Klimaschutz
Flughafenchefs beschließen Reduktion der CO2-Emissionen an deutschen Flughäfen bis 2050 auf „Null“

Die Vorstände und Geschäftsführer der deutschen Flughäfen kamen heute zu ihrer Sommertagung auf Einladung des Flughafens Düsseldorf zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Thema Klimaschutz. Thomas Schnalke, Vorsitzender der Geschäftsführung des Flughafen Düsseldorf und ADV-Vize-Präsident zeigt sich zufrieden: „Die ADV-Flughäfen verfolgen eine gemeinsame Klimaschutzstrategie. So konnten die CO2-Emissionen von 2010 bis 2018 um 24 Prozent reduziert werden. Pro Passagier ist das eine Reduzierung um 42 Prozent. Diesen Weg gehen die deutschen Flughäfen konsequent weiter. Unsere Mission: Zero Emission“. Das Ziel, in 2050 kein CO2 mehr auszustoßen, haben die ADV-Flughäfen heute in Düsseldorf beschlossen. Damit wird das in 2018 formulierte Ziel, die Halbierung der CO2-Emissionen bis 2030, konsequent fortgeschrieben. ADV-Präsident und Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte: Das Ziel „Net Zero“ ist ein starkes Bekenntnis und gleichzeitig sind sich die Flughäfen der besonderen Herausforderung bewusst. Dieser Herausforderung stellen sich die ADV-Flughäfen und möchten so ihren Beitrag leisten, die globale Erderwärmung auf +1,5 Grad Celsius zu begrenzen.“ „Luftverkehr ist ein Inbegriff globaler Mobilität. Das gilt für die arbeitsteilige Weltwirtschaft ebenso wie für Politik und Wissenschaft, Sport und Urlaub, Kunst und Kultur. Daher übernehmen wir Verantwortung. Klimaschutz im Luftverkehr muss international umgesetzt werden. Nationale Verbote oder Einschränkungen bringen uns dem Ziel nicht näher. Neben technischen Entwicklungen und Einsparungen kommt es auf den verstärkten Einsatz regenerativer Treibstoffe an. Entscheidend dafür ist die industrielle Förderung von „Power-to-X“. Hierfür sind nun die notwendigen politischen Weichenstellungen erforderlich,“ erklärt der ADV-Präsident abschließend.

Reisen
Urlaub an der türkischen Riviera genießen

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Sommerzeit ist Urlaubszeit und das gilt selbstverständlich auch wieder in diesem Jahr. Die Deutschen gehören ohnehin zu den Reiseweltmeistern und das wird auch diesmal in den Sommerferien nicht anders sein. In den letzten Jahren hat sich durchaus ein Trend hin zum Urlaub in der Heimat entwickelt, aber trotzdem zieht es weiterhin ganz viele Menschen in die Ferne.

Weiterhin ist die Türkei ein beliebtes Reiseziel, das besonders mit der türkischen Riviera bei vielen Urlaubern punkten kann. Den nächsten Urlaub kann man mit ein wenig Glück ja vielleicht auch mit einem richtigen Tipp bei einer Sportwette finanzieren. Mehr Möglichkeiten hat man, wenn man sich bei Yobetit einen tollen Willkommensbonus abholt.

Die türkische Riviera ist traumhaft schön

Die türkische Riviera ist eine wunderschöne Gegend, in der man nicht nur beeindruckende Orte, sondern vor allem auch das türkisfarbene Meer mit seinen herrlichen Stränden und Buchten entdecken kann. Grundsätzlich sind die Türken für ihre enorme Gastfreundschaft bekannt und das ist auch an dem insgesamt 220 Kilometer langem Küstenstreifen an der Südküste in der Türkei nicht anders. Ein großes Argument für einen Urlaub in dieser Gegend ist natürlich auch das tolle Wetter, das mit rund 300 Sonnentagen im Jahr für Begeisterung sorgt.

Ein Urlaub an der türkischen Riviera verspricht unter anderem entspannende Stunden an den vielen traumhaften Stränden. Es gibt dort unglaublich viel zu entdecken. So sind Fauna und Flora einzigartig und ziehen viele Besucher besonders in ihren Bann. Darüber hinaus gibt es aber auch unglaublich viele Sehenswürdigkeiten, die im Laufe der Geschichte der Türkei erbaut worden sind. Vor allem Antalya, das antike Side und auch der schöne Badeort Kemer zählen zu den besonders reizvollen Orten an der türkischen Riviera.

Kemer – ein idyllischer Badeort

Bei vielen Touristen erfreut sich der Badeort Kemer einer besonders großen Beliebtheit. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn Kemer ist eine wunderschöne Stadt, die zudem noch viel Abwechslung für ihre Besucher bietet. Im Zentrum gibt es viele Geschäfte, die zum shoppen einladen und der Moonlight Park mit seinen gepflegten Anlagen ist auf jeden Fall auch einen Besuch wert.

Aber zu großen Teilen spielt sich das Leben in Kemer natürlich an den Stränden ab, wo man unglaublich viele Wassersportmöglichkeiten hat. Vor allem in den Abendstunden werben dann viele Restaurants und Bars mit tollem Essen und vielfach auch mit Livemusik um die Gunst der Urlauber.

Antalya – eine besondere Schönheit

Eine besondere Perle an der Riviera ist auf jeden Fall Antalya. Es handelte sich in der Vergangenheit um eine kleine Küstenstadt, die sich mittlerweile zur achtgrößten Stadt in der Türkei entwickelt hat. Im Westen von Antalya findet man kleinere Buchten, die von felsigen Steilküsten umragt werden. Im Osten von Antalya gibt es dagegen breite und lange Sandstrände.

Side muss man erlebt haben

Bei Side handelt es sich um eine antike Hafenstadt an der türkischen Riviera. Diese Stadt liegt zwischen Alanya und Belek und hält für seine Besucher ganz viele unterschiedliche kulturelle Highlights aus einer über 3.500 Jahre alten Kultur bereit. Entsprechend viel gibt es also in Side und Umgebung zu entdecken. Daher ist es umso schöner, dass Side auf der anderen Seite auch ganz moderne Hotels bietet, die für eine perfekte Erholung der Gäste sorgen.

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– Tourismus –
TUI: „Die Türkei ist auf dem Weg zu alten Rekorden“

„Das überproportionale Wachstum im östlichen Mittelmeer ist der auffälligste Trend im Sommer 2019“, so Touristik-Geschäftsführer Stefan Baumert. Top-Aufsteiger ist die Türkei mit hohen zweistelligen Buchungszuwächsen. „Die Türkei ist auf dem Weg zu alten Rekorden“, ist Baumert überzeugt.

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NEX24 Interview
Deutsch-Türkische Bürgerinitiative: Neue Vereinigung mit großen Ambitionen

Proaktive Hilfsprojekte, interkulturelle Zusammenarbeit, Brücken bauen, wo andere Gräben schaufeln. Das sind die Vorsätze, unter denen die DTBi für eine bessere Gesellschaft arbeiten will. Im Interview mit NEX24 beantworten die Vorstandsmitglieder Vildan Atmaca und Hakan Yasar Fragen zu DTBi, ihre Projekte und ihre Ziele.
Eine Bürgerinitiative gründet sich immer dann, wenn die Bürger der Politik Untätigkeit oder gar Unfähigkeit attestieren. Worin genau sahen Sie den Bedarf für Ihre Bürgerinitiative?
Vildan Atmaca: Wir sind durchaus aus der Erkenntnis heraus entstanden, dass auf politischer Ebene nicht genug gegen gesellschaftliche Missstände vorgegangen wird. Unser Hauptanliegen ist der interkulturelle Dialog und ein friedliches und fruchtbares Miteinander. Die besorgniserregende Anbiederung etablierter Volksparteien an den rechten Rand, nährt islamophobe und rassistische Auswüchse in unserer Gesellschaft. Dagegen gilt es vorzugehen und ein klares Zeichen zu setzen. Allerdings sehen wir in Bezug zu dieser Problematik in erster Linie auch unsere, von Migranten gegründete und geführte politische Organisationen in der Schuld. Während man sich primär auf die Probleme von Migranten konzentrierte, wurde die Möglichkeit verpasst, als Migrant an den gesellschaftlichen Baustellen anzupacken, die alle Bürger betreffen. Alters- und Kinderarmut, Kriminalität, Obdachlosigkeit, fehlende Bildungsangebote oder die Arbeitsmarktsituation sind Probleme, die uns alle betreffen und wo wir als Migranten bislang einfach nicht ausreichend unser Potenzial mit eingebracht haben. Hakan Yasar: Und genau das ist unser Ansatzpunkt. Wir als Migranten haben einfach unzureichend unser Verständnis von zwischenmenschlicher Unterstützung in der Gesellschaft auch wirklich vorgelebt. Diese Untätigkeit trägt ganz sicher auch einen bedeutenden Teil zu der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation bei, in der wir uns befinden. Die DTBi wird genau hier ansetzen. Wir werden genauso viel für die Wahrung der Bürgerrechte von Migranten arbeiten, wie für die gesamte deutsche Gesellschaft. Nur so können wir effektiv und nachhaltig gegen Islamophobie und Rassismus vorgehen. Viele würden Ihnen zustimmen, dass die Politik in diesen Feldern unzureichend agiert. Aber wie wollen Sie etwas bewirken, wo die Politik versagte? Atmaca: Wir setzen direkt am Menschen selber an. Wir suchen proaktiv nach Einzelschicksalen und bieten unsere Hilfe an. Wenn die Bürgerrechte betroffen sind, bieten wir juristische Hilfe an, wenn ein soziales Problem vorliegt, helfen wir mit finanziellen Mitteln und bei beruflichen Schwierigkeiten bieten wir Fortbildungen an. Speziell für diese Problematiken haben wir maßgeschneiderte Projekte ins Leben gerufen. Mit diesen Projekten werden wir gewährleisten, dass die Hilfe da ankommt, wo sie gebraucht wird. Ganz unkompliziert, von Mitbürger zu Mitbürger. Yasar: Ich möchte hierzu ergänzen, dass es sich auch viel leichter helfen lässt, wenn der politische Profilierungsdrang keine Rolle spielt. Bei uns geht es nicht um Wahlen, Stimmen, Ämter oder Prognosen. Weil sich die Politik darauf konzentrieren muss, kommt sie oft zu kurz, wenn es darum geht, nachhaltig die Situation von hilfsbedürftigen Bürgern zu verbessern. Hilfe von Seiten der Politik kommt meist nur dann, und bleibt auch nur solange, wie die mediale Aufmerksamkeit vorhanden ist. Aber mediale Aufmerksamkeit erfahren Einzelschicksale nur selten. Dadurch, dass wir uns nur auf den Menschen selber konzentrieren und wie wir ihm effektiv helfen können, werden wir auch etwas bewirken. Besser gesagt, konnten wir auch schon etwas bewirken. Atmaca: Richtig. Obwohl wir erst vor 4 Monaten die Arbeit aufgenommen haben, konnten wir in bereits über 60 Fällen eine Hilfestellung für Mitbürger geben, die an uns herangetreten sind. Sie erwähnten gerade, dass sie Projekte aufgestellt hätten. Könnten sie da näher darauf eingehen? Yasar: Sehr gerne. Wir haben zur Zeit sechs Projekte, von denen manche sich zwar noch in der Aufbauphase befinden, andere jedoch schon die Arbeit aufgenommen haben und aktiv sind. Mit unserem Projekt „Kochbar-Lieferbar-Essbar“ werden wir jedem Bedürftigen, den wir erreichen können, mindestens eine warme Mahlzeit am Tag liefern, wenn es sein muss bis nach Hause. „Soziale Teilhabe für Kinder“ wird Kindern aus finanzschwachen Verhältnissen den Zugang zu Bildungs-, Kultur- und Sportangeboten ermöglichen. Das Projekt „3B- Beraten-Betreuen-Begleiten“ ist sehr umfangreich angelegt und gibt dem Bürger Hilfestellungen bei Problemen mit Ämtern, bei finanziellen Schwierigkeiten oder aber auch bei familiären Schieflagen. Zudem haben wir einen „Verbraucherschutz für Glaubensgemeinschaften“ ins Leben gerufen, welcher Gläubige über verzehrbare Nahrungsmittel informieren wird. Zusätzlich dazu wird sie durch Lobby-Arbeit die Nahrungsmittelindustrie für das Thema sensibilisieren. In dem Projekt „Second Chance“ wollen wir den Mitbürgern zur Seite stehen die auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten erfahren, sei es wegen Bildungslücken oder wegen ihrer religiösen oder ethnischen Zugehörigkeit. Mitbürger, die sich in diesem Projekt an uns wenden, werden wir coachen und wenn möglich, an zuvor sondierte Unternehmen weiterleiten. Und zuletzt haben wir unsere hauseigene Akademie. Hier schulen wir unser eigenes Personal und führen auch die Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitbürger durch, die sich im Second Chance Projekt befinden. Welche Ziele hat sich die DTBi für die Zukunft gesteckt? Atmaca: Also für die nähere Zukunft wollen wir ganz klar erst einmal um noch mehr Mitglieder werben. Nur wenn wir wachsen, können wir auch genug Bürger erreichen und einen Unterschied machen. Hierfür organisieren wir uns gerade in ganz Deutschland auf lokaler Ebene und wollen in kürzester Zeit in so vielen deutschen Städten vertreten sein wie nur möglich. Wir werden auch in der Türkei Büros eröffnen und eine Brückenfunktion zwischen den beiden Staaten übernehmen. In Zukunft ist auch geplant, durch Vertretungen in den jeweiligen Ländern, uns in ganz Europa um die Belange von unseren Mitbürgern zu kümmern.
Yasar: Wir sind jetzt gerade dabei, unsere Zentrale in Hamburg auszuweiten und unsere Akademie dort zu integrieren. Weitere Projekte, unter anderem bezüglich des Umweltschutzes und des Frauenrechts, sind in Planung. Unser primäres Ziel wird dabei stets bleiben, mit gutem Beispiel voranzugehen. Das interkulturelle Zusammenleben mit unserem eigenen Verständnis von Nächstenliebe positiv mit zu gestalten und mit unseren Projekten einen nachhaltigen Beitrag für den gesellschaftlichen Frieden zu leisten. Wie können Bürger, die ihre Hilfe in Anspruch nehmen würden, die DTBi kontaktieren? Yasar: Das geht am besten über unsere Homepage, dt-bi.de. Einfach eine Anfrage ausfüllen und wir werden uns schnellst möglich bei Ihnen melden. Vielen Dank für das Gespräch

Völkermord in Bosnien
Srebrenica-Massaker: Beisetzung weiterer 33 Opfer am 24. Jahrestag

Srebrenica (nex) – 33 weitere identifizierte Opfer des Völkermords von Srebrenica, sollen am 11. Juli, dem 24. Jahrestag des schlimmsten Massakers in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg, bestattet werden. Jedes Jahr am 11. Juli werden neu identifizierte Opfer des Völkermords, der über 8.000 Menschen das Leben kostete, auf einem Gedenkfriedhof in Potocari im Osten Bosniens begraben. Tausende von Besuchern aus verschiedenen Ländern werden an der Trauerfeier und den Bestattungen teilnehmen. Zu den diesjährigen Gästen gehört auch eine türkische Delegation unter der Leitung von Sportminister Mehmet Muharrem Kasapoglu, sowie der ehemalige serbische Präsidentschaftskandidat Cedomir Jovanovic. Osman Cvrk, erst 16 Jahre alt, als er getötet wurde, wird das jüngste Opfer sein, das in diesem Jahr begraben wird. Saha Cvrk, das älteste Opfer, war 82 Jahre alt. Sie ist die einzige Frau, die bei der diesjährigen Zeremonie beigesetzt wird. Serbische Milizen versuchten damals, Territorien an sich zu reißen, die von bosnischen Muslimen und Kroaten bevölkert waren, um dort einen eigenen Staat zu gründen. Der UN-Weltsicherheitsrat hatte Srebrenica im Frühjahr 1993 zu einer „Schutzzone“ erklärt. Dennoch überrannten serbische Truppen unter der Führung des Generals Ratko Mladic die UN-Zone.

Die etwa 450 niederländischen Soldaten, deren Aufgabe es gewesen wäre, als UN-Friedenserhalter unschuldige Zivilisten zu schützen, unternahmen nichts gegen die Aggression. Nach der Einnahme der Zone töteten die serbischen Invasoren an einem einzigen Tag, dem 11. Juli 1995, etwa 2000 Männer und Knaben. Etwa 15 000 Männer flohen daraufhin in die Berge rund um die Stadt, die serbischen Truppen verfolgten sie jedoch und töteten weitere 6000 von ihnen.

– Srebrenica-Massaker – Gericht: Niederlande mitverantwortlich für Todesopfer beim Massaker in Bosnien

Der niederländische Staat ist mitverantwortlich für Todesopfer beim Massaker in Srebrenica (Bosnien) vom Juli 1995.

Gericht: Niederlande mitverantwortlich für Todesopfer beim Massaker in Bosnien

Türkei-EU-Beziehungen
Stahlexporte in die EU: Türkei vor Russland und China auf Platz 1

Die Türkei war 2018 der größte Stahlexporteur in die EU Ahmet Cetinkaya, Istanbul Im letzten Jahr hat die EU insgesamt 29,3 Mio. Tonnen Stahl importiert. Davon war der türkische Anteil allein 6,16 Millionen Tonnen. Im Vergleich zu 2017 ist das eine Steigerung von 65 Prozent. Damit hat die Türkei bei Stahlexporten in die EU Russland und Südkorea überholt. Der Wirtschaftsverband der europäischen Eisen- und Stahlindustrie (EUROFER) hat einen Report veröffentlicht. In dem Bericht sind die Anteile der Stahlimporte 2018 aus den jeweiligen Ländern ersichtlich. Die Türkei. so geht es aus dem Bericht hervor, war 2018 der größte Exporteur von Stahlgütern in die EU. Im letzten Jahr wurden Stahlgüter im Wert von 29,3 Mio. Tonnen in die EU importiert. Davon hatte die Türkei allein einen Anteil von 6,16 Mio. Tonnen. Die Türkei hat die Exporte in die EU im Vergleich zu 2017 (3,74 Mio. t.) um 65 Prozent gesteigert und somit Stahlriesen wie Russland, Südkorea und Indien hinter sich gelassen. China, mit einem weltweiten Anteil der Stahlproduktion in Höhe von 51,3 Prozent und damit größter Stahlhersteller der Welt, steht an vierter Stelle der EU-Stahlimporte. Die Größten Exporteure von Stahlgütern in die EU: • Türkei: 6,1 Mio. t. • Russland: 3,7 Mio. t. • Südkorea: 3,4 Mio. t. • China: 2,8 Mio. t. • Indien: 2,7 Mio. t. • Ukraine: 1,9 Mio. t. • Taiwan: 1,7 Mio. t. • Serbien: 1 Mio. t. • Brasilien: 777 Tsd. t. • Schweiz: 635 Tsd. t.

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– Türkei – Nach Treffen mit Erdogan: VW entscheidet sich für Türkei

Der Volkswagenkonzern wird in der Türkei ein neues Produktionswerk errichten. Der Konzern will dafür zwei Mrd. Euro investieren. Die Provinzen Balikesir, Kocaeli, Sakarya und Izmir kämpfen um die lukrative Investition.

Nach Treffen mit Erdogan: VW entscheidet sich für Türkei
 

Analyse
Mieten und Monatslohn: In Städten Niedersachsens bleibt am meisten übrig

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Während in deutschen Metropolen ein großer Teil des Gehalts für die Miete ausgegeben wird, bleibt Fach- und Führungskräften in gleich mehreren ländlicheren Regionen Niedersachsens nach Abzug der Miete besonders viel Geld im Portemonnaie.

StepStone und immowelt.de analysieren Durchschnittsgehälter und Angebotsmieten für 384 Stadt- und Landkreise in Deutschland

Das ist das Ergebnis einer Analyse der Online-Jobplattform StepStone und des Immobilienportals immowelt.de. Gemeinsam haben sie die Durchschnittsgehälter und Angebotsmieten für insgesamt 384 Stadt- und Landkreise in Deutschland ins Verhältnis gesetzt. Der Stadtkreis München bildet dabei das negative Extrem: Fach- und Führungskräfte können dort zwar im Schnitt ein Jahresgehalt von 61.100 Euro erwarten. Eine Wohnung mit 80 bis 100 Quadratmeter kostet jedoch im Median auch 1.500 Euro im Monat. Vom hohen Brutto-Einkommen gehen damit 30 Prozent für die Miete drauf. Wer in Bayern wohnen und arbeiten möchte, zahlt grundsätzlich einen hohen Preis dafür. Mit Blick auf die zehn Stadt- und Landkreise Deutschlands, in denen der höchste Anteil des Gehalts für die Miete aufgewendet werden muss, tauchen neben dem Stadtkreis München mit Starnberg (26 Prozent), Ebersberg (25 Prozent), Fürstenfeldbruck (24 Prozent) und Miesbach (23 Prozent) weitere vier Landkreise Bayerns in den Top Ten auf. Auch in Berlin wandert ein Großteil des Gehalts an den Vermieter: In Deutschlands Hauptstadt verdienen Fach- und Führungskräfte im Schnitt 51.700 Euro, 23 Prozent davon müssen allerdings auch jährlich für eine Wohnung in der internationalen Trendstadt aufgebracht werden. „Das Leben in Metropolen wie Berlin oder München ist sehr begehrt, allerdings auch sehr teuer“, sagt Immowelt-CFO Ulrich Gros. „Unternehmen, die ihren Standort in mittleren Großstädten und Kleinstädten mit günstigeren Mieten haben, können diesen Standortfaktor deshalb nutzen, um begehrte Fachkräfte für sich zu gewinnen.“ In Holzminden gehen nur 8 Prozent des Gehalts für die Miete drauf Das mit Abstand beste Verhältnis von Einkommen und Mietpreisen finden Jobsuchende im niedersächsischen Holzminden. Fach- und Führungskräfte verdienen dort im Schnitt 56.400 Euro brutto im Jahr. Eine 80 bis 100 Quadratmeter große Wohnung wird dort für 380 Euro angeboten – gerade einmal 8 Prozent des Gehalts gehen somit für die Miete drauf.

In gleich fünf Stadt- und Landkreisen Niedersachsens ist das Verhältnis zwischen Einkommen und Miete besonders gut

In der Top Ten derjenigen Stadt- und Landkreise mit dem besten Verhältnis zwischen Gehalt und Miete ist Niedersachsen insgesamt mit gleich fünf Stadt- und Landkreisen (Holzminden, Wesermarsch, Salzgitter, Lüchow-Dannenberg und Northeim) vertreten. Auch im rheinland-pfälzischen Birkenfeld und nordrhein-westfälischen Höxter (beide 9 Prozent) bleibt nach Abzug der Miete besonders viel Geld in der Tasche. Laut StepStone Geschäftsführer Dr. Sebastian Dettmers sollten Fachkräfte bei der Jobsuche nicht nur nach dem besten Verhältnis von Gehalt und Wohnkosten Ausschau halten „Wer aus mehreren Jobangeboten wählen kann, sollte alle Faktoren bei der Entscheidung für einen Job einkalkulieren. Dazu gehört die Höhe des Gehalts genauso wie die Lebenshaltungskosten“, sagt Dettmers. „Fachkräfte sollten sich aber vor allem die Frage stellen, ob ich mich beim neuen Arbeitgeber wirklich wohlfühle und der Job zu mir passt.“  

Türkei
Ergenekon-Prozess: Die türkische Gesellschaft wurde mit Hiobsbotschaften bombardiert

Ein Kommentar von Nabi Yücel Der Streit um die Rolle der türkischen Regierung in Zusammenhang mit der Schwächung der Armee, der Zerschlagung der nationalen Front wie auch zuletzt um den gescheiterten Putschversuch, ebbt auch nach Jahren nicht ab. Zudem erhält er nach wie vor neue Nahrung. Bestes Beispiel: das Massaker von Başbağlar. 1993 tötete die Terrororganisation PKK 33 Dorfbewohner; Kinder, Frauen und Männer. Jahrzehnte nach dem Massaker erörterte der Terrorfürst Abdullah Öcalan von der Gefängnisinsel Imrali in einem Buch, dass das Morden von einem PKK-Terroristen mit dem Codenamen Dr. Baran angeführt wurde, er darüber [selbstverständlich] nicht informiert gewesen sei. Murat Karayilan, einer der höchsten Kadermitglieder der PKK, schrieb das Massaker in seinem Buch „Bir Savaşın Anatomisi: Kürdistan’da askeri çizgi“ der PKK zu. Aber aus bislang unerklärlichen Gründen kommen namhafte Akademiker und Journalisten immer wieder damit, es widerlegt haben zu wollen und einen gewissen ehemaligen Ayhan Çarkın von der sogenannten Konterguerilla der türkischen Sicherheitskräfte (JITEM) als Beweis anführen, der sich jahrelang damit rühmte, Hunderte, ja sogar bis zu 1.000 extralegale Tötungen verübt zu haben. Was man von Äußerungen eines gewissen Çarkın halten mag, sei dahingestellt, aber es ist bezeichnend dafür, wie versucht wird, die Deutungshoheit über einen Sachverhalt an sich zu reißen und dies mit der „Ergenekon“ anzuknüpfen, die es ja demnach im Wesentlichen gegeben haben soll. Ayşe Hür ist die Verfechterin dieser These; dieselbe, die 2008 zusammen mit 299 Akademikern, Journalisten, Autoren und Rechtsanwälten forderte, der „Ergenekon“ endlich das Handwerk zu legen. Wie diese juristische Achterbahn zu „Ergenekon“ letztendlich ausging, ist derzeit in aller Munde, das Berufungsgericht sprach die „Schuldigen“ jetzt frei. Fast so alt wie die Idee zu militärischen Planspielen, ist wohl die Diskussion über die Planspiele des türkischen Militärs. 2010 trat die Zeitung „Taraf“ mit einem Artikel von Mehmet Baransu die Debatte los, die in Verhaftungen zahlreicher Militärs endete und genauso mit einem Schauprozess fortgesetzt wurde, wie das Ergenekon- oder das Oda TV-Verfahren im selben Zeitraum. Richtigerweise glaubte innerhalb der Bevölkerung zunächst niemand so recht an diese Planspiele, die laut der „Taraf“ eigentlich todernst gewesen seien und einen Putsch gegen die amtierende Regierung beinhaltet habe. Damit begann auch das Gezerre um die Deutungshoheit über diese Planspiele. Während nur wenige Zeitungen und Online-Nachrichtenportale zu verstehen gaben, die militärischen Planspiele seien Lehrbeispiele, wie sie in anderen Ländern ständig innerhalb der Militärs im Kopf durchgespielt werden, meinten andere, das Militär habe diese Pläne nicht aus Jux und Tollerei aufgesetzt, sondern sie auch in der Realität umsetzen wollen. Um diese Deutung auch unter den Mann bzw. Frau zu bringen, setzte man darauf, die Leserschaft mit weiteren sogenannten Details und Fakten zu versorgen und so die dogmatische Lehre über die türkische Armee in den Grundfesten zu erschüttern. Übrigens hielt sich dabei die mediale Landschaft in Europa überaus bedeckt, gab sich gar verwundert über die Planspiele; als gebe man zu verstehen, dass an diesen Geschichten aus der Türkei doch etwas dran sein könnte. Währenddessen wurde die türkische Gesellschaft ja mit neuen medialen Hiobsbotschaften regelrecht bombardiert – Moscheen sollten bombardiert werden etc.., um auch beim letzten zumindest ein Hinterfragen abzulocken. Wie aus der Wundertüte wurde dann in einer Marinebasis ein „kosmisches Zimmer“ entdeckt, stellten sich andererseits überaus großzügig Kronzeugen zur Verfügung oder wurden neue Details bekannt gegeben, wie gewalttätig doch der Putschplan durchgeführt worden wäre, wenn man von diesen Planspielen nicht rechtzeitig Wind bekommen hätte. Damit hatten die „Taraf“ und weitere Zeitungen wie die „Zaman“ schnell die Deutungshoheit übernommen und die Masse hinter sich gebracht. Nur kurze Zeit darauf waren die meisten der Verdächtigen hinter Schloss und Riegel. Schlimmer noch: 300 Akademiker, Journalisten, Autoren und Rechtsanwälte forderten, dass die Ermittlungen zu der sogenannten „Ergenekon“ vertieft und ausgeweitet werden; geradezu ein Freifahrtschein für diejenigen innerhalb des Justizapparates, die dieses Treiben eigentlich angestoßen hatten, jetzt erst recht alles und jeden zu verhaften, denen man sich habhaft werden kann. Innerhalb weniger Monate wurden neben hochrangigen Militärs, nun auch Journalisten, Akademiker oder Rechtsanwälte verhaftet. Es endete in drei großen Mammutprozessen. Darum ging es letztendlich bei der Berichterstattung auch; die Deutungshoheit erringen, damit eine staatliche Ordnung zu etwas zu bewegt wird, die sie eigentlich nicht erwogen hätte: die Prozesse erlauben, nicht einschreiten oder Partei ergreifen. Diejenigen, die die Deutungshoheit besitzen wollten und auch an sich rissen, wollten die Regierung über den Volkswillen bzw. über die Erwartungen des Volkes hin unter Druck setzen und zu etwas bewegen, die sie nicht mehr kontrollieren konnte. Das hatten sie beinahe geschafft. Heute stellen sich noch immer Kreise hin und behaupten, dass die amtierende Regierung damals Hand in Hand mit den kriminellen Elementen innerhalb der Gülen-Bewegung die Armee zerschlagen haben, die Justiz unterwanderten, die Behörden im Griff hatten. Dabei gibt es genügend Stimmen innerhalb des Militärs, sogar hochrangige Generäle, die damals verhaftet wurden oder aus der Armee ausschieden, die das in Abrede stellen. Der ehemalige Konteradmiral Atilla Kezek gilt als Regierungsgegner, zumindest in politischer Hinsicht, aber auch er hält in seinem Buch „Dışarıdakiler“ fest, dass der damalige amtierende Premier Erdogan ihn zweimal empfangen habe. Beim letzten Treffen habe Kezek nach der Verhaftung des Generalstabschefs Ilker Basbug dem Premier eine Zusammenfassung und Arbeit über den Stand der Balyoz-Verfahren ausgehändigt, die er dankend angenommen habe. Darin heißt es u.a., dass das Militär einem Komplott zum Opfer gefallen ist und ausblutet. Fünf Monate später, noch vor dem Korruptionsskandal in der Türkei (17.-25. Dezember 2013) habe die Regierung dann gehandelt, der stellvertretende Ministerpräsident Yalçın Akdoğan erklärt, dass das Militär das Ziel eines Komplotts sei. Kurze Zeit später kocht die Affäre hoch, dann erklärt die türkische Regierung den „Krieg“ gegen Fethullah Gülen. Oder Ilker Basbug, der ehemalige Generalstabschef, der nach seiner Haftentlassung in einer TV-Talkshow erklärte, dass der Premier damals in Zusammenhang mit der FETÖ (Fethullahistische Terrororganisation) ziemlich alleine dagegen angekämpft habe. Obwohl diese Ansichten auch im Netz zu finden sind, erheben noch viele den Anspruch, zu Wissen, was während der Ergenekon-, Balyoz- oder Oda TV-Verfahren stattfand und wer dies veranlasst haben soll. Dabei sind die wirklich interessanten Informationen von eben jenen, die jahrelang inhaftiert wurden, darunter vom Investigativ-Journalisten Nedim Sener, wohl für die Informationsverwertung nicht ausschlaggebend oder gar nicht relevant. Man hält stoisch daran fest, dass die Regierung alles zu verantworten hat, was in der jüngeren türkischen Geschichte passiert ist. Und warum und weshalb auch immer, werden in der europäischen Medienlandschaft diese Informationen geflissentlich vorenthalten; als gebe es diese Personen wie Atilla Kezek, Ilker Basbug oder Nedim Sener überhaupt nicht. Jene die jahrelang mit diesen Vorwürfen medial hervorgehoben wurden, damit leben mussten und letzten Endes inhaftiert wurden. Seit es die Menschheit gibt, hatte derjenige die Nase vorne, der Informationen entsprechend erarbeitet oder erlangt hatte, um eine gewisse Macht auf andere ausüben zu können oder daraus einen Vorteil zu erlangen. Wer z.B. vorhersagen konnte, wann die nächste Sonnen- oder Mondfinsternis stattfindet, der konnte davon ausgehen, von anderen dafür geachtet und verehrt zu werden, ja sogar danach jahrzehntelang diese Macht auch auskosten zu können. Dabei ging es nicht darum, etwas vorhersehen zu können, sondern Informationen zu sammeln und entsprechend gefiltert weiterzugeben um sich damit einen strategischen Vorteil zu erschaffen. Derjenige der wusste, wann exakt eine Mondfinsternis beginnt, wann ein Komet die Erde streift, hatte nicht die Glaskugel benutzt, sondern Erzählungen, Erfahrungen und Informationen von Generationen vor ihm gesammelt und darauf gehofft, dass diese kontinuierlich beobachtete Wiederkehr der Mondfinsternis oder des Kometen auch diesmal stattfindet. Der Vorhersagende hatte, wenn er denn darin falsch lag, nicht viel zu befürchten, außer für einen Scharlatan gehalten oder belächelt zu werden. Wie schon angedeutet, ist Information zugleich auch Macht und Kontrolle, wenn sie vorteilhaft eingesetzt wird. Selbstverständlich versucht die Türkei an Informationen zu gelangen und bedient sich dabei dem türkischen Nachrichtendienst MIT und deren Mitarbeitern, die im Ausland diese Informationen beschaffen sollen, auch in Deutschland. Die USA horchten die Bundeskanzlerin Merkel ab und tun es wohl weiterhin, was man zwar „unter Freunden“ nicht machen sollte, aber Deutschland in der Türkei ebenso ungeniert macht. Deutschland ist wie die Türkei angehalten, die Wirtschaftskraft, den Wohlstand und die Existenz aufrechtzuerhalten. Das beinhaltet auch, dies auf Kosten anderer zu bewerkstelligen, denn ein Volk, das nicht satt ist, unzufrieden wird, kann nicht kontrolliert, kann nicht zusammengehalten werden. Wer diese Macht am perfektesten beherrscht, hat die Kunst verstanden, die Wahrnehmung, die Deutungshoheit zu steuern. Dafür lockert die Bundesregierung auch dreistellige Millionenbeträge, mit denen parteinahe Stiftungen mit Vertretungen auch in der Türkei die Deutungshoheit zu beeinflussen versuchen, z.B. mit dem Istanbuler Residenzprogramm, in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt bzw. der „qantara.de“, die in Kooperation mit dem Goethe Institut und dem Institut für Auslandsbeziehungen über die Türkei berichtet oder Essays und Interviews veröffentlicht. Doch Goethe ist nicht die einzige, es gibt eine Handvoll weiterer Stiftungen, die mit hohen Summen gefördert werden und die auch in der Türkei „Stützpunkte“ betreiben. Vermehrt sind auch deutsche Medien in türkischer Sprache unterwegs – bislang sind es wohl 21, die um türkische Staatsbürger buhlen und sie in ihrem Informationsstand bereichern wollen, meist im negativen Sinne. Darunter die Deutsche Welle, die alles andere als Verständnis für andere „Kulturen und Völker“ fördert. Die Deutungshoheit hatten während der Ergenekon-, Oda TV- und Balyoz-Verfahren mehrere türkische Zeitungen, TV-Kanäle und Online-Nachrichtenportale gewonnen, in deren Folge sogar 300 Akademiker, Journalisten, Autoren und Rechtsanwälte diese Deutung übernahmen und die Verfahren geradezu anfeuerten und die Urteile teilnahmslos hinnahmen, als wäre es das Ergebnis dieses Tuns, das ihnen zur Last gelegt wurde. Gegenwärtig sind einige verboten, andere geschlossen worden. Heute sind diese Beteiligten der Schauprozesse wieder rehabilitiert, aber die 300 Personen, die einst mit einem Pamphlet die Ergenekon-Ermittlungen anfeuerten, werden nur zum Teil als Scharlatane abgetan oder belächelt.
Das Interessante daran ist, dass die meisten dieser Unterstützer des Pamphlet heute noch von diversen deutschen Vereinigungen, Stiftungen, Politikern oder Regierungsmitgliedern verteidigt werden oder ihnen in Deutschland Asyl gewährt wurde. Das Machtinstrument des Journalismus, die sogenannte Fünfte Gewalt, wird ausnahmslos von allen Staaten benutzt, von der Türkei, den USA wie auch Deutschland. Daran sollten alle denken, ehe sie anfangen, bestimmten medialen Mainstream-Medien sofort alles abzukaufen. Als türkischer Staatsbürger bin ich aber gehalten, den türkischen Mainstreammedien mehr Glauben zu schenken, als denen eines fremden Landes; schon allein aus dem Umstand heraus, dass die anderen Länder nur um ihr Wohl bemüht sind und das türkische Gemeinwohl erst nachrangig erscheint.

Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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Am Montag endete in der Türkei für 235 Personen ein mehr als 12-jähriges Martyrium. Das Istanbuler 14. Schwere Strafgericht befand in einem Berufungsurteil, dass die Ergenekon-Verdächtigen freizusprechen sind.

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Kommentar
Christine Lagarde: Technokratin im Dienst der Ultrareichen

Ein Kommentar von Ernst Wolff Der Europäische Rat, die Runde der Staats- und Regierungschefs der EU, hat vergangene Woche beschlossen, die Französin Christine Lagarde zur Nachfolgerin des seit November 2011 amtierenden EZB-Präsidenten Mario Draghi zu machen. Die Entscheidung ist richtungsweisend und enthüllend zugleich. Wann immer die EZB, die seit der Eurokrise mehr als 2 Billionen Euro zu immer niedrigeren Zinsen an ultrareiche Investoren vergeben hat, kritisiert wurde, haben Politiker auf ihre „neutrale“ und „unpolitische“ Rolle verwiesen. Dieser Anschein wird nun fallen gelassen. Christine Lagarde ist keine Ökonomin, sondern Juristin und Politikerin und hat darüber hinaus acht Jahre lang als Chefin des IWF gezeigt, welche politische Agenda sie verfolgt. Sie hat mitgeholfen, abgewirtschaftete Regierungen und insolvente Banken über Wasser zu halten und den arbeitenden Menschen die Kosten für die Rettungsaktionen aufzubürden. Sie hat dazu beigetragen, ganze Länder wie Griechenland dem Ausverkauf an zahlungskräftige Investoren preiszugeben. Ihre Politik ist dafür mitverantwortlich, dass Gesundheits- und Ausbildungssysteme zerstört und die Arbeitslosigkeit – insbesondere unter Jugendlichen in Südeuropa – in die Höhe getrieben wurden. Während sie selbst ein steuerfreies Jahresgehalt von 467.940 US-Dollar und eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 83.760 Dollar erhält, hat sie nie die geringste Hemmung gezeigt, wenn es darum ging, Sozialleistungen für Bedürftige zu kürzen, Renten zu senken oder Jugendlichen das Recht auf Ausbildung und Arbeit zu verwehren. Ganz anders dagegen hat sie sich den Ultrareichen und den Mächtigen gegenüber verhalten. In einem von der französischen Zeitung Le Monde veröffentlichten Brief hat sie sich 2007 beim damaligen französischen Präsidenten Sarkozy in folgenden Worten um den Posten als Finanzministerin beworben: „Benutz mich so lange, wie es dir passt … Wenn du mich brauchst, benötige ich deine Führung und Unterstützung: Ohne Führung wäre ich ineffizient, ohne Unterstützung wäre ich nicht sehr glaubwürdig. Mit meiner immensen Bewunderung, Christine L.“ Nachdem Sarkozy ihre Unterwürfigkeit tatsächlich mit dem Finanzministerposten belohnte, revanchierte Lagarde sich auf ihre Weise: Sie sorgte dafür, dass einem seiner Wahlkampf-Finanziers nach einem Prozess um entgangenen Gewinn eine „Entschädigung“ von mehr als 400 Millionen Euro aus Steuergeldern gezahlt wurde. Das großzügige Geschenk wurde ihr allerdings fast zum Verhängnis, denn ein französisches Gericht kippte den Deal und sprach Lagarde der Begünstigung für schuldig, verzichtete aber – offensichtlich unter politischem Druck – auf eine Bestrafung. Es ist kein Zufall, dass der EU-Rat in unseren Tagen jemandem vom Zuschnitt einer Christine Lagarde das Steuer der EZB übergibt. Schließlich hält die EZB das europäische Finanzsystem seit der Krise von 2007/08 und der darauffolgenden Eurokrise durch Maßnahmen am Leben, die der Finanzelite riesige Gewinne eingebracht, den sozialen Graben zwischen ihr und der arbeitenden Bevölkerung immer weiter vertieft und die Risiken im System gewaltig erhöht haben. Obwohl diese Politik den Menschen immer als eine „vorübergehenden Notlösung“ präsentiert wurde, ist mittlerweile klar, dass es aus ihr keinen Ausweg mehr gibt. Im Gegenteil: Angesichts der sich anbahnenden Rezession und der in den vergangenen zehn Jahren entstandenen Rekordverschuldung von Staaten, Unternehmen und Privathaushalten wird die EZB unter Lagarde gezwungen sein, ihren Kurs fortzusetzen und zu verschärfen. Das System wird dadurch zwar nicht gerettet werden, aber sein finaler Zusammenbruch kann weiter hinausgezögert und der Elite damit die Gelegenheit gegeben werden, es noch weiter zu den eigenen Gunsten zu melken. Die hierzu notwendigen Maßnahmen – billiges Geld für die Finanzelite, Enteignung der Sparer durch Negativzinsen und drastische staatliche Sparmaßnahmen – werden von den Verantwortlichen vor allem zwei Eigenschaften erfordern: Auf der einen Seite bedingungslose Unterwerfung unter die Interessen der Ultrareichen, auf der anderen Seite menschliche Kälte und soziale Gewissenlosigkeit gegenüber der arbeitenden Bevölkerung, insbesondere den unteren Einkommensschichten. Mit der Entscheidung für Christine Lagarde als EZB-Chefin setzt der EU-Rat auf jemanden, der seit Jahren immer wieder beweist, dass er diese Eigenschaften im Überfluss besitzt.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“. Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«

Israel
Bericht: Israelisches Verteidigungsministerium lässt Dokumente zu Kriegsverbrechen verschwinden

Wie die israelische Zeitung Haaretz am Freitag enthüllte, begann das israelische Verteidigungsministerium bereits vor einem Jahrzehnt, Dokumente, die sich auf Verbrechen gegen Palästinenser während der Nakba von 1948 beziehen, aus den israelischen Archiven zu entfernen und zu verschließen. Eine Gruppe innerhalb des Verteidigungsministeriums habe nicht nur Dokumente im Zusammenhang mit israelischen Kernkraftwerken und den Außenbeziehungen entfernt, sondern auch systematisch Hunderte von Dokumenten verschwinden lassen, um Beweise für die Nakba zu entfernen. Haaretz wies darauf hin, dass die Entfernung der historischen Dokumente erstmals vom Akevot Institut für Israelisch-Palästinensische Konfliktforschung entdeckt wurde. „Laut einem Bericht des Instituts, wird die Operation von Malmab, der geheimen Sicherheitsabteilung des Verteidigungsministeriums, geleitet, deren Aktivitäten und Budget geheim gehalten werden“, so Haaretz. Malmab habe historische Dokumente illegal und ohne Befugnis entfernt, sowie in einigen Fällen Dokumente versiegelt, die zuvor zur Veröffentlichung freigegeben worden waren. Einige der Dokumente, die in Tresoren aufbewahrt wurden, waren bereits veröffentlicht, berichtet Haaretz weiter. Zudem seien Aussagen von Generälen der israelischen Streitkräfte über die Tötung von Zivilisten und der Zerstörung von Dörfern sowie die Dokumentation der Vertreibung von Beduinen entfernt worden. Yehiel Horev, der Malmab zwei Jahrzehnte lang bis 2007 leitete, habe in einem Gespräch mit Haaretz bestätigt, dass er das Projekt, das immer noch laufe, begonnen habe. Es sei sinnvoll „die Ereignisse von 1948 zu verbergen, weil ihre Aufdeckung zu Unruhen unter der arabischen Bevölkerung des Landes führen könnte“, so Horev gegenüber Haaretz. Auf die Frage ob es weise sei, Dokumente, die sich bereits in den Händen der Öffentlichkeit befinden, zu entfernen, antwortet Horev, dass das Ziel sei, „die Glaubwürdigkeit von Studien über die Geschichte der Nakba zu untergraben“. Haaretz zufolge ist Horev der Ansicht, dass „eine Behauptung eines Forschers, die durch ein Originaldokument belegt ist, nicht dasselbe ist wie eine Behauptung, die nicht bewiesen oder widerlegt werden kann“. Die israelische Tageszeitung veröffentlichte den Inhalt eines der Dokumente:
„Safsaf [ehemaliges palästinensisches Dorf bei Safed] – 52 Männer wurden gefangen, aneinander gefesselt, eine Grube gegraben und erschossen. 10 zuckten noch immer. Frauen kamen, flehten um Gnade. Gefundene Körper von 6 älteren Männern. Es gab 61 Leichen. 3 Fälle von Vergewaltigung, einer von Safed, Mädchen von 14. 4 Männer erschossen und getötet. Von einem schnitten sie ihm mit einem Messer die Finger ab, um den Ring zu nehmen.“
Als Nakba, deutsch Katastrophe oder Unglück, wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von etwa 750.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina bezeichnet, das zu einem Teil am 14. Mai 1948 als Staat Israel seine Unabhängigkeit erlangte Palästinenser waren gezwungen, ihre Häuser und Besitztümer zu verlassen. Sie waren auf der Flucht vor zionistischen militanten Gruppen, die in zahlreichen palästinensischen Dörfern, Städten und Gemeinden Massaker gegen Palästinenser begingen. Zionistische Milizen überfielen am 9. April 1948 das palästinensische Dorf Deir Yassin mit einer bis dahin beispiellosen Brutalität. Hierzu schreibt der Journalist und Autor Arn Strohmeyer: Es war nach dem für die Araber sehr nachteiligen UNO-Teilungsbeschluss zu Unruhen unter der arabischen Bevölkerung gekommen. Die zionistischen Streitkräfte der Hagana sowie die Untergrundgruppen Irgun und Sterngruppe gingen daraufhin sehr schnell zu militärischen Gegenaktionen über. Für die jüdischen Gruppen galt der von der politischen und militärischen Führung am 10. März 1948 beschlossene Plan Dalet, der besagte, dass palästinensische Dörfer zu zerstören seien (durch Inbrandsetzen, Sprengen und Verminung der Trümmer) und die Bevölkerung zu vertreiben sei. Im April 1948 begannen die jüdischen Truppen, Jerusalem anzugreifen – zuerst den Stadtteil Shaykh Jarrah. Der Befehl lautete: „Das Viertel besetzen und alle Häuser zerstören!“ Dass dies nicht sofort in die Tat umgesetzt wurde, war dem Eingreifen der Briten zu verdanken. Die zionistischen Truppen nahmen nun aber die anderen Stadtteile Jerusalems unter Beschuss, die Stadt wurde regelrecht belagert, auch die Altstadt, in der 2000 Juden, aber auch viele Christen und Moslems lebten, die dorthin geflüchtet waren. In den von den zionistischen Verbänden angegriffenen Stadtteilen kam es zu schweren Übergriffen, auch zu Plünderungen. Viele Häuser wurden zerstört, andere direkt von Juden übernommen. In dieser Zeit (am 9. April 1948) verübte die Irgun unter ihrem Anführer Menachem Begin auch das Massaker von Deir Yassin (ein Dorf in der Nähe Jerusalems), bei dem nach Angaben des Roten Kreuzes etwa 250 Palästinenser ermordet wurden. Das Massaker verfolgte vor allem die Absicht, die Palästinenser in Panik zu versetzen und sie zur Flucht zu veranlassen. Erst am 19. Mai 1948 rückte die jordanische Armee [die Arabische Legion] in Jerusalem ein. Die zionistischen Streitkräfte zerstörten so gut wie alle 41 arabischen Dörfer in dem Teil des Distrikts von Jerusalem, den sie eroberten und vertrieben 60 000 Araber aus West-Jerusalem und seiner Umgebung. In ganz Palästina sind zwischen dem 30. März und dem 15. Mai 1948 etwa 200 palästinensische Ortschaften besetzt und ihre Einwohner vertrieben worden. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass der israelische Mythos nicht der Wahrheit entspricht, dass die Araber „freiwillig“ geflüchtet sind. Das alles geschah, bevor ein einziger arabischer Soldat palästinensischen Boden betreten hat.    

Arbeitsrecht
DGB macht sich wegen Hitzewellen für „Siesta“ in Deutschland stark

Die erste Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 Grad hat Deutschland hinter sich – und die nächste kommt bestimmt. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach appelliert an die Arbeitgeber, in den Betrieben eine „Siesta“ nach südländischem Vorbild einzuführen. Buntenbach sagte der „Saarbrücker Zeitung“, arbeiten ohne Pause gehe an die Substanz und führe zu Überlastung, erst Recht bei großer Hitze. „Südliche Länder machen es vor: Bei einer Hitzewelle brauchen wir auch in Deutschland eine Siesta.“ Gerade, wenn es heiß sei, müssten die Arbeitgeber dafür sorgen, dass die Beschäftigten die Gelegenheit hätten, länger zur Ruhe zu finden. „Da helfen zum Beispiel Ruheräume, in denen sie auch einmal für eine Stunde die Augen schließen können.“ Bei einer Siesta in der Mittagszeit gehe es darum, „tatsächlich für einen längeren Zeitraum abzuschalten“. Das sei der Unterschied zu einer Pause.