bündnis fordert Berlin zu Entschuldigung auf

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Bündnis „DECOLONIZE Berlin“ lädt zum 6. Umbenennungsfest für die Mohrenstraße und fordert Berlin zu einer Entschuldigung für den brandenburgisch-preußischen Versklavungshandel auf

Anlässlich des jährlichen UN-Tages zur Erinnerung an die Abschaffung des Versklavungshandels am 23. August wird am Sonntag, 25.08.2019 um 13 Uhr am Berliner Hausvogteiplatz das jährliche Umbenennungsfest für die rassistisch konnotierte „Mohrenstraße“ stattfinden.

Das Straßenfest wird seit 2014 von afrikanischen bzw. Schwarzen und solidarischen Nichtregierungsorganisationen veranstaltet. Es soll der Forderung nach Änderung des auf die Zeit des brandenburgisch-preußischen Kolonial- und Versklavungshandels zurückgehenden Straßennamens Nachdruck verleihen.

Die 1706 benannte Straße trägt in ihrem Namen seit mehr als 300 Jahren die diskriminierende Fremdbezeichnung für Schwarze bzw. Menschen afrikanischer Herkunft, die – oft als Minderjährige – in den nahegelegenen Palais der Markgrafen von Brandenburg-Schwedt und im kurfürstlich-königlichen Schloss (heute das Humboldt Forum) dienen mussten.

Das Bündnis DECOLONIZE Berlin fordert den Bezirk Berlin-Mitte dazu auf, stattdessen Anton Wilhelm Amo (ca. 1703-53), den ersten Dozenten und Bürgerrechtler afrikanischer Herkunft an einer preußischen Universität (Halle), zu ehren, der selbst als Kleinkind nach Europa verschleppt worden war.

(Foto: Decolonize Berlin)

Vom Berliner Senat erwartet das NGO-Bündnis zudem, dass er den karibischen Staatenbund CARICOM für die verdrängte Beteiligung der Stadt am transatlantischen Versklavungshandel im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert um Entschuldigung bittet und diese in Kultur und Bildung kritisch und umfassend thematisiert.

Die Zweite Vorsitzende der CARICOM-Wiedergutmachungskommission (CRC), Prof. Verene Shepherd, hatte am 10. Juni 2019 in Bridgetown/Barbados bekanntgegeben, dass die Reparationsforderungen von CARICOM nun auch auf jene Staaten ausgedehnt würden, deren Beteiligung am transatlantischen Versklavungshandel weniger bekannt wäre. Unter den Genannten befinden sich auch die deutschen Hansestädte und das Kurfürstentum Brandenburg bzw. das Königreich Preußen, dessen Brandenburgisch-Afrikanische-Amerikanische Compagnie zwischen 1680-1720 ca. 20,000 westafrikanische Kinder, Frauen und Männer in die Sklaverei verschleppte.

Syrienkrise
Türkei: Syrisches Regime sollte nicht mit Feuer spielen

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Ankara – Einen Tag nach einem Luftangriff auf einen türkischen Konvoi, der drei Zivilisten tötete und 12 weitere verletzte, warnte der türkische Außenminister am Dienstag das syrische Regime vor leichtsinnigen Aktionen. „Das Regime darf nicht mit Feuer spielen. Wir werden alles tun, um unsere Truppen zu sichern“, sagte Mevlüt Çavuşoğlu auf einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Ankara. Der Angriff vom Montag ereignete sich bei Maaret al-Numan, rund 15 Kilometer nördlich von Chan Scheichun. Die türkischen Truppen sollen die Sicherheit eines Beobachtungspostens in der Deeskalationszone gewährleisten, Versorgungswege offen halten und zivile Opfer in der Region verhindern. Nach Informationen der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte versuchten syrische und russische Militärjets, mit Luftangriffen die Weiterfahrt des Militärkonvois zu verhindern. Die Türkei und Russland haben sich im vergangenen September darauf geeinigt, Idlib in eine Deeskalationszone zu verwandeln, in der Aggressionen ausdrücklich verboten sind. Das syrische Regime und seine Verbündeten haben jedoch konsequent die Bedingungen des Waffenstillstands gebrochen und häufige Angriffe innerhalb der Deeskalationszone gestartet. Die Zone wird derzeit von etwa 4 Millionen Zivilisten bewohnt, darunter Hunderttausende von Menschen, die in den letzten Jahren von Regimekräften aus Städten und Gemeinden des  Landes vertrieben wurden.