Rüstungsdeal
Pakistan kauft 30 türkische ATAK-Kampfhubschauber im Wert von 1,5 Milliarden

Ankara und Islamabad haben kürzlich einen Vertrag über den Verkauf von 30 türkischen Hubschraubern im Wert von 1,5 Milliarden Dollar abgeschlossen.

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Islamabad (nex) – Ankara und Islamabad haben kürzlich einen Vertrag über den Verkauf von 30 türkischen Hubschraubern im Wert von 1,5 Milliarden Dollar abgeschlossen.

Der bisher größte Rüstungsdeal zwischen den beiden Staaten ist auch ein Segen für die türkische Verteidigungsindustrie. Der Deal wird die militärischen Beziehungen zwischen den langjährigen Partnern weiter stärken. Der ATAK Kampfhubschrauber, auch T129 genannt, wird von den Staatsunternehmen Turkish Aerospace Industries (TAI) und ASELSAN gebaut.

Der stellvertretende türkische Generalstabschef General Ümit Dündar und der pakistanische Generalstabschef General Kamar Javed Bajwa beschlossen bereits im Januar vergangenen Jahres im Hauptquartier der pakistanischen Armee in Rawalpindi eine Militärkooperation.

Testflüge in Pakistan

Bevor die beiden Länder den Vertrag unterschrieben, wurden die Hubschrauber in Pakistan getestet. Am 23. März dieses Jahres nahmen sie zudem an einer Militärzeremonie in der Hauptstadt Islamabad während des „Pakistan Day“ teil.

„Die militärischen Beziehungen zwischen der Türkei und Pakistan sind historisch und nicht neu. Die beiden Luftstreitkräfte gehören zu den engsten in Bezug auf Zusammenarbeit, Ausbildungsaustausch, Beschaffung und strategische Partnerschaften. Jedoch nimmt dieses Abkommen das Verhältnis in ein höheres Level“, sagte Kamal Alam, von der in London ansässigen Denkfabrik RUSI gegenüber TRT World.

Made in Turkey

ATAK, auch als T129 bekannt, ist ein allwettertauglicher Militärhelikopter. Er ist eine Weiterentwicklung, der aus einem Technologietransfer des Augusta A129 hervorgegangenen ist. Im Juni 2014 wurden die ersten drei Serienmaschinen den türkischen Streitkräften übergeben, 16 weitere folgten im April vergangenen Jahres.

Politischer Analyst Ömer Özkizilcik: „Positive Teufelsspirale“

Dazu der politische Analyst Ömer Özkizilcik von der Middle East Foundation in Ankara gegenüber NEX24:

Die türkische Regierung setzt seit über 10 Jahren auf heimische Produktion von verschiedenen Verteidigungssystemen. Während die türkische Produktion primär die Bedürfnisse der türkischen Armee befriedigen und die Abhängigkeit von Rüstungsimporten reduzieren sollte, entdeckt Ankara nun die Rüstungsindustrie als ein Vehikel um seine internationalen Beziehungen aufzustocken.

Der Verkauf von türkischen Kampfhubschraubern an Pakistan stelle laut Özkizilcik eine wichtige Wende dar:

Einerseits kurbeln Rüstungsverkäufe die Investitionen in Forschung von neuen Technologien, welches wiederum im Besonderen die türkische Rüstungsindustrie und im Allgemeinen die türkische Wirtschaft stärkt. Außenpolitisch betrachtet verbessern Rüstungsverkäufe die Beziehungen der Türkei zur jenen Importnation, welches wiederum die Nachfrage nach türkischen Rüstungsprodukten steigert.

Die türkische Rüstungsindustrie sei in eine „positive Teufelsspirale“ eingetreten. In den nächsten Jahren könne die Türkei zu einer der top 10 Rüstungsexporteuren der Welt aufsteigen. Türkische Rüstungsprodukte seien qualitativ, entsprechen den NATO-Standards und preisgünstig, so der Analyst.

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