Nahostkonflikt
Bericht: Israelische Besatzung kostete Palästina in 17 Jahren 48 Milliarden US-Dollar

Genf – Die israelische Besatzung hat Palästina in 17 Jahren (von 2000 bis 2017) rund 48 Milliarden US-Dollar gekostet. Dieser Betrag sei das Dreifache des Budgets von Palästina im Jahr 2017 gewesen und wachse weiter, berichtet Sputnik unter Bezugnahme auf einen am Montag veröffentlichten Bericht der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD).
Hätte das palästinische Staatsbudget die fehlenden 47,7 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung investiert, so hätte die Wirtschaft des Landes in 17 Jahren zwei Millionen neue Arbeitsplätze erhalten können, mit einem Durchschnitt von 111.000 neuen Jobs im Jahr, so der Bericht. Israel besetzte während des arabisch-israelischen Krieges 1967 die Westbank einschließlich Ostjerusalems. Es annektierte 1980 die gesamte Stadt und bezeichnete es als die „ungeteilte und ewige Hauptstadt“ des jüdischen Staates – ein Schritt, der von der internationalen Gemeinschaft nie anerkannt wurde. Das Völkerrecht betrachtet das Westjordanland und Ostjerusalem als „besetzte Gebiete“ und hält alle jüdischen Siedlungsbauten für illegal.

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Energiepolitik
TurkStream-Gaspipeline fertiggestellt: Putin kündigt Türkei-Besuch an

Moskau – Wie Moskau am Montag mitteilte, wird der russische Staatspräsident zur offiziellen Inbetriebnahme der TurkStream-Gaspipeline am 8. Januar in die Türkei reisen. „Das Hauptthema dieser Reise ist die Eröffnung des Turkish Streams. An diesem Tag wird der Landabschnitt auf der türkischen Seite dieses wichtigen internationalen Projekts abgeschlossen sein“, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow. TurkStream ist eine neue Exportgaspipeline aus Russland in die Türkei durch das Schwarze Meer. Der erste Strang der Pipeline ist für Gaslieferungen an türkische Verbraucher bestimmt und der zweite – für die Gasversorgung der Länder Süd- und Südosteuropas. Das TurkStream-Projekt ist eine Exportgasleitung, die aus zwei 930 km langen Leitungen mit einer Kapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmetern besteht. Die Leitungen wurden in einer Tiefe von bis zu 2.200 Metern verlegt. Das Projekt ist die Offshore-Gasleitung mit dem größten Durchmesser der Welt, die in solchen Tiefen verlegt wurde. Die Tiefsee-Rohrverlegung wurde von Pioneering Spirit, dem größten Bauschiff der Welt, durchgeführt. Am 1. Dezember 2014 unterzeichneten Gazprom und Botas Petroleum Pipeline Corporation ein Memorandum of Understanding über den Bau der Gaspipeline durch das Schwarze Meer in Richtung Türkei. Im September 2016 erhielt Gazprom die ersten Genehmigungen von Behörden der Republik Türkei für die Umsetzung der TurkStream. Am 10. Oktober 2016 wurde ein Abkommen zwischen der Regierung der Russischen Föderation und der Regierung der Republik Türkei zum Projekt TurkStream unterzeichnet. Im Dezember 2016 unterzeichneten South Stream Transport B.V. und Allseas Group S.A. einen Vertrag zum Bau des ersten Strangs des Offshore-Abschnitts der Gaspipeline TurkStream mit einer Option für die Verlegung des zweiten Strangs. Im Februar 2017 unterschrieben South Stream Transport B.V. und Allseas Group einen Vertrag zum Bau des zweiten Strangs des Offshore-Abschnitts der Gaspipeline TurkStream. Am 7. Mai 2017 wurde im Schwarzen Meer mit dem Bau der Gaspipeline TurkStream begonnen. Die Arbeiten starteten an der russischen Küste. Am 19. November 2018 wurde die Verlegung des Offshore-Abschnitts der Gaspipeline abgeschlossen. Mit der Fertigstellung des Empfangsterminals in der Türkei Kıyıköy Ende dieses Monats wird TurkStream bereit sein, den Betrieb aufzunehmen.

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Die vom türkischen Finanzminister Berat Albayrak eingeleiteten wirtschaftlichen Maßnahmen zeigen erste Wirkungen.

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TV-Tipp
GSG9 will bis Ende 2020 eine Einheit in Berlin aufbauen

Die GSG9 will im Laufe des kommenden Jahres eine Einheit in der Hauptstadt stationieren. „Ich gehe davon aus, dass wir Ende nächsten Jahres Kräfte fest hier haben, die dann permanent in Berlin sind“, erklärt Kommandeur Jerome Fuchs in der rbb-Dokumentation „GSG9 – Terror im Visier“. Seit Sommer hat die GSG9 einen zweiten, noch provisorischen Standort in Berlin. Dabei werden die Kräfte wochenweise vom Hauptquartier in St. Augustin entsendet. Die für Berlin vorgesehene vierte Einheit der GSG9 soll im Schwerpunkt für Einsätze mit nuklearen, biologischen und chemischen Kampfstoffen trainieren. Die Eliteeinheit der Bundespolizei wird dafür um ein Drittel aufgestockt. Zur GSG9 gehören aktuell rund 400 Männer. Ein Kamerateam des rbb hat die GSG9 im Sommer dieses Jahres begleitet und mit der Spezialeinheit in St. Augustin, Berlin und Israel gedreht. Die rbb-Dokumentation „GSG9 – Terror im Visier“ von Patricia Corniciuc und Michael Götschenberg läuft am Montag, den 02.12.2019, um 23.00 Uhr in der ARD. Die GSG 9 der Bundespolizei (kurz GSG 9 BPOL oder einfach GSG 9) ist die Spezialeinheit der Bundespolizei zur Bekämpfung von Schwerst-/Organisierter Kriminalität sowie Terrorismus. Die Abkürzung GSG 9 steht für Grenzschutzgruppe 9. Der Bundesgrenzschutz heißt zwar seit 2005 Bundespolizei, jedoch stellt der Name GSG 9 weltweit einen festen Begriff dar und wurde aus diesem Grund beibehalten und lediglich mit dem Zusatz „der Bundespolizei“ ergänzt. Die GSG 9 wurde am 26. September 1972 aufgrund der Erfahrungen bei der Geiselnahme in München als Antiterror- und Geiselbefreiungs­einheit gegründet. Das palästinensische Terrorkommando „Schwarzer September“ hatte elf israelische Teilnehmer der Olympischen Spiele in München als Geiseln genommen und schließlich getötet. Die deutsche Polizei war damals auf Geiselnahmen dieser Art nicht vorbereitet und konnte die Lage nicht erfolgreich lösen. Im April 1973 meldete Gründungskommandeur Ulrich Wegener die Einsatzbereitschaft von zwei Einsatzeinheiten der GSG 9. Bekannt wurde die GSG 9 im Herbst 1977 durch die Operation „Feuerzauber“. Palästinensische Terroristen hatten das Lufthansa-Flugzeug „Landshut“ entführt. Am 17. Oktober 1977 stürmte die GSG 9 in einer bis dato einzigartigen Operation das Luftfahrzeug und befreite erfolgreich alle Geiseln. Seither hat die GSG 9 eine Vielzahl von besonderen Einsätzen im In- und Ausland absolviert. Trotz dieser Erfolgsgeschichte gibt es auch tragische Momente des Verlustes. So kam es bei der Festnahme der RAF-Terroristen Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams 1993 auf dem Bahnhof in Bad Kleinen zu einem Einsatz der GSG 9, bei dem der Polizeikommissar N. von dem RAF-Terroristen Grams erschossen wurde. Grams tötete sich anschließend selbst. Des Weiteren verloren Tobias R. und Thomas H. ihr Leben im Einsatz. Im Rahmen eines Personenschutzeinsatzes im Irak 2004 geriet ihr Konvoi in der Nähe von Falludscha in einen Hinterhalt. Es kam zu einem starken Feuergefecht. Tobias R. und Thomas H. konnten nicht entkommen, der Leichnam von Thomas H. wurde bis heute nicht gefunden. (Bundespolizei)

Bis heute ungeklärt: Der Mord an Alfred Herrhausen

Von Ernst Wolff Vor dreißig Jahren, am 30. November 1989, wurde Alfred Herrhausen, Chef der Deutschen Bank, durch einen Bombenanschlag getötet. Auf Grund eines nicht verifizierten Bekennerschreibens und vager Indizien wurde der Anschlag der terroristischen Untergrundorganisation Rote Armee Fraktion (RAF) zugeschrieben. Die Mörder wurden jedoch nie ermittelt und mittlerweile gibt es zahlreiche Hinweise, die an der Täterschaft der RAF zweifeln lassen. Trotzdem haben die Mainstream-Medien und die Behörden bis heute nicht die Frage gestellt, wer ein Interesse an Herrhausens Tod gehabt haben könnte. Zudem beschreiben sie ihn nach wie vor fälschlicherweise als Kapitalismuskritiker und als Träumer, der für eine Utopie sein Leben riskierte. Tatsächlich war Herrhausen ein von der Marktwirtschaft überzeugter Banker, dessen erklärtes Ziel darin bestand, die Deutsche Bank an die Weltspitze zu führen und der als einer der ersten Europäer die Chancen erkannte, die der Umbruch im Finanzwesen den Großbanken in den Siebziger und Achtziger Jahren eröffnete. Vor allem aber war er ein Mann, der seine Ziele kompromisslos und mit großer Konsequenz und Härte verfolgte und der kein Problem damit hatte, sich viele Feinde zu machen. Herrhausen erkannte früh die Chancen der Deregulierung Nach dem Ende des Nachkriegsbooms, der die Deutsche Bank zum größten deutschen Finanzinstitut hatte aufsteigen lassen, suchten die Banken wegen des nachlassenden Kreditgeschäftes nach neuen Einnahmequellen und drängten die Politik, das Finanzwesen zu deregulieren und ihnen zu ermöglichen, das eigene Geschäft zu globalisieren. Bereits im Anfangsstadium dieser Entwicklung nutzte Herrhausen die Möglichkeiten, die sich dadurch vor allem im Bereich des Investmentbankings ergaben und trieb die Neuausrichtung der Deutschen Bank ab Mitte der Achtziger Jahre energisch voran. Dabei zog er sich wegen seiner rigorosen Personalpolitik den Zorn großer Teile der traditionell konservativen Führung des Geldhauses zu. Das aber hinderte ihn nicht daran, das Tempo des Umbaus sogar noch zu forcieren. Unter seiner Führung übernahm die Deutsche Bank zwischen 1986 und 1989 diverse Banken und  Wertpapier-Broker in Italien, den Niederlanden, Portugal, Spanien, Österreich, Kanada und Australien. Eintreten für den Schuldenschnitt – kühle Kalkulation zum eigenen Vorteil Im Herbst 1987 unterbrach Herrhausen die Jahrestagung des IWF in Washington für einen Kurzbesuch beim Präsidenten des hoch verschuldeten Mexikos. Am Tag darauf forderte er auf einer Pressekonferenz zum ersten Mal einen umfassenden Schuldenerlass für die Entwicklungsländer – ein Vorstoß, der weltweit Aufsehen erregte. Es handelte sich dabei aber keineswegs um die Utopien eines Visionärs, sondern um ein in doppelter Weise kalkuliertes Manöver: Einerseits schwamm Herrhausen auf der populären Welle des damals weltweiten Protestes gegen die Politik von IWF und Weltbank, andererseits brachte er die Deutsche Bank so im internationalen Wettbewerb in eine besonders günstige Lage: Während ein solcher Schuldenschnitt mehrere amerikanische Banken in große Schwierigkeiten gebracht hätte, hätte die Deutsche Bank ihn weitgehend problemlos überstanden – weil Herrhausen sie zuvor ganz bewusst gegen einen solchen Schock abgesichert hatte. Kein Wunder also, dass eine mächtige Front aus Wall Street, IWF und Weltbank Herrhausens Pläne samt und sonders empört zurückwies. Als er dann auch noch so weit ging, seine Ideen den Mitgliedern amerikanischer Banken zu präsentieren, wurde er anschließend so massiv bedroht, dass er sich gezwungen sah, auf der Weltbankkonferenz 1989 eine schusssichere Weste zu tragen. Herrhausens hervorragende Beziehungen zur Politik Der Schuldenschnitt aber war nicht die einzige Front, an der Herrhausen seine Gegner herausforderte. Neben seiner Tätigkeit als Bankchef beriet er auch noch Bundeskanzler Helmut Kohl und war maßgeblich an dem 10-Punkte-Programm zur deutschen Wiedervereinigung beteiligt, das Kohl am 28. November 1989 verkündete, und zwar ohne vorherige Absprache mit den Alliierten. Außerdem ging die Deutsche Bank dank Herrhausens Beziehungen als einer der ganz großen Gewinner aus der deutschen Wiedervereinigung hervor. Ihr wurden bei der Abwicklung der DDR-Staatsbank und der Neugründung der Deutschen Kreditbank 49 % ihrer Anteile und 122 Bankfilialen in bester Lage übertragen – ein Macht- und Vermögenszuwachs, der hervorragend in Herrhausens Pläne passte, die Deutsche Bank zu einem „Global Player“ und so zum Konkurrenten der Wall-Street-Banken zu machen. Der ganz große Coup Mit einem derartigen Machtzuwachs ausgestattet, blies Herrhausen 1989 zum ganz großen Angriff auf die Wall Street und die City of London: Die in den Jahren zuvor sorgfältig vorbereitete Übernahme der britischen Investmentbank Morgan Grenfell für 2,7 Milliarden DM sollte der Deutschen Bank mit einem Paukenschlag den Einstieg ins internationale Derivategeschäft bescheren. Damit aber warf Herrhausen nicht nur den weltweit größten Bankhäusern den Fehdehandschuh hin, sondern auch den eigenen Kollegen: Als er sie am 28. November 1989 bei einer Vorstandssitzung in München aufforderte, den Chef von Morgan Grenfell in den Vorstand der Deutschen Bank aufzunehmen, kam es zu einem Aufstand, den sein Nachfolger Hilmar Kopper als „Palastrevolution“ beschrieb. Den letzten Höhepunkt in der Auseinandersetzung mit seinen Gegnern setzte Herrhausen schließlich in einem Interview mit dem ‚Wallstreet Journal’, in dem er erklärte, dass er Polen mit Hilfe einer eigenen Bank und unter Umgehung der „strukturellen Anpassungen“ von IWF und Weltbank wirtschaftlich voranbringen wolle – ein weiterer Affront gegen beide Organisationen, den sich bis dahin kein führender Banker geleistet hatte. Die Fragen, die bleiben Ein nüchterner Blick auf Herrhausens Karriere zeigt, dass er nicht nur einer der ersten war, der die Chancen für das Finanzgewerbe im Investmentbanking erkannte und zum Vorteil der Deutschen Bank nutzte, sondern dass er zur Erreichung seiner Ziele auch mit eiserner Härte und letzter Konsequenz vorging und nie davor zurückscheute, sich Feinde zu machen. Heute, dreißig Jahre später, muss man sich daher fragen, warum die Ermittlungen sich so lange fast ausschließlich um eine Terrororganisation drehten, die sich damals im Zustand der fortgeschrittenen Auflösung befand und an deren Täterschaft immer größere Zweifel aufkamen. Warum haben die zuständigen Behörden im Zusammenhang mit dem Attentat niemals die alles entscheidende Frage „Wer hätte ein Motiv gehabt?“ gestellt? Aufschlussreich ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass Herrhausens Nachfolger Hilmar Kopper die Idee eines Schuldenschnittes für die Dritte Welt sofort fallen ließ und dass kein Deutsche-Bank-Chef nach Herrhausen je wieder öffentliche Kritik am IWF oder an der Weltbank geäußert hat. Es ist gut möglich, dass wir nie erfahren werden, wer hinter dem Anschlag vom 30. November 1989 gesteckt hat. Je mehr Fakten man jedoch über seine Vorgeschichte aneinanderreiht und miteinander verknüpft, umso weniger wahrscheinlich erscheint die Version vom RAF-Attentat, die heute noch von den deutschen Behörden und der Mehrheit der Mainstream-Medien verbreitet wird.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Ernst Wolff
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches Finanz-Tsunami: Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“. Wolff, geboren 1950, aufgewachsen in Südostasien, Schulzeit in Deutschland, Studium in den USA. Der Journalist und Spiegel-Bestseller-Autor (»Weltmacht IWF«) beschäftigt sich seit vierzig Jahren mit der Wechselbeziehung von Politik und Wirtschaft. Sein Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, mit denen die internationale Finanzelite die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen hat: »Nur wer diese Mechanismen versteht und durchschaut, kann sich erfolgreich dagegen zur Wehr setzen.«

Menschenrechtsverletzungen in China
China: Frauen uigurischer Häftlinge müssen mit fremden Männern im selben Bett schlafen

Männliche Han-chinesische „Verwandte“, die mit der Überwachung der Häuser von uigurischen Familien in der nordwestchinesischen autonomen Region Xinjiang beauftragt sind, schlafen regelmäßig in den gleichen Betten wie die Frauen von Männern, die in den Internierungslagern der Region festgehalten werden, berichtet unter anderem Radio Free Asia (RFA) unter Berufung auf Quellen, die die Zwangsübernachtungen überwacht haben. Demnach sind Muslime – und insbesondere Uiguren – seit Ende 2017 verpflichtet, Beamte in ihre Häuser einzuladen und sie über ihr Leben und ihre politischen Ansichten zu informieren, während die Gastgeber auch einer politischen Indoktrination unterzogen werden. Das Programm „Kommt zusammen als Familie“ ist eine von mehreren repressiven Maßnahmen gegen Uiguren in der Region, wie etwa das riesige Netzwerk von Lagern, in denen Behörden bis zu 1,5 Millionen Uiguren und andere muslimische ethnische Minderheiten, mit der Begründung „starke religiöse Ansichten“ und „politisch falsche“ Ideen zu vertreten, festhalten. Die männlichen „Verwandten“ blieben bis zu sechs Tage die Woche bei den uigurischen Familien, berichtet RFA unter Berufung auf ein Interview mit einem hochrangigen Beamten der Kommunistischen Partei in der Präfektur Yengisar (auf Chinesisch, Kashi) weiter. „Die Verwandten kommen alle zwei Monate zu uns hierher…. sie bleiben Tag und Nacht bei ihren zugewiesenen Verwandten“, sagte er und sprach unter der Bedingung der Anonymität. „Sie helfen[den Familien] mit ihrer Ideologie und bringen neue Ideen. Sie sprechen mit ihnen über das Leben, in der Zeit entwickeln sie Gefühle füreinander.“ „Neben dem gemeinsamen Arbeiten und Essen die sie mit ihren uigurischen Gastgebern im Laufe der Woche verbringen, schlafen die Beamten sogar im selben Bett wie die Familienmitglieder, besonders im Winter“, so die Quelle. „Normalerweise schlafen ein oder zwei Menschen in einem Bett, und wenn das Wetter kalt ist, schlafen drei Menschen zusammen“, sagte er. Auf die Frage, ob sich Familien gegen dieses Programm ausgesprochen haben, insbesondere in Fällen, in denen keine männlichen Familienmitglieder anwesend sind, weil sie in Lagern festgehalten werden, sagte der Beamte, dass das Gegenteil der Fall sei. Die muslimischen Uiguren seien sehr zuvorkommend und böten den zugewiesenen Verwandten „alles an, was sie haben“. Berichte deuten darauf hin, dass Uiguren, die gegen die Aufnahme von „Verwandten“ als Teil des „Kommt zusammen als Familie“ Programms protestieren oder sich weigern, an Studiensitzungen oder anderen Aktivitäten mit den Beamten in ihren Häusern teilzunehmen, zusätzlichen Einschränkungen unterliegen oder im Lagersystem inhaftiert werden könnten. Gegenüber RFA betont der Beamte, dass er „noch nie von Situationen gehört“ habe, in denen männliche Beamte versucht hätten, weibliche Mitglieder der Haushalte, in denen sie wohnten, auszunutzen. Es werde nun als normal angesehen, dass Frauen mit ihren zugewiesenen männlichen „Verwandten“ im selben Bett schlafen. Keine Frau habe sich über die Situation des Mitschlafens beschwert, sagte er, und lokale Beamte hätten die Praxis als Mittel zur „Förderung der ethnischen Einheit“ gefördert. „Erzwungene Assimilation“ Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) mit Sitz in New York haben die Behörden im Dezember 2017 das Programm vom Oktober 2016 stark erweitert. Demnach wurden mehr als eine Million männliche Han-Chinesen mobilisiert, die regelmäßig eine Woche lang in Häusern muslimischer Uiguren, vor allem in ländlichen Gebieten, leben. Die „Verwandten“ verbringen laut HRW nun alle zwei Monate mindestens fünf Tage in den Häusern der Familien. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Familien solche Besuche ablehnen könnten. HRW hat die Heimaufenthalte als Beispiel für „tief greifende Zwangsassimilationspraktiken“ bezeichnet und sagte, sie „verletzen nicht nur Grundrechte, sondern dürften auch Ressentiments in der Region fördern und vertiefen“.

Zum Thema

– Xinjiang-Papiere – China: Kommunistische Partei kritisiert Präsident Xi für Umgang mit Uiguren

In am Samstag von der US-Tageszeitung New York Times veröffentlichten Regierungspapieren befiehlt Chinas Staatspräsident Xi Jinping dem Parteiapparat, „ohne Gnade“ in Xinjiang vorzugehen.

China: Kommunistische Partei kritisiert Präsident Xi für Umgang mit Uiguren

Niederlande
Den Haag: Mann sticht in Einkaufsstraße wahllos auf Menschen ein

Den Haag – Im Zentrum der niederländischen Hauptstadt Den Haag hat ein Mann offenbar wahllos auf Menschen eingestochen. Mindestens drei Menschen sollen verletzt worden sein. Der Tatort soll in der Einkaufsstraße Grote Marktstraat liegen. Wie der Focus unter Berufung auf Niederländische Medien weiter berichtet, sei der Täter noch auf der Flucht. Rettungsdienste seien vor Ort. Die Grote Marktstraat ist eine der wichtigsten Shoppingstraßen im Zentrum von Den Haag. Laut den Sicherheitsbehörden wird ein Mann im Alter zwischen 45 und 50 Jahren gesucht, der dem Aussehen nach nordafrikanischen Ursprungs sein könnte. Er habe einen Schal und einen grauen Trainingsanzug getragen, berichtet der Standard. Mehr in Kürze…

NATO-Treffen
Erdogan an Macron: „Lass zuerst deinen eigenen Hirntod überprüfen“

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Istanbul – Der französische Präsident Emmanuel Macron sollte seinen eigenen Kopf untersuchen lassen, bevor er die NATO als „hirntot“ bezeichnet, so der türkische Staatspräsident in einer Rede am Freitag. „Schauen Sie, Herr Macron, ich sage es aus der Türkei und ich werde es bei der NATO wiederholen: Lassen Sie erst mal Ihren Hirntod überprüfen“, sagte Recep Tayyip Erdogan und verurteilte Macron für dessen Äußerung, dass die Türkei während ihrer Anti-Terror-Offensive in Nordsyrien nicht mit einer Unterstützung der NATO rechnen solle. Erdogan sagte, dass Macron auch nicht die Befugnis habe, über einen Verbleib der Türkei in der NATO zu entscheiden. „Ausweisung oder nicht Ausweisung der Türkei aus der NATO […] Haben Sie die Befugnis, eine solche Entscheidung zu treffen?“, so Erdogan an Macron. Bei seiner Rede während der Grundsteinlegung des Recep Tayyip Erdogan Komplexes an der Marmara Universität in Istanbul, sagte der türkische Staatschef, dass Frankreich kein Recht und keine Autorität habe, in Syrien zu sein. „Das syrische Regime hat Sie nicht dorthin eingeladen“, sagte Erdogan. Die Türkei werde „nicht zögern“ die Militäroffensive „Friedensquelle“ fortzuführen, wenn die Bedrohungen für die Türkei aus der Sicherheitszone und darüber hinaus nicht innerhalb einer angemessenen Zeit beseitigt werden“ könnten. Nach den Aussagen Erdogans, habe Frankreich am Freitagnachmittag den türkischen Botschafter in Paris einbestellt, berichtet die BILD-Zeitung. Macron hatte den Zustand der NATO scharf kritisiert. „Was wir derzeit erleben, ist der Hirntod der NATO“, sagte Macron der britischen Zeitschrift „The Economist“. Es gebe keinerlei Koordination bei strategischen Entscheidungen zwischen den USA und ihren NATO-Verbündeten.

Zum Thema

– Sicherheitspolitik – NATO-Chef Stoltenberg: Ohne die Türkei kann sich Europa nicht selbst schützen

NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg wies darauf hin, dass die Türkei bei der Sicherheit Europas eine Schlüsselrolle innehabe.

NATO-Chef Stoltenberg: Ohne die Türkei kann sich Europa nicht selbst schützen

Justiz
15-jähriger Brandstifter muss wegen versuchten Mordes für mehr als vier Jahre in Haft

Ein 15-Jähriger aus der Gemeinde Hellenthal, der wegen sieben Brandstiftungen im Schleidener Tal angeklagt war, muss wegen versuchten Mordes in zwei Fällen und schwerer Brandstiftung für vier Jahre und sechs Monate in Haft. Dies berichten „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnische Rundschau“. Die 8. Große Jugendstrafkammer des Landgerichts Aachen wertete in seinem Urteil vom Donnerstagabend strafmildernd sein bereitwilliges Geständnis, das es ermöglicht habe, Fälle zu klären, die ihm möglicherweise gar nicht hätten nachgewiesen werden können. Auch habe er im und vor dem Prozess Reue gezeigt. Strafverschärfend wertete das Gericht hingegen den entstandenen Schaden in Millionenhöhe, vor allem beim Brand des Städtischen Sturmius-Gymnasiums in Schleiden, und die Tatsache, dass er fünf Menschen durch die Brandstiftungen in Lebensgefahr gebracht habe und einige von ihnen auch verletzt wurden. Der Staatsanwalt hatte eine Jugendstrafe von sechs Jahren gefordert, der Verteidiger für ein geringeres Strafmaß plädiert. Der 15-Jährige hatte die Taten in vollem Umfang gestanden. Er bedauere dies zutiefst, sagte er vor Gericht. Bei den Geschädigten hatte er sich für die Brandstiftungen sowohl schriftlich im Vorfeld als auch persönlich in der Hauptverhandlung entschuldigt.

Digital-News
Online Glücksspiel für Anfänger – Wie funktioniert ein Online Casino?

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WERBUNG Casinos haben eine magische Anziehungskraft. Jeder, der sich schon einmal in die blinkenden Hallen einer landbasierten Spielbank begeben hat, der wird bestätigen können, dass die dort vorherrschende Atmosphäre etwas ganz Besonderes ist. Doch für viele bleibt es oft bei einigen wenigen Besuchen im Jahr. Schließlich ist der Weg oft lang, und wer geht schon gerne allein in ein Casino? Wäre es da nicht viel einfacher und bequemer, ein paar Runden von zu Hause aus zu spielen? Genau hier kommen Online Casinos ins Spiel, die mittlerweile nicht mehr nur als rudimentäre Spielebörsen verstanden werden können. Innovative Technologien und hochmoderne Spiele-Softwares machen es möglich, dass man sich beinahe schon in eine Landschaft des Glücksspiels hineinversetzt fühlt. Packende Action kommt somit bereits nach wenigen Klicks zu Ihnen nach Hause aufs Sofa. Um Ihnen den Einstieg ein wenig zu erleichtern, haben wir im Folgenden die wichtigsten Dinge zusammengefasst, die Sie vor und beim Start unbedingt beachten sollten. 1. Seriosität des Anbieters überprüfen Wir können an dieser Stelle gar nicht betonen, wie wichtig dieser Punkt wirklich ist. Stellen Sie sich vor, Sie buchen heute ein Hotel. Würden Sie sich nicht im Vorfeld ernsthafte Gedanken machen, wo Sie gerne absteigen würden? Sie würden sich Bilder ansehen, Bewertungen, Preise und vieles mehr. Genau so verhält es sich auch mit Online Casinos. Als erster Anhaltspunkt können wir Ihnen ein Portal empfehlen, welches diverse Angebote im Internet für Sie vergleicht und bewertet. Auf der Webseite https://onlinecasinomitstartguthaben.org/ werden Sie erkennen, dass die Kategorie „Online Casino mit Echtgeld Startguthaben“ bei der obigen Bewertung einen prominenten Posten einnimmt. Auf diese Punkt möchten wir etwas weiter unten zu sprechen kommen. Für die erste Analyse sollten Sie aber folgendermaßen vorgehen: Wägen Sie Vor- und Nachteile eines jeden Anbieters ab, sehen Sie sich unabhängige Bewertungen an, und, ganz wichtig, überprüfen Sie die jeweiligen Glücksspiellizenzen, die der Anbieter hält. Auf dem Markt existieren einige gute Prüfer und Regulatoren, beispielsweise aus Malta oder auch die „UK Gambling Commission„. Diese unabhängigen Institutionen haben es sich zum Auftrag gemacht, die Geschäfte eines jeden Betreibers genauestens zu beobachten. Nur mit derartigen Lizenzen kann sichergestellt werden, dass ein Casino seine Kunden auch fair behandelt. 2. Registrieren, anmelden und spielen Sodass Sie um Echtgeld spielen können, müssen Sie sich bei dem Anbieter Ihrer Wahl registrieren. Manche Unternehmen fordern dabei einen entsprechenden Nachweis Ihrer Identität, bei anderen geht dies ein wenig einfacher. Falls Sie ein paar Games ausprobieren möchten, ohne Geld einsetzen zu müssen, bieten viele Casinos auch die Möglichkeit, dies ohne Registrierung zu tun. Nach der letztendlichen Anmeldung haben Sie vollen Zugriff auf alle Features der virtuellen Spielbank und können beginnen, sich an die diversen Angebote zu trauen. 3. Das Spieleangebot Die meisten Online Casinos unterteilen ihr Angebot in folgende Kategorien: Spielautomaten – Unter diese Kategorie fallen sämtliche Spiele, die Sie auch aus sogenannten „Spielhöllen“ kennen sollten. Bunte Automaten mit sich drehenden Walzen, wo oft keinerlei Vorwissen benötigt wird, um gewinnen zu können. Die Auswahl ist meist unglaublich riesig, nicht selten bietet ein Betreiber über 300 verschiedene Titel an. Sie können sich für kein Spiel entscheiden? Oft gibt es eine Unterkategorie namens „Beliebte Spiele“, in der die populärsten Slots für Sie zusammengefasst sind. Zu Beginn ist es sicherlich eine gute Idee, sich mit diesen Games vertraut zu machen, da hier die Regeln meist ein wenig einfacher sind. Tischspiele – Wer es lieber klassisch mag, der findet in einer Spielbank im Internet natürlich auch beliebte Tischspiele wie Roulette, Blackjack, Baccarat oder viele weitere interessante Karten- und Würfelspiele. Wer es jedoch gewohnt ist, in landbasierten Casinos unterwegs zu sein, der sollte ein wenig vorsichtig sein. Aufgrund der kurzen Wartezeiten können bei diesen Spielen binnen weniger Minuten unglaublich hohe Umsätze generiert werden – was natürlich auch schnell nach hinten losgehen kann. Live-Angebote – Diese Kategorie ist erst seit Mitte der 2010er groß geworden, erfreut sich allerdings immer größerer Beliebtheit. Hier werden Spiele im Echtzeit-Format Angeboten, die von realen Dealern aus gesteuert und zu Ihnen nach Hause ins Wohnzimmer übertragen werden. Dabei kommt eine soziale Komponente ins Spiel, die virtuelle Spielhallen bisher noch immer ein wenig vermissen ließen. Im Live Casino können Sie mit anderen Spielern oder sogar den Dealern in Kontakt treten und plauschen, während Sie bei Spielen wie Roulette oder Black Jack auf Ihr Glück hoffen. 4. Bonusprogramme und Treuepunkte Fast alle Online Casinos bieten Ihren Spielern heutzutage spezielle Boni an, um ihnen den Einstieg in das Business so angenehm wie möglich gestalten zu können. Besonders beliebt ist an dieser Stelle der klassische Willkommensbonus, der dem Spieler nach erfolgreicher erster Einzahlung einen kostenlosen Zusatzbetrag sichert, der auf sein Konto gelangt. Mit diesen Zahlungen kann im Anschluss beim Betreiber sofort gespielt werden. Es gibt sogar Angebote, die keine Einzahlung voraussetzen. Wie bereits weiter oben im Artikel angedeutet, werden diese Boni unter dem Stichwort „Bonus ohne Einzahlung“ eingeordnet. Zwar werden hier seitens des Online Casinos keine großen Summen gewährt, mit etwas Glück kann jedoch ein erstes Spielguthaben generiert werden, um den fortwährenden Verlauf beim Anbieter sicherzustellen. Wir möchten allen Neulingen unbedingt ans Herz legen, alle Bonusangebote auf Herz und Nieren zu prüfen. Denn alle Bonuszahlungen unterliegen stets gewissen Bedingungen, die der Spieler erst erfüllen muss, um etwaige Gewinne aus diesen Promotionen auch geltend zu machen. Beispielhaft haben wir ein paar Punkte zusammengefasst, die für jeden Bonus gelten: Mindestumsatz der Bonuszahlungen Verfallsdatum Bestimmte Spiele werden für den Umsatz nicht zu 100% gewertet Eingezahlte Beträge werden vor Bonusbeträgen eingesetzt Schlussbetrachtung Viele Online Casinos weisen das gleiche Muster auf, wenn es um die Navigation sowie deren „Look and Feel“ geht. Spieleangebote sind meist auf Automatenspiele ausgerichtet, dazu kommen klassische Tischspiele und oftmals auch Live-Angebote. Insbesondere Spieler, die weiterhin Wert auf eine angenehme Atmosphäre legen, sollten das wahrnehmen. Als Anfänger ist es unabdinglich, auf die Seriosität des Anbieters zu achten. Schließlich geht es um echtes Geld, welches man womöglich aufs Spiel setzt. Glücksspiellizenzen sind an dieser Stelle das wichtigste Kriterium, doch auch andere Faktoren sollten berücksichtigt werden, insbesondere wenn es um persönliche Vorlieben geht. Unser letzter Tipp: Die Geschäftsbedingungen eines jeden Anbieters sollten nicht nur im Hinblick auf Bonusprogramme studiert werden, sondern auch um die jeweiligen Gegebenheiten des Online Casinos kennenzulernen.

Tourismus
Über 15 Millionen Besucher aus 193 Ländern: Antalya bricht Allzeit-Rekord

Antalya – Antalya, eines der beliebtesten Urlaubsziele an der türkischen Mittelmeerküste, verzeichnete in diesem Jahr eine Rekordzahl von über 15 Millionen ausländischer Touristen. Daten der Provinzdirektion für Kultur und Tourismus zeigten, dass im Jahr 2019 bisher 15.567.000 Touristen aus 193 Ländern Antalya besuchten und damit einen neuen Rekord aufgestellt haben. Mit 5,5 Millionen kamen demnach die meisten Besucher aus Russland. Ein Anstieg von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Deutschland folgt mit 2,5 Millionen, was einem Anstieg von ebenfalls 16 Prozent entspricht. An dritter Stelle lag die Ukraine mit fast 800.000 Touristen, während die Zahl der britischen Besucher auf 686.000 stieg und somit Platz vier erreichte. Aus Polen kamen 535.000 Besucher und aus den Niederlanden 424.000. Rumänien folgt mit rund einer Viertelmillion Besuchern. Antalya ist Herbstmeister – zwar nicht im Fußball, aber bei den TUI Gästen: „Antalya ist in diesem Jahr das beliebteste Herbstferien-Ziel. Bereits im Sommer hat die Türkei einen Boom erlebt, der sich nun auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt“, sagt Stefan Baumert, touristischer Geschäftsführer der TUI Deutschland. Antalya hat in diesem Jahr somit die spanische Insel Mallorca auf den zweiten Platz verwiesen Warme Temperaturen und ein unschlagbares Preisleistungs-Verhältnis seien vor allem für Familien klare Argumente für einen Türkeiurlaub. Entsprechend hoch ist hier der Familienanteil, so Baumert. Ein Blick auf das Herbstferienranking des weltweit führenden Touristikkonzerns zeigt: Nach Antalya und Mallorca folgt Kreta auf Platz drei. An vierter Stelle liegt Ägypten mit Hurghada. Osman Ayık, der Leiter des türkischen Hotelierverbandes (TÜROFED), sagte im Juli, dass Einrichtungen, die Touristen in der Region Antalya unterbringen, über rund 600.000 Betten verfügen. Jüngste Daten des Ministeriums für Tourismus und Kultur zeigen, dass in der ersten Hälfte dieses Jahres mehr als 18 Millionen ausländische Touristen die Türkei besuchten, was einem starken Anstieg von 13,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2018 entspricht. Allein im Juni stieg die Zahl der ausländischen Touristenankünfte um 18,1 Prozent auf 5,3 Millionen. Die Regierung strebt an, in diesem Jahr 50 Millionen Touristen und rund 35 Milliarden Dollar an Einnahmen aus touristischen Aktivitäten zu erzielen.

Türkei: Bis 2023 Tourismuseinnahmen von 100 Milliarden Dollar möglich

Die Einnahmen aus dem Tourismus in der Türkei können bis 2023 mit der Digitalisierung von Tourismusunternehmen 100 Milliarden Dollar erreichen, so der Geschäftsführer eines türkischen Technologie- und Tourismusunternehmens. „Wir sollten unseren Tourismussektor angemessen fördern, wir müssen die Einnahmen aus dem Tourismus pro Besucher von 670 Dollar auf 1.000 Dollar steigern“, sagte Ramazan Becer, Leiter des Digitaltechnik- und Touristikunternehmens CRM, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Die Türkei könne Touristen aus einkommensstarken Gruppen aufnehmen, indem sie Maßnahmen im Tourismussektor ergreift, um die Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, sagte Becer. Er betonte, dass die digitale Transformation von Tourismusunternehmen bessere Vermarktungsmöglichkeiten und mehr Kundenzufriedenheit bieten würde. „Dank der digitalen Technologien können Tourismusunternehmen den Kunden qualitativ hochwertigere Dienstleistungen anbieten, indem sie ihre Nahrungs-, Unterhaltungs- und Unterkunftspräferenzen kennenlernen.“, so Becer. Viele Tourismusunternehmen hätten entweder keine Webseiten hätten oder welche, die die Anforderungen der digitalen Welt nicht erfüllten.

„Tourismusunternehmen sollten Social Media Accounts haben, mit Kunden kommunizieren und die neuen Technologien verfolgen“, forderte der Firmenchef. Er erinnerte daran, dass Kunden sich vor ihrer Abreise auf Online-Plattformen über jedes Detail der jeweiligen Ziele informieren würden. Neben digitalen Technologien und Werbung hätten Call Center auch im Tourismus eine große Bedeutung.

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– Reisen – Herbstferien: Antalya verdrängt Mallorca bei deutschen Urlaubern vom ersten Platz

Antalya ist Herbstmeister – zwar nicht im Fußball, aber bei den TUI Gästen: „Antalya ist in diesem Jahr das beliebteste Herbstferien-Ziel. Bereits im Sommer hat die Türkei einen Boom erlebt, der sich nun auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt“, sagt Stefan Baumert, touristischer Geschäftsführer der TUI Deutschland.

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